Bevor man ein Qualitätssicherungssystem aufbauen kann, ist es notwendig sich mit den Grundbegriffen der Qualität, Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement auseinander zu setzen. Die Kenntnis über die Methoden und Instrumente des Qualitätsmanagements sowie die Q7 sind genauso wichtig, wie sich mit dem Qualitätsprinzipen und den Aufgaben des Qualitätsmanagement zu beschäftigen. Außerdem muss festgelegt werden, ob dass Qualitätssicherungssystem einer gültigen Norm entsprechen oder sich an einem bestehenden System orientieren soll. In dieser Diplomarbeit werden die wesentlichen Grundlagen der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagement dargelegt und die Schritte aufgezeigt, wie ein Qualitätsmanagementsystem in einer Hilfsorganisation aufgebaut werden kann. Nachdem im 1. Kapitel die notwendigen Grundlagen aus dem Bereich Qualitätssicherung und -management dargestellt wurden, werden im darauf folgenden Kapitel die notwendigen Schritte zum Aufbau eines Qualitätsmanagementsystems in einer Hilfsorganisation beschrieben und anhand eines praktischen Beispiels erläutert. Es wird der Aufbau eines Qualitätssicherungssystem in einem Kreisverband einer Hilfsorganisation beschrieben und näher dargestellt
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1: Einführung
Kapitel 2: Grundlagen der Qualitätssicherung
2.1. Begriffe
2.1.1. Qualität
2.1.2. Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement
2.1.3. Qualitätsmanagementhandbuch
2.1.4. Ständige Verbesserung / Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP)
2.1.5. Leitziele / Qualitätsziele
2.1.6. Audit
2.2. Qualitätsmanagementsysteme
2.2.1. Diakonie-Siegel
2.2.2. DIN EN ISO 9000:2000 ff.
2.3. Qualitätsprinzipien
2.4. Aufgaben des Qualitätsmanagements
2.5. Methoden und Instrumente des Qualitätsmanagements
2.5.1. Qualitätszirkel
2.5.2. PDCA-Zyklus / Deming-Kreis
2.5.3. Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse (Failure Mode an Effects Analysis = FMEA)
2.6. Q7 – Sieben Elementare Qualitätswerkzeuge
2.6.1. Fehlersammelliste
2.6.2. Histogramm
2.6.3. Qualitätsregelkarte
2.6.4. Paretodiagramm
2.6.5. Korrelationsdiagramm
2.6.6. Ursachen-Wirkungs-Diagramm
2.6.7. Brainstorming
2.6.8. Anwendung der Q7 in einer Hilfsorganisation
2.7. Notwendigkeit für ein Qualitätssicherungssystem
Kapitel 3: Qualitätssicherung in der Praxis einer Hilfsorganisation
3.1. Aufbau, Strukturen und Besonderheiten einer Hilfsorganisation
3.2. Voraussetzungen für ein Qualitätssicherungssystem
3.3. Aufbau und Struktur eines möglichen Qualitätssicherungssystems
3.4. Schritte zum Aufbau eines Qualitätssicherungssystems
3.4.1. Festlegung von Rahmenbedingungen und Zielen
3.4.2. Planungsphase
3.4.3. Umsetzungsphase
3.4.4. Bewertungs- und Überprüfungsphase
Kapitel 4: Abschlussbetrachtung (Fazit und Ausblick)
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Qualitätssicherung und deren praktische Umsetzung in Hilfsorganisationen. Ziel ist es, einen strukturierten Leitfaden für die Etablierung eines Qualitätssicherungssystems zu entwickeln, das trotz spezifischer Vereinsstrukturen die Anforderungen an modernes Qualitätsmanagement erfüllt.
- Grundlagen der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements
- Methoden und Instrumente des Qualitätsmanagements (Q7, FMEA, PDCA)
- Strukturelle Besonderheiten von Hilfsorganisationen
- Praktische Schritte zur Implementierung eines Qualitätssicherungssystems
- Integration von Qualitätsmanagement in bestehende Vereins- und Organisationsstrukturen
Auszug aus dem Buch
2.1.1. Qualität
Der Ursprung des Wortes steckt im lateinischen "qualitas" und bedeutet: "wie beschaffen". Neben verschiedenen anderen Definitionen wird Qualität in den ISO-Normen wie folgt definiert:
- In der DIN EN ISO 8402 wird Qualität definiert als "Gesamtheit von Merkmalen (und Merkmalswerten) einer Einheit bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse zu erfüllen".2)
- In der DIN EN ISO 9000:2000 finden wir folgende Definition: "Vermögen einer Gesamtheit inhärenter Merkmale eines Produktes, Systems oder Prozesses zur Erfüllung von Forderungen von Kunden und anderen interessierten Parteien."3)
Diese Definitionen des Qualitätsbegriffes erfassen ihn nahezu in seiner ganzen Komplexität und Vielschichtigkeit. Hierbei ist die prozessorientierte Denkweise ein beherrschendes und wichtiges Argument und Element. Es wird nicht nur das Produkt bzw. die erbrachte Dienstleitung betrachtet, sondern die Gesamtheit von Merkmalen der angebotenen Leistung und deren Zusammenspiel.
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1: Einführung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Qualitätssicherung in Hilfsorganisationen und betont die Notwendigkeit von Leitung und Mitarbeitern bei diesem Prozess.
Kapitel 2: Grundlagen der Qualitätssicherung: Dieses Kapitel definiert zentrale Fachbegriffe, erläutert Managementsysteme wie das Diakonie-Siegel und die ISO-Normen und stellt wichtige Methoden wie den PDCA-Zyklus und die FMEA vor.
Kapitel 3: Qualitätssicherung in der Praxis einer Hilfsorganisation: Der Hauptteil analysiert die konkreten Herausforderungen in einer Hilfsorganisation und beschreibt detailliert die Schritte zum Aufbau eines Qualitätssicherungssystems in einem Kreisverband.
Kapitel 4: Abschlussbetrachtung (Fazit und Ausblick): Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Notwendigkeit der Integration von Qualitätssicherung als Querschnittsaufgabe in alle Organisationsbereiche ab.
Schlüsselwörter
Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement, Hilfsorganisation, Prozessorientierung, PDCA-Zyklus, FMEA, Qualitätszirkel, Leitbild, DIN EN ISO 9000, Ergebnisqualität, Prozessqualität, Strukturqualität, Organisationsentwicklung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Diplomarbeit widmet sich den theoretischen Grundlagen der Qualitätssicherung und zeigt Wege auf, wie diese in der spezifischen Arbeitswelt einer Hilfsorganisation praktisch umgesetzt werden können.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Begriffsdefinitionen von Qualität, die Vorstellung relevanter Qualitätsmanagementsysteme, die Anwendung von Qualitätswerkzeugen und der schrittweise Aufbau eines Qualitätssicherungssystems.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erarbeitung eines strukturierten Ansatzes für die Einführung eines Qualitätssicherungssystems, das sich in die bestehenden Vereinsstrukturen einer Hilfsorganisation integrieren lässt.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Anwendung praktischer Methoden wie der Ist-Analyse, dem Brainstorming und der Modellierung von Prozessen mittels Mindmaps.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die spezifischen Strukturen einer Hilfsorganisation und erläutert anhand eines Kreisverbandes, wie man in vier Phasen ein Qualitätssicherungssystem planen, umsetzen und bewerten kann.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement, Hilfsorganisation, Prozessorientierung und Qualitätszirkel charakterisiert.
Warum spielt das Diakonie-Siegel eine Rolle?
Das Diakonie-Siegel wird als ein für die ambulante Pflege in diakonischen Einrichtungen relevantes System vorgestellt, da es fachspezifische Anforderungen der Branche mit ISO-Standards verbindet.
Wie werden die sieben elementaren Qualitätswerkzeuge (Q7) in Hilfsorganisationen bewertet?
Während Werkzeuge wie das Brainstorming, die Fehlersammelliste und das Ishikawa-Diagramm als nützlich eingestuft werden, sieht der Autor für Histogramme oder Qualitätsregelkarten in diesem Umfeld kaum Anwendungsmöglichkeiten.
Warum ist das Qualitätsmanagementhandbuch essentiell?
Es dient als zentrale Dokumentation und Leitfaden für die tägliche Arbeit, um Abläufe transparent, nachvollziehbar und kontinuierlich verbesserbar zu gestalten.
- Quote paper
- Michael Nierenz (Author), 2004, Grundlagen der Qualitätssicherung und die Umsetzung in einer Hilfsorganisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55383