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Social Reporting - Ansätze einer gesellschaftsbezogenen Berichterstattung der Kreditinstitute

Titel: Social Reporting - Ansätze einer gesellschaftsbezogenen Berichterstattung der Kreditinstitute

Seminararbeit , 2006 , 30 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Helko Ueberschär (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bedingt durch den gesellschaftlichen Wandel der letzten Jahrzehnte stellen sich immer mehr gesellschaftliche Fragen, die im Rahmen der Wirtschaftswissenschaften behandelt werden müssen.

Gesellschaftliche Veränderungen sind für jedes Unternehmen, unabhängig von Größe, Spezialisierungsgrad o.ä., eine Herausforderung. Gerade bei Banken, die durch ihre per Gesetz erzwungene Größe und Komplexität weniger dynamisch auf Veränderungen reagieren können als kleine und mittelständische Unternehmen, und denen eine überragende volkswirtschaftliche Bedeutung zukommt, ist die Beachtung von gesellschaftlichen Entwicklungen und auch die Wirkung des eigenen Handelns auf die relevanten Interessengruppen von Bedeutung.

Aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, die besonders für die Finanzdienstleistungen relevant sind, sind die allgemeinen Trends zu einer Dienstleistungsgesellschaft mit persönlicher Selbstentfaltung und Freizeitorientierung. Besonders geriet im Laufe der letzten zwei bis drei Dekaden das Sozial- und Umweltbewusstsein verstärkt in den Blickwinkel der Öffentlichkeit und die ökologische und soziale Relevanz ökonomischer Entscheidungen wurde hinterfragt, so dass sich der Fokus mehr auf die Verwendung des unternehmerischen Vermögens orientierte.

Durch die EU-Richtlinien traten in den letzten Jahren supranationale Bestimmungen an Stelle nationaler und schufen somit grundlegende Änderungen der Rechtsstruktur, die sich auch in Zukunft auf die mögliche Berichterstattungspflicht deutscher Kreditinstitute auswirken können.
Bereits heute gibt es in einigen europäischen Ländern die Pflicht zur Aufstellung der Sozialbilanzen und die EU hat sich mehrfach mit diesem Thema auseinandergesetzt.

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den aktuellen Entwicklungstrends der Corporate Social Responsibility im Bankwesen und zeigt Ansätze und Fortentwicklungsmethoden auf.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Problemrelevanz

1.2 Zielstellung dieser Arbeit

2 Entwicklung und Möglichkeiten der gesellschaftsbezogenen Rechnungslegung

2.1 Begriffserklärung und Abgrenzung

2.2 Einordnung in das Berichterstattungskonzept

2.3 Interessengruppen und Inhalt der Sozialberichterstattung

2.4 Methoden und Modelle der Sozialberichterstattung

2.5 Social Reporting im Leitbild der Corporate Social Responsibility

2.6 Möglichkeiten zur Umsetzung gesellschaftlicher Anforderungen

3 Umsetzung der Sozialbilanzierung für Kreditinstitute

3.1 Relevanz der Sozialberichterstattung für Kreditinstitute

3.2 Ziele und Inhalt der gesellschaftsbezogenen Rechnungslegung für Banken

3.3 Bedeutung des Social Reportings für Banken

4 Fazit, kritische Würdigung und Zukunft der Sozialbilanzierung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung, Umsetzungsmöglichkeiten und Herausforderungen der gesellschaftsbezogenen Berichterstattung (Social Reporting) im Kontext von Kreditinstituten, um aufzuzeigen, wie diese ihre gesellschaftliche Verantwortung trotz bestehender theoretischer und methodischer Defizite transparent kommunizieren können.

  • Grundlagen und Definitionen der gesellschaftsbezogenen Rechnungslegung
  • Methoden und Modelle der Sozialberichterstattung im Überblick
  • Einordnung des Social Reporting in das CSR-Leitbild
  • Besondere Relevanz und Umsetzung bei Kreditinstituten
  • Kritische Analyse und Zukunftsperspektiven der Sozialbilanzierung

Auszug aus dem Buch

2.4 Methoden und Modelle der Sozialberichterstattung

In den 1960ern wurden in den USA grundlegende theoretische Ansätze entwickelt29, die in der Folge zu verschiedenen in der Praxis verwendeten Modellen führten und in der Abbildung 1 dargestellt sind. Dennoch blieb die praktische Verwendung dieser Ansätze hinter den theoretischen Vorstellungen deutlich zurück.

Eines der ersten Modelle war das Linowes-Modell, das Anfang der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts in den USA entwickelt wurde.30 Es orientiert sich dabei stark am klassischen betrieblichen Rechnungswesen und stellt die Übertragung der mathematischen Gewinn- und Verlustrechnung auf die gesellschaftlichen und sozialwirtschaftlichen Komponenten dar.31 Der Aufbau des Modells ist im Anhang dargestellt.

Als zu formal und zu schematisch wurde das Linowes-Modell bereits kurz nach der Veröffentlichung kritisiert32 und abgelehnt, da eine reine zahlenmäßige Betrachtung der gesellschaftlichen Einflüsse die komplexen Beziehungen in der Realität nicht hinreichend genug wiedergeben kann.

Auch in Deutschland kamen eigene Modelle auf; als Vorreiter gilt das STEAG-Modell der STEAG AG aus Essen, das für das Geschäftsjahr 1971/1972 erstmals als "Sozialbilanz" veröffentlicht wurde.33 Auch dieses befindet sich im Anhang der Arbeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Notwendigkeit gesellschaftsbezogener Berichterstattung für Banken ein und skizziert die Problemrelevanz durch steigendes öffentliches Bewusstsein.

2 Entwicklung und Möglichkeiten der gesellschaftsbezogenen Rechnungslegung: Das Kapitel erläutert die terminologischen Grundlagen, ordnet das Konzept in die Berichterstattung ein und stellt historische sowie theoretische Modelle vor.

3 Umsetzung der Sozialbilanzierung für Kreditinstitute: Hier wird die spezifische Relevanz für den Bankensektor analysiert, Ziele formuliert und die Bedeutung des Social Reportings als Kommunikationsinstrument dargelegt.

4 Fazit, kritische Würdigung und Zukunft der Sozialbilanzierung: Das Fazit fasst die Schwierigkeiten bei der Erstellung zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftige Trends, insbesondere den Druck durch Finanzmärkte und Ratingagenturen.

Schlüsselwörter

Social Reporting, Sozialbilanzierung, Kreditinstitute, Corporate Social Responsibility, CSR, gesellschaftliche Verantwortung, Nachhaltigkeit, Stakeholder, Rechnungslegung, Sozialbericht, Banken, Wertschöpfungsrechnung, Sustainability, Zielgruppen, Unternehmenskommunikation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der gesellschaftsbezogenen Berichterstattung (Social Reporting) und analysiert, wie Kreditinstitute ihre soziale und ökologische Verantwortung systematisch erfassen und kommunizieren können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung theoretischer Modelle zur Sozialbilanzierung, der Einordnung in das CSR-Konzept sowie der konkreten Anwendung und Bedeutung dieser Berichte für Banken.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen und die Herausforderungen der Sozialbilanzierung für Kreditinstitute aufzuzeigen, Vor- und Nachteile abzuwägen und eine kritische Würdigung der gegenwärtigen Praxis vorzunehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine theoretische Analyse bestehender Literatur, Modelle und Konzepte zur gesellschaftsbezogenen Rechnungslegung sowie auf eine Betrachtung der praktischen Umsetzung bei ausgewählten Banken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert theoretische Methoden wie das Linowes- oder STEAG-Modell, verknüpft diese mit dem modernen CSR-Leitbild und untersucht die spezifischen Anforderungen und Vorteile für den Bankensektor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Social Reporting, Kreditinstitute, Corporate Social Responsibility (CSR), Stakeholder-Ansatz, Nachhaltigkeit und Sozialbilanzierung charakterisieren.

Warum haben es die theoretischen Modelle schwer, sich in der Praxis durchzusetzen?

Wie der Autor ausführt, scheitern viele Modelle an einer zu formalistischen und schematischen Natur, die komplexe soziale Realitäten nicht adäquat abbilden kann, sowie an ungelösten Mess- und Bewertungsproblemen.

Wie gehen Banken aktuell mit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung um?

Die meisten Kreditinstitute nutzen laut der Arbeit keine starren Sozialbilanzmodelle, sondern integrieren gesellschaftsbezogene Themen in ihr CSR-Konzept, oft als freiwilliges Zusatzangebot zur Öffentlichkeitsarbeit.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Social Reporting - Ansätze einer gesellschaftsbezogenen Berichterstattung der Kreditinstitute
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Veranstaltung
Seminar Bankgeschäftspolitik & Bankbilanzierung
Note
2,0
Autor
Helko Ueberschär (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
30
Katalognummer
V56404
ISBN (eBook)
9783638510813
ISBN (Buch)
9783638664523
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Social Reporting Ansätze Berichterstattung Kreditinstitute Seminar Bankgeschäftspolitik Bankbilanzierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Helko Ueberschär (Autor:in), 2006, Social Reporting - Ansätze einer gesellschaftsbezogenen Berichterstattung der Kreditinstitute, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56404
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Leseprobe aus  30  Seiten
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