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Rousseaus Zivilisationskritik

Title: Rousseaus Zivilisationskritik

Term Paper , 2006 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: André Schmiljun (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Summary Excerpt Details

Das 18. Jahrhundert in Frankreich war reich an großen Ereignissen. Es war die Zeit der französischen Aufklärung, der absolutistischen Monarchie und der großen Revolution 1789. Darüber hinaus war es die Blütephase der Literatur und Philosophie, die neue Denkansätze für den Menschen formulierten. Einer der populärsten Autoren war fraglos der Genfer Jean-Jacques Rousseau. Sein Leben war das eines widersprüchlich und rastlosen Genius. Er war nicht nur Aufklärer und gefeierter Schriftsteller, sondern gleichwohl Vordenker der Romantik und bekennender Republikaner. Was ihn interessant macht, ist sicherlich seine Vielseitigkeit. Sowohl Staatstheoretiker und Philosophen als auch Erzieher und Musiker haben ihn für sich entdeckt. In der vorliegenden Arbeit soll allerdings nur ein Bruchteil seines Werkes untersucht werden. Es geht um die Auseinandersetzung mit Rousseaus Kritik an der Zivilisation und seine Verurteilung der kulturellen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Frankreich des 18. Jahrhunderts. Im Mittelpunkt steht dazu die Frage nach den Inhalten seiner Kritik, und welche Ideale und philosophischen Ideen er im Gegenzug entwickelt.








Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I Die französische Aufklärung und ihr letzter Genius: Jean- Jacques Rousseau

a) „Sapere aude!” - Das Zeitalter der Aufklärung im Frankreich des 18. Jahrhunderts: Ideale und Grundideen

b) Jean- Jacques Rousseau: Forschungsbild und Leben des Genfer Philosophen

II Rousseaus Zivilisationskritik und der Naturzustand

a) Machenschaften der Intelligenz: Rousseaus Kritik an den Wissenschaften und Künsten

b) Das Übel der zivilisierten Gesellschaft: Kritik am Umgang unter den Menschen

c) Hinaus aus der Zivilisation! Der Entwurf des Naturzustandes als Gegenbild der zivilisierten Gesellschaft und Ideal der Menschheit

d) Anthropologischer Exkurs - Die Enstehung des „Bösen” in der Gesellschaft oder die Frage nach dem Ursprung der Ungleichheit

III Schlussbetrachtung - Rousseaus Kritik an der Zivilisation interpretiert als Umwertung der Ideen der Aufklärung: Ergebnisse und Auswertung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht Jean-Jacques Rousseaus Kritik an der Zivilisation sowie seine Verurteilung der gesellschaftlichen und kulturellen Verhältnisse im Frankreich des 18. Jahrhunderts, um die zentralen Inhalte seiner Kulturkritik und das von ihm entwickelte philosophische Gegenmodell des Naturzustandes herauszuarbeiten.

  • Rousseaus Einordnung in den Kontext der französischen Aufklärung
  • Analyse der Kritik an Wissenschaften, Künsten und gesellschaftlichem Werteverfall
  • Konstruktion und Funktion des Naturzustandes als normatives Gegenbild
  • Anthropologische Untersuchung der Entstehung von Ungleichheit und Egoismus
  • Interpretation von Rousseaus Kritik als Umwertung aufklärerischer Ideale

Auszug aus dem Buch

b) Das Übel der zivilisierten Gesellschaft: Kritik am Umgang unter den Menschen

Nach der Veröffentlichung der „Abhandlung über die Wissenschaften und Künste” folgte eine hitzige Diskussion unter den Gelehrten. Viele Gemüter waren erregt und verurteilten Rousseaus Position und meinten, der Autor wolle die Menschheit zurück in einen primitiven Zustand führen, die Bibliotheken verbrennen, die Akademien niederreißen und der Kultur den Kampf ansagen. Um mit diesem Vorurteil aufzuräumen, verfasste Rousseau 1753 ein Antwortschreiben, das als Vorwort zu seiner Komödie „Narcisse” erschien. Zeitgleich arbeitete Rousseau an einem weiteren Diskurs, der sich mit der Fragestellung zur Entstehung der Ungleichheit unter den Menschen beschäftigte, und ob die Ungleichheit durch das natürliche Recht begründet werden kann. Der Diskurs trägt den Titel „Abhandlung über den Ursprung der Ungleichheit” und wurde 1753 in den Niederlanden veröffentlicht.

Beide Schriften, der Diskurs und das Vorwort, unterlagen einer strengen Überwachung der Zensur. Gefahren und Beschränkungen, die Angst vor der Verweigerung der Druckerlaubnis und dem Streichen von Textstellen, das Drohen von polizeilichen Maßnahmen wegen anstößiger Kommentare zu Politik und Staatsräson, die mit Verwahrung im Gefängnis und öffentlicher Verfolgung enden konnten, erschwerten das Publizieren maßgeblich. Geschrieben wurde deshalb mit penibler Sorgfalt und kein Wort wurde dem Zufall überlassen. Was sowohl in der Vorrede als auch in dem Diskurs thematisiert wird, ist die Kritik an der Zivilisation. Rousseau zeigt, dass nicht nur die Wissenschaftler und Künstler korrupt geworden sind, sondern dass die gesamte Gesellschaft seiner Zeit von einem tendenziellen Werteverfall betroffen ist. Der Adressat seiner Kritik ist also das Frankreich im 18. Jahrhundert mit seiner Kultur und Gesellschaft. Insbesondere kritisiert Rousseau den Umgang unter den Menschen, der von keinerlei Liebenswürdigkeit und Güte mehr zeugt und nur noch von Verfeindungen und rachsüchtigem Verhalten geprägt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung skizziert den historischen Kontext des 18. Jahrhunderts in Frankreich und führt in Rousseaus vielschichtige Persönlichkeit sowie die zentralen Fragestellungen der Arbeit ein.

I Die französische Aufklärung und ihr letzter Genius: Jean- Jacques Rousseau: Dieses Kapitel erläutert die Grundideen der französischen Aufklärung und bietet einen Überblick über das Leben sowie das widersprüchliche Forschungsbild Rousseaus.

II Rousseaus Zivilisationskritik und der Naturzustand: Der Hauptteil analysiert Rousseaus fundamentale Kritik an den Künsten, Wissenschaften und dem gesellschaftlichen Egoismus und kontrastiert diese mit dem Ideal des Naturzustandes.

III Schlussbetrachtung - Rousseaus Kritik an der Zivilisation interpretiert als Umwertung der Ideen der Aufklärung: Ergebnisse und Auswertung: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet Rousseaus Zivilisationskritik als kritische Umwertung der aufklärerischen Fortschrittsideale.

Schlüsselwörter

Rousseau, Aufklärung, Zivilisationskritik, Naturzustand, Ungleichheit, Kulturkritik, Philosophie, Gesellschaft, Egoismus, Fortschritt, Anthropologie, Sittenverfall, Moral, Jean-Jacques Rousseau, Vernunft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Zivilisationskritik von Jean-Jacques Rousseau und analysiert, wie er die kulturellen und gesellschaftlichen Zustände Frankreichs im 18. Jahrhundert verurteilte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen das Leben Rousseaus, seine Kritik an Wissenschaften und Künsten, der Begriff des Naturzustandes sowie die Entstehung sozialer Ungleichheit.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es, den Kern von Rousseaus Kritik an der damaligen Zivilisation freizulegen und aufzuzeigen, welche philosophischen Gegenentwürfe er zur moralischen Orientierung entwickelte.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse der zentralen kulturpolitischen Schriften Rousseaus, wie den beiden „Discours”, sowie der Einbeziehung relevanter wissenschaftlicher Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Auseinandersetzung mit Rousseaus Vorwurf der Korruption durch Wissenschaften und Künste, dem Egoismus in der Gesellschaft und der Konstruktion des Naturzustandes als Ideal.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Rousseau, Aufklärung, Zivilisationskritik, Naturzustand, Ungleichheit, Moral, Egoismus und Fortschrittskritik.

Warum wird Rousseau als Außenseiter der Aufklärung betrachtet?

Weil er im Gegensatz zu zeitgenössischen Aufklärern wie Voltaire den Fortschritt der Zivilisation und Wissenschaft als Ursache für moralischen Verfall und menschliches Unglück interpretierte.

Welche Funktion hat der Begriff des "Naturzustandes" bei Rousseau?

Der Naturzustand dient als hypothetisches, ideales Gegenbild, um den zivilisierten Menschen die Kluft zwischen ihrem tatsächlichen Zustand und einem tugendhaften, natürlichen Wesen vor Augen zu führen.

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Details

Title
Rousseaus Zivilisationskritik
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Geschichtswissenschaften)
Course
Seminar: Frankreich im 18. Jahrhundert
Grade
1,3
Author
André Schmiljun (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V56099
ISBN (eBook)
9783638508872
ISBN (Book)
9783638765855
Language
German
Tags
Rousseaus Zivilisationskritik Seminar Frankreich Jahrhundert
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
André Schmiljun (Author), 2006, Rousseaus Zivilisationskritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56099
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