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Accruals als Bestandteil von Gewinnen. Systematisierung und Beurteilung

Title: Accruals als Bestandteil von Gewinnen. Systematisierung und Beurteilung

Diploma Thesis , 2006 , 86 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Dirk Merten (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Der Gliederung dieser Arbeit folgend, werden in Abschnitt zwei zunächst beide Gewinnkomponenten detailliert charakterisiert und danach herkömmliche als auch alternative Herleitungsmethoden vergleichend dargestellt werden. Daran anschließend soll in Kapitel drei anhand empirischer Studien von Sloan und Richardson et al. untersucht werden, inwieweit Accruals und Cash Flows sich in ihren Persistenzeigenschaften hinsichtlich künftiger Gewinne voneinander unterscheiden, wobei diesbezüglich auch auf einzelne Accrual Bestandteile eingegangen wird. Hinzu kommen Analysen über mögliche Fehlbewertungen am Kapitalmarkt aufgrund unzureichender Antizipation dieser Erkenntnisse und daraus zu schließender fehlender Markteffizienz, um nachfolgend zu demonstrieren, wie eine „Accruals orientierte“ Investitionsstrategie zu Überrenditen am Kapitalmarkt führen kann. Bevor jeweils konkrete Forschungsergebnisse aufgezeigt werden, wird in den einzelnen Kapiteln eine kurze Darstellung der in den Studien zugrunde gelegten Methodik voran gestellt. Abschließend werden weitergehende Arbeiten diskutiert, die Gründe für die dargelegten Persistenzeigenschaften von Accruals zu ermitteln versuchen. Im vierten Kapitel sollen Accruals unter bilanzpolitischen Aspekten erläutert werden. Nach einer kurzen Charakterisierung von Bilanzpolitik sowie der Rolle von Accruals hierbei, wird insbesondere auf derzeitige Modelle zur Ermittlung nicht-diskretionärer Anteile am Gewinn eingegangen und deren Stärken und Schwächen miteinander verglichen, um sie im Anschluss einer kritischen Würdigung zu unterziehen. Kapitel fünf beschließt vorliegende Arbeit mit einem zusammenfassenden Fazit verbunden mit einem Ausblick.

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Inhaltsverzeichnis

1.) Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Gang der Untersuchung

2.) Charakterisierung und Definitionen der Gewinnkomponenten

2.1. Cash Flow

2.1.1. Begriff und Funktionen

2.1.2. Gesetzliche Grundlagen

2.1.3. Darstellung und Ermittlung im Rahmen der Rechnungslegung

2.1.3.1. Allgemeine Herleitung und Darstellung

2.1.3.2. Cash-Flow aus der Geschäftstätigkeit

2.1.3.3. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

2.1.3.4. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

2.1.3.5. Cash Flow nach DVA/SG

2.1.4. Ermittlung des Free Cash Flow

2.2. Accruals

2.2.1. Das Accrual Accounting Prinzip

2.2.2. Begriffsbestimmung und –abgrenzung

2.2.3. Typisierung von Accruals

2.2.3.1. Kurz- und Mittel-/Langfristige Accruals

2.2.3.2. Diskretionäre und Normale Accruals

2.2.4. Ermittlung von Accruals

2.2.4.1. Der Cash Flow Ansatz

2.2.4.2. Der traditionelle Bilanz-Ansatz

2.2.4.3. Messqualität des Bilanzansatzes- Empirische Erkenntnisse

2.2.4.4. Cash-Flow- und Bilanzansatz im Vergleich -Eine Beispielrechnung

2.2.4.5. Der erweiterte Bilanzansatz nach Richardson et al.

3.) Bewertungsrelevanz von Accruals- Erkenntnisse empirischer Studien

3.1. Gewinn- Persistenz von Accruals

3.1.1. Untersuchungsansatz nach Sloan

3.1.2. Accrual-Reliabilitäts Kategorisierung

3.1.3. Untersuchungsansatz nach Richardson et al.

3.1.4. Deskriptive Befunde

3.1.5. Empirische Befunde

3.2. Kapitalmarktbewertung von Accruals

3.2.1. Untersuchungsmethodik

3.2.2. Ergebnisse

3.3. Überrenditen aus einer Accruals-Hedging-Strategie

3.4. Mögliche Ursachen für die verminderte Reliabilität von Accruals

4.) Accruals als Indikator für Bilanzpolitik

4.1. Begriff, Ziele und Voraussetzungen von Bilanzpolitik

4.2. Discretionary Accruals als Schätzer für Bilanzpolitik

4.3. Non-Discretionary Accruals Modelle zur Bestimmung diskretionärer Anteile

4.3.1. Herkömmliche NDA-Modelle

4.3.2. Alternative und neuere NDA Modelle

4.3.3. Kritische Würdigung bestehender NDA-Modelle

5.) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Charakterisierung, Systematisierung und Bewertungsrelevanz von Accruals als Bestandteil des Gewinns. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, inwieweit sich die unterschiedlichen Persistenzeigenschaften von Cash Flows und Accruals auf die Prognosegüte von Gewinnschätzungen und die Effizienz der Kapitalmarktbewertung auswirken.

  • Differenzierung von Gewinnkomponenten (Cash Flow vs. Accruals)
  • Methoden zur Ermittlung und Typisierung von Accruals
  • Empirische Analyse der Gewinnpersistenz und Kapitalmarktbewertung
  • Untersuchung von Handelsstrategien basierend auf Accrual-Informationen
  • Analyse von Accruals als Instrument für Bilanzpolitik (Earnings Management)

Auszug aus dem Buch

1.1. Problemstellung

Der Prognose zukünftiger Überschüsse kommt im Rahmen der Bewertung von Unternehmen eine zentrale Rolle zu. Im Rahmen der externen Finanzanalyse wird dabei versucht, aus Informationen der Geschäftsberichte und besonders den Daten des externen Rechnungswesens zukünftig erwartete Überschussgrößen (Gewinne, Cash Flows) unter Verwendung der Zeitreiheneigenschaften („Persistenz“) solcher Größen sowie deren Komponenten zu schätzen.

Nach der gängigen Literatur lassen sich Gewinne in zwei Komponenten zerlegen, zahlungswirksame Cash Flows und zahlungsunwirksame Accruals. Während Analysten in ihren Prognosen zumeist auf den Gewinn als Aggregat von Accruals und Cash Flow, sowie mit wachsender Bedeutung auf den Cash Flow selbst fokussieren, werden Accruals, im Gegensatz zur akademischen Forschung, weitaus weniger beachtet. Dies mag daran liegen, dass Ansätze zur Bestimmung von Accrual-Größen sehr verschiedenartig mit unterschiedlichen Qualitäten ausfallen. Die mangelnde Berücksichtigung von Accruals hat jedoch Auswirkungen auf die Prognosegüte von Gewinnschätzungen, weil beide Komponenten recht deutliche Unterschiede hinsichtlich ihrer Persistenzeigenschaften aufweisen. Damit verbunden ergeben sich zudem entsprechende Implikationen für eine angemessene Kapitalmarktbewertung von Accruals.

In Anbetracht dessen hat sich ein großer wirtschaftswissenschaftlicher Forschungszweig, insbesondere seit der Pionierstudie von Sloan (1996), mit einer Vielzahl empirischer Forschungsarbeiten entwickelt, wobei sich der Fokus dieser Studien nicht allein auf die Persistenz von Accruals beschränkt, sondern auch auf bilanzpolitische Aspekte erstreckt. In dem Zusammenhang wird versucht, leistungsfähige Accrual Modelle so zu gestalten, um Bilanzpolitik bzw. Earnings Management adäquat identifizieren und quantifizieren zu können.

Im Rahmen dieser Arbeit sollen Accruals als Bestandteil des Gewinns charakterisiert und beurteilt sowie deren Bewertungsrelevanz aus finanzwirtschaftlicher und bilanzpolitischer Perspektive erörtert werden. Versuche, diesen Themenkomplex allein konzeptionell-theoretisch abzuleiten, stoßen allerdings in einigen Punkten an ihre Grenzen, sodass dies mithilfe empirischer Untersuchungen erfolgen soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1.) Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Gewinnprognosen bei der Unternehmensbewertung ein und begründet die Notwendigkeit, Accruals und Cash Flows aufgrund ihrer unterschiedlichen Persistenzeigenschaften getrennt zu analysieren.

2.) Charakterisierung und Definitionen der Gewinnkomponenten: Dieses Kapitel definiert und systematisiert Cash Flows und Accruals, erläutert deren Ermittlungsmethoden und vergleicht verschiedene Ansätze zur Messung von Accruals.

3.) Bewertungsrelevanz von Accruals- Erkenntnisse empirischer Studien: Der Hauptteil analysiert empirische Erkenntnisse zur Persistenz von Accruals, deren Bewertung am Kapitalmarkt sowie potenzielle Handelsstrategien (Hedging) und Ursachen für deren verminderte Reliabilität.

4.) Accruals als Indikator für Bilanzpolitik: Hier werden Accruals im Kontext von Earnings Management betrachtet, Modelle zur Bestimmung diskretionärer Anteile (NDA-Modelle) vorgestellt und kritisch gewürdigt.

5.) Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, unterstreicht die Bedeutung der Accrual-Differenzierung für eine präzise Unternehmensbewertung und gibt einen Ausblick auf künftigen Forschungsbedarf.

Schlüsselwörter

Accruals, Cash Flow, Gewinnpersistenz, Bilanzpolitik, Earnings Management, Unternehmensbewertung, Kapitalmarkteffizienz, Hedging-Strategie, Periodenabgrenzung, Diskretionäre Accruals, Non-Discretionary Accruals, Finanzanalyse, Rechnungslegung, Reliabilität, Prognosegüte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Eigenschaften von Accruals (Periodenabgrenzungen) innerhalb des Gewinns und deren Rolle bei der Unternehmensbewertung sowie bei der Identifizierung von Bilanzpolitik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Abgrenzung von Cash Flows und Accruals, die empirische Analyse der Gewinnpersistenz dieser Komponenten sowie deren Einsatz als Indikatoren für aktives Earnings Management.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Accruals als Bestandteil des Gewinns zu charakterisieren und deren Bewertungsrelevanz sowohl aus finanzwirtschaftlicher als auch aus bilanzpolitischer Sicht durch theoretische Ableitungen und empirische Untersuchungen zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse sowie die Auswertung und Diskussion bekannter empirischer Forschungsansätze (u.a. von Sloan sowie Richardson et al.), um Zusammenhänge durch Regressionsmodelle zu demonstrieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Persistenz und Kapitalmarktbewertung von Accruals, die Ableitung von Investitionsstrategien daraus sowie die methodische Herausforderung, diskretionäre Abgrenzungen (Bilanzpolitik) von normalen Abgrenzungen zu trennen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Accruals, Cash Flow, Earnings Management, Gewinnpersistenz, Kapitalmarkteffizienz und Bilanzpolitik beschreiben.

Welche Rolle spielt das Lücke-Theorem in der Untersuchung?

Das Lücke-Theorem wird genutzt, um theoretisch zu begründen, dass sich die Summe der Ertragsüberschüsse und Zahlungsüberschüsse über die gesamte Lebensdauer eines Unternehmens angleichen, was die Notwendigkeit von Cash-Flow-Rechnungen für unterjährige Einblicke unterstreicht.

Warum ist das "Jones-Modell" für die Arbeit bedeutend?

Das Jones-Modell ist ein zentrales Verfahren zur Identifizierung von Bilanzpolitik, da es versucht, normale Abgrenzungen direkt anhand beobachtbarer Komponenten aus der Rechnungslegung zu schätzen, anstatt sie nur indirekt abzuleiten.

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Details

Title
Accruals als Bestandteil von Gewinnen. Systematisierung und Beurteilung
College
University of Cologne
Grade
2,3
Author
Dirk Merten (Author)
Publication Year
2006
Pages
86
Catalog Number
V55943
ISBN (eBook)
9783638507677
Language
German
Tags
Accruals Bestandteil Gewinnen Systematisierung Beurteilung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dirk Merten (Author), 2006, Accruals als Bestandteil von Gewinnen. Systematisierung und Beurteilung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55943
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