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Die Problematik der Wechselkursbindungen

Title: Die Problematik der Wechselkursbindungen

Diploma Thesis , 2005 , 66 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Hongwei Xue (Author)

Economics - Monetary theory and policy
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Sollte sich ein Land für feste oder flexible Wechselkurse entscheiden? Welche Rahmenbedingungen existieren, unter denen feste oder flexible Wechselkurse dominieren? Solche Fragen werden häufig von den Entscheidungsträgern gestellt. Die richtige Wahl der Wechselkurspolitik, also (feste) Wechselkursbindung an ein weiteres Medium vor allem an eine Währung oder freie Wechselkursschwankung (ohne Wechselkursbindung), ist besonders seit dem neunzehnten Jahrhundert wegen immer tiefer werdender wirtschaftlicher Integration für die einzelnen Länder und die Welt von besonderer Bedeutung. Sie ist keine einmalige Entscheidung für jedes Land, sondern es muss sich im Lauf der Zeit den aktuellen nationalen und internationalen Konstellationen anpassen. In dieser meiner Diplomarbeit ist ein Untersuchungsversuch in dieser Weise ausgeführt, dass die möglich auftretenden Probleme bei Wahl der Wechselkursbindungen ausgehend von theoretischer Analyse weiter in der Praxis beobachtet werden.
Diese Arbeit gliedert sich im Wesentlichen in fünf Kapitel. Nach der sich in Kapitel 1 befindende Einleitung wird in Kapitel 2 der Mechanismus von festen Wechselkursen (Wechselkursbindung) und flexiblen Wechselkursen (ohne Wechselkursbindung) unter den Einflüssen von inländischen und ausländischen Faktoränderungen mit Hilfe von theoretischen Ansätzen behandelt. Das sog. Mundell-Fleming-Modell ausgehend vom Keynesianischen Ansatz (IS-LM-Modell) und ihre Erweiterung in Verbindung mit der Berücksichtigung des internationalen Konjunktur- und Preiszusammenhangs sollen deutlich im Mittelpunkt stehen. Daneben wird es sich in diesem Kapitel auch mit monetärem Ansatz und dem Finanzmarktansatz zur Wechselkurserklärung kurz befassen. Danach erfolgt in Kapitel 3 ein Versuch unter empirischem Aspekt, die Problematik der Wechselkursbindungen zweckmäßig in Verbindung mit den einzelnen Wechselkursregimen gemäß IWF zu analysieren. In Kapitel 4 wird die Entwicklung des Wechselkurssystems Chinas mit der zurzeit weltweit stark diskutierten Frage, ob die chinesische Währung Yuan (Renminbi) gegen den US-Dollar aufgewertet werden soll, dargestellt. Im letzten Kapitel kommt es noch zur Fazit dieser Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wechselkurserklärung aus theoretischem Aspekt

2.1 Der Keynesianische Ansatz (Das Mundell-Fleming-Modell)

2.1.1 Drei Gleichgewichtsbedingungen des Modells

2.1.2 Erweiterung des Modells: Der internationale Konjunktur- und Preiszusammenhang

2.1.3 Die Ergebnisse des Modells

2.1.4 Zusammenfassung

2.2 Der monetäre Ansatz

2.2.1 Monetäre Zahlungsbilanztheorie

2.2.2 Monetäre Wechselkurstheorie

2.2.3 Zusammenfassung

2.3 Der Finanzmarktansatz (Die Portfoliotheorie)

3. Empirische Erfahrungen mit der Wechselkursbindung

3.1 Ein Überblick über die Wechselkursregimes

3.2 Wechselkursbindungen durch Entscheidung einzelner Länder

3.2.1 Fixed Peg

3.2.2 Crawling Peg

3.2.3 Zielzonen

3.2.4 Currency Board

3.2.5 Dollarisierung: ein Extremfall

3.3 Wechselkursbindungen in Bezug auf ein Währungssystem

3.3.1 Der Goldstandard

3.3.2 Das System von Bretton-Woods

3.3.3 Währungsunion

3.3.4 Zusammenfassung

3.4 Wechselkursregime ohne Wechselkursbindungen

3.4.1 Free Floating

3.4.2 Managed Floating

4. Die Entwicklung der chinesischen Währung ‚Yuan’ seit 1949

5. Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Problematik von Wechselkursbindungen ausgehend von einer theoretischen Analyse in der empirischen Praxis zu untersuchen und dabei die Auswirkungen verschiedener Wechselkursregime auf die nationale Volkswirtschaft zu evaluieren.

  • Theoretische Fundierung durch das Mundell-Fleming-Modell und den monetären Ansatz
  • Empirische Analyse verschiedener Wechselkursregime (Fixed Peg, Crawling Peg, Currency Board)
  • Untersuchung der Währungsunion und der Dollarisierung als spezielle Wechselkurssysteme
  • Analyse der historischen Entwicklung und der Problematik des chinesischen Wechselkurssystems

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Fixed Peg

Das ‚Fixed Peg’, von dem wir hier sprechen wollen, ist mit dem von der Einzelwährungsbindung oder Währungskorbbindung ausgehenden Wechselkursregime gleichzusetzen. Gemäß IWF wird es so definiert: „The country (formally or de facto) pegs its currency at a fixed rate to another currency or a basket of currencies, where the basket is formed from the currencies of major trading or financial partners and weights reflect the geographical distribution of trade, services, or capital flows.” 34 von 43 Ländern unter festen Wechselkursen sind die Länder mit Einzelwährungsbindung, die übrigen neun Länder mit Währungskorbbindung.

Das Wechselregime mit Fixed Peg (fester Wechselkurs) basieren auf einer Bindung der eigenen Währung an eine weitere Währung oder an einen Währungskorb aus mehreren Ländern. Von den Daten des IWF können wir noch erkennen, dass die Länder, die unter einem System fester Wechselkurse operieren, meistens die Entwicklungsländer sind. Dies ist ein sehr wichtiges Merkmal für die Anwendung dieses Wechselkursregimes. Es zeigt sich, dass die Wechselkursstrategie fester Wechselkurse viele spezifische unvernachlässigbare Vorteile hat, besonders für die Entwicklungsländer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Wahl zwischen festen und flexiblen Wechselkursen ein und gibt einen Überblick über den Aufbau der Arbeit.

2. Wechselkurserklärung aus theoretischem Aspekt: Dieses Kapitel analysiert theoretische Ansätze wie das Mundell-Fleming-Modell, den monetären Ansatz und den Finanzmarktansatz zur Erklärung von Wechselkursmechanismen.

3. Empirische Erfahrungen mit der Wechselkursbindung: Hier werden die verschiedenen Wechselkursregime nach IWF-Klassifizierung sowie deren Vor- und Nachteile in der Praxis untersucht.

4. Die Entwicklung der chinesischen Währung ‚Yuan’ seit 1949: Dieses Kapitel stellt die historische Entwicklung des chinesischen Währungssystems und die aktuelle Debatte um den Yuan dar.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Unmöglichkeit, geldpolitische Autonomie bei festen Wechselkursen ohne Einschränkungen zu erreichen.

Schlüsselwörter

Wechselkursbindung, Wechselkursregime, Mundell-Fleming-Modell, Goldstandard, Bretton-Woods-System, Währungsunion, Dollarisierung, Fixed Peg, Crawling Peg, Managed Floating, Chinesische Währung, Yuan, Geldpolitik, Fiskalpolitik, Zahlungsbilanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen und der praktischen Problematik von Wechselkursbindungen, insbesondere im Kontext von Entwicklungsländern und der globalen Wirtschaftsintegration.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die theoretische Erklärung von Wechselkursen, eine empirische Klassifizierung von Wechselkursregimen sowie eine detaillierte Fallstudie zur Entwicklung des chinesischen Yuan.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Herausforderungen bei der Wahl eines Wechselkurssystems aufzuzeigen und die Wechselwirkung zwischen Wechselkursbindung und nationaler Wirtschaftspolitik zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert theoretische Analysen auf Basis bekannter ökonomischer Modelle (z.B. Mundell-Fleming) mit einer deskriptiven empirischen Untersuchung von Wechselkursregimen anhand von IWF-Daten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Ansätze, empirische Erfahrungen mit verschiedenen Regimen (Fixed Peg, Währungsunion, etc.) sowie die spezifische Entwicklung des chinesischen Währungssystems seit 1949 dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Schlüsselwörter sind unter anderem Wechselkursbindung, Geldpolitik, Zahlungsbilanz, Dollarisierung und der chinesische Yuan.

Warum ist das chinesische Währungssystem ein spezieller Fokus der Arbeit?

China dient als bedeutendes Fallbeispiel für eine Volkswirtschaft, die lange an einer festen Wechselkursbindung festhielt und nun im Zuge der Globalisierung vor der Herausforderung steht, sein Wechselkurssystem anzupassen.

Welche Rolle spielt die Dollarisierung in der Arbeit?

Die Dollarisierung wird als ein "Extremfall" des fixen Wechselkurses diskutiert, um die Vor- und Nachteile des vollständigen Verzichts auf eine eigene nationale Währung, insbesondere in Lateinamerika, aufzuzeigen.

Wie bewertet der Autor den Goldstandard und Bretton-Woods?

Der Autor analysiert beide Systeme historisch als Festkurssysteme, die zwar für Stabilität sorgen konnten, aber letztlich aufgrund von systemischen Schwächen und mangelnder internationaler Koordination scheiterten.

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Details

Title
Die Problematik der Wechselkursbindungen
College
University of Göttingen
Grade
2,3
Author
Hongwei Xue (Author)
Publication Year
2005
Pages
66
Catalog Number
V56326
ISBN (eBook)
9783638510349
Language
German
Tags
Problematik Wechselkursbindungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hongwei Xue (Author), 2005, Die Problematik der Wechselkursbindungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56326
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