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Die Funktion der Akteurmodelle in der Soziologie

Title: Die Funktion der Akteurmodelle in der Soziologie

Term Paper , 2005 , 69 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Attila Steinbach (Author)

Sociology - General and Theoretical Directions
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Summary Excerpt Details

Gegenstand dieser Hausarbeit sind soziologische Akteurmodelle bzw. ihre Funktion in der Soziologie. Wenn zum Gegenstand der Soziologie prinzipiell alles gehört was Sozialität ausmacht, also wenn der Gegenstand der Soziologie die Sozialität an sich ist, dann stellt sich die Frage, welche Funktion erfüllen hierbei die Akteurmodelle. Die zwei grundsätzlichen Erklärungsprobleme der Soziologie sind die Handlungsursachen und Handlungsauswirkungen. In diese Arbeit geht es um Handlungsursachen, noch genauer um die Handlungswahl. Für die Untersuchung der einzelnen Akteurmodelle habe ich dennoch einen übergeordneten Rahmen gewählt und zwar die integrative Sozialtheorie von Hartmut Esser. Für mich ist es wichtig, die zu bearbeitenden Theorien in einen größeren Zusammenhang zu integrieren, damit ich weiß, wo ich mich mit meiner Arbeit verorten kann. Zunächst einmal musste ich die einzelnen Akteurmodelle durcharbeiten, um ihre Funktion zu verstehen. Ich habe deshalb den Studienbrief zusammengefasst. Dabei habe ich auch noch einige andere Autoren herangezogen. Diese Zusammenfassung findet man dann unter der Logik der Selektion. Für diese Hausarbeit hätte wohl auch eine kürzere Zusammenfassung ausgereicht, doch für mein Verständnis war sie nötig, deshalb die etwas höhere Seitenanzahl. Die eigentliche Hausarbeit von ca. 20 Seiten sind dann Kapitel III und IV. Bei der Zusammenführung der Akteurmodelle orientierte ich mich hauptsächlich an den Studienbrief, da eine derartige Zusammenführung und „friedliche Koexistenz“ der Akteurmodelle habe ich in der soziologischen Literatur nicht gefunden. Hier wird die eigentliche Funktion der Akteurmodelle behandelt, nämlich die in der Sozialen Wirklichkeit beobachtbare Phänomene angemessen zu erfassen und die Handelungswahl zu erklären. Im letzten Kapitel versuche ich eine Anwendung der Akteurmodelle zu demonstrieren. Hierbei analysiere ich die Handlungen eines Arbeitstages und versuchte diese hinsichtlich der Handlungsantriebe zu untersuchen und die Handlungswahl dementsprechend mit den passenden Akteurmodellen soziologisch zu erklären.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Masterstudiengan „Individualisierung und Sozialer wandel“

LOGIK DER SITUATION

Die Subjektive Definition der Situation

Framing:

Skript:

Modus der Informationsbearbeitung:

LOGIK DER SELEKTION

Homo Sociologikus

Das Normative Paradigma.

Rollenhandeln. Die Strukturfunktionalistische Rollentheorie

Das interpretative Paradigma „Role making“

Rational Choice: Homo Oeconomicus

Die Rationale Nutzverfolgung

Interdependenzbewältigung

Der „emotional man“. Emotionen als Handlungsantriebe

Analytische Differenzierung emotionsgeleiteten Handels

Auslösung von bestimmten Emotionen als Handlungsantrieb

Der Identitätsbehaupter. Identität als Handlungsantrieb

Identität als Selbstbild

Soziale Relevanz von Identität

LOGIK DER AGGREAGATION

Transformationsinstrumente:

Transformationsregel:

Transformationsbedingung:

Transformationsvorgang

ERKLÄRUNG SOZIALEN HANDELNS DURCH ZUSAMMENFÜHRUNG DER AKTEURMODELLE

ANALYTISCHE PRIORITÄTENORDNUNG DER AKTEURMODELLE UNTER ERKLÄRUNGSÖKONOMISCHEN GESICHTSPUNKTEN

Dimensionen der Handlungswahl

Modalität des Handlungsantriebes:

Ausmaß an Reflexion:

Funktionale Ordnung der Akteurmodelle nach Gesichtspunkten der Erklärungsökonomie

Die Fünf Prüfungsschritte

THEORIE DER MODERNEN GESELLSCHAFT UND DIE AKTEURMODELLE

ERKLÄRUNG DER HANDLUNGSWAHL ANHAND DER GESCHEHNISSE EINES ARBEITSTAGES

SITUATION UND ROLLENERWARTUNGEN

EIN ARBEITSTAG

Analyse und soziologischer Erklärungsversuch der Handlungen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Funktion soziologischer Akteurmodelle innerhalb der integrativen Sozialtheorie von Hartmut Esser, um zu klären, wie individuelle Handlungsursachen und Handlungswahlen innerhalb sozialer Kontexte erklärt werden können.

  • Logik der Situation, der Selektion und der Aggregation
  • Differenzierung von Akteurmodellen: Homo Sociologicus, Homo Oeconomicus, emotionaler Akteur und Identitätsbehaupter
  • Empirische Anwendung und Prüfung von Akteurmodellen im Alltag
  • Funktionale Ordnung der Handlungsmodelle nach ökonomischen Gesichtspunkten
  • Zusammenführung der Modelle zur Erklärung moderner Gesellschaftsstrukturen

Auszug aus dem Buch

LOGIK DER SITUATION

Die Situationsanalyse erfolgt durch die Logik der Situation. Ziel ist es, herauszuarbeiten, in welcher objektiven Situation sich ein Akteur befindet und wie er sich subjektiv darin verortet. Hierbei sind die objektiven Bestandteile einer Situation von Bedeutung. Essers Unterscheidung nach äußeren und inneren Bedingungen. Die Äußeren Bedingungen beinhalten drei Komponenten:

1. Opportunitäten: die gesamten Möglichkeiten der materiellen Knappheit, die als Mittel gewählt werden können (verschiedene Arten von Einkommen und Kapital)

2. Institutionelle Regeln: Gewohnheiten, Sitten, Gebräuche, Normen

3. Signifikante Symbole: in der Situation vorhandene, kulturell definierte und als sinnhaft identifizierbare Zeichen für die Geltung eines bestimmten Bezugsramens, der die Situation charakterisiert

Die inneren Bedingungen werden einerseits durch die soziale Identität der Akteure gebildet (gesamtes Repertoire an Wissen, Bewertungen und Einstellungen). Die Identität stellt andererseits gedankliche Modelle für typische Situationen, über das dort angemessene Handeln und über die Art der Beziehung des Akteurs zu seiner Umgebung, bereit

Zusammenfassung der Kapitel

LOGIK DER SITUATION: Dieses Kapitel erläutert, wie Akteure objektive äußere Bedingungen und ihre subjektive Identität nutzen, um Situationen mittels Framing, Skripten und Modi der Informationsverarbeitung zu strukturieren.

LOGIK DER SELEKTION: Hier werden die vier zentralen Akteurmodelle (Homo Sociologicus, Homo Oeconomicus, emotionaler Akteur, Identitätsbehaupter) detailliert dargestellt und ihre theoretischen Ansätze zur Handlungserklärung analysiert.

LOGIK DER AGGREAGATION: Das Kapitel behandelt die Transformation individueller Handlungen in Makrophänomene und erklärt die Instrumente der Transformationsregeln und -bedingungen.

ERKLÄRUNG SOZIALEN HANDELNS DURCH ZUSAMMENFÜHRUNG DER AKTEURMODELLE: Hier wird eine analytische Prioritätenordnung entwickelt, um effizient zu prüfen, welches Akteurmodell für die Erklärung eines konkreten Handelns am besten geeignet ist.

THEORIE DER MODERNEN GESELLSCHAFT UND DIE AKTEURMODELLE: Dieses Kapitel verknüpft die Akteurmodelle mit gesellschaftlichen Differenzierungsprozessen und analysiert, warum moderne Bedingungen den Interdependenzdruck auf den Akteur erhöhen.

ERKLÄRUNG DER HANDLUNGSWAHL ANHAND DER GESCHEHNISSE EINES ARBEITSTAGES: Im abschließenden Kapitel werden die theoretischen Modelle praktisch auf die Handlungen eines Arbeitstages angewendet, um die Handlungswahl des Autors soziologisch zu fundieren.

Schlüsselwörter

Akteurmodelle, Sozialtheorie, Hartmut Esser, Handlungswahl, Soziales Handeln, Homo Sociologicus, Homo Oeconomicus, Logik der Situation, Logik der Selektion, Logik der Aggregation, Identitätsbehauptung, Rollentheorie, Erklärungsökonomie, Soziale Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Es geht um die Rolle und Funktion soziologischer Akteurmodelle bei der Erklärung von menschlichem Handeln und Handlungswahlen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit analysiert die drei Logiken von Hartmut Esser (Situation, Selektion, Aggregation) und führt verschiedene Akteurmodelle zusammen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Kriterien für eine effiziente Auswahl des passenden Akteurmodells zur Erklärung konkreter sozialer Handlungen zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine theoretische Modellbildung angewandt, die durch die Anwendung der Modelle auf eine persönliche Fallstudie (einen Arbeitstag) validiert wird.

Was ist Gegenstand des Hauptteils?

Der Hauptteil befasst sich mit der detaillierten Beschreibung der vier Akteurmodelle, deren Aggregation zu Makroebenen sowie der methodischen Prioritätenordnung für ihre praktische Anwendung.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Akteurmodelle, Handlungswahl, Sozialität, Rollenerwartungen und soziologische Erklärung.

Wie geht der Autor mit der Diskrepanz zwischen Rollenerwartungen und eigenem Wollen um?

Der Autor nutzt Techniken wie Rollendistanz, Rolleninszenierung oder im Konfliktfall die explizite Thematisierung der Rolle, um trotz Widrigkeiten seine Identität zu behaupten.

Warum spielt die Erklärungsökonomie eine wichtige Rolle in der Arbeit?

Sie ermöglicht eine methodisch strukturierte Vorgehensweise, um mit dem geringstmöglichen empirischen Erhebungsaufwand das geeignetste theoretische Modell zur Erklärung einer Handlung zu identifizieren.

Welches Akteurmodell favorisiert der Autor für moderne Gesellschaften?

Aufgrund des zunehmenden Interdependenzdrucks und der funktionalen Differenzierung in modernen Gesellschaften gewinnt der Homo Oeconomicus als Modell für die Handlungswahl an Bedeutung.

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Details

Title
Die Funktion der Akteurmodelle in der Soziologie
College
University of Hagen  (Institut für Soziologie)
Grade
1,3
Author
Attila Steinbach (Author)
Publication Year
2005
Pages
69
Catalog Number
V57142
ISBN (eBook)
9783638516648
ISBN (Book)
9783638693721
Language
German
Tags
Funktion Akteurmodelle Soziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Attila Steinbach (Author), 2005, Die Funktion der Akteurmodelle in der Soziologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57142
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