Ästhetik und unternehmerischer Erfolg


Wissenschaftlicher Aufsatz, 2002

20 Seiten


Leseprobe

Inhalt

Ästhetik und wirtschaftlicher Erfolg

Die Bedeutung der Ästhetik für Unternehmen

Ästhetik oder die Kunst des Schauens von Ideen

Kundengewinnung und –bindung durch ästhetische Erfahrung

Die ästhetische Dimension des Stakeholder-Managements

Die Bedeutung der ästhetischen Wahrnehmung für die Vision eines Unternehmens

Ästhetik und wirtschaftlicher Erfolg

Die Bedeutung der Ästhetik für Unternehmen

Im folgenden Beitrag soll die wachsende Bedeutung der Ästhetik für Unternehmen und deren erfolgreiches Wirtschaften dargelegt werden. Es gibt eine Reihe von Indizien, daß die Ästhetik für Unternehmen immer wichtiger wird. Denn mit Hilfe der Ästhetik können Trends und Defizite, Chancen und Risiken, frühzeitig erkannt und durch innovative Produkte und Dienstleistungen auf dem Markt erfolgreich beantwortet werden. Vorweg meine These: In der ästhetischen Erfahrung können Führungskräfte neue Ideen gewinnen, mit denen sie sich kreativ an den ständigen Wandel der sozialen und natürlichen Umwelt anpassen können.

Dies kann beispielsweise in Auseinandersetzung mit Kunst geschehen. So gibt es heute sog. Art Consultants, die Firmen helfen, mit Hilfe von Kunst Kreativität zu fördern oder aber ihrer gewünschten Unternehmenskultur sichtbare Gestalt zu geben oder sie überhaupt erst zu definieren.

Der Art Consultant Stefan Shaw geht davon aus, daß Unternehmen besonders von der modernen Kunst profitieren können. In Workshops sensibilisiert er Top-Manager z. B. bei Siemens für die „Rahmenbedingungen von Kreativität und für die Mechanismen, durch die Ideen in ein Objekt umgesetzt werden“. Die Kreationen zeitgenössischer Künstler würden sich dafür besonders eignen. Denn ihre Fantasie, Neugierde, Innovationsbewußtsein, Offenheit, Kompromißlosigkeit und die Bereitschaft, an die eigenen Grenzen zu stoßen, seien auch Tugenden, die für innovative Unternehmen unverzichtbar seien. In seinen Workshops lernen die Manager, ihre Ideen „immer offener und ungehemmter“ in den Raum zu werfen.

Helge Achenbach nutzt die Kunst in seiner Art Consulting GmbH, die mit mehr als 20 Mitarbeitern einen Jahresumsatz im achstelligen DM-Bereich erzielt, um Unternehmen bei der Entwicklung ihrer Unternehmenskultur behilflich zu sein („Culture Building“). Die Kunst soll dabei nicht nur das Image des Unternehmens fördern, sondern auch seine Identität besser profilieren. Die Unternehmenswerte und –ziele sollen mit geeigneten Kunstwerken oder angemessener Architektur visualisiert werden. Die Nachfrage nach spezifischer, zum Unternehmen passender Kunst und Architektur, hat den Trend der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts abgelöst, als Unternehmen Kunstwerke kauften, weil sie von der finanziellen Wertsteigerung profitieren wollten. Droht nun mit dem neuen Trend eine von außen diktierte Auftragskunst? Die Art Consultants meinen nein. Denn die Künstler könnten frei von Vorgaben die Charakteristika eines Unternehmens visualisieren.[1]

Die sichtbar gewordene Unternehmenskultur dient nicht nur der Außendarstellung, sondern auch als Inspiration für die Mitarbeiter, mit ihren Leistungen innovativ zu sein und dabei bei den Kunden Akzeptanz zu finden. Die „sinnliche Attraktivität“ von Produkten spielt dabei eine große Rolle. Die immer kürzer werdenden Produktzyklen etwa einer Videokamera zwingen die Hersteller, nicht nur technisch innovativ zu sein, sondern auch in ästhetischer Hinsicht. Die „Schönheit“ eines Produktes soll den Käufer zum Kauf bewegen. So braucht die kreativste technische Neuerung immer auch ein attraktives, einzigartiges Gesicht, um vom Konsumenten sinnlich wahr- und als Konsumgut angenommen zu werden.

Schon diese Beispiele zeigen die wachsende Bedeutung der Ästhetik für den unternehmerischen Erfolg. Zum besseren Verständnis werde ich zunächst meine Auffassung von Ästhetik näher bestimmen und sie sodann auf drei Aspekte im Unternehmen beziehen, die wesentlich zum Erfolg beitragen: die Bedeutung der Ästhetik

für die Produktgestaltung,

für die Beziehung eines Unternehmens zu seinen Stakeholdern

und schließlich für die Unternehmenskultur.

[...]


[1] Katja Hees: „Manager lernen künstlerisches Denken“, in: Süddeutsche Zeitung, Wirtschaftsteil vom 2.02.02.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Ästhetik und unternehmerischer Erfolg
Hochschule
Alpen-Adria-Universität Klagenfurt  (Gerling Akademie für Risikoforschung)
Autor
Jahr
2002
Seiten
20
Katalognummer
V56070
ISBN (eBook)
9783638508643
Dateigröße
467 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erfolg
Arbeit zitieren
Dr. Mathias Schüz (Autor), 2002, Ästhetik und unternehmerischer Erfolg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56070

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