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E-Government im Rahmen von Public Private Partnerships

Title: E-Government im Rahmen von Public Private Partnerships

Diploma Thesis , 2006 , 78 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Marco Ritter (Author)

Business economics - Miscellaneous
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„Wandlung ist notwendig wie die Erneuerung der Blätter im Frühling“ Vincent van Gogh
Die Welt befindet sich ständig im Wandel. Die politischen und gesellschaftlichen Systeme änderten sich schon immer und dem Fortschritt konnte man sich, wenn überhaupt, nur zeitweise entziehen. Dieser Erkenntnis stimmen heute mehr Reformer zu, als jemals zuvor. In Zeiten der Globalisierung wächst die Welt zunehmend zusammen und scheint kleiner zu werden. Der Druck auf Konzerne und international operierende, mittelständische Unternehmen zwingt sie immer qualitativ hochwertigere Produkte bei sinkenden Kosten anzubieten. Einzig der öffentliche Sektor in Deutschland scheint sich nicht dem Effizienz-und Leistungsdruck zu beugen. Wären Bund, Länder und Kommunen in privater Hand, müssten sie Insolvenz anmelden. Am 5. Mai diesen Jahres überschritt die „Schuldenuhr“ des Bundes der Steuerzahler die Rekordmarke von 1,5 Billionen Euro. Schon die Neugeborenen kommen heute mit über 18.000 Euro an öffentlichen Schulden auf die Welt. Die Neuverschuldung von 2113 Euro pro Sekunde verdeutlicht die Situation, dass die öffentlichen Haushalte unter Zugzwang stehen und an dem Erfolgspotenzial privatwirtschaftlicher Ökonomie partizipieren müssen. Nach dem Motto „alles was aus dem Angelsächsischen kommt, muss einfach gut sein“, suggeriert die Formel „Public Private Partnership“ die Lösung vieler Verwaltungsprobleme. Kosten werden auf private Wirtschaftssubjekte abgewälzt und als Gegenleistung werden sie an den Einnahmen beteiligt. Eine weitere Modernisierungsbestrebung zielt auf das Internet ab. Electronic Government wird in den meisten Industriestaaten relativ zielstrebig verfolgt. Vordergründig sind auch hier die Kosten ausschlaggebend. Warum sollten die Gebietskörperschaften also nicht beide Anglismen unter einen Hut bringen? Kostenintensive E-Government-Portale mit Hilfe Privater zu verwirklichen, könnte sich als Erfolgsgeschichte herausstellen.
Kapitel 2 zeigt die Grundlagen einer PPP auf, mit dem Versuch eine Public Private Partnership zu definieren. Daran anschließend wird eine kurze Historie zusammengestellt. Der nächste Abschnitt befasst sich mit den Gründen, weshalb die Parteien eine öffentlich-private Partnerschaft eingehen sollten und welche Bereiche des öffentlichen Lebens einbezogen werden können. Danach erfolgt eine Zusammenstellung der Organisationsformen, die in das Spektrum einer PPP fallen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung und Gang der Untersuchung

2 Grundlagen von Public Private Partnerships

2.1 Definition und Sicht der Literatur

2.2 Hintergrund und Chronologie des PPP-Begriffs

2.3 Beweggründe und Anwendungsgebiete

2.4 PPP-Formen nach Art der privaten Kapitalbeteiligung

2.5 Potenzial und nachteilige Einflüsse

2.5.1 Synergien und Wettbewerbsvorteile

2.5.2 Problematische Faktoren

3 Einführung und Anwendung des E-Governments auf öffentlich-private Kooperationen

3.1 E-Government – eine perspektivische Verwaltung

3.1.1 Charakterisierung und Abgrenzung

3.1.2 E-Government als innovative Verwaltungsmethode

3.2 Phasen der Realisierung einer öffentlich-privaten Kooperation im E-Government

3.2.1 Konzeptionsphase

3.2.2 Strategische Entscheidung

3.2.3 Ausführungsphase

3.2.4 Analyse und Evaluierung

3.3 Informations- und Kommunikationsmanagement als kooperationsweite Erfolgsfaktoren

3.4 Kritische Würdigung

4 Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Public Private Partnerships (PPP) zur Umsetzung und Finanzierung von E-Government-Projekten in der öffentlichen Verwaltung. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, wie durch die Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und privater Wirtschaft Kosten eingespart und die Modernisierung der Verwaltung sowie die Bürgerfreundlichkeit gesteigert werden können, ohne dabei staatliche Einflussmöglichkeiten und ordnungspolitische Interessen zu gefährden.

  • Grundlagen und Definitionen von Public Private Partnerships
  • Anwendungsmöglichkeiten und Phasenmodell für E-Government-Projekte
  • Erfolgsfaktoren für das Informations- und Kommunikationsmanagement in Kooperationen
  • Chancen und Risiken, wie z.B. Prinzipal-Agenten-Problematiken
  • Evaluation durch Instrumente wie den Balanced-E-Government-Index

Auszug aus dem Buch

2.5.2 Problematische Faktoren

Zunächst ist festzuhalten, dass es im Rahmen einer PPP zu einer ungleichen Informationsverteilung zwischen Privatem und Öffentlichem kommt. Sie wirkt dabei in beide Richtungen, einmal vom Privatunternehmen zum öffentlichen Partner als auch vom Öffentlichen zum Privaten. Das Unternehmen hat, wie bereits erwähnt, die besseren Marktkenntnisse, Managementstrukturen und Kapitalmarkteinblicke, während die Verwaltung mit Fähigkeiten zur Verfahrensbeschleunigung, Wissen über rechtliche Zuständigkeiten und Fördermittel auftrumpfen kann. Vor allem der private Akteur lässt hinsichtlich seiner Fähigkeiten und Absichten den Partner oft im Unklaren. So kann es zu opportunistischem Verhalten kommen, welches umgekehrt, wenn auch seltener und in abgeschwächter Form, auch bei der Verwaltung möglich ist.

Als Bestandteil der Neuen Institutionenökonomie befasst sich die Prinzipal-Agenten-Theorie mit der asymmetrischen Informationsverteilung zwischen zwei (Vertrags-)Parteien. Mit dieser Theorie werden Umstände beschrieben, in denen mindestens zwei Individuen in einem Abhängigkeitsverhältnis bzw. in einer Auftraggeber-Auftragnehmer-Beziehung zueinander stehen. Charakteristisch ist hier eine wechselseitige Beeinflussung des Handelns des Partners durch das des anderen Individuums. Die Literatur geht dabei allgemein von einem Informationsvorsprung des Agenten gegenüber dem Prinzipal aus. Auf eine Public Private Partnership bezogen bedeutet das, dass der Prinzipal der PPP-Suchende ist und der Agent derjenige, der das Angebot annimmt. Ob Öffentlicher oder Privater in einer PPP Agent bzw. Prinzipal ist, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Für gewöhnlich ist die staatliche Institution der Prinzipal und das Unternehmen der Agent.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Problemstellung und Gang der Untersuchung: Dieses Kapitel motiviert die Arbeit durch den hohen Reformdruck auf die öffentliche Hand in Deutschland und führt in die Thematik der Modernisierung durch Public Private Partnerships und E-Government ein.

2 Grundlagen von Public Private Partnerships: Hier werden Definitionen, Historie, verschiedene PPP-Organisationsformen sowie das Potenzial und die Risiken (z.B. Informationsasymmetrien) von öffentlich-privaten Kooperationen systematisch erläutert.

3 Einführung und Anwendung des E-Governments auf öffentlich-private Kooperationen: Dieses Hauptkapitel untersucht E-Government als innovative Verwaltungsmethode, detailliert ein Phasenmodell für die Realisierung solcher Projekte und beleuchtet Erfolgsfaktoren sowie Herausforderungen.

4 Schlussbetrachtung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Rolle von PPPs als strategische Bündnisse für eine moderne, bürgerorientierte Verwaltung im Kontext begrenzter öffentlicher Budgets.

Schlüsselwörter

Public Private Partnership, PPP, E-Government, Verwaltung, Öffentliche Hand, Kooperation, Effizienz, Modernisierung, Finanzierung, Informationsmanagement, Benchmarking, Prinzipal-Agenten-Theorie, Infrastruktur, Vertragsgestaltung, New Public Management.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie Public Private Partnerships (PPP) genutzt werden können, um E-Government-Projekte in der öffentlichen Verwaltung effizient und innovativ zu realisieren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Felder sind die theoretischen Grundlagen von PPPs, die spezifischen Anforderungen an E-Government-Projekte, Strategien zur Partnerwahl, Risikomanagement sowie die Evaluierung von Projekterfolgen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine Kooperation zwischen öffentlichem Sektor und Privatwirtschaft die Verwaltungsmodernisierung trotz knapper öffentlicher Kassen erfolgreich gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine strukturierte Analyse und Auswertung existierender Fachliteratur, Konzepte und internationaler Erfahrungen zu PPPs und E-Government.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung des PPP-Konzepts und eine anwendungsorientierte Erläuterung, wie E-Government-Projekte in Phasen (Konzeption, Strategie, Ausführung, Analyse) mit privaten Partnern umgesetzt werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Public Private Partnership, E-Government, Effizienzsteigerung, Verwaltungsmodernisierung, Projektmanagement und Informationsasymmetrien.

Welche Rolle spielt die Prinzipal-Agenten-Theorie in diesem Kontext?

Sie dient zur Analyse der oft asymmetrischen Informationsverteilung zwischen dem Staat (Prinzipal) und privaten Partnern (Agenten), um opportunistisches Verhalten und Risiken frühzeitig zu identifizieren und vertraglich zu begrenzen.

Wie bewertet der Autor die Erfolgschancen von E-Government-Projekten im Rahmen von PPPs?

Der Autor sieht ein erhebliches Potenzial, mahnt aber eine sorgfältige Gestaltung der Verträge sowie eine individuelle Anpassung an die Bedürfnisse der Gebietskörperschaften an, da es kein universelles Patentrezept gibt.

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Details

Title
E-Government im Rahmen von Public Private Partnerships
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Rechts- und Staatswissenschaftliche Fakultät)
Grade
1,7
Author
Marco Ritter (Author)
Publication Year
2006
Pages
78
Catalog Number
V57241
ISBN (eBook)
9783638517454
Language
German
Tags
E-Government Rahmen Public Private Partnerships
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marco Ritter (Author), 2006, E-Government im Rahmen von Public Private Partnerships, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57241
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