Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sociology - Work, Education, Organisation

Wie kam es zum Wandel der Beschäftigungsverhältnisse und welche Auswirkungen könnte dieser auf die Arbeitsgesellschaft haben?

Title: Wie kam es zum Wandel der Beschäftigungsverhältnisse und welche Auswirkungen könnte dieser auf die Arbeitsgesellschaft haben?

Term Paper , 2006 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kristian Stoye (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Seit Mitte der 80er Jahre sind neben dem regulären Normalarbeitsverhältnis auch verschiedene atypische Beschäftigungsverhältnisse immer wichtiger geworden. Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über diese verschiedenen Arbeitsverhältnisse und geht dabei auf die Gründe ein, die diesen Wandel begünstigten. Dies geschieht sowohl aus Sicht der Arbeitnehmer, als auch der Arbeitgeber. Abhängig davon, ob sich die Expansion alternativer Arbeitsformen fortsetzen wird, ergeben sich unterschiedliche Folgen für die arbeitenden Individuen. Angefangen beim Zugang zu sozialen Netzwerken, über die Statuszuweisung in der Gesellschaft, bis hin zu Auswirkungen in der Zukunft, wird jedes Individuum durch seine Arbeitsstelle geprägt. Sollte der Beschäftigungswandel in diesen Bereichen und darüber hinaus auch auf dem Arbeitsmarkt zu einem unerwünschten Zustand führen, können staatliche Eingriffe sinnvoll sein. Deshalb folgt nach der Darstellung atypischer Beschäftigungsformen abschließend eine kritische Diskussion der Auswirkungen auf die Arbeitsgesellschaft und auf das System der sozialen Sicherung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Normalarbeitsverhältnis

3. Gründe für abweichende Beschäftigungsverhältnisse

3.1 Aus Arbeitnehmersicht

3.2 Aus Unternehmenssicht

4. Atypische Beschäftigungsverhältnisse

4.1 Teilzeitarbeit

4.2 Telearbeit

4.3 Befristete Beschäftigungsverhältnisse

4.4 Neue Selbstständige

4.5 Arbeitnehmerüberlassung

5. Gesellschaftliche Auswirkungen des Beschäftigungswandels

5.1 Atypisch Beschäftigte – Arbeiter zweiter Klasse?

5.2 Soziale Sicherung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert den historischen Wandel hin zu atypischen Beschäftigungsverhältnissen, untersucht die zugrunde liegenden Treiber aus Arbeitnehmer- und Unternehmenssicht und diskutiert kritisch die Auswirkungen auf die Arbeitsgesellschaft sowie die soziale Sicherung.

  • Definition und Kriterien des Normalarbeitsverhältnisses
  • Individuelle und ökonomische Motive für atypische Arbeitsformen
  • Formen der atypischen Beschäftigung (Teilzeit, Leiharbeit, etc.)
  • Soziale Implikationen und Benachteiligungen irregulär Beschäftigter
  • Perspektiven für staatliche Eingriffe in der Sozialpolitik

Auszug aus dem Buch

3.2 Aus Unternehmenssicht

Aus Sicht der Unternehmen ergeben sich verschiedene Vorteile durch Beschäftigungsformen die vom Normalarbeitsverhältnis abweichen. Diese werden daher auch schon lange eingesetzt, um staatliche Regelungen oder Tarifverträge, die für Vollzeitbeschäftigte gelten, zu umgehen. Dazu gehören Restriktionen bei den Arbeitszeiten oder auch bei den Löhnen. Neben der Möglichkeit Arbeitskräfte zur Probe einzustellen, ergibt sich für die Unternehmen durch atypisch Beschäftigte eine doppelte Kostenersparnis: Für kleinere Aufgaben muss kein Vollzeitbeschäftigter mehr eingestellt werden und man zahlt nur für die tatsächlich benötigte Arbeitszeit. Hinzu kommt, dass die Lohnkosten geringer sind als bei Festangestellten, da Tarifstundenlöhne unterschritten werden können und Sozialversicherungsbeiträge oftmals entfallen. Gerade die Kostenfrage ist durch die Globalisierung und erhöhten Konkurrenzdruck inzwischen immer wichtiger geworden und der Zwang ökonomisch zu handeln gestiegen. Ein weiter Grund für den Anstieg alternativer Beschäftigungsformen ist die Ausweitung des Dienstleistungssektors. Speziell in diesem Bereich setzten Unternehmen bereits früher vermehrt atypisch Beschäftigte ein und so ist der Bedarf mit der Entwicklung zur Dienstleistungsgesellschaft gewachsen.

Von besonderer Relevanz ist weiterhin die Notwendigkeit zur Flexibilität des Betriebes bei immer häufiger auftretenden Schwankungen. Durch entsprechende arbeitsrechtliche Regelungen wurde deshalb eine Flexibilisierung des Arbeitskräfteeinsatzes erleichtert. Durch einen schnellen Wandel der Kundenpräferenzen kommt es unter anderem zu Absatzschwankungen, so dass mehr oder weniger Arbeitskräfte gebraucht werden. Der allgemeine Trend zur Reduzierung von Lagerhaltungskosten verstärkt den Effekt, dass Geschäftskunden heute immer kleinere Bestellungen immer kurzfristiger aufgeben. Für die Unternehmen bedeutet das einen kürzeren Planungshorizont und mehr Unsicherheit. Es wird zum Vorteil Arbeitnehmer schnell einsetzen zu können, insofern man sie auch schnell wieder freisetzen kann. Zur Flexibilisierung werden deshalb immer häufiger auch atypisch Beschäftigte neben der Stammbelegschaft eingesetzt. Dann trägt nicht länger das Unternehmen das Risiko für ausbleibende Aufträge, sondern der atypisch Beschäftigte läuft Gefahr seine Stellung zu verlieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die zunehmende Bedeutung atypischer Beschäftigungsverhältnisse und skizziert die methodische sowie inhaltliche Vorgehensweise der Untersuchung.

2. Das Normalarbeitsverhältnis: Es wird die zentrale Kategorie des Normalarbeitsverhältnisses definiert, die durch Kriterien wie Vollzeitbeschäftigung, Kontinuität und soziale Absicherung gekennzeichnet ist.

3. Gründe für abweichende Beschäftigungsverhältnisse: Dieses Kapitel erläutert die Ursachen des Wandels, differenziert nach den Bedürfnissen der Arbeitnehmer und den ökonomischen Strategien der Unternehmen.

4. Atypische Beschäftigungsverhältnisse: Es werden spezifische Sonderformen wie Teilzeitarbeit, Telearbeit, befristete Verträge, neue Selbstständigkeit und Arbeitnehmerüberlassung detailliert vorgestellt.

5. Gesellschaftliche Auswirkungen des Beschäftigungswandels: Hier werden die Konsequenzen der atypischen Arbeit auf die soziale Sicherungssysteme und die Stellung der Arbeitnehmer in der Gesellschaft kritisch reflektiert.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass eine Pluralisierung der Arbeitsformen stattfindet, die zwar keine vollständige Erosion des Normalarbeitsverhältnisses bedeutet, aber politischen Reformbedarf hinsichtlich der sozialen Absicherung irregulär Beschäftigter erfordert.

Schlüsselwörter

Normalarbeitsverhältnis, Atypische Beschäftigung, Arbeitsgesellschaft, Flexibilisierung, Sozialversicherung, Teilzeitarbeit, Leiharbeit, Neue Selbstständige, Globalisierung, Erwerbsbiografie, Arbeitsmarkt, Soziale Sicherung, Beschäftigungswandel, Deregulierung, Arbeitnehmerinteressen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Hausarbeit untersucht den Wandel der Erwerbsarbeit in Deutschland und den Anstieg von Beschäftigungsverhältnissen, die vom klassischen Normalarbeitsverhältnis abweichen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Fokus stehen die Definition der Normalarbeit, die individuellen und unternehmerischen Motive für alternative Arbeitsformen sowie die sozialen Konsequenzen dieser Entwicklung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel besteht darin, zu klären, warum sich atypische Beschäftigungsformen ausgebreitet haben und welche Auswirkungen dies auf das soziale Sicherungssystem und die Lebenssituation der Betroffenen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär genutzt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und einer deskriptiven Auswertung aktueller arbeitsmarktstatistischer Daten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung der Ursachen für atypische Arbeit, eine detaillierte Vorstellung spezifischer Formen (z.B. Teilzeit, Leiharbeit) sowie eine kritische Diskussion der gesellschaftlichen Folgen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Wesentliche Begriffe sind Normalarbeitsverhältnis, atypische Beschäftigung, soziale Sicherung, Flexibilisierung und Erwerbsbiografie.

Warum spielt die Unternehmersicht bei der Zunahme atypischer Arbeit eine Rolle?

Unternehmen nutzen atypische Beschäftigung primär zur Kosteneinsparung, zur Umgehung von Tarifregelungen und zur Erhöhung ihrer operativen Flexibilität bei Marktschwankungen.

Wie bewertet der Autor die Zukunft des Normalarbeitsverhältnisses?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass keine vollständige Erosion des Normalarbeitsverhältnisses stattfindet, sondern eine Pluralisierung, bei der atypische Formen als zusätzliche Arbeitsmodelle entstehen.

Welchen Reformbedarf sieht der Autor?

Angesichts der schwächeren sozialen Absicherung irregulärer Beschäftigter wird eine Ausdehnung der Versicherungspflicht auf diese Gruppen als notwendig erachtet, um zukünftige Soziallasten zu reduzieren.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Wie kam es zum Wandel der Beschäftigungsverhältnisse und welche Auswirkungen könnte dieser auf die Arbeitsgesellschaft haben?
College
University of Heidelberg  (Institut für Soziologie)
Course
Die Organisation der Arbeit
Grade
1,0
Author
Kristian Stoye (Author)
Publication Year
2006
Pages
17
Catalog Number
V55618
ISBN (eBook)
9783638505178
ISBN (Book)
9783638765770
Language
German
Tags
Wandel Beschäftigungsverhältnisse Auswirkungen Arbeitsgesellschaft Organisation Arbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristian Stoye (Author), 2006, Wie kam es zum Wandel der Beschäftigungsverhältnisse und welche Auswirkungen könnte dieser auf die Arbeitsgesellschaft haben?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55618
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint