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Die Partido Socialista Obrero Español - Wandel zur Volkspartei ab 1974?

Title: Die Partido Socialista Obrero Español - Wandel zur Volkspartei ab 1974?

Term Paper , 2005 , 16 Pages , Grade: 2.3

Autor:in: Manuel Müller (Author)

Politics - Region: Western Europe
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Eine traditionsgebundene, auf eine sozialistische Gesellschaft hinarbeitende Partei gibt ihre ideologischen Grundwerte auf, um für einen schnellen Wahlerfolg auch diejenigen Wählerstimmen auf sich zu vereinen, die im Falle einer Beibehaltung der ideologischen Ausrichtung nicht hätten gewonnen werden können. Kirchheimer sieht in diesem Phänomen den Wandel einer Massenintegrationspartei hin zu einer Volkspartei.
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es darzustellen, inwieweit die sozialistische spanische Arbeiterpartei ab dem Jahr 1974 den von Kirchheimer erstellten Merkmalskatalog für eine Volkspartei zu erfüllen beginnt und wann der Umgestaltungsprozess zu einer solchen als abgeschlossen bezeichnet werden kann.
Eine eindeutige Merkmalsprägung ist nicht immer verortbar, somit scheint eine nähere Untersuchung der Übereinstimmung zwischen tatsächlicher Charakteristika und theoretischem Konzept notwendig. Im ersten Teil dieser Arbeit wird zunächst auf die Merkmale von Volksparteien eingegangen sowie die an Kirchheimers Konzept geäußerte Kritik wiedergegeben. Im zweiten Teil werde ich das Konzept auf seine Anwendbarkeit auf den Partido Socialista Obrero Español (PSOE) überprüfen. Vorausgehend sei ein kurzer geschichtlicher Abriss über den PSOE zum besseren Verständnis seines politischen Standpunktes gegeben.
Die Autoren Hans-Jürgen Puhle, Richard Gillespie und Christiane Beyer werden verstärkt in dieser vorliegenden Arbeit hinzugezogen, da sie sich intensivst sowohl mit der Entwicklungsgeschichte als auch der Analyse der spanischen Parlamentswahlen auseinandergesetzt haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Die Partido Socialista Obrero Español – Wandel zur Volkspartei ab 1974?

1.1 Das Konzept der Volkspartei nach Kirchheimer

1.2 Entwicklungsgeschichte der PSOE

1.3 Übertragung des Volksparteienkonzepts auf die PSOE

III. Fazit

IV. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit sich die sozialistische spanische Arbeiterpartei (PSOE) ab dem Jahr 1974 in Richtung einer Volkspartei nach dem Konzept von Otto Kirchheimer entwickelt hat und wann dieser Umgestaltungsprozess als abgeschlossen betrachtet werden kann.

  • Theoretische Grundlagen des Volksparteienkonzepts nach Otto Kirchheimer.
  • Historische Entwicklungsgeschichte der PSOE von der Gründung bis zur Mitte der 70er Jahre.
  • Analyse der programmatischen Entideologisierung der PSOE.
  • Untersuchung der strukturellen und organisatorischen Veränderungen innerhalb der Partei.
  • Kritische Würdigung der Anwendbarkeit des Volksparteienmodells auf die PSOE.

Auszug aus dem Buch

1.1 Das Konzept der Volkspartei nach Kirchheimer

In Deutschland wird der Begriff der Volkspartei seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts in erster Linie von den bürgerlichen Parteien verwendet. Heutzutage bezeichnet der Begriff „Parteien mit einer großen und breiten Wählerschaft aus verschiedenen sozialen Gruppen mit unterschiedlichen gesellschaftlichen und weltanschaulichen Positionen.“ Das Konzept der Volkspartei wurde im Wesentlichen von Otto Kirchheimer entwickelt.

In einer Gesellschaft, die sich zunehmend am Materialismus und an weltoffenen Anschauungen orientiert und folglich die Bindung an soziale Klassen beständig lockert, sieht Kirchheimer eine Bewegung der früheren Massenintegrationsparteien hin zur „catch-all-party“ oder Allerweltspartei. Im Gegensatz zur Massenintegrationspartei hat die Volkspartei nicht das Ziel, die Loyalität der Gesellschaft durch Einflussnahme auf ihre Privatsphäre zu erhalten, sondern richtet ihr Handeln nach dem Stimmenmaximierungsprinzip aus.

Ein solches Vorgehen erfordert eine kurzfristige Aufstellung der parteipolitischen Handlungsstrategie, um eine ständige Ausrichtung des Parteiprogramms an den gegenwärtigen gesellschaftlichen Strömungen zu gewährleisten. Dem Ziel der Stimmenmaximierung fällt somit die bisherige ideologische Orientierung der Massenintegrationspartei zum Opfer, damit gerade auch diejenigen Teile der Wählerschaft angesprochen werden können, die bei einem Festhalten der Partei an einer bestimmten Ideologie sich der Parteikonkurrenz zuwenden würden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein, die sozialistische Partei PSOE hinsichtlich ihrer Wandlung von einer Massenintegrationspartei zu einer Volkspartei ab 1974 zu untersuchen.

II. Die Partido Socialista Obrero Español – Wandel zur Volkspartei ab 1974?: Dieser Hauptteil analysiert das theoretische Konzept von Kirchheimer, beleuchtet die Geschichte der PSOE und prüft die schrittweise Umwandlung der Partei im Hinblick auf Ideologie und Struktur.

1.1 Das Konzept der Volkspartei nach Kirchheimer: Das Kapitel definiert den Begriff der Volkspartei und beleuchtet die zentralen Aspekte des Stimmenmaximierungsprinzips und der Ideologienreduktion.

1.2 Entwicklungsgeschichte der PSOE: Hier werden die historischen Ursprünge und die programmatischen Grundpfeiler der PSOE seit ihrer Gründung im Jahr 1879 dargestellt.

1.3 Übertragung des Volksparteienkonzepts auf die PSOE: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Anforderungen mit der empirischen Entwicklung der PSOE ab dem Kongress in Suresnes 1974 bis zum Wahlsieg 1982.

III. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die PSOE zwar wesentliche Kriterien einer Volkspartei erfüllt, jedoch unter Berücksichtigung kritischer Aspekte der Volksparteientheorie Einschränkungen in der Bewertung des Wandels bestehen.

IV. Literaturverzeichnis: Auflistung der für die Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Fachliteratur und Dokumente.

Schlüsselwörter

PSOE, Volkspartei, Otto Kirchheimer, Ideologienreduktion, Stimmenmaximierung, Massenintegrationspartei, Suresnes, Sozialistische Arbeiterpartei, Parteientwicklung, spanische Politik, catch-all party, Parteiprogramm, Demokratisierung, Wahlsieg, Parteiidentität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den organisatorischen und inhaltlichen Wandel der spanischen sozialistischen Partei PSOE von einer traditionellen Massenintegrationspartei hin zu einer modernen Volkspartei ab dem Jahr 1974.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Ideologienreduktion, der Öffnung gegenüber breiten Wählerschichten, der Parteiorganisation und der strategischen Neuausrichtung der PSOE im post-franquistischen Spanien.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist die Überprüfung, inwieweit die PSOE die Merkmalskataloge für Volksparteien nach Otto Kirchheimer erfüllt und ab welchem Zeitpunkt dieser Transformationsprozess abgeschlossen war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche Analyse, die theoretische Konzepte (Kirchheimer) auf empirische Daten und parteigeschichtliche Entwicklungen der PSOE anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, den historischen Abriss der PSOE-Entwicklung sowie die spezifische Analyse der Kongresse und Programme zwischen 1974 und 1982.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören PSOE, Volkspartei, Ideologienreduktion, Stimmenmaximierung, catch-all party und politische Transformation.

Welche Rolle spielt der Kongress von Suresnes 1974?

Dieser Kongress dient als zentraler Ausgangspunkt der empirischen Analyse, da hier wichtige personelle und strategische Weichenstellungen für den Modernisierungsprozess der Partei stattfanden.

Warum wird der Wandel der PSOE kritisch bewertet?

Die Kritik basiert auf der Überlegung, dass Kirchheimers Modell lediglich Realzustände beschreibt und die PSOE trotz des Wandels weiterhin eine Überrepräsentation der Arbeiterklasse in ihrer Struktur aufwies.

Wie definiert die Arbeit das Konzept der Ideologienreduktion?

Die Arbeit versteht darunter den Verzicht der Partei auf strikte ideologische Bindungen zugunsten einer breiten Ausrichtung, um ein größeres Wählerpotential (Stimmenmaximierung) zu erreichen.

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Details

Title
Die Partido Socialista Obrero Español - Wandel zur Volkspartei ab 1974?
College
University of Passau
Grade
2.3
Author
Manuel Müller (Author)
Publication Year
2005
Pages
16
Catalog Number
V55314
ISBN (eBook)
9783638503051
ISBN (Book)
9783656778691
Language
German
Tags
Partido Socialista Obrero Español Wandel Volkspartei
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuel Müller (Author), 2005, Die Partido Socialista Obrero Español - Wandel zur Volkspartei ab 1974?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55314
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