Das steigende Verlangen der Konsumenten nach günstigeren und qualitativ hochwertigeren Gütern, verlangt eine ebenso stetig wachsende Entwicklung der Unternehmen in allen Sektoren. Die Industrialisierung der Schwellenländer, der verschärfte Wettbewerb in den Industrieländern selbst und das Vordringen fortgeschrittener Technologien mit der Folge einer neuen internationalen Arbeitsteilung haben das Klima auf den Märkten in den letzten Jahren entscheidend verändert. Mit dem wachsenden internationalen Wettbewerbsdruck entsteht eine Vielzahl schwierig zu erfüllender Anforderungen für die Unternehmen:
- hohe Produktzahlen bei häufig wechselnden Werkstücken erbringen
- zugesagte Liefertermine einhalten
- eine hohe Produktqualität gewährleisten
- Kosten senken
- gefährdete Arbeitsplätze sichern
-Arbeitsbedingungen verbessern um die Leistungsbereitschaft der Angestellten zu erhöhen
Unter Nutzung neuer technologischer Entwicklungen und der daraus folgenden technisch - organisatorischen Umgestaltung der Fertigung kann man diesen Herausforderungen gerecht werden. [1] Der Einsatz von CAM - Systemen ist heute, besonders in mittleren und großen Unternehmen, ein fast alltägliches Arbeitsmittel.
Inhaltsverzeichnis
1. Einführung zum Thema CAM
2. Begriffserklärung
3. Entwicklung der computergestützten Fertigung
4. Leistungsstand und Entwicklungsrichtung
5. Schwierigkeiten der CAM – Integration
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der computergestützten Fertigung (CAM) und untersucht deren Bedeutung im modernen industriellen Kontext. Ziel der Arbeit ist es, die technologischen Grundlagen von CAM darzustellen, die historische Entwicklung nachzuzeichnen und den aktuellen Status sowie die bestehenden Integrationsherausforderungen in Unternehmen zu beleuchten.
- Grundlagen und Definitionen der CAM-Technologie
- Historische Entwicklung von numerischen Steuerungen
- Verhältnis und Synergien zwischen CAD und CAM
- Aktueller Leistungsstand in verschiedenen Industriebranchen
- Herausforderungen bei der Implementierung und Integration
Auszug aus dem Buch
3. Entwicklung der computergestützten Fertigung
„Die Idee zur Steuerung eines Gerätes durch gespeicherte Befehle, wie heute bei NC – Maschinen eingesetzt, lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurückverfolgen. Es begann mit Glockenspielen, die man durch Stachelwalzen ansteuerte.“ [1]
Auf Grund eines Auftrages der US Air Force im Jahre 1949 sollten wichtige Teile von Großflugzeugen nicht mehr als Niet- und Schweißverbindungen gefertigt, sondern aus dem Vollem gefertigt werden. Die für ein Formfräsen notwendigen Schablonen und Modelle waren jedoch hochkompliziert und mit herkömmlicher Technik nur sehr zeit- und kostenaufwendig zu fertigen. Da sich die Konturen der großen Werkstücke jedoch leicht durch mathematische Funktionen beschreiben ließen, fasste man den Entschluss, eine Steuerung zu entwickeln, die eine Fräsmaschine auf dieser Grundlage steuern kann.
Die technologische Verwirklichung dieses Gedanken erforderte eine Steuerung, die binär und digital formulierte Eingangsgrößen für Wege und Schaltungen so umsetzt, dass diese von einer Fräsmaschine verstanden und verarbeitet werden können. Damit war der Grundgedanke für eine generelle Anwendung von numerischen Steuerungen an Werkzeugmaschinen gelegt. Seine Verwirklichung war angesichts der damals forcierten Entwicklung der elektronischen Datenverarbeitung reale Möglichkeit. [2]
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einführung zum Thema CAM: Beschreibt den wachsenden internationalen Wettbewerbsdruck und die Notwendigkeit für Unternehmen, durch technisch-organisatorische Umgestaltungen effizienter zu produzieren.
2. Begriffserklärung: Definiert CAM als rechnerunterstütztes Fertigen und erläutert die Hardware- und Softwarekomponenten sowie die Anwendungsbereiche von der Montage bis zur Prozesssteuerung.
3. Entwicklung der computergestützten Fertigung: Skizziert den historischen Ursprung numerischer Steuerungen und die treibenden Faktoren für die Entwicklung der ersten rechnergesteuerten Werkzeugmaschinen.
4. Leistungsstand und Entwicklungsrichtung: Erläutert das Zusammenspiel zwischen CAD und CAM sowie den zunehmenden Einsatz dieser Systeme in unterschiedlichen Branchen.
5. Schwierigkeiten der CAM – Integration: Analysiert die Herausforderungen bei der Implementierung, wie hohe Investitionskosten und die Komplexität bei der Abstimmung zwischen Herstellern und Anwendern.
Schlüsselwörter
CAM, Computer Aided Manufacturing, Fertigungstechnik, numerische Steuerung, NC-Maschinen, CAD, rechnerunterstützte Fertigung, Automatisierung, Prozesskette, Produktentwicklung, Produktion, Maschinenbau, Integration, Simulationstechnologie, Fertigungsplanung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen Überblick über das Thema "Computergestützte Fertigung" (CAM), ihre Rolle in modernen Unternehmen und ihre historische Entwicklung.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zu den Schwerpunkten gehören die Definition von CAM, die historische Entwicklung, die Verzahnung von CAD und CAM sowie die praktischen Herausforderungen bei der Integration in den Fertigungsprozess.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das primäre Ziel ist es, den Nutzen von CAM-Systemen im Kontext des internationalen Wettbewerbsdrucks aufzuzeigen und die Komplexität ihrer Einführung zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit gewählt?
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die existierende Fachpublikationen, Handbücher und Berichte analysiert, um den aktuellen Stand der CAM-Technik zusammenfassend darzustellen.
Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?
Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, eine historische Rückschau auf die numerische Steuerung und eine kritische Auseinandersetzung mit der industriellen Anwendung und Integrationsproblematik.
Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation am besten?
Wichtige Begriffe sind CAM, Computer Aided Manufacturing, NC-Steuerung, Integration, Automatisierung und Fertigungsplanung.
Warum wurde in der Arbeit auch das Thema CAD aufgegriffen?
Der Autor stellt fest, dass in aktuellen Fachpublikationen CAM oft als bereits integrierter Bestandteil des Alltags betrachtet wird und die neuesten Entwicklungen stärker im Bereich CAD liegen, weshalb eine Abgrenzung und Einordnung von CAD notwendig war.
Welche spezifische Schwierigkeit bei der CAM-Integration wird hervorgehoben?
Ein zentrales Problem ist, dass die Module der Software oft zu komplex für die tägliche Bedienung sind, was dazu führt, dass Unternehmen teilweise auf eine volle Durchgängigkeit verzichten.
- Quote paper
- Stefan Roth (Author), 2005, CAM Computergestützte Fertigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55250