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Erziehung Fehlanzeige? Klagen über das Versagen der Eltern

Titre: Erziehung Fehlanzeige? Klagen über das Versagen der Eltern

Dossier / Travail , 2005 , 17 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sebastian Sönksen (Auteur)

Pédagogie - Education de la famille
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Thema dieser Arbeit ist das Versagen der Erziehung in heutiger Zeit. Es gibt eine große Menge Literatur über Probleme der Jugend und die Gründe dieser Probleme. Viele Autoren sehen in den Eltern die Schuldigen und klagen an, ihre Erziehung würde versagen. Dieser Text greift vier Themenkomplexe - Verwöhnung, Gewalt, Trennung und Vaterlosigkeit und Berufstätigkeit der Eltern - exemplarisch heraus. Die zugrunde liegende Literatur kann zwar nicht als Beispiel des allgemeinen Konsens aufgeführt werden, stellt aber doch häufige Anfeindungen dar. Außerdem ist anzumerken, dass es sich bei den Werken mehr oder weniger um populärwissenschaftliche Arbeiten handelt und nach Erachten der Autors oft Begründungen für die Thesen fehlen. Trotzdem finden die genannten Kritikpunkte an Jugendlichen, ihrer Erziehung und den Eltern in der Gesellschaft oft Erwähnung und sind daher erklärungsbedürftig.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. VERÄNDERUNG UND CHANCEN DER FAMILIÄREN ERZIEHUNG

2.1. VORVERLAGERUNG

2.2. PROFESSIONALISIERUNG

2.3. BILDUNG

2.4. KOMMUNIKATION

2.5. ORGANISATION

3. KLAGEN ÜBER DIE HEUTIGE JUGEND

3.1. VERWÖHNUNG

3.2. GEWALT

3.3. TRENNUNG UND VATERLOSIGKEIT

3.4. BERUFSTÄTIGKEIT DER ELTERN

4. VERWÖHNUNG AUS VERHALTENSBIOLOGISCHER SICHT

4.1. TRIEBTHEORIE

4.1.1. Prinzip der doppelten Quantifizierung

4.1.2. Appetenzverhalten

4.1.3. Triebverhalten

4.2. VERHALTENSÖKOLOGISCHES GLEICHGEWICHT

4.3. LÖSUNGSANSÄTZE

5. AUSBLICK

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die verbreiteten Klagen über ein vermeintliches Versagen der Erziehung in der heutigen Zeit, indem sie kritische Themenkomplexe analysiert und die biologischen Grundlagen des Phänomens "Verwöhnung" wissenschaftlich einordnet.

  • Veränderungen und neue Anforderungen an die familiäre Erziehung
  • Analyse der Vorwürfe bezüglich Verwöhnung und Gewalt bei Jugendlichen
  • Auswirkungen von Trennung, Vaterlosigkeit und Berufstätigkeit der Eltern
  • Verhaltensbiologische Betrachtung von Triebtheorie und Konsumverhalten
  • Lösungsansätze für eine Erziehung, die fordert statt verwöhnt

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Prinzip der doppelten Quantifizierung

Die Triebe der Tiere und unsere sind spontan, d. h. endogen motiviert. Das bedeutet, dass Triebpotential immer wieder aufgebaut wird, weil es für die evolutionäre Selektion von Vorteil ist. Das Triebsystem ist auf ein in freier Natur lebendes Tier angelegt, was starke Triebe zum Fressen, Jagen etc. benötigt. Die Spontaneität der Triebe führt auch dazu, dass eine Triebstärke wächst, wenn sie nicht abgebaut wird (vgl. v. Cube/Alshuth 1991, S. 41ff).

Eine Triebauslösung benötigt ein vorhandenes Triebpotential und einen äußeren Reiz (Nahrung, Sexualpartner, ...), welche ebenfalls bestimmte Stärken besitzen. So hat für uns Menschen ein Stück Torte u. U. eine größere Reizstärke als ein trockenes Stück Brot. Das Prinzip der doppelten Quantifizierung besagt nun, dass eine Triebauslösung in folgenden Fällen stattfindet:

1. Die Triebstärke ist hoch, die Reizstärke gering.

2. Die Triebstärke ist gering, die Reizstärke hoch.

3. Beide Komponenten, Trieb- und Reizstärke, sind hoch.

Je höher die Summe von Reizstärke und Triebstärke also ist, desto wahrscheinlicher wird die Triebauslösung und desto intensiver und lustvoller findet sie auch statt. Bei einer extremen Stärke einer der beiden Komponenten und fehlender zweiter Komponente kann ein Trieb ebenfalls ausgelöst werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Erziehungskritik und Vorstellung der vier zentralen Themenkomplexe Verwöhnung, Gewalt, Trennung/Vaterlosigkeit und Berufstätigkeit.

2. VERÄNDERUNG UND CHANCEN DER FAMILIÄREN ERZIEHUNG: Untersuchung der soziologischen Veränderungen der Familienstruktur und der zunehmenden Überschneidung von Familie und Gesellschaft in fünf Bereichen.

3. KLAGEN ÜBER DIE HEUTIGE JUGEND: Darstellung gängiger Vorwürfe gegenüber der heutigen Jugend und Analyse der zugrunde liegenden Erziehungsprobleme durch populärwissenschaftliche Literatur.

4. VERWÖHNUNG AUS VERHALTENSBIOLOGISCHER SICHT: Verhaltensbiologische Analyse des Verwöhnungsphänomens basierend auf Triebtheorien und Erarbeitung von Ansätzen für ein forderndes Erziehungsverhalten.

5. AUSBLICK: Zusammenfassende Reflexion der theoretischen Ergebnisse und Diskussion der Notwendigkeit einer reflexiven Erziehung zur Erhaltung des verhaltensökologischen Gleichgewichts.

Schlüsselwörter

Erziehung, Verwöhnung, Jugendkriminalität, Familiensoziologie, Verhaltensbiologie, Triebtheorie, Triebpotential, Frustrationstoleranz, Vaterlosigkeit, Scheidungsfolgen, Elternschaft, Bedürfnisbefriedigung, Sozialisation, Aggression, Selbstreflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die in der heutigen Gesellschaft weit verbreiteten Vorwürfe eines Erziehungsversagens und untersucht diese sowohl aus soziologischer als auch aus verhaltensbiologischer Perspektive.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf den Phänomenen Verwöhnung, Gewalt, den Auswirkungen von Trennung und Vaterlosigkeit sowie den Folgen der Berufstätigkeit der Eltern.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, gängige Kritikpunkte an Jugendlichen und Eltern durch wissenschaftliche Konzepte (insbesondere verhaltensbiologische Triebmodelle) zu erklären und Wege für eine reflektierte Erziehung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die populärwissenschaftliche Thesen mit verhaltensbiologischen Theorien von Autoren wie Konrad Lorenz, Felix von Cube und Dietger Alshuth konfrontiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der familiären Wandlungsprozesse, eine kritische Auseinandersetzung mit Jugendproblemen und eine theoretische Fundierung des Begriffs "Verwöhnung" durch die Evolutionsbiologie.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Verwöhnung, verhaltensökologisches Gleichgewicht, Triebtheorie, Frustrationstoleranz, familiale Erziehung und moderne Elternschaft.

Warum spielt das "Prinzip der doppelten Quantifizierung" eine wichtige Rolle für die Argumentation?

Dieses Prinzip erklärt, wie eine übermäßige Bedürfnisbefriedigung bei gleichzeitigem Ausbleiben von Anstrengung (Verwöhnung) zu einem Ungleichgewicht im menschlichen Triebsystem führt, was wiederum Aggression oder Sucht auslösen kann.

Welche Bedeutung hat die "Selbstreflexion" für den vom Autor postulierten neuen Menschentyp?

Die Fähigkeit zur Reflexion ermöglicht es dem Menschen, seine biologischen Triebe bewusst zu steuern, Triebhandlungen aufzuschieben und somit das verhaltensökologische Gleichgewicht trotz moderner Überflussgesellschaft zu bewahren.

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Résumé des informations

Titre
Erziehung Fehlanzeige? Klagen über das Versagen der Eltern
Université
University of Lüneburg  (Institut für Pädagogik)
Cours
Der zeitgenössische Wandel der Lebensphase Jugend
Note
1,3
Auteur
Sebastian Sönksen (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
17
N° de catalogue
V55959
ISBN (ebook)
9783638507776
ISBN (Livre)
9783638752206
Langue
allemand
mots-clé
Erziehung Fehlanzeige Klagen Versagen Eltern Wandel Lebensphase Jugend
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sebastian Sönksen (Auteur), 2005, Erziehung Fehlanzeige? Klagen über das Versagen der Eltern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55959
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Extrait de  17  pages
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