Diese Hausarbeit befasst sich mit der Produktionstheroie von Erich Gutenberg (Produktionsfunktion vom Typ B). Sie ist bis heute der zentrale betriebswirtschaftliche Ansatz zur Erklärung von Input-Output-Beziehungen in industriellen Unternehmen.
Zunächst wird erklärt, was überhaupt eine Produktionsfunktion ist und welche grundlegenden Typen unterschieden werden. Im Weiteren werden die verschiedenen Anpassungsarten dargestellt und insbesondere wird hierbei der Frage nachgegangen, welche Auswirkungen diese auf die Kostenverläufe haben.
Inhaltsverzeichnis
1. Produktionsfunktion
1.1 Die ertragsgesetzliche Produktionsfunktion (Typ A)
1.2 Die Produktionsfunktion vom Typ B (Gutenberg-Funktion)
1.3 Weitere Produktionsfunktionen (Cobb-Douglas/Leontief)
2. Anpassungsarten bei Gutenberg
2.1 Die intensitätsmäßige Anpassung
2.2 Die zeitliche Anpassung
2.3 Weitere Anpassungsarten
3. Auswirkungen auf die Kostenverläufe
3.1 bei intensitätsmäßiger Anpassung
3.2 bei zeitlicher Anpassung
4. Fazit und Kritik
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die betriebswirtschaftlichen Auswirkungen verschiedener Anpassungsstrategien (insbesondere intensitätsmäßige und zeitliche Anpassung) auf die Kostenverläufe basierend auf der Gutenberg-Produktionsfunktion (Typ B). Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie sich betriebliche Anpassungen an Beschäftigungsschwankungen in der Kostenstruktur widerspiegeln.
- Grundlagen und Klassifizierung industrieller Produktionsfunktionen
- Analyse der Gutenberg-Produktionsfunktion (Typ B)
- Differenzierung der Anpassungsarten: Intensität, Zeit und Quantität
- Herleitung und Interpretation von Kostenverläufen
- Kritische Würdigung der Gutenberg-Theorie
Auszug aus dem Buch
1. Produktionsfunktion
Eine quantitative Darstellung der Zusammenhänge zwischen den Input-Mengen (Produktionsfaktormengen) und den Output-Mengen (Produktmengen) eines Leistungserstellungsprozesses bezeichnet man in der Produktionstheorie mit dem Begriff Produktionsfunktion.
Die Produktionsfunktion gibt in ihrer outputorientierten Form für eine Menge von Inputs (r1, ..., rn) die maximale Outputmenge x an. In der inputorientierten Form hingegen wird zu einem Output der minimale Input angegeben. Es wird dabei unterstellt, dass eine Produktionsfunktion nur den technisch effizienten Rand aller Produktionsmöglichkeiten angibt.
Durch die grundsätzliche Unterscheidung substitutionaler und limitationaler Faktoreinsatzverhältnisse ergeben sich verschiedene Arten von Produktionsfunktionen mit typischen Verläufen. Dies ist eine wichtige Grundlage für die Einteilung der industriellen Produktionsfunktionen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Produktionsfunktion: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Produktionsfunktion und klassifiziert verschiedene Typen wie die ertragsgesetzliche Produktionsfunktion (Typ A) sowie die Gutenberg-Funktion (Typ B).
2. Anpassungsarten bei Gutenberg: Hier werden die drei kurzfristigen Anpassungsformen eines Betriebs an Beschäftigungsschwankungen erläutert: die intensitätsmäßige, zeitliche und quantitative Anpassung.
3. Auswirkungen auf die Kostenverläufe: Das Kapitel analysiert, wie sich die gewählten Anpassungsarten (Intensität vs. Zeit) auf die Gesamtkostenfunktionen und deren Verlauf auswirken.
4. Fazit und Kritik: Abschließend wird die Gutenberg-Produktionsfunktion gewürdigt, wobei deren Beitrag zur Theorie hervorgehoben und gleichzeitig auf bestehende Defizite in der Praxisnähe hingewiesen wird.
Schlüsselwörter
Produktionsfunktion, Gutenberg-Funktion, Ertragsgesetz, Anpassungsarten, intensitätsmäßige Anpassung, zeitliche Anpassung, Kostenverläufe, Produktionsfaktoren, Faktoreinsatz, Verbrauchsfunktion, Kostentheorie, Betriebsmittel, Produktionstheorie, Limitationalität, Substitution.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den theoretischen Grundlagen der Produktionstheorie und analysiert, wie sich verschiedene Anpassungsmöglichkeiten eines Unternehmens auf dessen Kostenstruktur auswirken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Gutenberg-Produktionsfunktion (Typ B), die verschiedenen Arten der Anpassung an Beschäftigungsschwankungen sowie die daraus resultierenden Kostenverläufe.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, die Auswirkungen von intensitätsmäßiger und zeitlicher Anpassung auf die Kosten bei Anwendung der Produktionsfunktion vom Typ B nach Gutenberg darzustellen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Auswertung bestehender produktionswirtschaftlicher Modelle basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Produktionsfunktionen, die Erläuterung der Gutenberg-Anpassungsarten und die detaillierte Herleitung der resultierenden Kostenverläufe bei intensitätsmäßiger und zeitlicher Anpassung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist primär durch Begriffe wie Produktionsfunktion, Gutenberg, Anpassungsarten, Kostentheorie und Faktoreinsatz geprägt.
Warum kritisierte Gutenberg das klassische Ertragsgesetz?
Gutenberg war der Auffassung, dass das klassische Ertragsgesetz nicht auf die industrielle Produktion übertragbar sei, da es technische Gegebenheiten und die spezifischen Anforderungen aggregatsbezogener Analysen nicht ausreichend berücksichtigte.
Was unterscheidet die intensitätsmäßige von der zeitlichen Anpassung?
Bei der intensitätsmäßigen Anpassung wird die Ausbringung pro Zeiteinheit an einem Aggregat variiert, während bei der zeitlichen Anpassung die Einsatzdauer der Aggregate verändert wird.
Was bedeutet "z-Situation" in der Gutenberg-Theorie?
Die z-Situation umfasst alle für den Faktorverbrauch technisch relevanten Daten eines Aggregates, die kurzfristig als konstant angesehen werden und somit spezifisch für die jeweilige Situation sind.
Welchen Einfluss haben Fixkosten bei der zeitlichen Anpassung?
Fallen Fixkosten an, verschiebt sich die Gesamtkostenkurve parallel nach oben, wodurch die Stückkosten degressiv verlaufen, während die Grenzkosten konstant bleiben.
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- Dennis Raedel (Author), 2006, Die Auswirkungen intensitätsmäßiger und zeitlicher Anpassung auf die Kosten bei der Produktionsfunktion vom Typ B, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56679