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Das Modellprojekt 'Selbstständige Schule' in NRW vor dem Hintergrund aktueller Bildungspolitik als neue Steuerungsform zur Qualitätssicherung

Title: Das Modellprojekt 'Selbstständige Schule' in NRW vor dem Hintergrund aktueller Bildungspolitik als neue Steuerungsform zur Qualitätssicherung

Term Paper , 2005 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christoph Braun (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Die größere Selbstständigkeit von Schulen ist seit den 1970er Jahren Thema der Schulentwicklungsforschung und Bildungspolitik. Zuständig für die Ausgestaltung des Bildungssystems sind in der Bundesrepublik Deutschland die Bundesländer, die in der Kultusministerkonferenz miteeinander kooperieren. Die Länder haben zur Steuerung des Schulsystems unterschiedliche Instrumente zur Hand, die sich danach klassifizieren lassen, auf welchen Bereich von steuernden Wirkungen sie sich beziehen. Steuerung kann einmal den Kontext von Schule betreffen, also die Frage des Inputs von Ressourcen klären, welche die materielle und personelle Ausstattung betreffen. Steuerung kann aber auch auf die schulische Arbeit abzielen, also den Unterricht selbst mit seinen Formen und Inhalten regeln. Die dritte Möglichkeit ist, durch Maßnahmen direkt auf die Wirkung der Schule abzuzielen, also die Zertifizierung zu standardisieren. Schulische Steuerung ist also entweder kontextorientiert (Inputsteuerung), prozessorientiert (Prozessteuerung) oder wirkungsorientiert (Outputsteuerung). Das bisherige bürokratisch und zentralistisch strukturierte Verwatungssystem ist überholt, neue Steuerungsmodelle, die in öffentlichen Verwaltungen entwickelt worden sind, sollen dessen Nachteile überwinden. Hier ist vor allem die Zusammenführung von Fach- und Ressourcenmanagement zu nennen, denn bisher ist es so, dass Schulen das interne Ressourcenmanagement zwar in Eigenregie übernehmen, ihr Spielraum dabei jedoch ziemlich gering ist. Die alte Steuerung im Bildungswesen ist durch Inputsteuerung geprägt, neue Steuerung hingegen setzt auf dezentrale Ressourcenverantwortung. Um ein Modell dieser neuen Steuerung soll es in dieser Hausarbeit gehen: Das Projekt „Selbstständige Schule“ in Nordrhein-Westfalen ist das momentan bundesweit größte Reformprojekt, dass sich mit regionaler Schulentwicklung beschäftigt. Unter Punkt 2 wird dieses Modellprojekt ausführlich dargestellt und Unterschiede zur bisherigen Steuerung im Bildungswesen werden herausgearbeitet. Im Fazit unter Punkt 3 werden diese noch mal zusammengefasst und das Projekt „Selbstständige Schule“ auf dieser Grundlage bewertet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Alte und neue Steuerung im Bildungswesen – eine Einleitung

2. Das Modellprojekt „Selbstständige Schule“ in NRW

2.1 Grundlagen und Konzeptentwicklung

2.2 Ziel des Gesamtprojekts

2.3 Steuerungsstrukturen im Projekt

2.4 Die Bedeutung von Fortbildung im Projekt

2.5 Chancen und Risiken selbstständiger Schulen

3. Fazit – Beurteilung des Projekts vor bildungspolitischem Hintergrund

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Modellprojekt „Selbstständige Schule“ in Nordrhein-Westfalen als neue Steuerungsform zur Qualitätssicherung im Bildungswesen. Ziel ist es, die Veränderung von bürokratisch-zentralistischen Strukturen hin zu einer dezentralen Ressourcenverantwortung und schulischen Eigenverantwortung zu analysieren und vor bildungspolitischem Hintergrund zu bewerten.

  • Wandel von Inputsteuerung zu Outputsteuerung im Bildungswesen
  • Konzept und Struktur des Modellprojekts „Selbstständige Schule“
  • Aufbau regionaler Bildungslandschaften und Verantwortungsnetzwerke
  • Die Rolle professioneller Fortbildung für Schulentwicklungsprozesse
  • Chancen und Risiken der gesteigerten Schulautonomie

Auszug aus dem Buch

2.5 Chancen und Risiken selbstständiger Schulen in Nordrhein-Westfalen

Warum dient die Verselbstständigung der Schulen der Steigerung der Schulqualität? Um diese Frage beantworten zu können, muss man die moderne Organisationswissenschaft befragen, die betriebswirtschaftlich-organisationssoziologisch denkend folgendermaßen argumentiert: Eine zunehmende Differenzierung der Leistungssysteme ist erforderlich, weil auch in der Gesellschaft die Differenzierung zunimmt. Außerdem sind Effektivität, also das Maß der Zielerreichung und Effizienz, das Verhältnis zwischen Zweck und Mittel, bei dezentralen selbstständigen Einheiten größer, außerdem die Motivation der Mitarbeiter und die Zufriedenheit des Klientels. Des Weiteren sind Kooperationschancen größer und Kontrollspannen kleiner. Die Verselbstständigung der Schule soll also dem Zweck der Qualitätssicherung beziehungsweise -verbesserung dienen.

Aber was macht überhaupt die Qualität einer Schule aus? Hier gibt es verschiedene Herangehensweisen: Zum Einen kann man von den erbrachten Leistungen der Schülerinnen und Schüler ausgehen, zum Anderen vom Maß des Gelingens der sozialen Integration. Zusammenfassend gesagt, macht die Qualität einer Schule wohl aus, ob es ihr gelingt, den Schülerinnen und Schülern ein anwendungsfähiges Wissen, sowie vielfältige Kompetenzen zu vermitteln, die dabei helfen, Entwicklungsaufgaben zu bewältigen und durch Arbeit den Lebensunterhalt zu verdienen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Alte und neue Steuerung im Bildungswesen – eine Einleitung: Dieses Kapitel erläutert den Übergang von traditioneller Inputsteuerung hin zu modernen Steuerungsmodellen, die auf dezentraler Verantwortung und Qualitätsorientierung basieren.

2. Das Modellprojekt „Selbstständige Schule“ in NRW: Hier wird das NRW-Reformprojekt detailliert vorgestellt, wobei der Fokus auf den konzeptionellen Grundlagen und der organisatorischen Ausgestaltung liegt.

2.1 Grundlagen und Konzeptentwicklung: Das Kapitel beschreibt den Ursprung des Modellprojekts durch die Kooperation zwischen der Bertelsmann Stiftung und dem nordrhein-westfälischen Schulministerium.

2.2 Ziel des Gesamtprojekts: Es wird dargelegt, wie durch qualitätsorientierte Selbststeuerung der Schulen und die Entwicklung regionaler Bildungslandschaften die Unterrichtsqualität verbessert werden soll.

2.3 Steuerungsstrukturen im Projekt: Dieses Kapitel beleuchtet die neuen, nicht-hierarchischen Steuerungsstrukturen auf Landes-, Regional- und Schulebene sowie die Rolle der Projektleitung und regionaler Steuergruppen.

2.4 Die Bedeutung von Fortbildung im Projekt: Der Autor zeigt auf, wie durch systematische Fortbildung die Akteure für die neuen Anforderungen der Schulautonomie qualifiziert werden.

2.5 Chancen und Risiken selbstständiger Schulen: Hier erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit der Effektivität von Selbstständigkeit sowie die Frage, ob diese tatsächlich zu einer nachhaltigen Qualitätssteigerung führt.

3. Fazit – Beurteilung des Projekts vor bildungspolitischem Hintergrund: Das Fazit fasst das komplexe Vorhaben zusammen und bewertet das Projekt als einen zukunftsweisenden, wenngleich anspruchsvollen Weg zur Modernisierung des Schulwesens.

Schlüsselwörter

Selbstständige Schule, NRW, Bildungsreform, Schulqualität, Outputsteuerung, Inputsteuerung, Schulentwicklung, Bildungslandschaften, Steuerungsstrukturen, Qualitätssicherung, Lehrerfortbildung, Bildungsmanagement, Schulautonomie, Partizipation, Evaluation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Reform des Bildungswesens in Nordrhein-Westfalen am Beispiel des Modellprojekts „Selbstständige Schule“ und dessen Auswirkungen auf die Schulsteuerung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die Veränderung von Verwaltungsstrukturen, die Einführung von Eigenverantwortung für Schulen und die Etablierung regionaler Netzwerke.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse und kritische Beurteilung des Modellprojekts als neue Form der Steuerung, die das Ziel hat, die Qualität der schulischen Arbeit nachhaltig zu verbessern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse aktueller bildungspolitischer Konzepte und verknüpft diese mit organisationswissenschaftlichen sowie betriebswirtschaftlichen Theorien der Schulentwicklung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Projektgrundlagen, die Erläuterung der Steuerungsstrukturen, die Rolle der Fortbildung sowie eine differenzierte Chancen-Risiken-Abwägung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Schulautonomie, Qualitätssicherung, Bildungsreform und systemische Steuerung definieren.

Wie unterscheidet sich die „neue Steuerung“ von der alten?

Die alte Steuerung basierte auf bürokratischer Inputsteuerung, während die neue Form auf dezentrale Ressourcenverantwortung und eine am Output orientierte Zielsteuerung setzt.

Warum ist die Fortbildung im Modellprojekt so wichtig?

Da Lehrkräfte und Schulleitungen völlig neue Rollen und Managementaufgaben übernehmen müssen, ist eine begleitende, systematische Qualifizierung unabdingbar, um die gewonnene Autonomie professionell zu gestalten.

Inwiefern bleibt die Selbstständigkeit der Schulen trotz zentraler Standards gewahrt?

Das Projekt versteht sich als Mittelweg: Schulen erhalten zwar weitreichende Freiräume bei der Unterrichtsgestaltung und Ressourcenverwaltung, bleiben jedoch an übergeordnete Bildungsziele und externe Evaluationen gebunden.

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Details

Title
Das Modellprojekt 'Selbstständige Schule' in NRW vor dem Hintergrund aktueller Bildungspolitik als neue Steuerungsform zur Qualitätssicherung
College
University of Münster  (Institut für Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik)
Course
Theorie der Schule
Grade
1,7
Author
Christoph Braun (Author)
Publication Year
2005
Pages
17
Catalog Number
V56899
ISBN (eBook)
9783638514644
ISBN (Book)
9783656794134
Language
German
Tags
Modellprojekt Selbstständige Schule Hintergrund Bildungspolitik Steuerungsform Qualitätssicherung Theorie Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christoph Braun (Author), 2005, Das Modellprojekt 'Selbstständige Schule' in NRW vor dem Hintergrund aktueller Bildungspolitik als neue Steuerungsform zur Qualitätssicherung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56899
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