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Der Familienbegriff bei Hermann Hesse. Überlegungen zu Leben und Werk

Title: Der Familienbegriff bei Hermann Hesse. Überlegungen zu Leben und Werk

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 34 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sandra Lachmann (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Die Darstellung ist in drei thematische Schwerpunkte unterteilt - in einen biographischen, einen mentalitätsgeschichtlichen und einen werkbezogenen. Im ersten Teil wird natürlich nur auf die für die Fragestellung wichtigen Lebensumstände Hesses eingegangen, also auf die Familientradition der Eltern und Großeltern, die Erfahrungen in seinen Ehen, das Verhältnis zu seinen Söhnen u.ä. Als Quellen werden dabei vor allem die Briefe Hesses benutzt, da diese wohl am unverfälschtesten die Überzeugungen Hesses dokumentieren. Leider kann im Rahmen dieser Arbeit nur auf die gängigen Briefsammlungen zurückgegriffen werden, so dass man sich darüber bewusst sein muss, eine möglicherweise nicht vollständig repräsentative Auswahl vorliegen zu haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biographische Betrachtungen

2.1 Kindheit im traditionellen Elternhaus

2.2 Das Scheitern der ersten Ehen

2.3 Getrenntes Zusammenleben – Ninon und Hermann Hesse

3. Von der Hausgemeinschaft zu Kernfamilie – Familie im Wandel zwischen Antike und Gegenwart

4. Der Familienbegriff in der literarischen Arbeit Hesses

4.1 Unterm Rad

4.2 Siddhartha

4.3 Der Steppenwolf

4.4 Narziß und Goldmund

5. Ergebnisse

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einstellung von Hermann Hesse zur Familie und familienähnlichen Verbindungen sowie deren Widerspiegelung in seinem literarischen Werk. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie Hesse den Konflikt zwischen seinem Bedürfnis nach individueller Freiheit für sein Künstlertum und dem Wunsch nach menschlicher Gemeinschaft bewältigte und literarisch verarbeitete.

  • Biographische Analyse des Familienlebens und der Ehen von Hermann Hesse
  • Mentalitätsgeschichtliche Betrachtung des Wandels der Familie
  • Untersuchung der Familienproblematik in ausgewählten Romanen (Unterm Rad, Siddhartha, Der Steppenwolf, Narziß und Goldmund)
  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen Künstlertum und bürgerlicher Lebensform

Auszug aus dem Buch

2.1 Kindheit im traditionellen Elternhaus

Kaum ein Dichter entwirft noch in hohem Alter so detaillierte und lebensnahe Erinnerungen an seine Kindheit wie Hesse. Zwar fehlen dem heutigen Forscher Tagebücher oder andere autobiographische Aufzeichnungen aus dieser Zeit, doch in seinen Essays und Romanen mangelt es nicht an Schilderungen, die sich auf seine heimatliche Welt beziehen. Freunde und Lehrer treten als Gestalten in seinen Büchern auf, einige Orte seiner Erzählungen ähneln seinem Heimatort Calw erstaunlich. Den Demian beginnt Hesse mit dem Wissen um die prägende Kraft der ersten Lebensjahre:

„Um meine Geschichte zu erzählen, muß ich weit vorn anfangen. Ich müßte, wäre es mir möglich, noch viel weiter zurückgehen, bis in die allerersten Jahre meiner Kindheit und noch weit über sie hinaus in die Ferne meiner Herkunft zurück.“

Demnach setzt Hesse die Lebensgeschichte eines Menschen in enge Beziehung zur heimatlichen Welt, so dass auch an dieser Stelle einige Worte zu seiner Herkunft gemacht werden müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet Hesses grundsätzliche Haltung zur Künstlerehe und formuliert die Fragestellung zur Einstellung des Dichters zur Familie im Kontext seiner Biografie und Werke.

2. Biographische Betrachtungen: Dieses Kapitel analysiert Hesses Kindheit im religiösen Elternhaus sowie das Scheitern seiner Ehen mit Maria Bernoulli und Ruth Wenger bis hin zum „getrennten Zusammenleben“ mit Ninon Hesse.

3. Von der Hausgemeinschaft zu Kernfamilie – Familie im Wandel zwischen Antike und Gegenwart: Hier wird der historische Wandel der Familienstruktur von der antiken Hausgemeinschaft bis zur bürgerlichen Kernfamilie und den Individualisierungsprozessen der Moderne nachgezeichnet.

4. Der Familienbegriff in der literarischen Arbeit Hesses: Dieser Teil untersucht, wie Hesse die Problematik der Einordnung des Individuums in das Kollektiv anhand seiner Romane Unterm Rad, Siddhartha, Der Steppenwolf und Narziß und Goldmund thematisiert.

5. Ergebnisse: Das Fazit fasst zusammen, dass Hesse die traditionelle Familie zunehmend hinter sich lässt und der vereinsamte Einzelgänger zum zentralen Motiv wird, um den Konflikt zwischen künstlerischem Dasein und privatem Leben darzustellen.

Schlüsselwörter

Hermann Hesse, Familie, Künstlerehe, Individualisierung, Mentalitätsgeschichte, Werkbiografie, Unterm Rad, Siddhartha, Der Steppenwolf, Narziß und Goldmund, Bürgertum, Künstlertum, Einsamkeit, Gemeinschaft, Biografie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis von Hermann Hesse zum Begriff der Familie, sowohl im privaten Leben des Autors als auch in der thematischen Ausgestaltung seiner Romane.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Biografie Hesses (insbesondere seine drei Ehen), die allgemeine Mentalitätsgeschichte der Familie sowie die literarische Auseinandersetzung mit Individualität versus Gemeinschaft.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Hesse den unauflösbaren Konflikt zwischen seinem Bedürfnis nach Freiheit für sein künstlerisches Schaffen und dem Wunsch nach familiärer Bindung als persönliches und literarisches Problem thematisiert.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt einen biographischen Ansatz in Kombination mit mentalitätsgeschichtlichen Analysen und einer werkimmanenten Untersuchung ausgewählter Romane.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte biographische Herleitung, eine historische Einordnung der Familienbegriffe sowie eine tiefgehende Analyse von Hesses Romanen hinsichtlich ihrer Aussagen zur Einordnung des Individuums.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Wichtige Begriffe sind Künstlerehe, Individualisierung, Entfremdung, Bürgertum, Einsamkeit und das Spannungsfeld zwischen persönlicher Autonomie und sozialer Verantwortung.

Warum spielt die Figur des Vaters in Unterm Rad eine so wichtige Rolle?

Der Vater verkörpert hier die unbarmherzige gesellschaftliche Kontrollinstanz, die Hans Giebenrath in die bürgerliche Norm zwängen will, was letztlich zum Scheitern des Protagonisten beiträgt.

Wie unterscheidet sich die Darstellung in Narziß und Goldmund von den früheren Romanen?

Im Gegensatz zu den früheren Werken, die oft die Einsamkeit und Krisenbewältigung des Einzelnen thematisieren, entwirft Narziß und Goldmund eine harmonisierende Einheit durch das Zusammenspiel von zwei komplementären Charakteren.

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Details

Title
Der Familienbegriff bei Hermann Hesse. Überlegungen zu Leben und Werk
College
University of Heidelberg  (Germanistisches Seminar)
Course
Hauptseminar "Ausgewählte Werke Hermann Hesses"
Grade
2,0
Author
Sandra Lachmann (Author)
Publication Year
2003
Pages
34
Catalog Number
V55229
ISBN (eBook)
9783638502412
Language
German
Tags
Familienbegriff Hermann Hesse Leben Werk Hauptseminar Ausgewählte Werke Hermann Hesses
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Lachmann (Author), 2003, Der Familienbegriff bei Hermann Hesse. Überlegungen zu Leben und Werk, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55229
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