Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics

Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht

Title: Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht

Seminar Paper , 2003 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nina Bergner (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der Schreibdidaktik nimmt der handlungs- und produktionsorientierter Ansatz für heute eine zentrale Stellung ein. Die Anfänge der Unterrichtskonzeption liegen in den 70er Jahren, obwohl es bereits vorher Tendenzen zu dieser Art von Schreibunterricht gab. In den 90 Jahren hat die Handlungs- und Produktionsorientierung Eingang in die Lehrpläne gefunden; das Schreiben zu Texten ist heute als fester Bestandteil des Deutschunterrichts nicht mehr wegzudenken.
Im folgenden sollen nach einer Begriffsklärung die wichtigsten Grundprinzipien des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts aufgezeigt und an Hand derer die Notwendigkeit eines handlungs- und produktionsorientierten Deutschunterrichts begründet werden. Im Anschluss daran wird die geschichtliche Entwicklung aufgezeigt und schließlich werden einige der handlungs- und produktionsorientierten Verfahren für den Unterricht vorgestellt. Den Abschluss der Arbeit soll ein eigens erdachtes Projekt bilden, um zu zeigen, wie Formen der Handlungs- und Produktionsorientierung im Unterricht verwirklicht werden können. Hierzu wurde das Drama Maria Stuart von Schiller ausgewählt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht?

2.1 Definitionsansatz

2.2 Vorläufer des handlungs- und produktionsorientierten Unterrichts – Geschichte

2.3 Der Einfluss der Rezeptionsästhetik

2.4 Dekonstruktivismus und Konstruktivismus

2.5 Grundprinzipien und Legitimation

2.5.1 Intensivierung von Lernprozessen durch Selbsttätigkeit und entdeckendes Lernen

2.5.2 Förderung der Motivation

2.5.3 Förderung der Imagination

2.5.4 Fremdverstehen und Perspektivenübernahme

2.5.5 Individuelle Bezugsnormorientierung

2.5.6 Beteiligung aller Schüler

2.5.7 Verbindung von verschiedenen Unterrichtszielen

3. Formen des produktiven Umgangs mit Texten

3.1 Lyrik

3.2 Epische Texte

3.3 Drama – eigens erdachtes Beispiel zur Behandlung von Maria Stuart

4. Bewertung produktiver Aufgaben

5. Schlussgedanke

6. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht als zentrale Konzeption in der modernen Schreibdidaktik. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Schüler durch aktive Auseinandersetzung mit Texten nicht nur deren Inhalt erschließen, sondern durch operative Verfahren wie Umschreiben, Ergänzen oder mediale Transformation ihr eigenes Verständnis und ihre ästhetische Erfahrung vertiefen können.

  • Grundprinzipien und theoretische Fundierung (Rezeptionsästhetik, Konstruktivismus)
  • Methodische Ansätze für die Gattungen Lyrik, epische Texte und Drama
  • Entwicklung und Planung projektorientierter Unterrichtssequenzen
  • Individualisierung des Lernprozesses und Förderung der Schülermotivation
  • Kriterien und Herausforderungen bei der Bewertung produktiver Schülerleistungen

Auszug aus dem Buch

3.3 Drama – eigens erdachtes Beispiel zur Behandlung von Maria Stuart

Die Behandlung von Schillers Drama Maria Stuart soll in einem Grundkurs der 12. Klasse in einer projektorientierten Unterrichtsform mit handlungs- und produktionsorientierten Verfahrensweisen erfolgen. Das Projekt ist über sechs Wochen geplant, mit jeweils einer Doppelstunde pro Woche. Am Ende des Projekts steht der Besuch einer Theateraufführung. Die Klasse erhielt vor dem eigentlichen Beginn des Projekts den Auftrag, das Drama sorgfältig zu lesen und zum Handlungsverlauf, sowie zu den Hauptfiguren stichwortartige Exzerpte anzufertigen, so dass die Textkenntnis vorausgesetzt werden kann. Dies bietet den Vorteil, dass die Schüler von Anfang an eigene Interessen und Themenvorschläge zum Text einbringen können und dass sie zunächst in ihrer eigenen Art und Weise und in ihrer eigenen Lesegeschwindigkeit an den Primärtext herangehen können. Am Anfang des Projekts steht die Planungs- und Vorbereitungsphase: Zunächst werden allgemeine Eindrücke der Schüler zum Text von Maria Stuart gesammelt. Die Frage wird so offen gestellt, dass sämtliche Meinungen und Gesichtspunkte geäußert werden können. Der Lehrer ist hier noch in der Moderatorenrolle und sammelt die Beiträge an der Tafel, allerdings ohne sie zu sortieren oder zu werten. Daraufhin können die Schüler in Form eines brainstorming Themen vorschlagen, die im Rahmen des Projekts zu Maria Stuart bearbeitet werden könnten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet den handlungs- und produktionsorientierten Ansatz in der heutigen Schreibdidaktik und skizziert den Aufbau der Arbeit.

2. Was ist handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht?: Dieses Kapitel definiert den Ansatz und beleuchtet dessen historische Entwicklung, theoretische Bezüge sowie grundlegende Prinzipien wie Selbsttätigkeit und Motivation.

3. Formen des produktiven Umgangs mit Texten: Hier werden konkrete Methoden für den Unterricht vorgestellt, unterteilt nach Gattungen wie Lyrik, Epik und dem projektorientierten Beispiel am Drama Maria Stuart.

4. Bewertung produktiver Aufgaben: Das Kapitel widmet sich der Problematik der Notengebung bei kreativen Schülerleistungen und benennt mögliche Kriterien für eine faire Bewertung.

5. Schlussgedanke: Der Schluss reflektiert kritisch die Kritikpunkte am produktiven Ansatz und betont die notwendige Balance zwischen Zeitaufwand und pädagogischem Ertrag.

6. Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit zitierten Quellen.

Schlüsselwörter

Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht, Schreibdidaktik, Rezeptionsästhetik, Konstruktivismus, Selbsttätigkeit, Lernprozesse, Kreativität, Motivation, Imagination, Textanalyse, Projektunterricht, Maria Stuart, Schülerorientierung, Schreibaufgabe, Literaturdidaktik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die didaktische Konzeption des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts, bei dem Schüler aktiv an die Textarbeit herangeführt werden.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Kernbereichen gehören die theoretische Begründung, methodische Verfahren für verschiedene Literaturgattungen sowie die Herausforderungen der Bewertung kreativer Ergebnisse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie produktive Verfahren den Literaturunterricht bereichern und die Lernprozesse der Schüler durch eigene Gestaltung intensivieren können.

Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse didaktischer Fachliteratur und der theoretischen Herleitung, ergänzt um ein praktisches Fallbeispiel zu Schillers Maria Stuart.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Grundlagen sowie einen umfangreichen Methodenteil mit praktischen Beispielen für den Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben dem zentralen Begriff der Handlungs- und Produktionsorientierung prägen Begriffe wie Selbsttätigkeit, Imagination, Fremdverstehen und kreative Textproduktion die inhaltliche Ausrichtung.

Wie lässt sich ein Gedicht im Unterricht produktiv erschließen?

Methoden wie das "Entflechten" von Gedichten, die "Montage" von Textabschnitten oder das Füllen von Leerstellen helfen Schülern, sich intensiv und individuell mit der Struktur und Wirkung lyrischer Texte auseinanderzusetzen.

Warum wird im Beispielprojekt zu "Maria Stuart" ein "brainstorming" durchgeführt?

Das Brainstorming dient dazu, das Vorwissen und die persönlichen Interessen der Schüler abzufragen und sie aktiv in die Planung des Projekts einzubinden, um die Eigenverantwortung zu stärken.

Welches Kriterium ist bei der Bewertung produktiver Arbeiten besonders wichtig?

Es wird betont, dass die Bewertung nicht auf normativen Stilvorstellungen basieren sollte, sondern die Kreativität und den individuellen Prozess sowie den Textbezug berücksichtigen muss.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
College
University of Würzburg  (Institut für Deutsche Fachdidaktik)
Course
Proseminar: Formen des Schreibens in der Sekundarstufe I
Grade
1,0
Author
Nina Bergner (Author)
Publication Year
2003
Pages
23
Catalog Number
V55127
ISBN (eBook)
9783638501644
ISBN (Book)
9783656775324
Language
German
Tags
Handlungs- Literaturunterricht Proseminar Formen Schreibens Sekundarstufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nina Bergner (Author), 2003, Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55127
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint