Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - School System, Educational and School Politics

Die Gesamtschule und das Prinzip der Chancengleichheit

Title: Die Gesamtschule und das Prinzip der Chancengleichheit

Seminar Paper , 2001 , 18 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Torsten Halling (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Arbeit geht der Frage nach, welche Rolle der Begriff der Chancengleichheit für die Gesamtschule spielt und inwiefern sich diese hinsichtlich des Chancengleichheitsbegriffes vom dreigliedrigen Schulsystem unterscheidet. Dafür wird zunächst die allgemeine Entwicklung der Gesamtschulidee erläutert, um dann die zentrale Bedeutung des Begriffs der Chancengleichheit in diesem Zusammenhang herauszuarbeiten. Anschließend werden die Positionen der Befürworter und der Gegner der Gesamtschule untersucht, die jeweils das Prinzip der Chancengleichheit für sich reklamieren. Dabei wird festgestellt, dass hier von sehr unterschiedlichen Vorstellungen von Chancengleichheit ausgegangen wird. Ist im Fall der Befürworter die umfassende Idee einer "Ergebnisgleichheit" anzutreffen, so vertreten die Gegner hingegen das weniger strenge Konzept einer "Startgleichheit". Während Ersteres letztlich als nicht vollständig realisierbar beurteilt wird, wird Letzteres hingegen als zu schwach eingeschätzt, um soziale Benachteiligungen im deutschen Schulsystem zu verringern.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.1 Grundlagen der Gesamtschulidee

2.1.1 Die historische Entwicklung der Gesamtschulidee

2.1.2 Die Bedeutung des Chancengleichheitsbegriffes für die Gesamtschule

2.2 Die Auseinandersetzung um die Gesamtschule

2.2.1 Der Standpunkt der Befürworter des dreigliedrigen Schulsystems

2.2.2 Der Standpunkt der Befürworter der Gesamtschule

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle des Begriffs der Chancengleichheit innerhalb der bildungspolitischen Diskussion um die Gesamtschule und vergleicht diese Konzeption mit dem Verständnis von Chancengleichheit im dreigliedrigen Schulsystem.

  • Historische Entwicklung der Gesamtschulidee in Deutschland
  • Bedeutung und Definition von Chancengleichheit im Bildungswesen
  • Argumente der Befürworter des dreigliedrigen Schulsystems
  • Positionen der Gesamtschulbefürworter und Konzepte der Fachleistungsdifferenzierung
  • Kritische Analyse der tatsächlichen Umsetzung von Chancengleichheit

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Die historische Entwicklung der Gesamtschulidee

Die ersten Forderungen nach einer Einheitsschule, in welcher verschiedene Schulformen miteinander verbunden sein sollten, wurden in Deutschland gegen Ende des 19. Jahrhunderts erhoben. Die Befürworter dieses Schulkonzeptes stützten sich dabei auf die Sozialphilosophie der Französischen Revolution, in welcher das allgemeine Gleichheitsprinzip von entscheidender Bedeutung war. Die Schule sollte nicht mehr die sozialen Ungleichheiten, die in der Gesellschaft des Deutschen Kaiserreichs herrschten, verstärken, sondern vielmehr eine Chancengleichheit für Kinder aller gesellschaftlichen Schichten herstellen. Die Kritik am herrschenden Schulsystem richtete sich vor allem gegen die Tatsache, dass es keine geregelten Übergänge zwischen den einzelnen Schulformen gab, und dass die Schulaufsicht häufig der Kirche oblag.

Diese Forderungen, die zunächst vor allem von der sozialistischen Arbeiterbewegung und der liberalen Volksschullehrerbewegung gestellt wurden, konnten erst 1920 teilweise umgesetzt werden, als die Vorschule abgeschafft und durch die Grundschule ersetzt wurde. Die Vorschulen hatten bisher die herrschenden Klassengegensätze regelrecht manifestiert, da sie dafür sorgten, dass den Kindern wohlhabender Eltern der Übergang auf das Gymnasium erleichtert wurde, wohingegen Kinder, die ärmeren Bevölkerungsschichten entstammten, in der Regel eine achtjährige Volksschule besuchen mussten, bei welcher es keinen geregelten Übergang auf weiterführende Schulen gab. Mit der Grundschule wurde für alle Schüler die Möglichkeit zu derartigen Übergängen hergestellt. Doch obwohl die bisher existierenden „Sackgassen“ im Bildungsweg nun also abgeschafft worden waren, blieben große soziale Ungleichheiten in der Praxis weiterhin bestehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Spannungsfeld der Gesamtschuldiskussion dar und formuliert die zentralen Fragestellungen zur Rolle der Chancengleichheit.

2.1 Grundlagen der Gesamtschulidee: Es wird die historische Entstehung der Einheitsschulidee nachgezeichnet und die theoretische Bedeutung der Chancengleichheit in diesem Kontext definiert.

2.2 Die Auseinandersetzung um die Gesamtschule: Dieses Kapitel analysiert die konträren Positionen der Befürworter des dreigliedrigen Systems und der Gesamtschulanhänger hinsichtlich Struktur, Leistungsgerechtigkeit und sozialer Selektivität.

3. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Gesamtschule ein umfassenderes, aber schwerer zu erreichendes Verständnis von Chancengleichheit verfolgt, während das traditionelle System primär auf formalen Zugangschancen basiert.

Schlüsselwörter

Gesamtschule, Chancengleichheit, Bildungssystem, dreigliedriges Schulsystem, Bildungschancen, soziale Selektivität, Fachleistungsdifferenzierung, Reformpädagogik, Schulversuche, Bildungsbarrieren, Chancengerechtigkeit, Einheitsschule, Bildungslandschaft, Leistungsgerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis zwischen der Schulform Gesamtschule und dem bildungspolitischen Leitbegriff der Chancengleichheit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf historische Entwicklungen, die Kontroverse zwischen dreigliedrigem Schulsystem und Gesamtschule sowie die Definitionen von Chancengleichheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, welche Rolle der Begriff der Chancengleichheit für die Gesamtschule spielt und wie sie sich diesbezüglich vom traditionellen Schulsystem unterscheidet.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Analyse pädagogischer und bildungspolitischer Fachliteratur zur historischen und strukturellen Einordnung der Gesamtschule.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die historische Entwicklung, definiert den Begriff der Chancengleichheit und vergleicht die Argumentationsmuster von Befürwortern beider Schulsysteme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Gesamtschule, Chancengleichheit, soziale Selektivität und Durchlässigkeit.

Wie unterscheidet sich das Verständnis von Chancengleichheit zwischen den Schulformen?

Während Befürworter des dreigliedrigen Systems Chancengleichheit primär als Zugangsgerechtigkeit verstehen, strebt die Gesamtschule eine weitergehende Ergebnisgleichheit an.

Was besagt der sogenannte "Creaming-Effekt"?

Er beschreibt das Phänomen, dass leistungsstarke Schüler die Gesamtschule aufgrund ihres Images meiden, was das Niveau der Gesamtschule negativ beeinflussen kann.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Die Gesamtschule und das Prinzip der Chancengleichheit
College
Free University of Berlin  (Erziehungswissenschaft und Psychologie)
Course
Proseminar "Schule und Gesellschaft"
Grade
1,7
Author
Torsten Halling (Author)
Publication Year
2001
Pages
18
Catalog Number
V55993
ISBN (eBook)
9783638508032
ISBN (Book)
9783638848732
Language
German
Tags
Gesamtschule Prinzip Chancengleichheit Proseminar Schule Gesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Torsten Halling (Author), 2001, Die Gesamtschule und das Prinzip der Chancengleichheit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/55993
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint