Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Didáctica de la asignatura Alemán - Pedagogía, Lingüística

Sprachliche und pädagogische Konzeptionen im Deutschunterricht des 18. Jahrhunderts

Título: Sprachliche und pädagogische Konzeptionen im Deutschunterricht des 18. Jahrhunderts

Trabajo , 2002 , 19 Páginas , Calificación: 3

Autor:in: Miriam Englert (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Pedagogía, Lingüística
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles


Die Geschichte des Deutschunterrichts ist sehr komplex und muss immer auch in die gesellschaftlichen, religiösen und politischen Hintergründe der Zeit eingeordnet werden.
Die allgemeine Gelehrtensprache war vom späten Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert hinein Latein. "Im Neben- und Miteinander von Latein und Deutsch lagen Prestige und schriftsprachlicher Status über viele Jahrhunderte eindeutig auf Seiten des Lateinischen. Deutsch war die Sprache der Mündlichkeit, der ungebildeten Stände, der primären Sozialisation in der Familie und der dialektalen Vielfalt."

Im 17. Jahrhundert war Latein Gelehrten- und Literatursprache. Die deutsche Sprache fand erst Ende 17. Jahrhundert allmählich und nur schwer Einzug in die Schulen. Zuvor wurde der Unterricht in Latein abgehalten. Deutsch als Unterrichtsfach gab es nicht. Alle Fächer wurden in der lateinischen Sprache gelehrt. Den Kindern untereinander wurde verboten sich in ihrer Muttersprache zu unterhalten.
Erst im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde der Deutschunterricht als Unterrichtsfach an den Schulen und Universitäten eingeführt. Gründe hierfür sind in gesellschaftlichen und politischen Veränderungen zu finden. Auch das Schulwesen hat seinen Teil dazu beigetragen, die deutsche Sprache an Schulen zu etablieren.

Ein Großteil der Gymnasien, die Latein- und Gelehrtenschulen hielten lange Zeit, trotz der gesellschaftlichen Veränderungen im Hinblick auf die deutsche Sprache an der lateinischen Sprache fest. Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts setzte sich die deutsche Sprache auch an diesen Schulen durch.

Seit der Aufklärung ist der Deutschunterricht an Elementar- Volks- und Lateinschulen ein fester Bestandteil des Unterrichts. Den Kindern der Unter- und Mittelschicht wurde zu dieser Zeit erstmals die Möglichkeit geboten die Grundlagen der deutschen Muttersprache an Wort und Schrift zu erlernen. Dennoch war der Erwerb der Muttersprache kein Garant für den späteren Eintritt in eine höhere Schule.
Deutsch als Unterrichtsfach konnte sich an Gymnasien auch noch im 19. Jahrhundert nur schwer etablieren.
[...]

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. WICHTIGE BEGRÜNDER SPRACHLICHER KONZEPTIONEN DES MUTTERSPRACHLICHEN UNTERRICHTS

2.1 Die Stilbildung im Rahmen der galanten Erziehung

2.2 Politische Beredsamkeit nach Christian Weise

2.3 Über das Prinzip der Nützlichkeit

3. DIE FRÜHEN AUFKLÄRER – GELEHRTE BEREDSAMKEIT

3.1 Die Forderungen der Reformer Hallbauer und Schatz

3.2 Johann Christoph Gottsched

3.3 August Hermann Niemeyer

4. LITERATURANGABEN

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung der sprachlichen und pädagogischen Konzeptionen im Deutschunterricht während des 18. Jahrhunderts und analysiert die Ansätze bedeutender Reformer dieser Epoche.

  • Historischer Kontext der Etablierung des Deutschunterrichts
  • Einfluss der galanten Erziehung und der politischen Beredsamkeit
  • Bedeutung des Nützlichkeitsprinzips für den frühen Sprachunterricht
  • Didaktische Konzepte der frühen Aufklärer
  • Übergang von der lateinischen Vorherrschaft zum muttersprachlichen Unterricht

Auszug aus dem Buch

Die Stilbildung im Rahmen der galanten Erziehung

Christian Thomasius, philosophisch gebildeter Jurist und bedeutender Frühaufklärer, lieferte bereits im 17. Jahrhundert eine wichtige Begründung für die Notwendigkeit des deutschen Sprachunterrichts an Schulen. Für ihn stand vor allem das Prinzip der galanten Spracherziehung im Vordergrund.

Er war der erste, der seine Vorlesungen in deutscher Sprache abhielt. Großes Vorbild der galanten Sprache war für ihn vor allem Frankreich. „Die Franzosen seien, so führte Thomasius aus, den Deutschen an Gelehrsamkeit, Lebensklugkeit und Geschmack weit voraus. Ihrem Vorbild gelte es nachzustreben, um die deutsche Nation auf die gleiche Höhe zu bringen.“ Sein Interesse richtete sich vor allem auf die modernen galanten Sprachen wie französisch, italienisch und deutsch, und somit gegen die Vorherrschaft der lateinischen Sprachen an den Universitäten. Im Laufe der Jahre gewann vor allem die deutsche Muttersprache im Sinne eines höfisch galantes Stils an Bedeutung.

„Stilbildung wurde das Leitwort der deutschen Spracherziehung im 18. Jahrhundert.“ Auch hier stand der Sprachunterricht ganz im Zeichen der Oratorie. Die Unterweisung im Sprachgebrauch war ein wichtiges Anliegen der Vertreter des galanten Stils. Es galt sich im öffentlichen Bereich gewählt und geschickt auszudrücken.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die komplexen gesellschaftlichen und bildungshistorischen Hintergründe des Deutschunterrichts und beschreibt den schwierigen Ablösungsprozess der lateinischen Sprache durch die deutsche Muttersprache.

2. WICHTIGE BEGRÜNDER SPRACHLICHER KONZEPTIONEN DES MUTTERSPRACHLICHEN UNTERRICHTS: Dieses Kapitel stellt die Ansätze von Ratke, Comenius und Weise vor, die durch ihr Wirken den Grundstein für die Anerkennung der deutschen Sprache im 18. Jahrhundert legten.

2.1 Die Stilbildung im Rahmen der galanten Erziehung: Es wird analysiert, wie Christian Thomasius die galante Spracherziehung als Leitbild für den Deutschunterricht etablierte, um die deutsche Nation an das französische Vorbild anzupassen.

2.2 Politische Beredsamkeit nach Christian Weise: Dieses Kapitel erörtert die Konzepte von Christian Weise, der durch Schultheater und rhetorische Übungen seine Schüler spielerisch an die deutsche Sprache heranführen wollte.

2.3 Über das Prinzip der Nützlichkeit: Hier wird untersucht, wie das Prinzip der Nützlichkeit im pietistischen Erziehungskontext von August Hermann Francke die Ausgestaltung des Deutschunterrichts in preußischen Schulen prägte.

3. DIE FRÜHEN AUFKLÄRER – GELEHRTE BEREDSAMKEIT: Dieser Abschnitt widmet sich der kritischen Auseinandersetzung mit vorangegangenen rhetorischen Konzepten und der Entwicklung neuer, auf Vernunft basierender Gegenentwürfe.

3.1 Die Forderungen der Reformer Hallbauer und Schatz: Es wird dargelegt, wie Hallbauer und Schatz eine altersgerechte Didaktik und die stufenweise Entwicklung der Stilbildung gegen eine rein formale Rhetorik forderten.

3.2 Johann Christoph Gottsched: Dieses Kapitel analysiert Gottscheds Rolle bei der didaktischen Umsetzung normativer Tendenzen von Grammatik, Rhetorik und Poetik und seine Bedeutung für den Aufsatzunterricht.

3.3 August Hermann Niemeyer: Niemeyers Pädagogik wird als Synthese verschiedener Reformansätze beschrieben, wobei er den Fokus verstärkt auf die literarische Bildung und ein frühes Erlernen der Muttersprache legte.

4. LITERATURANGABEN: Zusammenstellung der in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen zur Geschichte des Deutschunterrichts.

Schlüsselwörter

Deutschunterricht, 18. Jahrhundert, Stilbildung, Rhetorik, Aufklärung, Muttersprache, Christian Thomasius, Christian Weise, Johann Christoph Gottsched, August Hermann Niemeyer, Pädagogik, Oratorie, Schulerziehung, Nützlichkeitsprinzip, Sprachdidaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Etablierung des Deutschunterrichts im 18. Jahrhundert unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen und pädagogischen Rahmenbedingungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die historische Ablösung des Lateinischen als Gelehrtensprache, der Einfluss pietistischer und aufklärerischer Bildungskonzepte sowie die Entwicklung methodischer Ansätze zur Stilbildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel der Arbeit ist es, die pädagogischen und sprachlichen Konzeptionen bedeutender Reformer des 18. Jahrhunderts zu erläutern, die den Deutschunterricht maßgeblich geformt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Autorin nutzt eine literaturgestützte, historische Analyse der fachdidaktischen Konzepte, um den Wandel der Unterrichtspraxis und die theoretischen Grundlagen der damaligen Reformer aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden nacheinander die Einflüsse der galanten Erziehung, der politischen Beredsamkeit, des Nützlichkeitsprinzips und die spezifischen Ansätze von Gelehrten wie Gottsched, Hallbauer und Niemeyer detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Deutschunterricht, Stilbildung, Rhetorik, Aufklärung und Muttersprache charakterisiert.

Welche Rolle spielte das Schultheater bei Christian Weise?

Weise nutzte das Schultheater als didaktisches Instrument, um Schülern in einer spielerischen Umgebung die Konversation zu lehren und ihre Ausdrucksfähigkeit im gesellschaftlichen Dialog zu schulen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle von Johann Christoph Gottsched?

Die Arbeit würdigt Gottsched als einen Mitbegründer des deutschen Aufsatzunterrichts, der durch seine normativen Konzepte von Grammatik und Rhetorik einen festen didaktischen Rahmen für den Sprachunterricht schuf.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Sprachliche und pädagogische Konzeptionen im Deutschunterricht des 18. Jahrhunderts
Universidad
University of Education Heidelberg  (Didaktik Deutsch)
Calificación
3
Autor
Miriam Englert (Autor)
Año de publicación
2002
Páginas
19
No. de catálogo
V5653
ISBN (Ebook)
9783638134651
Idioma
Alemán
Etiqueta
Sprachliche Konzeptionen Deutschunterricht Jahrhunderts
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Miriam Englert (Autor), 2002, Sprachliche und pädagogische Konzeptionen im Deutschunterricht des 18. Jahrhunderts, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5653
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  19  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint