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Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung von Aufwärmphasen im Sportunterricht der Sek 1

Title: Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung von Aufwärmphasen im Sportunterricht der Sek 1

Examination Thesis , 1999 , 177 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Hardi Gruner (Author)

Sport - Kinematics and Training Theory
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit befaßt sich mit zwei Bereichen der Erwärmung im Sport: einem theoretischen Teil, der die Hintergründe und Meßmethoden des Aufwärmens beschreibt und auf biologische Prozesse im Körper eingeht und einem praktisch durchgeführten Teil, der mit empirischen Mitteln die Inhalte und Formen des Aufwärmens, unter Einbeziehung von Körperkerntemperatur- und Herzfrequenzmessungen, durchleuchtet. Die Entscheidung für diese Problemstellung läßt sich leicht erklären. Während meiner eigenen Schulzeit nahm ich auch aktiv am Vereinssport teil. Stellte man nun Vergleiche zwischen der Aufwärmarbeit in der Schule und der im Verein an, konnte man deutliche Unterschiede entdecken, die nicht nur im Bereich der praktischen Durchführung, sondern auch im Bereich der Motivation deutlich wurden. Nach Beendigung meiner Schulzeit besuchte ich einige Male meine Sportlehrer. Bei dieser Gelegenheit sprachen wir über meine Erfahrungen, worauf sie antworteten, daß es vielfältige Probleme im Bereich des Schulsports gäbe und somit ein effektives Aufwärmen kaum möglich sei. Hieraus entwickelte sich die Problemstellung für die nachfolgende Arbeit, in der es um eine Begutachtung der Aufwärmarbeit im Schulsport und den Versuch einer Optimierung geht.
Der oben bereits erwähnte erste Teil ist eine theoretische Abhandlung zum Bereich des Aufwärmens. Hier soll ein Einblick gegeben werden, was Aufwärmen überhaupt ist, was es bezweckt, welche Prozesse im Körper ablaufen, was zu beachten ist, auch hinsichtlich des schulischen Bereiches. Es wird in diesem Abschnitt auf die sportartspezifisch zu erwärmenden Muskelbereiche und Meßmethoden zur Überprüfung des Aufwärmgrades eingegangen. Die Angaben in diesem ersten Bereich der Arbeit beruhen größtenteils auf der Literatur der Sportmedizin und der Trainingslehre, aber auch auf diverse, schriftliche und persönliche Kontaktierungen verschiedener Ärzte und Trainer. Der zweite Teil beschäftigt sich mit der Observierung und Durchführung von Aufwärmphasen in sechs verschiedenen Klassen an zwei Dortmunder Schulen. Um eine Einschätzung der Schüler in Hinsicht auf die sportlichen Fähigkeiten vornehmen zu können, wird von jedem Schüler ein Fragebogen ausgefüllt, der seine außerschulischen Aktivitäten dokumentiert, und somit eine grobe Einschätzung ermöglichen soll. Die Aufwärmphasen werden durch ausführliche Verlaufsbeschreibungen vorgestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemdarstellung

1.1. Begründung der Themenwahl

1.2. Aufbau und Vorgehensweise

2. Aufwärmen

2.1. Sinn und Zweck des Aufwärmens

2.2. Was passiert im Körper?

2.2.1. Auswirkungen des Aufwärmens auf die Muskulatur

2.2.2. Auswirkungen des Aufwärmens auf das Kapsel-, Band-, Sehnen- und Knorpelgewebe

2.2.3. Auswirkungen des Aufwärmens auf die Körpertemperatur

2.2.4. Auswirkungen des Aufwärmens auf das Herz-Kreislauf-System

2.2.5. Auswirkungen des Aufwärmens auf die nervösen Systeme

2.2.6. Auswirkungen des Aufwärmens auf die Psyche

2.3. Was für Arten / Bestandteile des Aufwärmens gibt es?

2.3.1. Aktives, funktionelles Aufwärmen

2.3.1.1. Das allgemeine Aufwärmen

2.3.1.2. Das spezielle Aufwärmen

2.3.1.3. Das individuelle Aufwärmen

2.3.2. Passives Aufwärmen

2.3.3. Mentales Aufwärmen

2.4. Auf was ist beim Aufwärmen zu achten?

2.4.1. Wichtige Grundsätze

2.4.2. Dauer des Aufwärmens

2.4.3. Aufwärmen in der Schule, mit Kindern und Jugendlichen

2.4.4. Externe Faktoren / schulische Voraussetzungen

2.4.5. Methoden zur Messung des Aufwärmgrades / der Effektivität des Aufwärmprogramms

3. Vorüberlegungen zum empirischen Teil

3.1. Schulwahl / Klassenwahl

3.2. Fragebögen

3.2.1. Fragebogen 1: Übersicht über den Leistungsstand der Schüler

3.2.2. Fragebogen 2: Fragen zur Beurteilung des jeweilig durchgeführten Aufwärmprogramms an den Schüler

3.2.3. Fragebogen 3: Fragen zur Beurteilung des jeweilig durchgeführten Aufwärmprogramms an den Lehrer

3.3. Meßmethoden

4. Angewandte vorbereitende Dehnübungen – eine bildliche Auswahl

5. Klassenvorstellung und durchgeführte Aufwärmprogramme

5.1. Die Klasse 7d der Wilhelm-Röntgen-Realschule

5.1.1. Bedingungsanalyse der Klasse 7d WRR

5.1.2. Vom Lehrer durchgeführte Aufwärmphase

5.1.3. Darstellung und Analyse der eigenständig durchgeführten Aufwärmprogramme

5.1.3.1. Aufwärmprogramm vom 17.03.99

5.1.3.2. Aufwärmprogramm vom 24.03.99

5.1.3.3 Aufwärmprogramm vom 14.04.99

5.2. Die Klasse 8b des Bert-Brecht-Gymnasiums

5.2.1. Bedingungsanalyse der Klasse 8b BBG

5.2.2. Vom Lehrer durchgeführte Aufwärmprogramme

5.2.3. Darstellung und Analyse der eigenständig durchgeführten Aufwärmprogramme

5.2.3.1. Aufwärmprogramm vom 19.02.99

5.2.3.2. Aufwärmprogramm vom 26.02.99

5.2.3.3. Aufwärmprogramm vom 05.03.99

5.2.3.4. Aufwärmprogramm vom 12.03.99

5.2.3.5. Aufwärmprogramm vom 19.03.99

5.2.3.6. Aufwärmprogramm vom 26.03.99

5.3. Die Klassen 8c/d der Wilhelm-Röntgen- Realschule

5.3.1. Bedingungsanalyse der Klassen 8c/d WRR

5.3.2. Vom Lehrer durchgeführte Aufwärmprogramme

5.3.3. Darstellung und Analyse der eigenständig durchgeführten Aufwärmprogramme

5.3.3.1. Aufwärmprogramm vom 23.04.99

5.4. Die Klasse 9d des Bert-Brecht-Gymnasiums

5.4.1. Bedingungsanalyse der Klasse 9d BBG

5.4.2. Vom Lehrer durchgeführte Aufwärmprogramme

5.4.3. Darstellung und Analyse der eigenständig durchgeführten Aufwärmprogramme

5.4.3.1. Aufwärmprogramm vom 18.02.99

5.4.3.2. Aufwärmprogramm vom 25.02.99

5.4.3.3. Aufwärmprogramm vom 04.03.99

5.4.3.4. Aufwärmprogramm vom 11.03.99

5.4.3.5. Aufwärmprogramm vom 18.03.99

5.5. Die Klassen 10b/c der Wilhelm-Röntgen-Realschule

5.5.1. Bedingungsanalysen der Klassen 10b/c WRR

5.5.2. Vom Lehrer durchgeführte Aufwärmprogramme

5.5.3. Darstellung und Analyse der eigenständig durchgeführten Aufwärmprogramme

5.5.3.1. Aufwärmprogramm vom 12.04.99

5.6. Die Klasse 10d des Bert-Brecht-Gymnasiums

5.6.1. Bedingungsanalyse der Klasse 10d BBG

5.6.2. Vom Lehrer durchführte Aufwärmprogramme

5.6.3. Darstellung und Analyse der eigenständig durchgeführten Aufwärmprogramme

5.6.3.1. Aufwärmprogramm vom 05.03.99

5.6.3.2. Aufwärmprogramm vom 12.03.99

5.6.3.3. Aufwärmprogramm vom 19.03.99

5.6.3.4. Aufwärmprogramm vom 26.03.99

6. Diskussion der Ergebnisse

6.1. Kritische Wertung der Ergebnisse und Methoden

6.2. Bezug von Zielen und Hypothesen zum Ergebnis

7. Zusammenfassung und Ausblick

8. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung von Aufwärmphasen im Sportunterricht der Sekundarstufe I. Ziel ist es, durch eine theoretische Auseinandersetzung und eine empirische Begleituntersuchung an sechs verschiedenen Schulklassen die Effektivität des Aufwärmens zu bewerten und Ansätze für eine Optimierung in der schulischen Praxis zu entwickeln.

  • Grundlagen biologischer und physiologischer Prozesse beim Aufwärmen
  • Einflussfaktoren wie Tageszeit, Klima und schulische Rahmenbedingungen
  • Vergleich zwischen theoretischen Anforderungen und schulsportlicher Realität
  • Methodische Ansätze zur Evaluation (Herzfrequenzmessung, Körpertemperatur, Fragebögen)
  • Praktische Erprobung und Analyse verschiedener Aufwärmprogramme in unterschiedlichen Sportarten

Auszug aus dem Buch

2.2. Was passiert im Körper?

Die im Körper ablaufenden Reaktionen die bei dem Beginn sportlicher Aktivität und deren Fortführung auftreten, umfassen einen großen Bereich. Im Folgenden sollen die wichtigsten genannt und erläutert werden. Da viele auftretende Effekte voneinander abhängen, temporär gleichzeitig stattfinden oder als Folge aufeinander aufbauen, wird es immer wieder Ergänzungen bzw. Verbindungen zu bereits behandelten Bereichen geben.

2.2.1. Auswirkungen des Aufwärmens auf die Muskulatur

Mit dem Beginn der Bewegung und somit des Erwärmens, erfährt die Muskulatur eine erhöhte Beanspruchung mit dem Ziel der Erhöhung von Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer der Muskelkontraktion. Es kommt zu einer Sensibilisierung der Muskelspindelaktivität. Die Muskelspindeln sind für den Schutz der Muskulatur gegen Überstreckung zuständig und befinden sich parallel geordnet zwischen den Muskelzellen. Steht der Muskel kurz vor einer Überdehnung, kommt es durch die Muskelspindel zum Aussenden eines Kontraktionssignals von Seiten der Muskelspindel. Hierdurch zieht sich der Muskel zusammen und wirkt somit einer Überlastung entgegen (vgl. Ahonen, et al., S.1994, S.154).

Zusammenfassung der Kapitel

Problemdarstellung: Begründung der Themenwahl und Darlegung des Aufbaus der Untersuchung, motiviert durch eigene Erfahrungen im Schulsport.

Aufwärmen: Theoretische Grundlagen zu physiologischen Auswirkungen und Arten des Aufwärmens, sowie dessen Relevanz für Verletzungsprävention und Leistungssteigerung.

Vorüberlegungen zum empirischen Teil: Methodische Erläuterungen zur Schulauswahl und den verwendeten Messinstrumenten wie Herzfrequenzmessung und Fragebögen.

Angewandte vorbereitende Dehnübungen – eine bildliche Auswahl: Eine illustrierte Zusammenstellung von Übungen zur Mobilisation und Kräftigung für den Schulsport.

Klassenvorstellung und durchgeführte Aufwärmprogramme: Detaillierte Fallstudien und Analysen der in sechs verschiedenen Klassen erprobten Aufwärmprogramme.

Diskussion der Ergebnisse: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund methodischer Grenzen und der schulischen Realität.

Zusammenfassung und Ausblick: Fazit über die Optimierungsmöglichkeiten des Aufwärmens und Anregungen für weitere Forschung.

Schlüsselwörter

Aufwärmen, Sportunterricht, Sekundarstufe I, Herzfrequenz, Körpertemperatur, Muskelspindeln, Leistungssteigerung, Verletzungsprävention, Dehnübungen, Funktionsgymnastik, Schulsport, empirische Untersuchung, physiologische Prozesse, Trainingslehre.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Ziel dieser Hausarbeit?

Die Arbeit untersucht, wie Aufwärmphasen im Sportunterricht der Sekundarstufe I effektiv gestaltet werden können, um sowohl sportphysiologische Ziele zu erreichen als auch die Motivation der Schüler zu fördern.

Welche zentralen Themenfelder deckt die Untersuchung ab?

Die Schwerpunkte liegen auf den biologischen Prozessen beim Aufwärmen, der Bedeutung von Dehn- und Kräftigungsübungen, sowie den äußeren schulischen Rahmenbedingungen und der Motivationslage der Schüler.

Welche wissenschaftliche Forschungsfrage wird verfolgt?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob und wie ein effektives Aufwärmen trotz der oft eingeschränkten Rahmenbedingungen im Schulsport (z.B. Zeitmangel, heterogene Lerngruppen) realisiert werden kann.

Welche Methoden wurden zur Datenerhebung eingesetzt?

Der Autor nutzte eine Kombination aus objektiven Messungen (Herzfrequenz-Telemetrie und Körperkerntemperatur) und subjektiven Einschätzungen durch Fragebögen, die von Schülern und Lehrern ausgefüllt wurden.

Was wird im umfangreichen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Fallanalyse von sechs verschiedenen Schulklassen, in denen unterschiedliche Aufwärmprogramme erprobt und mittels Grafiken und Tabellen ausgewertet wurden.

Welche Schlüsselwörter beschreiben diese wissenschaftliche Arbeit am besten?

Die Arbeit wird charakterisiert durch Begriffe wie Sportunterricht, Aufwärmen, Physiologie, Herzfrequenzmessung, Verletzungsprävention und die praktische Anwendung von Dehn- und Kräftigungsgymnastik.

Warum spielt die Altersstufe der Schüler bei der Planung des Aufwärmens eine Rolle?

Kinder und Jugendliche befinden sich in verschiedenen Entwicklungsphasen (z.B. Pubertät, Wachstum), was spezifische Anforderungen an die Belastbarkeit der Gelenke und die koordinative Leistungsfähigkeit stellt.

Welche Rolle spielt die Zeitmessung in der schulischen Einzelstunde?

Das Rechenbeispiel im Text verdeutlicht, dass die verbleibende Nettozeit für den Hauptteil nach Umziehen, Geräteaufbau und der empfohlenen Aufwärmdauer extrem knapp ist, was Kompromisse in der Programmgestaltung erforderlich macht.

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Details

Title
Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung von Aufwärmphasen im Sportunterricht der Sek 1
College
University of Dortmund  (Institut für Sport und Sportwissenschaft)
Grade
1,0
Author
Hardi Gruner (Author)
Publication Year
1999
Pages
177
Catalog Number
V56094
ISBN (eBook)
9783638508827
ISBN (Book)
9783656776147
Language
German
Tags
Möglichkeiten Grenzen Gestaltung Aufwärmphasen Sportunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hardi Gruner (Author), 1999, Möglichkeiten und Grenzen der Gestaltung von Aufwärmphasen im Sportunterricht der Sek 1, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56094
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