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Lesemotivation und differenzierte Leseförderung im zweiten Schuljahr

Eine handlungs- und produktionsorientierte Literaturwerkstatt zum Kinderroman "Hexe Lakritze" von Eveline Hasler

Title: Lesemotivation und differenzierte Leseförderung im zweiten Schuljahr

Examination Thesis , 2005 , 50 Pages , Grade: 14 Punkte

Autor:in: Katrin Busch (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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Für Grundschulkinder ist es wichtig, sie durch „action“, die sie oftmals nur in audiovisuellen Medien konsumieren, Leseerfahrungen sammeln zu lassen. „Das tun sie, wenn sie auf die Bewusstseinsebenen von Meta-Kognition und -Gedächtnis gelangen, d.h. Leseverfahren erkunden, erarbeiten und gebrauchen (Elaborationsstrategien, PISA 2002, 132 u. 272 ff.) In „Aktion“ treten Schüler vor allem bei produktiv-handelndem Lesen, da sie mit dem Text in vielfältiger Weise in Berührung kommen. In einem traditionellen Frontalunterricht kommen die handelnden Verfahren kaum zum Tragen. Aus diesem Grund heißt es, den Umgang mit literarischen Texten im Unterricht zu überdenken. In der vorliegenden Arbeit möchte ich die Methode der Literaturwerkstatt, die den handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht integriert, vorstellen und der Frage nachgehen, ob der Werkstattunterricht eine geeignete Methode ist, die Lesekompetenzen leistungsschwacher sowie leistungsstarker Schüler zu erweitern und deren Lesemotivation zu steigern. In der Unterrichtseinheit zur Ganzschrift „Hexe Lakritze“ von Eveline Hasler wurde die Werkstattarbeit in einer zweiten Klasse durchgeführt. Diese soll hier dargestellt und ausgewertet werden. Die Klasse 2b der Burgwaldschule in Wetter zeichnet sich durch ein sehr heterogenes Leistungsniveau im Bereich der Lesekompetenz aus. Nicht alle Kinder dieser Klasse leben in einer lesefreundlichen familiären Umgebung, die eine notwendige Grundvoraussetzung bei der Entwicklung zu einem kompetenten Leser darstellt. Aus diesem Grund hat die Schule die wichtige Aufgabe, Kinder zum Lesen zu animieren und auch für den hedonistischen Umgang mit Literatur genügend Raum zu schaffen. Mein Beobachtungsschwerpunkt in dieser Arbeit liegt also darin, zu untersuchen, wie effektiv die o.g. Methode ist, um die Lesefähigkeit und -motivation zu fördern. Dabei sollen in einem ersten Teil die theoretischen Hintergründe des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts, der Werkstattmethode und der Differenzierung innerhalb einer heterogenen Lerngruppe dargelegt werden. Im zweiten Teil werden die Planung, Durchführung und Ergebnisse der Literaturwerkstatt „Hexe Lakritze“ zusammengefasst. Anhand der beiliegenden Sachstruktur werden Verknüpfungen zwischen theoretischen Hintergründen von Literaturdidaktik, moderner Kinder- und Jugendliteratur, Öffnung des Unterrichts und der Umsetzung der Literaturwerkstatt zum Kinderroman „Hexe Lakritze“ dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Sachstruktur

1. Einleitung

2. Theoretische Erörterungen zum Thema

2.1 Definitorische Annäherungen an Literaturdidaktik

2.2 Handlungs- und produktionsorientierte Methoden im Deutschunterricht

2.2.1 Handlungs- und produktionsorientierte Verfahren – Eine Übersicht

2.3 Differenzierung

2.4 Merkmale des Werkstattunterrichts

2.4.1 Die Rolle des Lehrers im Werkstattunterricht

3. Planung der Unterrichtseinheit zur Literaturwerkstatt

3.1 Bedingungsanalyse

3.1.1 Situation der Klasse

3.1.2 Lernvoraussetzungen der Schüler

3.1.3 Lernvoraussetzungen ausgewählter Schüler

3.2 Didaktische Vorüberlegungen zur Literaturwerkstatt

3.2.1 Allgemeine Überlegungen zum Thema „Lesen“ in der Grundschule

3.2.2 Begründungen der Literaturauswahl

3.2.3 Begründungen der gewählten Unterrichtsform

3.2.4 Begründungen der gewählten Aufgabenformen

3.3 Methodische Vorüberlegungen zur Durchführung der Literaturwerkstatt

3.4 Ziele der Literaturwerkstatt

4. Darstellung der Unterrichtspraxis

4.1 Gesamtübersicht der Werkstattstunden

4.1.1 Beschreibung der Arbeitsangebote und deren Teilziele

4.2 Reflexion einzelner Arbeitsangebote

4.2.1 Angebot 7: „Wer schreibt mir da?“

4.2.1.1 Didaktisch – methodische Vorüberlegungen zu Angebot 7

4.2.1.2 Reflexion des Angebots 7

4.2.2 Angebot 17: „Der schnellste Besen – Lese-Abschluss-Check“

4.2.2.1 Didaktisch – methodische Vorüberlegungen zu Angebot 17

4.2.2.2 Reflexion des Angebots 17

4.2.3 Angebot 29: „Die alte Frau – Superkräfte“

4.2.3.1 Didaktisch – methodische Vorüberlegungen zu Angebot 29

4.2.3.2 Reflexion des Angebots 29

4.3 Reflexion der Motivation und des Lernfortschrittes ausgewählter Schüler

5. Gesamtreflexion

5.1 Reflexion der Unterrichtsform

5.2 Reflexion der Arbeitsangebote

5.3 Reflexion des Lernziels

5.4 Rolle der Lehrerin

5.5 Rückblick und Aussichten auf späteres Handeln

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wirksamkeit der Methode der Literaturwerkstatt zur Förderung der Lesemotivation und Lesekompetenz von Schülern in einer heterogenen zweiten Grundschulklasse. Im Zentrum steht die Frage, ob handlungs- und produktionsorientierte Zugänge zu einem Kinderroman die individuellen Lernchancen verbessern und sowohl leistungsschwache als auch leistungsstarke Kinder gezielt unterstützen können.

  • Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
  • Werkstattunterricht als individualisierende Unterrichtsform
  • Differenzierte Leseförderung im Grundschulalter
  • Analyse von Lernmotivation und Leseleistung
  • Umsetzung der Ganzschrift „Hexe Lakritze“ im Unterricht

Auszug aus dem Buch

2.4 Merkmale des Werkstattunterrichts

In den 70er Jahren wurde der Werkstattunterricht als reformpädagogisch geprägtes Konzept eines geöffneten Unterrichts von Käthi Zürcher/ Franz Schär und Jürgen Reichen in der Schweiz konzipiert. Die heute vorzufindende Form wurde aber vor allem durch Reichen weiterentwickelt und bekannt gemacht. Reichen versteht unter Werkstattunterricht eine sog. „Lernumwelt“:

„Den Schülern steht zu einem bestimmten Thema ein vielfältiges Arrangement von Lernsituationen und Lernmaterialien für Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit zur Verfügung. Dabei lassen sich die Lernangebote in der Regel im Selbststudium nutzen und ermöglichen den Schülern freie Wahl der Aufgabenfolge, Zusammenarbeit mit Kameraden, Selbstkontrolle u.v.m. (…) Es werden verschiedene Arbeitsplätze mit wenigen obligatorischen und vielen freiwilligen Lernangeboten eingerichtet.“

Der Lehrer soll Lernprozesse anregen, indem er Aufgaben, Anschauungsmaterial und Hilfsmittel bereitstellt und Schüler allenfalls berät. Etwas stärker als Reichen sieht Andreas Weber eine Einschränkung der Offenheit in Bezug auf die Arbeitsaufträge: „Aufträge und Materialien sind vom Lehrer vorbereitet und strukturiert worden, die Schüler haben also keinen oder nur einen geringen Einfluss auf die Auftragserteilung.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz der Leseförderung nach PISA/IGLU-Studien und stellt die Zielsetzung der Arbeit vor, die Methode der Literaturwerkstatt an einer zweiten Klasse zu evaluieren.

2. Theoretische Erörterungen zum Thema: Dieses Kapitel fundiert das handlungs- und produktionsorientierte Literaturkonzept, die Möglichkeiten der Differenzierung und die theoretischen Grundlagen des Werkstattunterrichts.

3. Planung der Unterrichtseinheit zur Literaturwerkstatt: Hier wird die spezifische Lernsituation der Klasse 2b analysiert, die Literaturauswahl begründet und die methodische Planung der Werkstattarbeit sowie deren Lernziele dargelegt.

4. Darstellung der Unterrichtspraxis: Dieses Kapitel präsentiert die tatsächliche Durchführung, beschreibt die angebotenen Arbeitsaufträge und bietet eine tiefgehende Reflexion ausgewählter Angebote und Schülerleistungen.

5. Gesamtreflexion: Die abschließende Reflexion bewertet die Wirksamkeit der Unterrichtsform, die Rolle der Lehrkraft sowie die erzielten Fortschritte hinsichtlich Lesekompetenz und -motivation.

6. Literaturverzeichnis: Umfassende Zusammenstellung der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Literaturwerkstatt, Leseförderung, Lesekompetenz, Grundschule, Deutschunterricht, Handlungsorientierung, Produktionsorientierung, Differenzierung, Werkstattunterricht, Hexe Lakritze, Lesemotivation, Binnendifferenzierung, Lehrerrolle, Leseerziehung, Grundschulunterricht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser pädagogischen Prüfungsarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung einer Literaturwerkstatt in einer zweiten Grundschulklasse, um die Lesekompetenz und Lesemotivation der Kinder effektiv zu fördern.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf dem handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterricht, dem Einsatz von Werkstattarbeit als offene Unterrichtsform sowie der methodischen Differenzierung innerhalb einer heterogenen Lerngruppe.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu prüfen, ob die gewählte Unterrichtsmethode geeignet ist, die Lesefähigkeiten sowohl leistungsschwacher als auch leistungsstarker Kinder zu verbessern und die Freude am Lesen zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine praxisorientierte pädagogische Untersuchung, die theoretische didaktische Konzepte in die Unterrichtspraxis überträgt, dokumentiert und anschließend kritisch reflektiert.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil dokumentiert die detaillierte Planung der Unterrichtseinheit zum Buch „Hexe Lakritze“, stellt die durchgeführten Arbeitsangebote vor und reflektiert deren Erfolg bei den Schülern.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

Die Kernbegriffe sind Leseförderung, Literaturwerkstatt, Handlungsorientierung, Differenzierung und Lesekompetenz.

Warum wurde ausgerechnet der Kinderroman „Hexe Lakritze“ gewählt?

Die Lektüre bietet eine Identifikationsfigur für Zweitklässler, greift Themen wie Toleranz und den Abbau von Vorurteilen auf und ist aufgrund ihrer Struktur ideal für handelnde Lese- und Schreibanlässe geeignet.

Wie bewertet die Autorin die Herausforderungen für die Lehrkraft?

Die Autorin reflektiert kritisch die anspruchsvolle Rolle als Moderatorin und Beobachterin, besonders als Berufsanfängerin, und betont den hohen Vorbereitungsaufwand einer Literaturwerkstatt.

Was ist das Ergebnis bezüglich der Leistungsunterschiede in der Klasse?

Die Untersuchung zeigt, dass die Werkstattmethode ein effektives Werkzeug zur Binnendifferenzierung ist, da sie leistungsschwächere Schüler stützt und leistungsstärkere Kinder durch anspruchsvolle Angebote herausfordert.

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Details

Title
Lesemotivation und differenzierte Leseförderung im zweiten Schuljahr
Subtitle
Eine handlungs- und produktionsorientierte Literaturwerkstatt zum Kinderroman "Hexe Lakritze" von Eveline Hasler
Course
Pädagogische Prüfungsabeit zur zweiten Staatsprüfung für das Lehramt an Grundschulen in Hessen
Grade
14 Punkte
Author
Katrin Busch (Author)
Publication Year
2005
Pages
50
Catalog Number
V56942
ISBN (eBook)
9783638514989
ISBN (Book)
9783656773290
Language
German
Tags
Lesemotivation Leseförderung Schuljahr Literaturwerkstatt Kinderroman Hexe Lakritze Eveline Hasler Pädagogische Prüfungsabeit Staatsprüfung Lehramt Grundschulen Hessen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Busch (Author), 2005, Lesemotivation und differenzierte Leseförderung im zweiten Schuljahr, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/56942
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