Die Eroberung Britanniens unter Kaiser Claudius


Seminararbeit, 2004
13 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

2. Inhaltsverzeichnis

3. Einleitung

4. Kaiser Claudius

5. Vorgeschichte römischer Expeditionen nach Britannien

6. Beweggründe der Eroberung

7. Verlauf
7.1 bis zur Ankunft des Kaisers
7.2 weiterer Verlauf

8. Ergebnisse

9. Schluss

10. Literaturverzeichnis

3. Einleitung

Seit jeher besteht bei fortschrittlichen, überlegenen Völkern der Drang dazu, unbekanntes oder kaum bekanntes Territorium zu erforschen und so weit möglich, sich zu eigen zu machen. Heutzutage ist, einmal abgesehen von den nahezu unerkundeten Tiefen der Weltmeere, dies nicht mehr nötig und erforderlich. Vor knapp 2000 Jahren waren die Vorzeichen aber andere, sodass die Führungsmacht Rom begann seinen Führungsanspruch auch auf jene Regionen auszuweiten, von denen man größtenteils nur unwesentlich Kenntnis besaß. Dementsprechend wurde, nachdem der westeuropäische Festlandkontinent besetzt war, auch die britische Insel ins Auge gefasst.

Diese Hausarbeit beschäftigt sich nun mit dem dritten, erstmals erfolgreichen Versuch Britannien zu erobern. Es ist unabdingbar dieses Unternehmen in Zusammenhang mit dem Initiator, dem Kaiser Claudius, zu bringen, dessen Bedürfnis persönliche Schwächen durch außenpolitische Erfolge vergessen zu lassen, einer der Hauptbeweggründe für den Entschluss der Eroberung Britanniens gewesen war.

Daher bedarf es der Beschäftigung mit dieser Person, bevor ich auf Vorgeschichte, Gründe, Verlauf und Ergebnisse des römischen Unternehmens auf der britischen Insel eingehe.

Literatur zum Thema ist, dem Umfang der Arbeit betreffend, genügend vorhanden und im Literaturverzeichnis aufgelistet.

4. Kaiser Claudius

Es geht hier darum, ein kurzes Porträt des Mannes zu entwerfen, der als kränklich und schwach galt und dies während seiner Herrschaftszeit durch außenpolitische und militärische Aktivitäten versuchte zu widerlegen, weshalb er auch die augusteischen Tradition in einem Punkt brach, nämlich mit der Eroberung Britanniens, die im Mittelpunkt dieser Arbeit steht.

Im Jahr 10 v.Chr. als Tiberius Claudius Drusus geboren, bekam er seit der Adaption seines Bruders Germanicus durch Tiberius den Namen Tiberius Claudius Nero Germanicus.

Schon frühzeitig war seine Hauptbeschäftigung die Literatur, speziell die Histographie. Von ihm publiziert wurde u.a. die Geschichte Roms bis 14 n.Chr, die Geschichte Karthagos sowie die Geschichte der Etrusker, die letzen beiden in griechischer Sprache.

Trotz dieser literarischen Fähigkeiten traute ihm kaum jemand zu, ein öffentliches Amt zu bekleiden, da er stets kränklich und zudem noch leicht geh- und sprachbehindert war.

Demzufolge fielen ihm öffentliche Aufgaben nur spärlich zu. Er gehörte nicht dem Senat an, blieb vielmehr Mitglied im Ritterstand, der ihn mehrmals zu seinem Repräsentanten wählte.

Auf Grund seiner Herkunft und als Mitglied der domus augusta bestimmte Caligula ihn im Juli/August 37 n.Chr. zum Mitkonsul, doch auch von jenem wurde er gedemütigt. In die Verschwörung zum Sturz Caligulas war er wohl eingeweiht, sein Anteil ist jedoch nicht zu bestimmen.

Etwas überraschend wurde er daraufhin von den Prätorianern zum Imperator akklamiert und vom Senat am 25.Januar 41 n.Chr. anerkannt.

Obwohl laut Mommsen die Signatur seines Regiments war, dass unter ihm regiert wurde, er selbst aber nicht regierte[1], wird in seiner Zeit einiges dafür getan, Spannungen innerhalb Roms und in den Provinzen abzubauen. Zum Beispiel wurden gleich zu Beginn seiner Herrschaft Verbannte zurückgerufen, konfiszierte Güter zurückgegeben und die meisten der neu geschaffenen Steuern Caligulas aufgehoben. Die Provinzialpolitik ist im Allgemeinen auf die Bedürfnisse der Untertanen ausgerichtet. Der jüdischen Bevölkerung wurde zwar das Bürgerrecht verweigert, der Schutz vor Übergriffen wurde aber gewährleistet und Privilegien für alle jüdischen Gemeinden bestätigt. Die rege gesetzgeberische Tätigkeit unter Claudius kommt zudem noch anderen schwachen Gruppen der Gesellschaft zugute, wie etwa den Witwen, Kindern und Sklaven.

Auf sein starkes Kompensationsbedürfnis ist wohl die fortschreitende Ausbreitung des Reiches durch Schaffung zahlreicher neuer Provinzen zurückzuführen. Unter dieses Merkmal fällt auch das Unternehmen, vor denen mit Ausnahme Cesars und im weiteren Sinne Caligulas alle vorangegangen Herrscher Roms zurückschreckten. Die Eroberung Britanniens.[2]

[...]


[1] Mommsen 182f.

[2] gesamtes Kapitel „Claudius“: Eck 22ff.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Die Eroberung Britanniens unter Kaiser Claudius
Hochschule
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
- Alte Geschichte -
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
13
Katalognummer
V56290
ISBN (eBook)
9783638510158
Dateigröße
385 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Eroberung, Britanniens, Kaiser, Claudius, Alte, Geschichte
Arbeit zitieren
Stefan Schusterbauer (Autor), 2004, Die Eroberung Britanniens unter Kaiser Claudius, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56290

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