Screening Soaps: Alter, Geschlecht, ethnische und soziale Zugehörigkeit in "Verbotene Liebe"


Zwischenprüfungsarbeit, 2002

45 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Grundlagen
1. Begriffsklärung: Genre
2. Begriffsklärung: Soap Opera
3. Beschreibung eines Screeningverfahrens

III. Die Soap Opera
1. Die Geschichte der Soap Operas: Vom Radio ins Fernsehen.
2. Daily Soaps in Deutschland
3. Eigenschaften einer Daily Soap
3.1 Die deutsche Daily als kommerzielles und jugendorientiertes Format
3.2 Einordnung von „Verbotene Liebe“ anhand der Genremerkmale nach Brown

IV. Verbotene Liebe: Die Analyse
1. Der Inhalt der Handlungsstränge
2. Screening
2.1 Vorgehensweise und Datenerfassung
2.2 Screening: Alter
2.3 Screening: Geschlecht
2.4 Screening: Ethnie
2.5 Screening: Soziale Schicht

V. Schlussbetrachtungen

VI. Quellenverzeichnis
1. Literaturliste
2. Internetquellen
3. Sonstige Quellen

VII. Anhang

I. Einleitung

Im Zuge der Einführung des dualen Rundfunksystems in Deutschland sind die Fernsehzuschauer mit vielen neuen Programmformen konfrontiert worden. Nur wenige konnten sich dauerhaft etablieren. Eine davon ist die Daily Soap, das alltagsorientierte und alltäglich ausgestrahlte kleine Melodram. Seitdem sind Daily Soaps ein fester Bestandteil im Programm von ARD und RTL.

Im Unterschied zu anderen Ländern zeichnen sich Daily Soaps in Deutschland durch einen festen Sendeplatz und eine ganz bestimmte Zielgruppe aus: Deutsche Daily Soaps sind jugendorientierte Vorabendserien.[1]

Durch ihre Jugendorientiertheit sind die Soaps zu einem für die werbetreibende Wirtschaft besonders attraktiven Produkt geworden. Zeitgleich spielen die Soaps so auch eine wichtige Rolle für die Fernsehanstalten, die versuchen, einen möglichst großen Teil an Werbeeinnahmen für sich verbuchen zu können.[2]

Diese beiden Punkte sind sicherlich entscheidend für die Entwicklung und Ausdifferenzierung der deutschen Form der Soap Opera, die durchaus Parallelen zu anderen Typen dieses Genres aufweist. Diese Punkte sollen im dritten Kapitel der Arbeit ergründet werden:

Nach einer Einführung in die Geschichte der Soaps, die zunächst den Schritt vom Radio in das Fernsehen vollzogen haben, soll auf die Entwicklungsphase der deutschen Dailies eingegangen werden. Dabei wird zunächst heraus gestellt, was sie als kommerzielles und jugendorientiertes Format qualifiziert, bevor formale Eigenheiten der deutschen Soaps am Beispiel von „Verbotene Liebe“ herausgestellt werden.

Nach der Erläuterung der geschichtlichen und formalen Hintergrunde folgt der eigentliche Teil der Arbeit:

Gerade im Hinblick auf die Jugendorientierung der deutschen Daily Soaps soll in Kapitel IV im Rahmen eines Screenings am Beispiel der ARD-Soap „Verbotene Liebe“ analysiert werden, wie unterschiedliche Altersgruppen, Frauen und Männer und ethnische und soziale Gruppen präsentiert werden. Dabei werden sowohl qualitative und quantitative Kriterien angewendet.

„Verbotene Liebe“ ist als eine der vier aktuell in Deutschland ausgestrahlten Daily Soaps ausgewählt worden. Das besondere an ihr ist, dass die Soap, ebenso wie die beiden RTL-Soaps „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und „Unter Uns“, von der Produktionsfirma Ufa Grundy hergestellt, jedoch in der öffentlich-rechtlichen ARD ausgestrahlt wird.[3]

Das Screening in Kapitel IV soll aufdecken, ob in der Serie einzelne gesellschaftliche und soziale Gruppen durch die Form ihrer Darstellung ausgrenzt oder zu einer Festigung bestehender Vorurteile und stereotyper Verhaltensweisen beitragen könnte. Dies geschieht aufgeschlüsselt nach Alter, Geschlecht, ethnischer und sozialer Zugehörigkeit.

Zunächst wird in Kapitel II aber mit der Klärung von grundlegenden Begriffen und der Beschreibung eines Screeningverfahrens begonnen.

II. Grundlagen

1. Begriffsklärung: Genre

Ein Genre stellt eine Formel dar, die ein Fernsehprogramm in einzelne Gruppen unterteilt. Diese Gruppen von unterschiedlichen Fernsehsendungen haben Gemeinsamkeiten in Form von Themenkomplexen, Erzählstrukturen und Stilformen.[4]

Angewendet oder zum Teil auch variiert werden die Konventionen eines Genres von jeder Fernsehsendung, die diesem Genre zugeordnet ist. Bei der Analyse eines Genres muss zwischen etablierten Strukturen und der besonderen Anwendung der Genrekonventionen auf eine Fernsehsendung unterschieden werden.[5] Ein Genre ist folglich kein statischer Regelkatalog, vielmehr ist die „Entwicklung der Serienform [...] wie jede Gattungs- und Genreentwicklung als dynamische sich verändernde zu begreifen.“[6]

2. Begriffsklärung: Soap Opera

Der Begriff „Soap Opera“ wurde wahrscheinlich Ende der 30er Jahre des 20. Jahr­hunderts durch das Magazin Variety ins Leben gerufen. Ihren ersten Teil des Namens hat die Soap Opera ihren anfänglichen Sponsoren zu verdanken. Allen voran Seifenfabrikanten und Waschmittelproduzenten wie Procter & Gamble, Colgate-Palmolive und Lever Brothers.[7]

Der Begriff Soap Opera stellt im Zusammenhang mit dieser Serienform offensichtlich eine ironische Anspielung auf ihren Ursprung und ihre Minderwertigkeit gegenüber der Kunstform Oper dar.

Der Name und das damit verbundene negative Image von Soap Operas hat sich bis heute gehalten, obwohl die Mehrzahl der heute produzierten Soap Operas Auftragsproduktionen von unabhängigen Gesellschaften und nicht von Waschmittelfabrikanten sind.[8]

In den USA wird zwischen Daytime- und Prime-time-Soap Operas unterschieden.[9] Daytime Soaps werden wochentäglich zwischen Vor- und Nachmittag ausgestrahlt, während die Prime-time-soaps ein Mal pro Woche am Abend ausgestrahlt werden.

Gemeinsamkeiten der beiden Subtypen des Genres beziehen sich vor allem auf die Erzählstruktur.[10] Die diesbezüglich typischen Eigenschaften einer Soap werden in Kapitel III.3.2 am Beispiel von „Verbotene Liebe“ genauer erläutert.

In Deutschland hat sich seit Beginn der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts eine spezielle Form der Soaps entwickelt: Die deutschen Daily Soaps. Auf Charakteristika dieser Ausprägungen des Genres wird im Rahmen dieser Arbeit an verschiedenen Stellen noch genauer eingegangen.

In dieser Arbeit werden für Daily Soap synonym die Begriffe Seifenoper, Soap, Daily u.ä. verwendet.

3. Beschreibung eines Screeningverfahrens

Screenigverfahren können als eine systematische Beobachtung von Medien verstanden werden, mit dem Ziel einer Verbesserung der Mediendarstellung. Als Kriterien gelten die öffentlichen Aufgaben[11] der Medien, die einer diskriminierenden Darstellung in den Medien entgegen wirken sollen.

Screeningverfahren sind demnach systematische Alltagsbeobachtungen mit qualitativen und quantitativen Methoden. Entwickelt worden sind Screeningmodelle für Programmmacher und Medienprofis mit dem Ziel, den Blick für Defizite in der Mediendarstellung zu schulen. Ferner soll nicht nur auf Mängel verwiesen, sondern es sollen auch Veränderungen herbei geführt werden.

Ein Screening wird wie folgt durchgeführt: Nach der Sichtung eines Films oder von Serienfolgen, wie im Fall dieser Arbeit, folgt einer Überprüfung des Gesehenen nach Qualitätskriterien und -erwartungen. Die Überprüfung erfolgt wie mit einer Art Fliegengitter oder Sieb und greift auffällige Aspekte in der Mediendarstellung auf. Es wird so auf vorurteilsbehaftete und stereotype Darstellungsweisen verwiesen, die sexistisch oder rassistisch sein können oder Personen aufgrund ihres Alters bzw. ihrer sozialen Schichtzugehörigkeit diskriminieren.[12]

III. Die Soap Opera

1. Die Geschichte der Soap Operas: Vom Radio ins Fernsehen.

Die Geschichte der Soap Operas als Fernsehserie reicht zurück bis in die Anfangsphase des amerikanischen Radios. Einhergehend mit dem Start des kommerziellen Rundfunksystems in den USA entstanden Anfang der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts die ersten Radio Soap Operas. In den Vereinigten Staaten wurden diese Radioserien schnell zu beliebten Instrumenten des Kampfs um Hörer und Werbekunden. Die Finanzierung der Radiosendungen übernahmen Unternehmen, die sie als Werbevehikel für ihre Produkte nutzten. Der Waschmittelhersteller Procter & Gamble wurde bald der eifrigste Sponsor der täglich für 15 Minuten ausgestrahlten Radioserien.[13]

Die beworbenen Produkte wurden in der Anfangszeit zunächst direkt in die Handlung einer Geschichte integriert. Die Heldin[14] einer Geschichte servierte beispielsweise die Suppe eines Sponsor, bevor sie mit dem Spülmittel eines anderen Sponsors das Geschirr abwusch. Erst mit der schrittweisen Einführung der Werbeunterbrechungen wurde die Werbung von der eigentlichen Handlung getrennt.[15]

Mit zunehmender Ausbreitung des Fernsehens in den USA nahm die Zahl der Radiohörer und somit auch die Attraktivität der Radiosoaps bei den Werbekunden ab. Folglich wurden die letzen Radioserien, trotz massiver Proteste der Zuhörer, im Jahr 1960 eingestellt. Einige von ihnen schafften aber den Sprung vom Radio ins Fernsehen.[16]

Bereits seit 1946 wurde in den USA damit experimentiert, das Konzept der Soap Operas vom Radio ins Fernsehen zu übertragen.[17] Die eigentliche Ära der Fernsehsoaps beginnt für die Soapforscher aber am 3. September 1951, als CBS[18] mit der Ausstrahlung von „Search for Tomorrow“[19] begann. Die Sendung blieb für insgesamt 35 Jahre im Programm.[20]

„The Guiding Light“ (in Deutschland: „Springfield Story“) war im Jahr 1952 die erste Radiosoap, der der Sprung ins Fernsehen gelang. Das besondere daran war, dass die Sendung zeitversetzt sowohl im Fernsehen, als auch im Radio ausgestrahlt wurde. Das die Sendung finanzierende Unternehmen, einmal mehr Procter & Gable, wollte so verhindern, dass die vier Millionen Radiohörer plötzlich als mögliche Kunden für ihre Produkte verloren gingen, wenn die Sendung den Schritt ins Fernsehen auf ein Mal vollzöge. Für die Hörfunk- und die Fernsehversion wurden die selben Schauspieler und das selbe Skript verwendet. Bereits Ende 1953 verfolgten 3,5 Millionen Menschen die Sendung im Fernsehen, während noch 2,6 Millionen die Radioversion hörten.[21]

So erfolgreich waren aber bei weitem nicht alle Soap Operas, die im Fernsehen ausgestrahlt wurden. Zwischen 1950 und 1960 wurden 41 Soap Operas produziert. Davon konnten sich allerdings lediglich sechs über einen längeren Zeitraum behaupten. Diese wurden dann aber zum Teil sogar bis in die 80er Jahre des vergangen Jahrhunderts ausgestrahlt.[22]

Mit der Ausstrahlung von „Dallas“[23] begann Ende der 70er Jahre einen neue Ära von Seifenopern. Die Soaps sollten nun auch für das Abendprogramm attraktiv gemacht werden. Gegenüber dem eher moralischen und harmonischen Gesamteindruck der tagsüber ausgestrahlten Daytime Soaps, überwogen in „Dallas“ die Aufregung, Spannung und das vermeintlich Unmoralische. Durch diese Umorientierung und die damit einher gehende massenmediale Vermarktung wurden im Zusammenhang mit dem „Dallas“-Erfolg neue Zuschauergruppen für die abendlichen Seifenopern gewonnen.[24] Denn zunächst folgten in den 50er, 60er und 70er Jahren vor allem Hausfrauen den tagsüber ausgestrahlten Soap Operas, da sie aufgrund der traditionellen Rollenverteilung als Zuschauerinnen zu dieser Tageszeit in betracht kamen.[25] Im Abendprogramm zählten dann auch vermehrt Studenten, berufstätige Frauen und Männer zu den regelmäßigen Rezipienten.[26]

Der ARD bescherte „Dallas“ so große Quotenerfolge, dass das ZDF zwei Jahre später mit der Konkurrenzserie „Dynasty“ („Der Denver-Clan“) nachzog.[27] Als unmittelbare Reaktion auf den Erfolg der US-Serien in Deutschland kann die Produktion der ZDF-Serie „Die Schwarzwaldklinik“ gesehen werden, an welche selbst wiederum Serien wie „Erbe der Guldenburgs“ oder „Rivalen der Rennbahn“ anknüpften.[28]

Mit dem Start von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ bei RTL begann 1992 das Zeitalter von eigenproduzierten, täglichen ausgestrahlten deutschen Seifenopern, den so genannten Daily Soaps.[29] Auf diese neue Seriengattung, zu der auch die zu untersuchende Serie „Verbotene Liebe“ zählt, soll im nächsten Abschnitt genauer eingegangen werden.

2. Daily Soaps in Deutschland

Begonnen hat die Ära der deutschen Daily Soap mit dem Start von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ am 11. Mai 1992. Nach mehr als zehn Jahren im Programm sind bereits über 2500 Folgen dieser ersten deutschen Daily Soap augegestrahlt worden.[30]

„GZSZ“[31] wurde anfangs von Kritikern allerorten mit Hohn und Spott bedacht. Die Dialoge wirkten hölzern, mitunter wie gehäkelte Sinnsprüche, und wurden mit unangebrachtem Pathos vorgetragen.[32] Doch aller Kritik zum Trotz und ungeachtet anfänglicher Startschwierigkeiten und zunächst schlechter Quoten, ist „GZSZ“ bis heute im Programm und ein großer wirtschaftlicher Erfolg für RTL. So trug „GZSZ“ allein im Jahr 2001 mit geschätzten 80 Millionen Euro einen großen Teil zum 361 Millionen Euro betragenden Vorsteuergewinn der RTL-Group bei.[33]

Ob des großen wirtschaftlichen Erfolges ließen Nachahmer nicht lange auf sich warten. RTL selbst schickte im November 1994 mit „Unter Uns“ die zweite deutsche Daily Soap ins Rennen. Die ARD zog Anfang Januar 1995 mit „Verbotene Liebe“ und „Marienhof“[34] nach. Auch andere Sender versuchten Daily Soaps in ihr Programm zu integrieren, doch nur die beiden RTL-Soaps und die Produktionen der ARD konnten sich bis heute im Programm halten. Das ZDF, SAT.1, ProSieben und RTL2 scheiterten mit ihren Soapprojekten.[35]

Die Entwicklung und Verbreitung der deutschen Seifenoper ist eng verknüpft mit dem Engagement der australischen Produktionsfirma Grundy Worldwide[36] in Deutschland.

Die Firma produziert drei der vier aktuell ausgestrahlten Seifenopern: „GZSZ“ wird genauso von der Grundy UfA TV Productions GmbH[37] produziert, wie „Unter Uns“ und die zu analysierende Soap „Verbotene Liebe“. Einzig „Marienhof“ wird von der Münchner Firma Bavaria Film GmbH hergestellt.[38]

Alle drei von Grundy Ufa produzierten Soaps basieren auf Formaten, die aus Australien übernommen wurden.[39] „The Restless Years“ diente als Vorbild für „GZSZ“ und ihr niederländisches Soap-Äquivalent „Goede tijden, slechte tijden“[40]. Der australische Vorgänger von „Verbotene Liebe“ heißt „Sons and Daughters“ und die Grundkonstellation für „Unter Uns“ wurde von der ebenfalls australischen Serie „Under one Roof“ übernommen. Bei „Unter Uns“ wurde jedoch von Anfang an lediglich der grundsätzliche Inhalt für die deutsche Ausgabe beibehalten, während bei „GZSZ“ und „Verbotene Liebe“ in der jeweils ersten Staffel die Drehbücher stark an den australischen Vorbildern orientiert waren.[41]

Bei diesen drei Produktionen waren vor allem im ersten Jahr australische Autoren damit befasst, die Grundregeln der Daily-Soap-Produktion in alle Produktionsebenen zu vermitteln.[42] „Learning by doing“ war das Motto der Produzenten. Die täglich abverlangten knapp 25 Minuten Produktionsausstoß bedeuteten mindestens eine Verdreifachung des bis dato in Deutschland bekannten Durchschnitts einer eingespielten Serienproduktion. Der so entstehende Zeitdruck hatte zur Folge, dass weniger auf die Qualität der produzierten Minuten, als auf Schnelligkeit und die Erfüllung des erwarteten Produktionspensums geachtet wurde.[43]

Die tägliche Ausstrahlungsfolge und die ökonomischen, produktionstechnischen und logistischen Bedingungen der Soap-Opera-Produktion haben so einen Einfluss auf Inhalt und Umsetzung der Daily Soaps. Im nächsten Abschnitt soll nun genauer auf die typischen Eigenschaften einer täglichen, deutschen Seifenoper eingegangen werden.

3. Eigenschaften einer Daily Soap

In Fachkreisen herrscht keine Einigkeit über eine genaue Abgrenzung der Eigenschaften der deutschen Daily Soaps.[44] Verschiedene Autoren verweisen im bezug auf die Besonderheiten der Seifenopern auf ihre eindeutig kommerzielle und jugendorientierte Ausrichtung. Auf dieses Phänomen soll im nächsten Abschnitt eingegangen werden, bevor im darauf folgenden Abschnitt geklärt werden soll, ob die zu analysierende Daily Soap „Verbotene Liebe“ den von Mary Ellen Brown herausgearbeiteten Charakteristika des Genres entspricht.

3.1 Die deutsche Daily als kommerzielles und jugendorientiertes Format

Als „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ 1992 startet, geht es zunächst darum, in Deutschland ein eigenproduziertes Format auf Dauer im Programm zu etablieren. Noch zu neu sind die Anforderungen täglich knapp 25 Minuten sendefähiges Material zu produzieren.[45]

Dabei will RTL nach 100 Folgen über genügend Know-how verfügen, um diesen Anforderungen gewachsen zu sein.[46]

Zu diesem Zeitpunkt ist noch nicht klar, dass sich dieses neue Format zu einem kinder- und jugendrelevanten Angebot entwickeln wird. Erst nach und nach wird das neue Format gezielt für diese Zuschauergruppe weiterentwickelt und produziert. 47

Dabei entwickeln die Fernsehanstalten, in Reaktion auf ein verändertes Fernsehverhalten von Jugendlichen und die Bedeutung des Fernsehens als Orientierungsmöglichkeit für Jugendliche, spezielle Strategien. Jugendliche sollen als Stammpublikum gewonnen, das Senderimage mit Hilfe von bei Jugendlichen beliebten Sendungen aufpoliert und neue Werbe- und Marketingstrategien getestet werden. 47

Trends der Jugendkultur werden dabei in den Serien nicht zufällig aufgegriffen. Sie stellen einen Anknüpfpunkt der Soaps als Vermittler von Symbolwerten und Kulten in der Populärkultur und der Werbung dar. So werden Lifestyleelemente bewusst in die Handlung integriert.[47]

Die einzelnen Protagonisten der jugendorientierten Daily Soaps verkörpern unterschiedliche Interessensgruppen. Gezielt werden dabei die Zeichensysteme der unterschiedlichen Jugendgruppen benutzt, um den jugendlichen Zuschauern ihrer Gruppenzugehörigkeit entsprechend Identifikationsmöglichkeiten zu bieten.[48]

Im Vordergrund der Daily Soaps steht die Vermittlung von Konsummodellen. Deshalb wird auch die visuelle Umgebung entsprechend reizvoll gestaltet:

„Schöne, junge Menschen, die im trendigen Outfit vor modischen Einrichtungsgegenständen ihre Probleme diskutieren, so etwa lässt sich die Szenengestaltung der Daily Soaps beschreiben.“ 48

Die Medienwissenschaftlerin Joan Kristin Bleicher charakterisiert so die Gestaltung der Szenen. In der Identifikation der Zuschauer mit den Protagonisten der Sendungen sieht sie ein Durchbrechen der Abwehrhaltung gegenüber der klassischen Produktwerbung. Die Werbung wird nach Bleicher so ein integraler Bestandteil der Serienhandlung. 48

Die Kernzielgruppe der Soapmacher ist die der 14- bis 29-jährigen, da diese Altersgruppe für die werbetreibende Wirtschaft eine große Bedeutung hat. Jugendliche sind aufgrund ihrer gestiegenen Kaufkraft zu einem enormen Wirtschaftsfaktor geworden und beeinflussen darüber hinaus das Konsumverhalten der ganzen Familie erheblich.[49]

Zuschauerattraktivität und Einschaltquoten sind entscheidend für die Werbeattraktivität einer Fernsehanstalt. Die hohe Werbeattraktivität gerade junger Zuschauer hat so entscheidenden Einfluss inhaltlicher Art. Im Gegensatz zu Serien aus der Zeit vor dem Start der Daily-Soap-Ära stehen bei den Dailies häufig Jugendliche im Vordergrund der Geschichten[50]

Wirtschaftliche Überlegungen sind es auch, die die ARD dazu veranlassen, die Soaps „Verbotene Liebe“ und „Marienhof“ Anfang 1995 täglich ins Programm zu nehmen. In der werberelevanten Vorabendzeit[51] soll ein bundesweit einheitliches Programm für mehr (jugendliche) Zuschauer und somit mehr Werbeeinnahmen sorgen. Denn bis zu diesem Zeitpunkt senden die einzelnen Sendeanstalten der Bundesländer im Vorabendprogramm zum Teil noch unterschiedliche Serien und Programme. Den ARD-Soaps kommt so eine entscheidende Stellung in der Angleichung des Vorabendprogramms aus wettbewerbsstrategischen Motiven zu.[52]

Die deutschen Daily Soaps werden ferner mit einer allgemeinen Intensivierung und Optimierung der Produktionsabläufe in der deutschen TV-Landschaft in Verbindung gebracht, die im Zuge der Einführung des dualen Rundfunksystems in Deutschland die gesamte Branche erfassten.[53]

Heinrichs und Jäckel charakterisieren die Soaps in diesem Zusammenhang als kommerzielles Format. Die Produktionskosten sollten in einem möglichst günstigen Verhältnis zu den Werbeeinnahmen stehen. Die Produktionsbedingungen würden zu einem für die Ausgestaltung der Soaps entscheidenden Faktor. Dies führe dazu, dass nur eine begrenzte Anzahl von Schauplätzen gewählt würde, nur kurze Proben und Produktionszeiten vorgesehen und lange Einstellungen mit abwechselnder Darstellung der Gesprächspartner gewählt würden.54

Ferner sei es für eine konkrete Programmgestaltung nötig, die Seifenopern an dem Tagesablauf der Zuschauer zu orientieren, um so ein Optimum an Einschaltquoten und damit Werbekontakten zu ermöglichen. Auch durch die Endlosigkeit der Handlung zeige die kommerzielle Ausrichtung der Soaps. Es wäre unwirtschaftlich eine erfolgreiche Sendung durch ein vorher bestimmtes Ende aufzugeben bzw. Serien mit geringer Resonanz weiterhin auszustrahlen. Auch ökonomische Überlegungen verhinderten eine wirkliche Auflösung der in einer Folge thematisierten Probleme. So ende eine Serienfolge stets mit einer offenen Situation.[54]

3.2 Einordnung von „Verbotene Liebe“ anhand der Genremerkmale nach Brown

Typisch für die deutschen Daily Soaps ist nicht nur ihre Jugendorientiertheit. Sie weisen formale und inhaltliche Merkmale auf, die sie mit amerikanischen Daytime Soaps gemeinsam haben.

In diesem Abschnitt soll auf typische Eigenheiten der Daily Soaps eingegangen werden. Zu diesem Zweck werden die von Mary Ellen Brown herausgearbeiteten Genremerkmale einer Soap auf die zu analysierende deutsche Seifenoper „Verbotene Liebe“ bezogen. Mary Ellen Brown gilt als Expertin auf diesem Gebiet. Ihre Definition gilt durchaus als gebräuchlich in der Soapforschung und weist Parallelen zu Definitionen anderer Autoren auf.[55]

Im folgenden sollen zum Teil bereits Ergebnisse eingebunden werden, die während der später dokumentierten Analyse der ARD-Soap gewonnen wurden.

Nach Mary Ellen Brown weisen Soap Operas im allgemeinen die folgenden Genremerkmale auf:[56]

1. Melodramatischen Inhalt
2. eine wochentägliche Ausstrahlungsfolge
3. parallele und fortlaufende Erzähl- und Handlungsstränge
4. Handlung über Sprache
5. fiktionale und reale Zeit entsprechen sich
6. Cliffhanger

Verwirrende Familienkonstellationen und die sich daraus ergebenen Konflikte werden von Anfang an in „Verbotene Liebe“ thematisiert: Zu Beginn steht die Liebesgeschichte der Zwillinge Julia von Anstetten und Jan Brandner im Mittelpunkt. Die Geschwister verlieben sich ineinander, ohne zu wissen, dass sie Zwillinge sind. Julia ist in einer High-Society-Umgebung bei ihrer Mutter und deren adeligem Ehemann aufgewachsen. Ihr Bruder Jan hingegen bei seinem Vater, einem mittelständischen Bauunternehmer, und dessen Frau.[57]

Nachdem in der Zwischenzeit bis auf zwei alle Schauspieler der Anfangsbesetzung ausgestiegen sind, darunter auch die Hauptdarsteller der Anfangskonstellation, stehen deshalb heute andere Personen im Mittelpunkt der Serienhandlung. Das Hauptaugenmerk liegt allerdings immer noch auf einer adeligen Familie, deren Kindern und problematischen Liebes- und Familienbeziehungen.[58]

Schon in der Pressemappe zu der Daily Soap wird über den Inhalt folgendes gesagt: Es sei...

„[...] Zeit für die Liebe, geheime Wünsche und Sehnsüchte, für Glück und Intrigen. Zeit für Geschichten vom Erwachen der ersten zärtlichen Gefühle, von der Aufregung beim ersten Mal und vom Scheitern der großen Liebe.“

Die Soap ist also darauf ausgerichtet, Gefühle aufzuwühlen und tragische Schicksalsschläge zu thematisieren. Genau das ist es, was sie mit einem Melodrama verbindet.[59] Auch die verwirrenden Familienkonstellationen und die daraus resultierenden Konflikte zeigen, dass das Hauptaugenmerk dieser Daily Soap im melodramatischen Bereich liegt.[60]

Das Leben der Serienfiguren besteht jedoch keineswegs nur aus Problemen. In der Serie ist ein radikaler Gegensatz zwischen emotionalen Höhen und Tiefen zu beobachten. Glück und Traurigkeit, Hass und Liebe, Streit und Versöhnung wechseln sich so regelmäßig ab.[61]

Die tägliche Ausstrahlungsfolge wird von Brown neben dem melodramatischen Inhalt als weiteres Merkmal einer Daily Soap angeführt. Auch dieses Merkmal hat „Verbotene Liebe“ gemeinsam mit ihren amerikanischen Verwandten. „Verbotene Liebe“ wird wochentäglich um 17.55 Uhr in der ARD ausgestrahlt.[62] Durch das Auftreten der Soaps zu gleichförmig wiederkehrenden Zeiten wird eine Integration der Seriennutzung in das Alltagsgeschehen der Zuschauer erreicht. Die permanente und rhythmische Wiederkehr des gleichen Stammpersonals, dessen Leben sich parallel zu dem der Zuschauer entwickelt, bewirkt ein Gefühl der Vertrautheit. Auch bei „Verbotene Liebe“ laufen die Folgen parallel zum Tagesablauf der Zuschauer. Fiktionale und reale Zeit sollen sich also entsprechen.[63] Das Wochenende wird allerdings bei der Serienhandlung nicht berücksichtigt. So schließt die im Untersuchungszeitraum beobachtete Montagsfolge mit ihrer Handlung direkt an die am vorherigen Freitag gesendete Folge an.

Ferner sind die Daily Soaps durch eine auf Endlosigkeit angelegte Handlung gekennzeichnet. Durch diese offene Erzählstruktur erhält der Zuschauer ein impliziertes Versprechen des Weitererzählens.[64] Die einzelnen Folgen der Daily Soaps haben keinen richtigen Anfang und kein richtiges Ende. Diese serientypische Erzählform verursacht bei den Zuschauern einen Erwartungsdruck auf eine Lösung von Konflikten, die aber insbesondere bei langlaufenden Serien kontinuierlich hinaus geschoben oder gar nur teilweise angeboten wird.[65] Durch die Komplexität und Fülle der Handlungsstränge bleiben immer ungelöste Handlungsstränge zurück, aus denen sich dann wieder neue entwickeln.67

Pro Folge werden in der Regel drei unterschiedliche Handlungsstränge67 aufgegriffen, so auch bei „Verbotene Liebe“. Auch im Untersuchungszeitraum waren es jeweils drei Handlungsstränge pro Folge.

Als dramaturgisches Mittel werden vor Werbepausen und am Ende einer Serienfolge so genannte Cliffhanger eingebaut, die die Neugier der Zuschauer am Ende einer Folge oder vor einer Werbepause wach halten sollen. Als Stilmittel wird dabei das Gesicht eines Protagonisten, der sich in einer emotional spannenden Situation befindet, in Nahaufnahme gezeigt.[66] Da „Verbotene Liebe“ nicht durch Werbung unterbrochen wird, wird dieses Stilmittel nur am Ende einer Serienfolge eingesetzt, so auch am Ende jeder in dieser Arbeit zu analysierenden Folge.

Die zu analysierenden Folgen von „Verbotene Liebe“ sind durch eine Häufung von Dialogen gekennzeichnet. Im später abzugrenzenden Untersuchungszeitraum besteht lediglich eine Szene ausschließlich aus der Darstellung eines einzigen Charakters. Dabei wird eine Darstellerin (Gabriella) in einer Szene allein gezeigt, während sie sich mit einem Messer in den Daumen schneidet.

[...]


[1] Vgl. Mattusch und Hallenberger (1998), in: Koukoulli (1998), S. 9f

[2] Vgl. Machenbach (2000), S. 51 und Koukoulli (1998), S. 63

[3] Vgl. Göttlich (2000), S. 32

[4] Vgl. Feuer (1987), S. 138; zitiert in: Wiegard (1999), S. 6

[5] Vgl. Ang (1986), S. 66; zitiert in: Wiegard (1999), S. 6

[6] Vgl. Hickethier (1991); S. 8, zitiert in: Wiegard (1999), S. 14

[7] Vgl. Allen (1985), S. 8 und Wiegard (1999), S. 9; siehe auch Kapitel III.1: Die Geschichte der Soap Operas: Vom Radio ins Fernsehen.

[8] Vgl. Wiegard (1999), S. 9

[9] Viele dieser Serien wurden und werden auch in der Bundesrepublik ausgestrahlt; vgl. dazu u.a. Luchting (1995)

[10] Vgl. u.a. Wiegard (1999), S. 9ff

[11] siehe dazu u.a. Meyn (2001), S. 149ff

[12] siehe zu Screeningverfahren: Screnning Gender, Arbeitsgrundlage des Seminars „Medienanalyse und Screeningverfahren: Geschlecht, Alter, Ethnie, soziale Schicht“ von PD Dr. Elisabeth Klaus im Sommersemester 2001 an der Universität Göttingen und Wiegard (1999), S. 50ff

[13] Vgl. Frey-Vor (1990) S. 488f

[14] Hausfrauen stellten damals die Hauptzielgruppe der Soaps dar, siehe unten.

[15] Vgl. Koukoulli (1998), S. 53

[16] Vgl. Frey-Vor (1990), S. 490

[17] Vgl. Buckman (1984), zitiert in Frey-Vor (1990), S. 490

[18] Später wurde die Soap jedoch von NBC ausgestrahlt.

[19] Zwischen 1989 und 1991 wurde die Soap bei Tele 5 unter dem Namen „Handerson“ ausgestrahlt; vgl. Luchting (1995), S. 93

[20] Vgl. Koukoulli (1998), S. 54

[21] Vgl. Allen (1985), S. 125

[22] Vgl. Barnuw (1982), zitiert in: Frey-Vor (1990), S. 9.

[23] ab 2. April 1978 bei dem US-Sender CBS und ab 30. Juni 1981 in der ARD, vgl. auch Wiegard (1999), S. 14

[24] Vgl. Koukoulli (1998), S. 55

[25] Vgl. Wiegard (1999), S. 11

[26] Vgl. Koukoulli (1998), S. 55

[27] Vgl. Mikos (1997), S. 18

[28] Vgl. Hickethier (1991), S. 26f; zitiert in: Koukoulli (1998), S. 55

[29] Vgl. Koukoulli (1998), S. 55f

[30] Vgl. Klawitter (2002), S. 108

[31] Wie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ abkürzend genannt wird; vgl. dazu Gehrs und Tuma (2000), S. 108

[32] Vgl. Radler (1995), S. 33f

[33] Vgl. Klawitter (2002), S. 108f

[34] Marienhof wurde bereits seit 1992 im ARD-Vorabendprogramm ausgestrahlt; vor dem „Umbau“ zur Daily Soap allerdings nur zwei Mal wöchentlich, vgl. auch Göttlich (2000), S. 33

[35] Vgl. Göttlich (2000), S. 32ff und Gehrs und Tuma (2000), S. 188ff

[36] seit 1995 Tochter von Pearson Television und seit April 2000 zusammen mit CLT/UfA Teil eines neuen Unternehmens

[37] wie das Unternehmen heute heißt, vgl. auch Presseheft „Verbotene Liebe“ (2001), S. 5

[38] Vgl. Göttlich (2000), S. 32f

[39] Vgl. Koukoulli (1998), S.63

[40] „Goede tijden, slechte tijden“ wird seit 1990 in den Niederlanden von RTL 4 ausgestrahlt; vgl. auch Moran (1998), S. 123

[41] Vgl. Göttlich (2000), S. 33 und Koukoulli (1998), S.64

[42] Vgl. Göttlich (2000), S. 33

[43] Vgl. Radler (1995), S. 34

[44] Vgl. Koukoulli (1998), S. 49ff

[45] Vgl. Göttlich (2000), S. 33f

[46] Vgl. Luchting (1995), S. 108

[47] Vgl. Göttlich (2000), S. 33ff

[48] Vgl. Bleicher (1998), S. 166

[49] Vgl. Hurrelmann (1994), S. 164ff, zitiert in: Koukoulli (1998), S. 63

[50] Vgl. Koukoulli (1998), S. 63, siehe dazu Kapitel IV.2.3 Screening: Alter

[51] denn die ARD darf als öffentlich-rechtlicher Sender maximal zwanzig Minuten am Tag, nicht nach 20 Uhr und nicht an Sonn- und Feiertagen werben; vgl. dazu Meyn (2001), S. 218

[52] Vgl. Göttlich (2000), S. 33 und Koukoulli (1998), S. 63

[53] Vgl. Radler (1995), S. 31ff

[54] Vgl. Heinrichs und Jäckel (1999) S. 50ff

[55] Zur Biographie der Autorin, siehe Brown (1994), S. 213; zu anderen Definitionen, siehe Mikos, Lothar (1994), S. 135ff.

[56] Vgl. Brown (1994), S. 48ff

[57] Vgl. Moran (1998), S. 118 und Koukoulli (1998), S. 68

[58] Vgl. Pressemappe „Verbotene Liebe“ (2001), S. 2ff; auf die heutige inhaltliche Ausgestaltung wird in Kapitel IV genauer eingegangen.

[59] Vgl. Wiegard (1999), S. 13

[60] Vgl. Koukoulli (1998), S. 68

[61] Vgl. Koukoulli (1998), S. 73

[62] Vgl. Pressemappe „Verbotene Liebe“ (2001), S. 2 und Wiegard (1999), S. 11

[63] Vgl. Koukoulli (1998), S. 70f

[64] Vgl. Koukoulli (1998), S. 71

[65] Vgl. Wiegard (1999), S. 11f und Koukoulli (1998), S. 71

[66] Vgl. Wiegard (1999), S. 11ff

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Details

Titel
Screening Soaps: Alter, Geschlecht, ethnische und soziale Zugehörigkeit in "Verbotene Liebe"
Hochschule
Georg-August-Universität Göttingen  (Zentrum für interdisziplinäre Medienwissenschaft)
Veranstaltung
Magister-Zwischenprüfungsarbeit
Note
1,0
Autor
Jahr
2002
Seiten
45
Katalognummer
V55660
ISBN (eBook)
9783638505499
ISBN (Buch)
9783638721448
Dateigröße
663 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
In dieser Arbeit wird anhald von einer Serienwoche betrachtet, wie Personen unterschiedlichen Geschlechts und verschiederner Altersgruppen sowie ethnischer und sozialer Herkunft in der ARD-Daily Soap 'Verbotene Liebe' dargestellt werden. Methode ist ein Screeningverfahren, das sich qualitativer und quantitativer Elemente bedient und Serieninhalte systematisch auf eventuelle Diskriminierungen untersucht werden.
Schlagworte
Screening, Soaps, Alter, Geschlecht, Verbotene, Liebe, Verbotene Liebe, Das Erste, Daily Doaps, Seifenopern, Vorabendserien, ethnische Zugehörigkeit, soziale Zugehörigkeit
Arbeit zitieren
Oliver Hedderich (Autor), 2002, Screening Soaps: Alter, Geschlecht, ethnische und soziale Zugehörigkeit in "Verbotene Liebe", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55660

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Titel: Screening Soaps: Alter, Geschlecht, ethnische und soziale Zugehörigkeit in "Verbotene Liebe"



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