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Individuum, Identität und Gesellschaft in Monika Marons Roman „Die Überläuferin“

Title: Individuum, Identität und Gesellschaft in Monika Marons Roman „Die Überläuferin“

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Bachelor of Arts Caroline Debelt (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Themen Individuum, Identität und Gesellschaft in Monika Marons Roman „Die Überläuferin“.
Zunächst werden die Begriffe ICH-Identität, Teil-Identität und Identitätskrise definiert. Daran knüpft die Analyse der Protagonistin Rosalind, ihrer Identität und Identitätskrise, an. Vertiefend erfolgt die Beschäftigung mit den Aspekten weibliche Identität, „der schielende Blick“ und „mit dem Kopf durch die Wand“.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Kapitel Trennung von Kopf und Körper. Danach werden die Aspekte Individuum und Gesellschaft behandelt.
Abschließend wird auf die Alter Ego Figuren Martha und Clairchen eingegangen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Begriffsdefinitionen

1.1 Definition ICH-Identität

1.2 Definition Teilidentität

1.3 Definition Identitätskrise

2 Rosalinds Identität und Identitätskrise

2.1 Weibliche Identität

2.2 Der „schielende Blick“

2.3 „Mit dem Kopf durch die Wand“

3 Trennung Kopf-Körper

4 Individuum und Gesellschaft

4.1 Die Zwischenspiele

5 Alter Ego Figuren Martha und Clairchen

5.1 Martha

5.2 Clairchen

Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Konstruktion von Individuum, Identität und Gesellschaft in Monika Marons Roman „Die Überläuferin“. Dabei wird analysiert, wie das gesellschaftliche System die Protagonistin Rosalind in ihrer Identitätsbildung beeinflusst, zu einer Entfremdung von ihrem eigenen Körper führt und welche Rolle Alter-Ego-Figuren bei ihrem Versuch der Selbstfindung spielen.

  • Grundlagen der Identitätsbildung und Krisenphänomene
  • Weibliche Identität und körperliche Selbstwahrnehmung
  • Die Spannung zwischen individuellem Ich und gesellschaftlichen Anforderungen
  • Die Funktion von Identitätsfragmentierung und Alter-Ego-Figuren
  • Gesellschaftskritische Aspekte der DDR-Alltagsrealität im Roman

Auszug aus dem Buch

3 Trennung Kopf-Körper

Rosalinds Körper bricht eines Tages seine Verbindung zur Außenwelt ab. Bedürfnislos nimmt nichts mehr an und gibt nichts mehr ab. Darüber hinaus werden ihre Beine gefühllos und bewegungslos. Im Gegensatz dazu wird ihr Kopf hellwach: er ist befreit vom Körper und der Verpflichtung, im Dienste einer „historischen Forschungsstätte“ zu denken. Kloetzer geht sogar soweit, Rosalinds Körper als „lebendigen Leiche“ zu bezeichnen.

Die aufgekündigte Einheit von Kopf und Körper Rosalinds radikalisiert laut Kloetzer den Verlust der Einheit von gesellschaftlichen Interessen und Individuum, weist auf den Widerspruch zwischen sozialistischer Ideologie, ´Kopf, und Alltag des Volkes, ´Körper` hin.

Somit ist die zerstörte Einheit zwischen Kopf und Körper sowohl Symptom als auch Metapher für Rosalinds Zerstörung als Individuum in ihrer Gesellschaft.

Nach Ansicht von Kloetzer verdeutlichen die gelähmten Beine Rosalinds die gesellschaftliche ´Lähmung` und gleichzeitig verweist die Partialität dieses Todes auf dessen Ursachen. Außerdem verdeutlicht der ´Tod` des Körpers die fraktionierte Existenzweise Rosalinds, die nur als nützlicher und nutzbringender ´Teil` in der Gesellschaft anwesend war. Dem zu Folge kann man den ´Tod` des Körpers als Ergebnis seiner Vernachlässigung und Misshandlung durch den Kopf, der Missachtung der Bedürfnisse als Individuum verstehen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit stellt die Themen Individuum, Identität und Gesellschaft in Monika Marons Roman vor und definiert den methodischen Rahmen der Identitätsanalyse.

1 Begriffsdefinitionen: Hier werden zentrale psychologische Begriffe wie ICH-Identität, Teilidentität und Identitätskrise auf Basis der Fachliteratur theoretisch fundiert.

2 Rosalinds Identität und Identitätskrise: Die Analyse der Protagonistin zeigt deren chronisch gestörtes Verhältnis zu sich selbst und die Verschränkung von Fremd- und Selbstbestimmung.

3 Trennung Kopf-Körper: Dieses Kapitel interpretiert die körperliche Lähmung Rosalinds als radikale Metapher für die Entfremdung des Individuums in einer autoritären Gesellschaft.

4 Individuum und Gesellschaft: Es wird untersucht, wie das gesellschaftliche System der DDR durch Ideologie und Kontrollinstanzen die Individualität der Protagonistin aktiv zu zerstören versucht.

5 Alter Ego Figuren Martha und Clairchen: Die Analyse der beiden Freundinnen Rosalinds verdeutlicht die Zerstückelung ihres Ichs in verschiedene Anteile wie anarchistische Rebellin oder unterdrückte Körperlichkeit.

Resümee: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Rosalind trotz der Zerstörung ihrer Individualität am Ziel eines mehrdimensionalen Ichs festhält.

Schlüsselwörter

Monika Maron, Die Überläuferin, Identität, ICH-Identität, Individuum, Gesellschaft, DDR-Literatur, Körper, Selbstfindung, Identitätskrise, Teilidentität, Entfremdung, Rollenidentität, Alter Ego, Psychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Identitätsproblematik der Protagonistin Rosalind in Monika Marons Roman „Die Überläuferin“ vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Zwänge.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen das Spannungsverhältnis zwischen Individuum und Gesellschaft, die Konstruktion weiblicher Identität sowie die psychologische Spaltung von Kopf und Körper.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das gesellschaftliche System die Identität des Einzelnen deformiert und mit welchen Mitteln die Protagonistin versucht, zu einer ganzheitlichen Selbstdefinition zurückzufinden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Textanalyse unter Einbeziehung psychologischer Identitätstheorien und Forschungsergebnisse zur DDR-Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Rosalinds Identitätskrise, die symbolische Trennung von Kopf und Körper, das Verhältnis zur Gesellschaft sowie die Analyse der Alter-Ego-Figuren Martha und Clairchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Identität, Entfremdung, gesellschaftlicher Anpassungsdruck, Körperlichkeit, DDR-Alltag und Selbstfindung.

Wie ist die Beziehung zwischen Rosalind und der Figur Martha zu deuten?

Martha wird als eine Art Alter Ego interpretiert, das für Rosalinds verdrängte, unangepasste und rebellische Wünsche sowie für ihre Sehnsucht nach einem „nutzlosen“ und autonomen Leben steht.

Was bedeutet das Bild der „Trennung von Kopf und Körper“ in diesem Kontext?

Es dient als Metapher für eine kopflastige, autoritäre Gesellschaft, in der die Bedürfnisse des Körpers zugunsten ideologischer Vorgaben unterdrückt und das Individuum auf eine nützliche Funktion reduziert wird.

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Details

Title
Individuum, Identität und Gesellschaft in Monika Marons Roman „Die Überläuferin“
College
University Karlsruhe (TH)
Grade
2,0
Author
Bachelor of Arts Caroline Debelt (Author)
Publication Year
2003
Pages
28
Catalog Number
V55684
ISBN (eBook)
9783638505727
ISBN (Book)
9783656775713
Language
German
Tags
Individuum Identität Gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Caroline Debelt (Author), 2003, Individuum, Identität und Gesellschaft in Monika Marons Roman „Die Überläuferin“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55684
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