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Innerbetriebliche Aufgabenverteilung - Spezialisierung oder Job-Enlargement?

Title: Innerbetriebliche Aufgabenverteilung - Spezialisierung oder Job-Enlargement?

Seminar Paper , 2006 , 18 Pages , Grade: 1

Autor:in: MMag. Patrick Zirngast (Author), Marie-Christin Kanduth (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Das Problem der Aufgabenverteilung entsteht aufgrund der generellen Notwendigkeit zur Arbeitsteilung. Diese steigt sowohl mit zunehmenden Arbeitsmengen als auch mit wachsender Arbeitsvielfalt wie -komplexität.
Überträgt ein Vorgesetzter nun Aufgaben auf untergeordnete Mitarbeiter, dann tut er dies aus guten Gründen. Zum einen können sich Mitarbeiter als Spezialisten für die delegierte Aufgabe weisen und dementsprechend Spezialisierungs- und Informationsvorteile generieren. Zum anderen könnte eine Nicht-Delegation der Aufgabe beim Vorgesetzten, der einen stetig wachsenden Arbeitsaufwand zu bewältigen hat, zu hohen Opportunitätskosten führen. Die Entscheidung wie viele Aufgaben delegiert werden sollen kann für den Vorgesetzten sowie im Allgemeinen für die Unternehmensleitung zu einem Dilemma führen. Denn die zuvor genannten Vorteile einer Aufgabenverteilung bringen auch Nachteiliges mit sich. Die Ausnutzung dezentraler Informationen durch die untergeordneten Mitarbeiter eröffnet einen großen Raum für opportunistisches Verhalten derselbigen. Verzichtet die Unternehmensleitung auf Delegation, dann können Opportunismusprobleme verhindert, aber Spezialisierungsvorteile nicht genutzt werden. Es kommt zur Überbelastung der Unternehmensführung. Das optimale Maß an Delegation wird sich zwischen den beiden extremen Sichtweisen liegen.
Diese Arbeit beschäftigt sich im Folgenden nicht damit, ob delegiert werden sollte - denn wie zuvor festgestellt, bestehen rationale Gründe zur Delegation - sondern es wird die Frage diskutiert, wie delegiert werden soll. Daraus ergeben sich vielfältige Fragestellungen. In welcher Form sollen Arbeitsaufgaben zusammengefasst werden? Sollte jeder untergeordnete Mitarbeiter eine Arbeitsaufgabe zugeteilt bekommen oder sollten unterschiedliche Aufgaben an mehrere Mitarbeiter gemeinsam delegiert werden?3
Zu Beginn werden diese Fragestellungen im Rahmen der Prinzipal-Agenten Theorie diskutiert, wobei untersucht wird, ob es sinnvoll sein kann, zwei Agenten für zwei Aufgaben gemeinsam verantwortlich zu machen oder jede Aufgabe an einen einzelnen Agenten zu delegieren. Im Vordergrund steht die Delegation der Ausführung von Aufgaben, dementsprechend die Analysierung bei verborgenen Handlungen (hidden action). Die Delegation bei verborgenen Informationen wird nicht behandelt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG UND ZIELSETZUNG DIESER ARBEIT

2 BETRACHTUNG DER FRAGESTELLUNG IN DER AGENCY THEORY

2.1 Einleitung

2.2 Das Modell

2.3 Optimale Verträge

2.4 Perfekte Kostensubstitution – Optimalität von Aufgabentrennung

2.5 Keine Kostensubstitution – Optimalität gemeinsamer Verantwortung

2.6 Zusammenfassung

3 SPEZIALISIERUNG UND JOB-ENLARGEMENT IM KONTEXT VON ORGANISATIONSTHEORIE UND PERSONALWIRTSCHAFT

3.1 Von Taylor zum Job-Enlargement

3.2 Kritik an motivationsorientierten Organisationsmodellen

4 SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die optimale innerbetriebliche Aufgabenverteilung zwischen Spezialisierung und Job-Enlargement. Dabei wird analysiert, unter welchen Bedingungen die Delegation von Aufgaben an einzelne Mitarbeiter vorteilhaft ist oder ob die gemeinsame Verantwortung mehrerer Akteure zu besseren Ergebnissen führt, wobei insbesondere die Agency Theory als theoretischer Rahmen dient.

  • Grundlagen der Prinzipal-Agenten-Theorie zur Aufgabenverteilung
  • Vergleich von Modellen mit perfekter versus fehlender Kostensubstitution
  • Theoretische Herleitung optimaler Arbeitsverträge
  • Perspektiven der Organisationstheorie auf Spezialisierung und Arbeitsgestaltung
  • Kritische Würdigung motivationstheoretischer Ansätze wie Job-Enlargement

Auszug aus dem Buch

2.2 Das Modell

Das Modell von Holmström/Milgrom sowie auch jenes nach Itoh basieren auf dem bekannten LEN – Modell, wie dies bereits in der Einleitung kurz skizziert wurde. Die weiteren Modellannahmen sollen hier kurz umrissen werden, um in den weiteren Ausführungen eine einheitliche Notation zu gewährleisten. Zur Vereinfachung seien nur zwei Agenten (A, B) betrachtet, die zwei Aufgaben (1,2) bearbeiten sollen. Sie erbringen dafür einen Anstrengungsvektor 2 (a,b ) ∈ für die beiden Aufgaben, wobei a1 für den Arbeitseinsatz des Agenten A für die erste Aufgabe steht. Die Anstrengungsniveaus sind wie üblich nicht beobachtbar, lediglich die Ergebnisse x1 und x2 sind verifizierbar. Es sei angenommen, dass i i ii xab = + +ε . (1)

Das Ergebnis einer Aufgabe sei jeweils die Summe der Arbeitseinsätze der Agenten plus eines normalverteilten Störterms mit dem Erwartungswert Null. Der Prinzipal kann die beiden Agenten anhand der beiden Informationssignale x1 und x2 entlohnen. Das Entlohnungsschema sei für beide Agenten gleich als lineare Funktion gegeben und weist für Agent A folgende Form auf: w xx a 0 11 22 = α +α +α . (2)

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG UND ZIELSETZUNG DIESER ARBEIT: Das Kapitel führt in die Problematik der Aufgabenverteilung ein und definiert die Forschungsfrage im Kontext der Prinzipal-Agenten-Theorie.

2 BETRACHTUNG DER FRAGESTELLUNG IN DER AGENCY THEORY: Es erfolgt eine theoretische Modellierung der optimalen Aufgabendelegation unter Berücksichtigung von Kostensubstitutionsparametern.

3 SPEZIALISIERUNG UND JOB-ENLARGEMENT IM KONTEXT VON ORGANISATIONSTHEORIE UND PERSONALWIRTSCHAFT: Dieses Kapitel diskutiert historische Ansätze der Arbeitsgestaltung sowie moderne Konzepte zur Erweiterung des Handlungsspielraums von Mitarbeitern.

4 SCHLUSSBETRACHTUNG: Die zentralen Ergebnisse der agency-theoretischen und organisationstheoretischen Betrachtungen werden zusammengeführt und kritisch eingeordnet.

Schlüsselwörter

Agency Theory, Aufgabenverteilung, Spezialisierung, Job-Enlargement, Delegation, Prinzipal-Agenten-Modell, Kostenfunktion, Kostensubstitution, Anreizkompatibilität, Arbeitsgestaltung, Personalwirtschaft, Organisationstheorie, Entlohnung, Arbeitsteilung, Teamarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert die innerbetriebliche Aufgabenverteilung und diskutiert das Spannungsfeld zwischen Spezialisierung und Job-Enlargement.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die zentralen Felder sind die agency-theoretische Analyse von Delegationsentscheidungen sowie organisationstheoretische Perspektiven auf Arbeitsgestaltung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Frage lautet, wie Arbeitsaufgaben optimal delegiert werden sollen – ob durch die Spezialisierung auf einzelne Agenten oder durch die gemeinsame Verantwortung in Teams.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Es wird das sogenannte LEN-Modell verwendet, ein Standardmodell der Prinzipal-Agenten-Theorie, um Anreizstrukturen und Kostenfunktionen mathematisch zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine modelltheoretische Untersuchung der Delegation sowie eine diskursive Betrachtung motivationstheoretischer Organisationsmodelle.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kostensubstitution, Anreizkompatibilität, Delegationsgrad und Arbeitsleid charakterisiert.

Warum spielt die Kostensubstitution eine entscheidende Rolle im Modell?

Sie bestimmt, ob Grenzkosten für verschiedene Aufgaben bei einem Agenten voneinander abhängig sind, was maßgeblich beeinflusst, ob eine Aufgabentrennung oder -bündelung effizienter ist.

Wie kritisiert die Arbeit motivationsorientierte Modelle?

Sie weist darauf hin, dass eine Erweiterung des Handlungsspielraums nicht für alle Mitarbeiter eine Bereicherung darstellt und die Kompatibilität von Organisationszielen fraglich bleiben kann.

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Details

Title
Innerbetriebliche Aufgabenverteilung - Spezialisierung oder Job-Enlargement?
College
University of Graz  (Institut für Controlling und Unternehmensführung)
Course
Doktorandenseminar
Grade
1
Authors
MMag. Patrick Zirngast (Author), Marie-Christin Kanduth (Author)
Publication Year
2006
Pages
18
Catalog Number
V57189
ISBN (eBook)
9783638517072
ISBN (Book)
9783656784920
Language
German
Tags
Innerbetriebliche Aufgabenverteilung Spezialisierung Job-Enlargement Doktorandenseminar Informationsökonomische Untersuchung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MMag. Patrick Zirngast (Author), Marie-Christin Kanduth (Author), 2006, Innerbetriebliche Aufgabenverteilung - Spezialisierung oder Job-Enlargement?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57189
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