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Essstörungen bei Mädchen, dargestellt am Beispiel der Bulimie

Title: Essstörungen bei Mädchen, dargestellt am Beispiel der Bulimie

Research Paper (undergraduate) , 2005 , 14 Pages , Grade: 1,8

Autor:in: Christin Seidler (Author)

Sociology - Children and Youth
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Wenn wir Nahrung zu uns nehmen, ist dass etwas Alltägliches und immer Wiederkehrendes, etwas scheinbar Selbstverständliches. Essen ist ein Bedürfnis, dem alle Menschen folgen müssen. Wir essen nicht ausschließlich um unseren Körper die nötige Energiezufuhr zu gewährleisten, sondern es erfüllt auch andere wichtige, unter anderem gesellschaftliche, kommunikative oder psychologische Zwecke. Es ist ein Ritual mit langer Tradition und Regeln. Heute aber, in der modernen Gesellschaft, gehen viele Traditionen verloren. Das betrifft unser Essverhalten im besonderem Maße. Es wird zunehmend ungesund und unregelmäßig gegessen. Dies führt zu Störungen des Essverhaltens und im Laufe der Zeit zu Essstörungen. Hinzu kommt, dass ein Großteil der heutigen Mädchen und Frauen sich nahezu ausschließlich über ihr Aussehen definiert. Sie sind mit ihrem Körpergewicht und Aussehen unzufrieden und deshalb pausenlos darum bemüht, der Traumfigur nachzueifern. Das ist auch kein Wunder bei dem Schönheitsideal, welches in den Medien präsentiert wird. Im Kapitel 5.3. werde ich genauer darauf eingehen. Ein weiterer Aspekt ist auch der Wandel in der Lebensmittelindustrie. Dem Menschen stehen überall und jederzeit Nahrungsmittel in unterschiedlichsten Variationen zur Verfügung, mitunter besteht ein regelrechter Überfluss. Dieses Überangebot an verführerischen und schnell verfügbaren (fast food) ess- und trinkbaren Produkten, führt nicht selten dazu, dass Personen entgegen ihrem Hungergefühl geleitet werden. Selbstverständlich wird unser Essverhalten auch von den Medien beeinflusst. Zum einen werden Süßwaren, Fertigprodukte und andere Kalorienbomben, zum anderen aber auch die aktuellsten und angeblich erfolgversprechendsten Light- und Fitnessprodukte geworben. Einerseits soll der Mensch verführt werden, andererseits wird er dazu angehalten dem gängigen, von den Medien diktierten und verbreiteten Schönheitsideal zu entsprechen bzw. diesen wenigstens nachzueifern. Generell ist zu sagen, dass die Ernährungsweise des Menschen von den äußeren Einflüssen stark geleitet wird. Jedoch nicht nur durch die Medien und die unzähligen Konsummöglichkeiten, sondern auch durch das familiäre Beziehungsgefüge (5.1.) und individuelle Faktoren. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptformen gestörten Essverhaltens

2.1. Anorexia Nervosa

2.2. Bulimia Nevosa

2.3. Adipositas

3. Fakten und Zahlen

4. Beschreibung der Symptomatik

5. Auslösende Faktoren einer Essstörung

5.1 Familiäre Faktoren

5.2 Individuelle Faktoren

5.3 Gesellschaftliche Faktoren

6. Seelische und Körperliche Folgeerscheinungen

7. Behandlung/Therapie

8. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Studienarbeit untersucht die soziologischen und psychologischen Hintergründe von Essstörungen bei jungen Mädchen, mit einem besonderen Fokus auf das Krankheitsbild der Bulimia Nervosa. Ziel der Arbeit ist es, die Ursachen, Symptome sowie die gravierenden Folgen dieser Suchterkrankung aufzuzeigen und die Relevanz präventiver Maßnahmen zu verdeutlichen.

  • Definition und Differenzierung der Hauptformen von Essstörungen.
  • Analyse familiärer, individueller und gesellschaftlicher Einflussfaktoren.
  • Darstellung der psychosomatischen Folgeerscheinungen von Bulimie.
  • Evaluierung gängiger Behandlungsansätze und Therapieformen.
  • Notwendigkeit frühzeitiger Aufklärung und Prävention im schulischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

5.1. Familiäre Faktoren

Wie in der Tabelle auf Seite 4 bereits zu sehen ist, handelt es sich zum größten Teil um durchschnittliche Mittelstandsfamilien. „Diese Familien achten sehr auf gesellschaftliche Normen und Konventionen. Sie legen Wert auf Ordnung, Pflichterfüllung, Anstand, Leistung und Bildung. Sie sind bestrebt, nicht aufzufallen und keinen Anlass zur Kritik zu geben.

Die Rollenverteilung entspricht der Tradition: der Vater ist der Ernährer, die Mutter übernimmt Haushaltsführung, Kindererziehung und Kontaktpflege mit der Verwandtschaft. Die Aufwendungen für das alltägliche Leben sind eher bescheiden,....,...“ (vgl. Gerlinghoff, Backmund, Mai, 1993, S. 41) Sicherlich gibt es keine typische Familie, der Suchtkranken, aber Untersuchungen berichten, dass immer wieder Ähnlichkeiten der betroffenen Familien festzustellen sind. Entscheidend für die Entwicklung der Kinder ist der Umgang zwischen Vater, Mutter und Kinder.

„Familien der Betroffenen haben einen unglaublich hochmütigen Anspruch auf alles, was richtig und gut ist, auf geistiges Niveau,....,auf gute Manieren und Standesgemäßheit. Dieser Anspruch - oft genug ein Diktat noch aus der Generation der Großeltern – muss verwirklicht werden.Ein Austausch von Gefühlen und Zärtlichkeiten fand, wenn überhaupt, nur in der Kindheit statt. Später war es verpönt Gefühle zu zeigen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtet den soziologischen Wandel des Essverhaltens und den Einfluss moderner Medien sowie der Lebensmittelindustrie auf das Körperbild.

2. Hauptformen gestörten Essverhaltens: Definiert die klinischen Krankheitsbilder Anorexia Nervosa, Bulimia Nervosa und Adipositas anhand von ICD-10 Kriterien.

3. Fakten und Zahlen: Präsentiert statistische Daten zu Prävalenz, Altersgipfeln und betroffenen Bevölkerungsschichten bei Essstörungen.

4. Beschreibung der Symptomatik: Erläutert das heimliche Verhalten, die Mechanismen von Fressattacken und die gesundheitsschädlichen Gegenmaßnahmen bei Bulimie.

5. Auslösende Faktoren einer Essstörung: Analysiert das familiäre Umfeld, individuelle psychologische Dispositionen und den gesellschaftlichen Druck durch Schönheitsideale.

6. Seelische und Körperliche Folgeerscheinungen: Beschreibt die psychosoziale Isolation sowie die lebensgefährlichen körperlichen Schäden durch Mangelernährung und Erbrechen.

7. Behandlung/Therapie: Stellt verschiedene therapeutische Ansätze vor, von Selbsthilfebüchern bis hin zu stationären Behandlungen in Spezialkliniken.

8. Schlussbetrachtung: Plädiert für eine stärkere Prävention und Aufklärung über Essstörungen in Schulen und im familiären Umfeld.

Schlüsselwörter

Essstörung, Bulimie, Magersucht, Adipositas, Körperbild, Schönheitsideal, Familiäre Faktoren, Symptomatik, Psychosomatik, Therapie, Prävention, Soziologie, Jugendalter, Selbstwertgefühl, Fehlernährung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Studienarbeit?

Die Arbeit befasst sich mit dem Krankheitsbild der Bulimia Nervosa im soziologischen Kontext und untersucht die vielfältigen Ursachen für die Entstehung von Essstörungen bei jungen Mädchen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Neben der Definition der Hauptformen von Essstörungen stehen die Analyse von Auslösefaktoren (Familie, Gesellschaft, Individuum) sowie die medizinischen und psychischen Folgen im Zentrum der Untersuchung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Mechanismen der Bulimie zu schaffen und die Dringlichkeit für präventive Aufklärungsarbeit in Bildungseinrichtungen hervorzuheben.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie die Einbeziehung von Praxisbeispielen, um die wissenschaftlichen Erkenntnisse mit der gelebten Realität der Betroffenen zu verknüpfen.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die klinische Beschreibung der Symptome, die differenzierte Betrachtung der Ursachen sowie die Darstellung der physischen und psychischen Folgeerscheinungen.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Essstörung, Bulimie, Schönheitsideal, Prävention, familiäre Sozialisation und therapeutische Behandlung charakterisiert.

Welche Rolle spielen familiäre Faktoren bei der Entstehung von Bulimie?

Die Autorin weist darauf hin, dass starre Normen, hohe Leistungsansprüche und ein mangelnder Austausch von Gefühlen in den Elternhäusern häufig als belastende Faktoren für die Entwicklung von Essstörungen fungieren.

Welche Bedeutung hat das Beispiel "Miri"?

Das Fallbeispiel verdeutlicht den Prozess einer beginnenden Essstörung, den sozialen Rückzug der Betroffenen und die Schwierigkeiten für das Umfeld, frühzeitig intervenierend zu wirken.

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Details

Title
Essstörungen bei Mädchen, dargestellt am Beispiel der Bulimie
College
University of Cooperative Education Breitenbrunn  (Berufsakademie)
Course
Soziologie der Lebensalter
Grade
1,8
Author
Christin Seidler (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V55334
ISBN (eBook)
9783638503228
ISBN (Book)
9783656068419
Language
German
Tags
Essstörungen Mädchen Beispiel Bulimie Soziologie Lebensalter
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christin Seidler (Author), 2005, Essstörungen bei Mädchen, dargestellt am Beispiel der Bulimie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55334
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