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Die Gottesherrschaft in der Verkündigung Jesu

Title: Die Gottesherrschaft in der Verkündigung Jesu

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Andreas Freye (Author)

Theology - Biblical Theology
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Die Herrschaft Gottes, die βασιλεία τού θεού steht unbestritten im Mittelpunkt der Verkündigung Jesu. Die Heiler- und Wundertätigkeit Jesu, seine Botschaft und der ethische Imperativ ordnen sich dabei um diese Verkündigung der Gottesherrschaft herum. Die Bindung der Predigt von der Gottesherrschaft an die Person Jesu ist daran ersichtlich, das sie in den synoptischen Evangelien vorherrscht. Im Johannesevangelium ist der Begriff stark zurückgenommen (nur in Joh 3,3 und 5 existent), relativ häufig vertreten ist er in der Apostelgeschichte, wo der Begriff βασιλεία τοΰ θεοΰ sechsmal vorkommt (1,3; 8,12; 14,22; 19,8; 28,23.31), in den Paulinischen Briefen schließlich zehnmal (Röm 14,17; 1. Kor 4,20; Kol 4,11; 2. Thess 1,5 u.a.) und in der Apokalypse einmal (12,10). Der Evangelist Matthäus spricht nicht von der βασιλεία τοΰ θεοΰ sondern von der βασιλεία τών ουρανών. Jesu Wort scheint hier authentischer zu sein, da der Begriff „Himmelsherrschaft“ jüdischer klingt, da „Himmel“ als Ersatz für den Gottesnamen verwendet werden kann; zudem kommt der Begriff auch in der rabbinischen Literatur vor.
In der folgenden Arbeit wird der Begriff der βασιλεία in den Synoptischen Evangelien untersucht. Die Gewichtung liegt dabei auf ausgewählten Gleichnissen bei Matthäus und Markus, die anderen Bücher des NT werden nur gestreift.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff ʺβασιλεΰςʺ im NT

3. Der Begriff der „βασιλεία τού θεού“ im NT

4. Die „βασιλεία τού θεού“ in den Gleichnissen Jesu bei Matthäus und Markus

4.1. „Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen“ Mt 13, 24 – 30

4.2.„Das Gleichnis vom Schatz im Acker und von der kostbaren Perle“ Mt 13, 44 – 46

4.3.„Das Gleichnis vom Fischnetz“ Mt 13, 47 – 50

4.4.„Das Gleichnis vom Sämann“ Mk 4, 3 – 8

4.5.„Das Gleichnis von der selbstwachsenden Saat“ Mk 4, 26 – 29

4.6.„Das Gleichnis vom Senfkorn“ Mk 4, 30 ‐32

5. Die βασιλεία τού θεού in der alttestamentlichen Tradition

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verständnis des Begriffs „Gottesherrschaft“ (βασιλεία) innerhalb der synoptischen Evangelien, mit einem besonderen Fokus auf ausgewählte Gleichnisse bei Matthäus und Markus, um deren theologischen Gehalt und Bezug zur Verkündigung Jesu zu erarbeiten.

  • Analyse des Begriffs „βασιλεία“ im neutestamentlichen Kontext.
  • Untersuchung der Gottesherrschaft in den Gleichnissen von Matthäus und Markus.
  • Vergleichende Betrachtung der alttestamentlichen Tradition zur Königsherrschaft Gottes.
  • Exegetische Aufarbeitung der „agrarischen“ Gleichnisse und deren Bezug zum Reich Gottes.
  • Reflexion über die Rolle der Gemeinde und das Handeln Gottes im eschatologischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

4.1. „Das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen“ Mt 13, 24 – 30

24Er legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. 25Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. 26Als nun die Saat wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. 27Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? 28Er sprach zu ihnen: Das hat ein Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, daß wir hingehen und es ausjäten? 29Er sprach: Nein! damit ihr nicht zugleich den Weizen mit ausrauft, wenn ihr das Unkraut ausjätet. 30Laßt beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine Scheune. a

Das 13. Kapitel bei Matthäus gilt als ʺagrarischesʺ Gleichnis. Das zu Mt 13, 24 – 30 vorhergehende Gleichnis Mt 13, 3 – 9 ist durch die Allegorese zu V. 3 – 9 durch V. 18 – 23 zum Gleichnis V. 24 – 30 abgetrennt. Nachfolgend setzt mit V. 31 ein weiteres Gleichnis ein, welches ebenfalls zum Blickfeld "Saat und Wachstum" gehört. Durch die Vergangenheitstempora und die szenische Gestaltung von Mt 13, 24 – 30 ist die Erzählung als Parabel zu bestimmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung umreißt die zentrale Rolle der Gottesherrschaft in Jesu Verkündigung und grenzt den Untersuchungsbereich auf die synoptischen Evangelien ein.

2. Der Begriff ʺβασιλεΰςʺ im NT: Dieses Kapitel analysiert die Verwendung des Begriffs „König“ im Neuen Testament und die Abgrenzung von irdischen Herrschern gegenüber dem messianischen Verständnis.

3. Der Begriff der „βασιλεία τού θεού“ im NT: Hier wird der Begriff des Reiches Gottes in seiner theologischen Bedeutung und synonymen Verwendung sowie die Unterscheidung zur Himmelsherrschaft thematisiert.

4. Die „βασιλεία τού θεού“ in den Gleichnissen Jesu bei Matthäus und Markus: In diesem Hauptteil werden sechs spezifische Gleichnisse exegesiert, um deren Bezug zur Gottesherrschaft und die damit verbundenen handlungstheoretischen Aspekte zu beleuchten.

5. Die βασιλεία τού θεού in der alttestamentlichen Tradition: Das abschließende Kapitel untersucht die alttestamentlichen Wurzeln der Königsherrschaft Gottes, insbesondere in Bezug auf eschatologische Erwartungen und das Endgericht.

Schlüsselwörter

Gottesherrschaft, βασιλεία, Gleichnisse, Matthäus, Markus, Reich Gottes, Himmelsreich, Exegese, Jesus Christus, Eschatologie, Saat, Ernte, Endgericht, Verkündigung, Synoptische Evangelien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das zentrale Konzept der Gottesherrschaft (βασιλεία) in der Verkündigung Jesu, primär anhand von Gleichnissen in den synoptischen Evangelien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die biblische Exegese, die eschatologische Erwartung im Judentum und die Analyse der Gleichnisse als Metaphern für das Reich Gottes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Verständnis von Gottes Handeln am Menschen und die Bedeutung des Reiches Gottes innerhalb des neutestamentlichen Kontextes herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine exegetische Analyse der ausgewählten biblischen Texte angewandt, die den historischen und theologischen Kontext der Gleichnisse berücksichtigt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung von sechs Gleichnissen, darunter das Unkraut unter dem Weizen, der Sämann und das Senfkorn.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Gottesherrschaft, βασιλεία, Gleichnisse, Eschatologie und die spezifische Auslegung bei Matthäus und Markus.

Welche Rolle spielt das Gleichnis vom Unkraut unter dem Weizen in der Argumentation?

Das Gleichnis dient dazu, die Geduld Gottes und das Verhältnis von Gut und Böse in der Welt vor dem Hintergrund des endzeitlichen Gerichts zu verdeutlichen.

Wie unterscheidet sich das Verständnis der Gottesherrschaft im AT von dem im NT?

Während das AT die Königsherrschaft Gottes stark mit der Erwartung eines Endgerichts verknüpft, wird dies im NT durch das Wirken Jesu Christi differenzierter betrachtet.

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Details

Title
Die Gottesherrschaft in der Verkündigung Jesu
College
Martin Luther University
Grade
2,0
Author
Andreas Freye (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V57214
ISBN (eBook)
9783638517287
ISBN (Book)
9783638665223
Language
German
Tags
Gottesherrschaft Verkündigung Jesu
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Andreas Freye (Author), 2006, Die Gottesherrschaft in der Verkündigung Jesu, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57214
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