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Rezension: Beck, Martin (1995): Klären und Streiten. Gesprächserziehung in Schule und außerschulischer Bildung.

Title: Rezension: Beck, Martin (1995): Klären und Streiten. Gesprächserziehung in Schule und außerschulischer Bildung.

Literature Review , 2005 , 4 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Eva Sammel (Author)

Didactics - German Studies
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Summary Excerpt Details

„„Klären“ und „Streiten“ heißen die Gesprächsformen, in denen Menschen an der Willensbil-dung und Entscheidungsfindung […] teilnehmen.“ (Beck 1995, 7)
Den Auftakt macht Hellmut Geißner, Universitätsprofessor für Sprechwissenschaft und Spre-cherziehung, mit seinem Aufsatz „Klären und Streiten“, indem er Gesprächsformen und ihre Bezugsrichtungen anführt und erläutert. In einer Abbildung findet man eine Gliederung über „Formen des Gesprächs“. Die beiden Hauptgruppen bilden „Personengespräche“ und „Sach-gespräche“. (S. 16) Als Untergruppen der „Sachgespräche“ werden schließlich „Klärungsge-spräch“ und „Streitgespräch“ unterschieden. An dieser Stelle erfahren wir zum ersten Mal eine knappe Definition der beiden Begriffe:
„Beim Klärungsgespräch sprechen gleichberechtigte Personen miteinander [… und] versuchen, […] ihr Problem […] miteinander zu klären [… und] suchen gemeinsam nach Lösungen. […] Beim Streitge-spräch handelt es sich um das Austragen einer Meinungsverschiedenheit […] [z]wei Lösungsvorschläge konkurrieren miteinander. Die Partner werden zu Meinungs-Gegnern.“ (S. 17)
Anhand eines analysierenden Beispiels, hier eine Filmszene einer Betriebsmitarbeiter-Besprechung, erläutert er weitere Fachbegriffe, wie z.B. „(A)Symmetrie“ und „Sprechrollen“, und versucht Lösungsansätze und Vorschläge zur Erlernung von Konfliktfähigkeit aufzuzei-gen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis der Rezension

1. Einleitung und Zielsetzung

2. Rezension der Aufsätze

2.1 Hellmut Geißner: Klären und Streiten

2.2 Martin Beck: Gesprächserziehung in der Schule

2.3 Madeleine Hofer: Vorlesen in der Schule

2.4 Bertram Thiel: Rhetorische Kommunikation in der beruflichen Weiterbildung für Führungskräfte

2.5 Rolf Grießhammer: Konfliktrhetorik – Methoden des Streitens

3. Zusammenfassende Bewertung

4. Persönliches Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Rezension befasst sich mit dem Sammelband „Klären und Streiten – Gesprächserziehung in Schule und außerschulischer Bildung“ und analysiert dessen Eignung als Grundlage für die Sprechwissenschaft und Sprecherziehung.

  • Grundlegende Begriffsbestimmung von „Klären“ und „Streiten“
  • Methoden der schulischen Gesprächserziehung
  • Analyse rhetorischer Kommunikation im beruflichen Kontext
  • Entwicklung von Konfliktfähigkeit durch Stufenmodelle
  • Kritische Reflexion der Vermittelbarkeit von Gesprächskompetenzen

Auszug aus dem Buch

Konfliktrhetorik – Methoden des Streitens

Der vorletzte Aufsatz „Konfliktrhetorik – Methoden des Streitens“ von Rolf Grießhammer war der für mich informativste und interessanteste Beitrag, da ich das Gefühl hatte alles schon einmal durchlebt gehabt zu haben. Grießhammer beschäftigt vor allem mit dem Thema „Konflikt(verstehens)fähigkeit“ und hat dazu ein zwölf-thesiges Stufenmodell entwickelt. Er schreibt, dass dieses Modell wie folgt entstanden ist:

„[…] aus der Auseinandersetzung mit der Frage, ob und inwieweit sich Konfliktfähigkeit in eine intrapsychische und eine interpsychische Dimension differenzieren lässt.“ (S. 211)

Er möchte dieses Modell jedoch nicht verherrlichen.

„Aus dem Alltag herauszutreten, um grundsätzliche Aspekte herauszuarbeiten soll nicht zum reinen Theoretisieren führen, in dem die Teilnehmer/innen ’völlig losgelöst’ über Mögliches und Unmögliches reflektieren, sondern den Weg bereiten in eine bewußtere, reflektierte und verbesserte Lebenspraxis.“ (S. 121)

Dennoch finde ich persönliches dieses Modell sehr ansprechend und werde wohl Grießhammers Empfehlung folgen und versuchen, in Zukunft meine Konfliktfähigkeit intensiver zu reflektieren und zu verbessern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Zielsetzung: Einführung in das rezensierte Werk und dessen Bedeutung für den Bereich der Sprechwissenschaft.

2. Rezension der Aufsätze: Detaillierte Betrachtung der einzelnen Autoren und deren Ansätze zu Kommunikation, Rhetorik und Gesprächsführung.

3. Zusammenfassende Bewertung: Synthese der Erkenntnisse und Einordnung der Bedeutung von Hellmut Geißner für die Fachdisziplin.

4. Persönliches Fazit: Kritische Reflexion des Nutzens des Buches für die eigene pädagogische Praxis und die persönliche Entwicklung.

Schlüsselwörter

Sprechwissenschaft, Sprecherziehung, Gesprächsführung, Klären, Streiten, Konfliktfähigkeit, Rhetorik, Kommunikation, Sozialkompetenz, Methodenlernen, schulische Erziehung, Personengespräch, Sachgespräch, Gesprächsformen, Konfliktrhetorik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der rezensierten Arbeit grundlegend?

Die Arbeit rezensiert den Sammelband „Klären und Streiten“, welcher sich mit der Bedeutung der Gesprächserziehung in schulischen und außerschulischen Lernkontexten auseinandersetzt.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themenfelder umfassen die Definition von Gesprächsformen, methodische Ansätze für den Unterricht, rhetorische Weiterbildung in Führungspositionen sowie Modelle zur Steigerung der Konfliktfähigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Rezension?

Das Ziel ist es, die Qualität und Anwendbarkeit der Beiträge des Sammelbandes für Studierende und Lehrende im Fach Germanistik bzw. Sprechwissenschaft kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Rezension zugrunde?

Die Autorin nutzt eine analytische Inhaltsrezension, bei der sie die einzelnen Aufsätze des Bandes zusammenfasst, in den Kontext der Sprechwissenschaft stellt und einer subjektiven Kritik unterzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Vorstellung und kritische Auseinandersetzung mit den Beiträgen von Autoren wie Hellmut Geißner, Martin Beck, Madeleine Hofer, Bertram Thiel und Rolf Grießhammer.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Gesprächserziehung, Konfliktfähigkeit, Sprechwissenschaft und didaktische Methoden definiert.

Welchen Stellenwert nimmt Hellmut Geißner in der Analyse ein?

Geißner wird als zentrale Anlaufstelle und theoretische Basis für die Sprechwissenschaft identifiziert, auf die sich nahezu alle anderen Autoren des Bandes beziehen.

Warum wird Grießhammers Beitrag besonders hervorgehoben?

Grießhammer wird als besonders informativ bewertet, da sein zwölf-thesiges Stufenmodell zur Konfliktfähigkeit einen direkten, praxisnahen Nutzen für den Alltag bietet.

Wie bewertet die Autorin die Anwendbarkeit der Lehrmethoden?

Sie betont, dass die Methoden zwar wertvoll sind, aber keine universellen oder perfekten Lösungen darstellen, da die Lehrkontexte (z.B. Schule vs. Management) sehr unterschiedlich sind.

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Details

Title
Rezension: Beck, Martin (1995): Klären und Streiten. Gesprächserziehung in Schule und außerschulischer Bildung.
College
Saarland University
Course
Sprecherziehung und Sprechwissenschaft
Grade
1,0
Author
Eva Sammel (Author)
Publication Year
2005
Pages
4
Catalog Number
V55860
ISBN (eBook)
9783638507073
ISBN (Book)
9783656779001
Language
German
Tags
Rezension Beck Martin Klären Streiten Gesprächserziehung Schule Bildung Sprecherziehung Sprechwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Sammel (Author), 2005, Rezension: Beck, Martin (1995): Klären und Streiten. Gesprächserziehung in Schule und außerschulischer Bildung., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55860
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