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Widerstand in der Wehrmacht vor dem 20. Juli

Title: Widerstand in der Wehrmacht vor dem 20. Juli

Seminar Paper , 2002 , 25 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: M.A. Michael Preis (Author)

Politics - History of Political Systems
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In der vorliegenden Arbeit soll die militärische Opposition gegen das NS – Regime vor Erreichen ihres Kulminationspunktes am 20. Juli dargestellt werden. Im ersten Teil der Abhandlung wird das zwiespältige Verhältnis zwischen Armee und Nationalsozialismus behandelt, der zweite Teil geht auf die militärische Opposition ein: im Frieden und, vor dem 20. Juli, als seine Entwicklung im versuchten Staatsstreich und Tyrannenmord kulminiert, im Krieg. Abschließend soll näher auf Motivation, Zielsetzung und Trägerschaft der militärischen Opposition eingegangen werden, bevor sie bilanziert und ihr Scheitern in Thesen formuliert wird.

Der Begriff „Wehrmacht“ bezeichnet exakt die deutschen Streitkräfte in ihrer Gesamtheit, also Armee, Marine und Luftwaffe, seit Einführung der allgemeinen Wehrpflicht im März 1935 bis zu ihrer bedingungslosen Kapitulation am 8. Mai 19451 - bis zu diesem Zeitpunkt, in der Zwischenkriegszeit handelte es sich um die Reichswehr. Die vorliegende Thematik des Widerstandes aus ihren Reihen gegen das NS – Regime muß auf die Auflehnung aus der Armee beschränkt bleiben. Nennenswerte Opposition aus den beiden anderen Teilstreitkräften, die dem Regime ungleich näher standen, ist nicht zu verzeichnen. Friedrich Hoßbach: „Der Stein des Anstoßes für Hitler und seine Partei war innerhalb der Wehrmacht in erster Linie die Armee.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorbemerkung

2. Armee und Nationalsozialismus

2.1 Die Grundlage der Beziehung

2.2 Konfrontation oder Arrangement?

2.3 Zwischen Konflikt und Bündnis

2.4 Von der Entente zum Bruch

3. Militärische Opposition

3.1 Widerstand gegen das NS – Regime im Frieden

3.2 Widerstand gegen das NS – Regime im Krieg

4. Die militärische Opposition: Motive – Ziele – Träger

5. Die militärische Opposition: Resumee und Scheitern

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert das komplexe und zwiespältige Verhältnis zwischen der Wehrmacht und dem Nationalsozialismus und untersucht dabei insbesondere die Entwicklung und die Gründe für das Scheitern des militärischen Widerstands vor dem 20. Juli 1944.

  • Das Spannungsfeld zwischen Armee und NS-Regime
  • Entstehung und Entwicklung militärischer Opposition
  • Motive, Ziele und Träger des Widerstands
  • Gründe für das Scheitern der Umsturzversuche
  • Das soldatische Ethos im Konflikt mit der NS-Ideologie

Auszug aus dem Buch

2.2 Konfrontation oder Arrangement?

Um diese Projekt allmählich zu realisieren „erfand“ Schleicher im Mai 1932 das von der NSDAP zu tolerierende „Kabinett der Barone“. Die Nationalsozialisten dachten jedoch nicht daran, die ihnen zugedachte Rolle zu spielen. „Entweder schärfste Opposition oder die Macht. Tolerierung macht tot“, notierte NS – Propagandachef Goebbels. Die Entente der Reichswehr und ihrer Alliierten mit der NSDAP schlug unvermittelt in die Rivalität zwischen ihren reaktionären und revolutionären Ambitionen um – der potentielle Konflikt zwischen Nationalkonservativen und Nationalsozialisten war bereits angelegt, zumal Schleicher nach den Reichstagswahlen vom 31. Juli 1932 erkennen mußte, daß er den Tiger des völkischen Sozialismus nicht reiten konnte.

Der General, mittlerweile Reichswehrminister, schaltete auf Konfrontationskurs zur NS – Bewegung um, während sich die eskalierende Staatskrise immer mehr auf die Formel zuspitzte: Kanzlerschaft Hitlers: ja oder nein? Schleicher verneinte, ließ sich selbst zum Kanzler bestellen und versuchte, Hitler kaltzustellen, erst durch das Bündnis zwischen Reichswehr und Gewerkschaften, dann qua Spaltung der NSDAP, was, das eine wie das andere Unternehmen, knapp scheiterte, um dann die Militärdiktatur vorzuschlagen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorbemerkung: Einführung in die Thematik der militärischen Opposition gegen das NS-Regime und Definition des Untersuchungsrahmens innerhalb der Wehrmacht.

2. Armee und Nationalsozialismus: Beleuchtung des ambivalenten Verhältnisses zwischen der Reichswehrführung und dem Aufstieg des Nationalsozialismus in der Endphase der Weimarer Republik.

3. Militärische Opposition: Darstellung der Entwicklung widerständiger Ansätze innerhalb der Armee, unterteilt in die Phasen vor und während des Krieges.

4. Die militärische Opposition: Motive – Ziele – Träger: Analyse der treibenden Kräfte, Motive und der sozialen sowie beruflichen Herkunft der militärischen Widerstandskämpfer.

5. Die militärische Opposition: Resumee und Scheitern: Systematische Aufarbeitung der Faktoren, die zum Scheitern der militärischen Widerstandsbemühungen führten.

Schlüsselwörter

Wehrmacht, Nationalsozialismus, Widerstand, militärische Opposition, Reichswehr, Adolf Hitler, Generalstab, Staatsstreich, Tyrannenmord, Offizierskorps, Konservatismus, NS-Regime, Scheitern, 20. Juli.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der deutschen Armee und dem Nationalsozialismus sowie den daraus erwachsenden militärischen Widerstand gegen Hitler vor dem 20. Juli 1944.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die politische Rolle der Wehrmacht, die Entwicklung der Opposition im Frieden und Krieg sowie die soziopolitische Struktur des Widerstands innerhalb des Offizierskorps.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für das Scheitern des militärischen Widerstands zu identifizieren und das zwiespältige Verhältnis der Armee zum NS-Staat historisch zu durchleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode unter Auswertung zeitgenössischer Dokumente, Protokolle und einer umfassenden wissenschaftlichen Literaturrecherche.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Prozess der Machtübernahme, das Hoßbach-Protokoll, die Fritsch-Affäre sowie die spezifischen Umsturzversuche gegen das Regime durch verschiedene Militärgruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Widerstand, Wehrmacht, NS-Regime, Offizierskorps und das Scheitern der militärischen Opposition.

Welche Rolle spielte General Kurt von Schleicher?

Schleicher wird als eine zentrale, aber letztlich an seinem politischen Lavieren zwischen Reichswehr, Gewerkschaften und NS-Bewegung gescheiterte Figur dargestellt, die maßgeblich den Untergang der parlamentarischen Ordnung beeinflusste.

Warum wird der Eid auf Hitler als Hindernis gesehen?

Der Fahneneid wird als schwerwiegendes psychologisches und moralisches Hindernis gewertet, das viele Offiziere in ihrem soldatischen Ethos lähmte und sie an das Regime band.

Welche Bedeutung hatte das Hoßbach-Protokoll?

Es wird als entscheidende Initialzündung für die Formierung einer ersten Widerstandsbewegung innerhalb der Wehrmacht betrachtet, da es Hitlers Kriegspläne explizit offenbarte.

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Details

Title
Widerstand in der Wehrmacht vor dem 20. Juli
College
Justus-Liebig-University Giessen
Course
Widerstand gegen den Nationalsozialismus
Grade
1,0
Author
M.A. Michael Preis (Author)
Publication Year
2002
Pages
25
Catalog Number
V55878
ISBN (eBook)
9783638507189
ISBN (Book)
9783656084921
Language
German
Tags
Widerstand Wehrmacht Juli Widerstand Nationalsozialismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M.A. Michael Preis (Author), 2002, Widerstand in der Wehrmacht vor dem 20. Juli, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55878
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