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Der Pädagogische Bezug in der Offenen Jugendarbeit. Eine empirische Untersuchung

Title: Der Pädagogische Bezug in der Offenen Jugendarbeit. Eine empirische Untersuchung

Diploma Thesis , 2005 , 183 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Diplom-Pädagoge Philipp Schaffner (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

In diesem Theorieteil werde ich zunächst die „Lebensphase der Jugend und ihre Entwicklungsaufgaben“ herausarbeiten, um dem Leser die „Welt“ des Klientel der Offenen Jugendarbeit näher zu bringen. Im darauf folgenden Kapitel „Jugendliche im Beziehungsgefüge“ werde ich auf die Entwicklung sowie auf Merkmale und Bedeutungen von unterschiedlichen Beziehungen im Kindes- und Jugendalter eingehen. Das Kapitel „Pädagogisches Handeln“ soll die Arbeit der Pädagogen verdeutlichen, denn ihr pädagogisches Handeln wird stark von dem Pädagogischen Verhältnis bestimmt. In dem darauf folgenden Kapitel wird „der Pädagogische Bezug“ erläutert, also der eigentliche Gegenstand meiner Untersuchung. Im letzten Kapitel wird das Arbeitsfeld „Offene Jugendarbeit“, in dem meine Untersuchung stattfand, vorgestellt. Darin werden der geschichtliche Kontext, Prinzipien, Ziele und Aufgaben der Offenen Jugendarbeit dargestellt.
Im zweiten empirischen Teil wird diese eigens durchgeführte Untersuchung von der Vorbereitung bis zur Auswertung der Ergebnisse ausführlich dargestellt. Anhand standardisierter Fragebögen wurde die pädagogische Beziehung zwischen Pädagogen und Jugendlichen in sieben Augsburger Jugendzentren bzw. Jugendbegegnungsstätten operationalisiert und untersucht. 80 Jugendliche und 17 Pädagogen füllten die anonymen Fragebögen mit größtenteils geschlossenen Fragen aus.
Der empirische Teil wird Aufschluss über die Art und Weise des Pädagogischen Bezugs in den sieben untersuchten Augsburger Jugendzentren geben. Um einen Überblick über das gewonnene Datenmaterial zu erhalten, werde ich dabei eine deskriptive Auswertung in Form von Häufigkeitsverteilungen, Kennwerten, Kreuztabellen und Grafiken vornehmen, Tendenzen, Abhängigkeiten und auffällige Ergebnisse aufdecken und nach Möglichkeit interpretieren. Analytische Auswertungen von günstigen Daten werden ebenfalls anhand des Chi-Qaudrat-Tests und des H-Tests nach Kruskal und Wallis stattfinden. Zuletzt werde ich die Ergebnisse der Untersuchung mit den Merkmalen des Pädagogischen Bezugs vergleichen und prüfen, inwiefern sie miteinander übereinstimmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Lebensphase der Jugend und ihre Entwicklungsaufgaben

2.1 Abgrenzung der Jugendphase von der Kindheitsphase und der Erwachsenenphase

2.2 Adoleszenz und Pubertät

2.3 Jugendphase und die Ablösung vom Elternhaus

2.4 Sexualität in der Jugendphase

2.5 Identitätsentwicklung

2.5.1 Was ist Identität?

2.5.2 Identität in der Adoleszenz

2.5.3 Die Suche nach der Identität

2.5.4 Identität als besonderes Problem von Jugendlichen ausländischer Herkunft

2.6 Jugendphase als Zukunftsorientierung

2.7 Hauptprobleme und Risiken im Jugendalter

2.8 Jugendkriminalität

2.9 Pädagogische Arbeit mit Jugendlichen

3 Jugendliche im Beziehungsgefüge

3.1 Wesentliche Faktoren und Merkmale von Beziehungen

3.2 Das Modell der Beziehungsentwicklung von Levinger und Snoek

3.3 Peer-Beziehungen in der Kindheit

3.4 Peer-Beziehungen in der Jugend

3.5 Die Einflussnahme der Eltern auf Peer-Beziehungen ihrer Kinder

3.6 Beziehungen von Jugendlichen zu ihren Eltern

4 Pädagogisches Handeln

4.1 Der pädagogische Handlungsraum

4.2 Grundformen und Aufgaben pädagogischen Handelns

4.3 Professionalität und pädagogisches Handeln

4.4 Drei Konzepte der Professionalisierung

4.5 Das „Burn-Out-Syndrom“

5 Der Pädagogische Bezug

5.1 Der Pädagogische Bezug aus historischer Sicht

5.2 Der Pädagogische Bezug von Herman Nohl

5.3 Gieseckes Revision des Pädagogischen Bezugs von Herman Nohl

5.4 Die Bedeutung des Pädagogischen Bezugs in der Offenen Jugendarbeit

6 Offene Jugendarbeit

6.1 Geschichte der Offenen Jugendarbeit

6.2 Jugendhilfe und Offene Jugendarbeit

6.3 Was ist Offene Jugendarbeit?

6.4 Die Leitprinzipien der Offenen Jugendarbeit

6.5 Ziele und Aufgaben in der Offenen Jugendarbeit

6.6 Besucherstruktur in Jugendzentren

6.7 Qualitätsmessung in der Offenen Jugendarbeit

7 Zusammenfassung

8 Empirische Sozialforschung und ihre Methoden

8.1 Die schriftliche Befragung

8.2 Die Fragebogengestaltung bzw. Fragebogenkonzeption

8.3 Studien in der Jugendhilfe

9 Von der Idee bis zur Durchführung der Untersuchung

9.1 Entstehungshintergrund der Untersuchung

9.2 Ziel der Untersuchung

9.3 Erstellung der Fragebögen

9.4 Der Pretest

9.5 Vorbereitung und Durchführung der Fragebogenerhebung

9.6 Probleme während der Fragebogenerhebung

10 Fragebogenauswertung

10.1 Darstellung und Interpretation der Ergebnisse

10.2 Vergleich der Untersuchungsergebnisse mit den Merkmalen des Pädagogischen Bezugs von Herman Nohl

10.3 Fazit

10.4 Tabellen- und Grafikenverzeichnis

11 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Diplomarbeit untersucht den "Pädagogischen Bezug" zwischen Jugendlichen und pädagogischen Fachkräften in sieben Augsburger Jugendzentren. Das primäre Ziel ist es, ein aktuelles und realitätsnahes Bild der Beziehungsqualität in diesen Einrichtungen zu zeichnen und die empirisch erhobenen Ergebnisse mit dem theoretischen Konzept von Herman Nohl abzugleichen, um Rückschlüsse für die pädagogische Praxis in der Offenen Jugendarbeit zu ziehen.

  • Lebensphase Jugend und ihre zentralen Entwicklungsaufgaben
  • Jugendliche im sozialen Beziehungsgefüge
  • Theorie und Bedeutung des "Pädagogischen Bezugs"
  • Konzeption und Prinzipien der Offenen Jugendarbeit
  • Empirische Analyse der pädagogischen Beziehung mittels standardisierter Fragebögen

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

Spätestens seitdem sich die Primaten entwickelt haben, spielt der Pädagogische Bezug eine wesentliche Rolle im Leben von intelligenten, sozialen Wesen. Von der Geburt bis hin zum Tod, besonders jedoch im Kindes- und Jugendalter, ist er bei Menschen für die Entwicklung von verschiedenen Bereichen der Persönlichkeit mitverantwortlich. Alles, was an Zielen der Erziehung und Unterrichtung und an dafür geeignetem methodischem Repertoire erdacht werden mag, muss über die Pädagogische Beziehung, also durch persönliche Vermittlung transportiert werden. Denn der Pädagogische Bezug bildet die Grundlage und die Keimzelle jeden pädagogischen Handelns. Wilhelm Dilthey, Begründer der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik, geht dabei von dem Begriff der Bildsamkeit aus und erklärt, dass das Seelenleben eine Entwicklung habe und dass es möglich sei, bei Kenntnis der Gesetze des Seelenlebens, diesen Entwicklungsvorgang planmäßig durch erzieherische Kunst zu unterstützen und zu lenken.

Mit der Errichtung von pädagogischen Institutionen und der damit einhergehenden Professionalisierung der Pädagogen nimmt die Bedeutung des Pädagogischen Bezugs in Theorie und Praxis immer mehr zu. Besonders in der Arbeit mit verwahrlosten Kindern, aber auch in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit übernimmt er eine wichtige Funktion und hat großen Einfluss auf die Zukunft unserer Gesellschaft, da der Pädagoge auf die Entwicklung des Geistes, des Charakters sowie der Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen entscheidend wirken kann. Ob der Pädagoge seine pädagogischen Ziele verwirklichen kann, hängt u. a. von dem persönlichen Verhältnis ab, das er zu seinen Partnern aufbauen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des pädagogischen Bezugs als Grundlage allen pädagogischen Handelns ein und skizziert den Aufbau sowie die Zielsetzung der empirischen Untersuchung.

2 Die Lebensphase der Jugend und ihre Entwicklungsaufgaben: Dieses Kapitel arbeitet die zentralen Anforderungen und Herausforderungen des Jugendalters heraus, um die Zielgruppe der Offenen Jugendarbeit besser verständlich zu machen.

3 Jugendliche im Beziehungsgefüge: Hier wird auf die verschiedenen Beziehungsstrukturen von Kindern und Jugendlichen sowie auf deren Bedeutung für die psychosoziale Entwicklung eingegangen.

4 Pädagogisches Handeln: Dieses Kapitel verdeutlicht die professionelle Arbeit von Pädagogen und die Bedeutung ihres pädagogischen Handelns in Institutionen.

5 Der Pädagogische Bezug: Der theoretische Gegenstand der Untersuchung wird hier im Detail erläutert, wobei insbesondere das Konzept von Herman Nohl historisch und fachlich hergeleitet wird.

6 Offene Jugendarbeit: Hier werden der geschichtliche Kontext, die Leitprinzipien sowie die Ziele und Aufgaben dieses Arbeitsfeldes umfassend dargestellt.

7 Zusammenfassung: Dieses Kapitel dient als Übergang und resümiert die theoretischen Erkenntnisse als Basis für den folgenden empirischen Teil.

8 Empirische Sozialforschung und ihre Methoden: Es wird die methodische Vorgehensweise der Studie, insbesondere die schriftliche Befragung als Instrument der Datenerhebung, erläutert.

9 Von der Idee bis zur Durchführung der Untersuchung: Dieses Kapitel dokumentiert den Entstehungshintergrund, die Zielsetzung sowie die praktische Durchführung der Befragung in den Jugendzentren.

10 Fragebogenauswertung: Die deskriptive und analytische Darstellung der erhobenen Daten wird hier durchgeführt und abschließend mit der Theorie Nohls in Vergleich gesetzt.

Schlüsselwörter

Pädagogischer Bezug, Offene Jugendarbeit, Jugendforschung, Empirische Sozialforschung, Identitätsentwicklung, Jugendhilfe, Beziehungsgefüge, Erzieherisches Verhältnis, Professionalisierung, Jugendzentrum, Fragebogenerhebung, Entwicklungsaufgaben, Sozialpädagogik, Jugendarbeit, Erziehungswissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Qualität und Art der pädagogischen Beziehung zwischen Fachkräften und Jugendlichen in sieben Augsburger Jugendzentren auf Basis einer empirischen Erhebung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Lebensphase Jugend, die Beziehungsentwicklung zwischen Erziehern und Jugendlichen, das pädagogische Handeln sowie die konzeptionelle Einordnung der Offenen Jugendarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, die pädagogische Beziehung im Alltag der Jugendzentren zu operationalisieren und zu prüfen, inwieweit das klassische Konzept des "Pädagogischen Bezugs" von Herman Nohl in der heutigen Praxis wiederzufinden ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer quantitativen, standardisierten Fragebogenerhebung, an der 80 Jugendliche und 17 Pädagogen in verschiedenen Augsburger Jugendeinrichtungen teilgenommen haben.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden Theorieteil, der Entwicklungsaufgaben und professionelles Handeln beleuchtet, sowie einen empirischen Teil, der die erhobenen Daten statistisch auswertet und interpretiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Pädagogischer Bezug, Offene Jugendarbeit, Identitätsentwicklung, Jugendhilfe und empirische Sozialforschung charakterisiert.

Wie bewerten die Jugendlichen ihre Beziehung zu den Pädagogen?

Die Befragung zeigt, dass Jugendliche die Pädagogen überwiegend als sehr hilfsbereit, ehrlich und sympathisch empfinden. Sie fühlen sich bei Problemen in der Schule oder bei der Arbeitssuche unterstützt, wobei ein Vertrauensverhältnis besteht.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich des Pädagogischen Bezugs?

Der Autor schlussfolgert, dass die Beziehung in den untersuchten Zentren insgesamt sehr positiv ist und viele Merkmale von Nohls Pädagogischem Bezug aufweist, wobei jedoch bei der Umsetzung von Respekt und Anerkennung noch Entwicklungspotential besteht.

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Details

Title
Der Pädagogische Bezug in der Offenen Jugendarbeit. Eine empirische Untersuchung
College
University of Augsburg
Grade
2,0
Author
Diplom-Pädagoge Philipp Schaffner (Author)
Publication Year
2005
Pages
183
Catalog Number
V55844
ISBN (eBook)
9783638506977
ISBN (Book)
9783656797777
Language
German
Tags
Pädagogische Bezug Offenen Jugendarbeit Untersuchung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Pädagoge Philipp Schaffner (Author), 2005, Der Pädagogische Bezug in der Offenen Jugendarbeit. Eine empirische Untersuchung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55844
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