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Der Blindenführhund als erweiterndes Wahrnehmungsorgan

Titel: Der Blindenführhund als erweiterndes Wahrnehmungsorgan

Hausarbeit , 2006 , 58 Seiten , Note: 1

Autor:in: Kathrin Müller (Autor:in)

Psychologie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit dem Zusammenspiel des Blindenführhundes und seinem blinden Halter, wobei der Schwerpunkt auf die wahrnehmungspsychologischen Aspekte gelegt wird. Zunächst wird auf die Entwicklung der Mensch-Hund-Beziehung eingegangen. Anschließend wird die Wahrnehmung des Blindenführhundes und deren Unterschied zu der des Menschen näher betrachtet. Um die Situation und Probleme des Erblindeten nachvollziehbarer zu machen, beschäftigt sich das zweite Kapitel mit der Definition des Ausdrucks „blind“ sowie mit dem Thema Orientierung und Mobilität blinder Menschen. Bevor das vierte Kapitel die Zusammenarbeit von Hund und Mensch darstellt, veranschaulicht das dritte Kapitel kurz die Ausbildung des Blindenführhundes. Zur Berücksichtigung und Verdeutlichung des sozialen und therapeutischen Aspekts werden im Anhang zwei umfangreiche Interviews mit einer Blindenführhundhalterin und einem Blindenführhundhalter angeführt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Die Beziehung zwischen Mensch und Hund

1.1. Die Fähigkeit zur Kooperation – Der Hund als soziales Lebewesen

1.2. Die Wahrnehmungssinne des Hundes (im Vergleich zu denen des Menschen)

2. Blinde und Mobilität

2.1. Definition Blindheit

2.2. Die Auswirkungen einer Erblindung oder starken Sehbehinderung

2.3. Die Orientierung und Mobilität des Erblindeten

3. Der Blindenführhund

3.1. Die Ausbildung eines Blindenführhundes

4. Die Zusammenarbeit zwischen dem Blinden und dem Blindenführhund

5. Diskussion

6. Anhang

6.1. Interview mit Ulrike Krüger

6.2. Interview mit Herrn V.

7. Literaturverzeichnis

8. Verzeichnis weiterer Quellen

8.1. Internet

8.2. Korrespondenz mit Führhundschulen

8.3. Persönliche Kontakte

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht den Blindenführhund als „lebendes Wahrnehmungsorgan“ und analysiert, warum sich Hunde als ergänzende Orientierungshilfe für blinde Menschen eignen, um ihre Mobilität und Lebensqualität zu verbessern. Dabei wird die Mensch-Tier-Beziehung sowie die spezifische Ausbildung und Zusammenarbeit der Führgespanne beleuchtet.

  • Beziehung zwischen Mensch und Hund unter Berücksichtigung kooperativer Fähigkeiten
  • Vergleichende Analyse der Wahrnehmungssinne von Mensch und Hund
  • Herausforderungen der Mobilität bei Blindheit und Sehbehinderung
  • Systematik der Ausbildung von Blindenführhunden
  • Dynamik der Zusammenarbeit und Kommunikation im Führgespann

Auszug aus dem Buch

Die Zusammenarbeit zwischen dem Blinden und dem Blindenführhund

„Der Blindenführhund ist als „Hilfsmittel mit Augen und Seele“ das einzige sehende, lernfähige, sensomotorische und intelligente Mobilitätshilfsmittel im Sinne von §33 SGB (Sozialgesetzbuch) V.“31 Mit dem Einsatz eines Blindenführhundes werden Probleme der Hindernisentdeckung und der perzeptiven Raumwahrnehmung (s.3.3.) vermieden. Er ermöglicht blinden Menschen indirekte optische Fernwahrnehmung und damit eine selbstständige Mobilität in vertrauter und nicht vertrauter Umgebung.

In seiner Bedeutung als Mobilitätshilfe steht der Führhund zwischen dem einem technischen Hilfsmittel und dem menschlichen Begleiter. Ein solcher kann das Orientierungsvermögen eines Blinden ersetzen, ein Hund ist dazu „nur“ bedingt in der Lage und wenn, dann „nur“ in engem Zusammenwirken mit dem blinden Hundeführer. Dieser ist für das „wohin“ zuständig, er erteilt die notwendigen Kommandos für eine Richtungsänderung, Straßenüberquerung, das Aufsuchen bestimmter Ziele, etc. Der Hund ist für das „wie“ zuständig.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Definition der Zielsetzung der Arbeit, die Rolle des Führhundes als „lebendes Wahrnehmungsorgan“ zu untersuchen.

1. Die Beziehung zwischen Mensch und Hund: Erläuterung der Mensch-Hund-Bindung, des Sozialverhaltens und der Wahrnehmungsunterschiede zwischen beiden Arten.

2. Blinde und Mobilität: Definition des Begriffs Blindheit sowie Analyse der Problematiken bei Orientierung und Mobilität im Alltag.

3. Der Blindenführhund: Darstellung der verschiedenen Assistenzhundtypen und der systematischen Ausbildung zum Blindenführhund.

4. Die Zusammenarbeit zwischen dem Blinden und dem Blindenführhund: Analyse der interaktiven Arbeit des Führgespanns als ergänzendes Team.

5. Diskussion: Reflexion der Untersuchungsergebnisse hinsichtlich der sozialen und therapeutischen Bedeutung sowie rechtlicher Aspekte.

6. Anhang: Praxisbezogene Interviews mit Führhundhaltern.

7. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Fachliteratur.

8. Verzeichnis weiterer Quellen: Auflistung von Internetquellen, Korrespondenzen und persönlichen Kontakten.

Schlüsselwörter

Blindenführhund, Mobilitätshilfe, Orientierung, Mensch-Hund-Beziehung, Wahrnehmung, Assistenzhund, Blindheit, Führgespann, Ausbildung, Lebensqualität, Navigation, Kommunikation, Hinderniserkennung, perzeptive Raumorientierung, Sehbehinderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Blindenführhund als erweiterndes Wahrnehmungsorgan für blinde Menschen und analysiert dessen Bedeutung für Mobilität und Lebensqualität.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Mensch-Hund-Interaktion, die Wahrnehmungssinne des Hundes im Vergleich zum Menschen sowie die praktischen Aspekte von Orientierung und Mobilität bei Blindheit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu erläutern, warum der Hund ein idealer Partner ist, um die „Wahrnehmungslücke“ beim blinden Menschen zu füllen und welche Hilfe er im Alltag bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit auf Basis von Fachliteratur, ergänzt durch praxisorientierte Interviews mit Führhundhaltern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Mensch-Hund-Beziehung, die Problematiken der Mobilität blinder Menschen, die Ausbildung des Hundes und die direkte Zusammenarbeit im Führgespann.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter sind unter anderem Blindenführhund, Mobilitätshilfe, Orientierung, Ausbildung und Lebensqualität.

Warum spielt das „Richtungshören“ bei Hunden eine wichtige Rolle für die Führarbeit?

Das Richtungshören ermöglicht dem Hund eine präzisere akustische Lokalisation von Geräuschquellen, was für die Sicherheit und Orientierung des blinden Halters von großer Bedeutung ist.

Welche Rolle spielt die „intelligente Gehorsamsverweigerung“?

Dies ist eine essenzielle Fähigkeit, bei der der Hund einen Befehl verweigert, wenn dessen Ausführung den Blinden in eine Gefahrensituation bringen würde.

Warum ist die Sprache des Hundes in der Ausbildung ein kontroverses Thema?

Einige Schulen bevorzugen italienische Kommandos, während andere auf die Muttersprache setzen, da dies die Erweiterung des Befehlsrepertoires durch den Halter erleichtert.

Ende der Leseprobe aus 58 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Blindenführhund als erweiterndes Wahrnehmungsorgan
Hochschule
Fachhochschule für Kunsttherapie Nürtingen
Veranstaltung
Wahrnehmungspsychologie
Note
1
Autor
Kathrin Müller (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
58
Katalognummer
V56038
ISBN (eBook)
9783638508407
ISBN (Buch)
9783638875899
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Blindenführhund Wahrnehmungsorgan Wahrnehmungspsychologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Kathrin Müller (Autor:in), 2006, Der Blindenführhund als erweiterndes Wahrnehmungsorgan, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56038
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  58  Seiten
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