Das Angebot an Existenzgründungshilfen in Deutschland ist sehr vielfältig und kann sich für einen Unternehmensgründer, der „Neuling“ in diesem Bereich ist, schnell als erste Hürde darstellen. Die Ursache für diese Unübersichtlichkeit resultiert daraus, dass es keine zentrale Anlaufstelle für Förderung von Existenzgründungen gibt.
Im Rahmen dieser Seminararbeit werde ich dem Leser einen ersten Überblick über die wichtigsten Existenzgründungshilfen in Deutschland vermitteln.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Finanzielle Hilfen
2.1. Kreditprogramme
2.1.1. Förderung durch das Saarland
2.1.1.1. Startkapital-Programm des Saarlandes
2.1.1.2. Gründungs- und Wachstumsfinanzierung
2.1.2. Förderung durch den Bund
2.1.2.1. StartGeld
2.1.2.2. Mikro-Darlehen
2.1.2.3. Unternehmerkredit
2.1.2.4. Unternehmerkapital – ERP-Kapital für Gründung
2.2. Zuschussprogramme
2.2.1. Fördermittel der Bundesagentur für Arbeit
2.2.1.1. Existenzgründungszuschuss (Ich-AG)
2.2.1.2. Überbrückungsgeld
2.2.1.3. Einstiegsgeld
2.2.2. Förderung von Unternehmensberatungen
2.3. Beteiligungskapital
2.4. Bürgschaften
3. Nichtfinanzielle Hilfen
3.1. Erstellung von Unternehmenskonzepten
3.2. Existenzgründungsberatungen
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen strukturierten Überblick über das vielfältige und oft unübersichtliche Angebot an staatlichen Existenzgründungshilfen in Deutschland zu vermitteln, um Gründern den Einstieg in die Selbstständigkeit zu erleichtern.
- Kategorisierung finanzieller Förderungen in Kredit-, Zuschuss- und Beteiligungsprogramme sowie Bürgschaften.
- Differenzierung zwischen bundesweiten Förderprogrammen und spezifischen Landesprogrammen, insbesondere im Saarland.
- Erläuterung der praktischen Anforderungen, wie der Erstellung eines Businessplans und der Hausbank-Systematik.
- Bedeutung nichtfinanzieller Hilfestellungen wie professionelle Gründungsberatung zur Risikominimierung.
Auszug aus dem Buch
2.1.1.1. Startkapital-Programm des Saarlandes
Um Existenzgründungen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft sowie in Freien Berufen zu fördern, stellt die SIKB Startkapital in Form von langfristigen Darlehen zur Verfügung.
Kreditanträge im Rahmen des Startkapital-Programms des Saarlandes können Existenzgründer/innen innerhalb einer Frist von drei Jahren nach Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit stellen. Dies gilt auch, wenn diese Tätigkeit zurzeit nur nebenberuflich ist.
Kreditlaufzeiten von bis zu zehn Jahren bei zwei tilgungsfreien Anlaufzeiten sind möglich. Die Kreditsumme beläuft sich zwischen 2.500,- EUR und 25.000,- EUR. Bei Existenzgründungsvorhaben, deren Finanzierungsbedarf 50.000,- EUR nicht übersteigt, kann der Finanzierungsanteil bis zu 80% des Gesamtfinanzierungsbedarfs betragen.
Der Antragsteller haftet persönlich für diesen Kredit. Der Kreditnehmer braucht für den Kredit keine Sicherheiten zu stellen. Die bankübliche Absicherung des Kredits erfolgt durch eine Bürgschaft des Saarlandes. Das Saarland fördert die Existenzgründung ebenfalls durch die Übernahme der Zinsen für die ersten 24 Monate der Kreditlaufzeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangslage für Existenzgründer in Deutschland und verdeutlicht die Notwendigkeit eines Überblicks aufgrund fehlender zentraler Anlaufstellen.
2. Finanzielle Hilfen: Systematisiert die verschiedenen staatlichen Unterstützungsmöglichkeiten wie Kreditprogramme, Zuschüsse, Beteiligungskapital und Bürgschaften von Bund und Ländern.
3. Nichtfinanzielle Hilfen: Beleuchtet unterstützende Maßnahmen wie Tools zur Erstellung von Businessplänen und die professionelle Existenzgründungsberatung.
4. Fazit: Empfiehlt Gründern ein systematisches Vorgehen: Beratung einholen, detaillierten Businessplan erstellen und anschließend gezielt Förderungen prüfen.
Schlüsselwörter
Existenzgründung, Fördermittel, Finanzierung, Businessplan, SIKB, KfW, Startkapital, Mikro-Darlehen, Zuschüsse, Überbrückungsgeld, Existenzgründungszuschuss, Beteiligungskapital, Bürgschaften, Unternehmensberatung, Hausbankprinzip.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Seminararbeit bietet eine strukturierte Übersicht über die vielfältigen Möglichkeiten zur staatlichen Unterstützung bei der Unternehmensgründung in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Arbeit gliedert sich in finanzielle Unterstützungsleistungen (Kredite, Zuschüsse, Beteiligungen) sowie ergänzende nichtfinanzielle Hilfestellungen wie Beratungsangebote.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel ist es, Existenzgründern als Orientierungshilfe zu dienen, um die Komplexität und Unübersichtlichkeit der Förderlandschaft zu reduzieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Aufarbeitung der Förderlandschaft basierend auf Literatur, Merkblättern und offiziellen Förderdatenbanken.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die verschiedenen Finanzierungsinstrumente, inklusive Anforderungen, Laufzeiten und Konditionen, sowie die Bedeutung eines soliden Gründungskonzepts.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Existenzgründungshilfen, Finanzierungsprogramme, Hausbankprinzip, Businessplan-Erstellung und staatliche Förderrichtlinien.
Wie funktioniert das "Hausbankprinzip" bei der Beantragung?
Anträge müssen bei der eigenen Hausbank eingereicht werden; diese leitet die Unterlagen an die zuständige Förderbank (wie KfW oder SIKB) weiter, welche über die Finanzierung entscheidet.
Welche Besonderheit weist das ERP-Kapital für Gründung auf?
Es handelt sich um eigenkapitalähnliche Mittel in Form von Nachrangdarlehen, die helfen, die Eigenkapitalbasis des Gründers zu stärken.
Was unterscheidet das Überbrückungsgeld vom Existenzgründungszuschuss?
Das Überbrückungsgeld ist primär zur Sicherung des Lebensunterhalts gedacht, während der Existenzgründungszuschuss (Ich-AG) zusätzlich soziale Absicherungselemente wie Rentenversicherungsschutz bietet.
- Quote paper
- Andreas Schmitt (Author), 2005, Das Angebot an Existenzgründungshilfen in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55747