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Föderalismus versus Federalism - ein zentrales Thema der Verfassungsdiskussion

Title: Föderalismus versus Federalism - ein zentrales Thema der Verfassungsdiskussion

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Oliver Zürn (Author)

History - Basics
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The American War is over: but this is far from being the case with the American Revolution. On the contrary, nothing but the first act of the great drama is closed.
Mit diesem pathetischen Ausspruch schien Benjamin Rush im Februar 1787 schon die Bedeutung der Ereignisse der nächsten zwei Jahre vorauszuahnen. Die bisherige Konföderation der dreizehn amerikanischen Staaten war in eine Krise geraten. Um die konstitutionellen Probleme der Union zu beheben wurde im gleichen Jahr ein Verfassungskonvent in Philadelphia einberufen. Dieser ging jedoch über eine Reform der Konföderation weit hinaus und stellte einen vollkommen neuen Entwurf vor. Hatte der von 1775 bis 1783 dauernde Unabhängigkeitskrieg die ehemaligen Kolonien vereint, so drohte dieser schon durch die unmittelbare Nachkriegszeit gebeutelte Zusammenschluss nun endgültig auseinanderzubrechen. Die Frage der Ratifizierung der neuen Verfassung schien die „Vereinigten“ Staaten von Amerika in zwei Lager zu spalten: einerseits in die Befürworter der Verfassung, die sich selbst Federalists nannten, andererseits in die Verfassungsgegner, die als Antifederalists abgestempelt wurden. Entgegen dem deutschen Sprachgebrauch sind Federalists(Föderalisten) die Vertreter einer starken Zentralgewalt, wohingegen sich die Antifederalists für die Souveränität der Einzelstaaten stark machten. Wie aber konnte die Frage um den föderalistischen Staatsaufbau eine geradezu leidenschaftliche Debatte auslösen und zu einem zentralen Thema der Verfassungsdiskussion werden? Wie lassen sich beide Seiten charakterisieren und welche Argumente verwendeten sie?

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Inhaltsverzeichnis

1. Die uneinigen Staaten von Amerika

2. Föderalismus versus Federalism

2.1. Die Konföderationsverfassung

2.1.1. Die Entstehung der Konföderation

2.1.2. Die Schwächen der Konföderation

2.1.3. Der Ruf nach einer Reform der Konföderation

2.2. Der Verfassungskonvent von Philadelphia

2.2.1. Die Zusammensetzung des Konvents

2.2.2. Der Virginia-Plan

2.2.3. Der New Jersey-Plan

2.2.4. The Great Compromise

2.3. Die Ratifizierungsdebatte

2.3.1. Antifederalists

2.3.1.1. Die Rechtmäßigkeit der Verfassung

2.3.1.2. Die Notwendigkeit einer Bill of Rights

2.3.1.3. Die Staatensouveränität

2.3.1.4. Die „kleine Republik“

2.3.1.5. Die Union der Einzelstaaten

2.3.2. Federalists

2.3.2.1. Die Notwendigkeit des Verfassungswechsels

2.3.2.2. Die Vorteile des Bundesstaates

2.3.2.3. Die „ausgedehnte Republik“

2.3.2.4. Die Balance zwischen Einzelstaaten und Zentralgewalt

2.3.2.5. Die Volkssouveränität

2.3.3. Die Ratifizierung der Verfassung

3. Die Entstehung einer Nation

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die leidenschaftliche Verfassungsdebatte in den Vereinigten Staaten zwischen 1787 und 1788, bei der das Ringen zwischen den Befürwortern (Federalists) einer starken Zentralgewalt und den Verfechtern (Antifederalists) der Staatensouveränität die Grundlage für die amerikanische Staatsform legte.

  • Die strukturellen Schwächen der Konföderationsverfassung als Auslöser für den Verfassungskonvent.
  • Die konträren politischen Philosophien von Federalists und Antifederalists hinsichtlich der Staatsorganisation.
  • Die Rolle von James Madisons Konzept der „ausgedehnten Republik“ und der „geteilten Souveränität“.
  • Die Bedeutung der Ratifizierungskonvente und die Ergänzung durch die Bill of Rights.
  • Die Transformation der Konföderation zum modernen Bundesstaat und die Geburtsstunde der amerikanischen Nation.

Auszug aus dem Buch

2.3.1.4. Die „kleine Republik“

Die Antifederalists sahen es auch als historisch und theoretisch bewiesen, dass ein freies und republikanisches Regierungssystem nur auf einem relativ kleinen Territorium mit einer homogenen Bevölkerung möglich sei. Sogar unter den amerikanischen Staaten sei diese Regel offensichtlich, da die größten Staaten die am schlechtesten regierten seien. Man verfolgte daher das Ideal der „small republic“. Nur in ihr sei sichergestellt, dass das Volk sich loyal zu ihrer Regierung stellen und die Gesetze beachten würde. Ebenso sei nur in kleinen Republiken (den Staaten) eine gerechte und der Realität entsprechende Repräsentierung des Volkes möglich. Andernfalls würden sich die Herrschenden immer weiter vom Volk entfernen und eine Herrschaft der Aristokratie und der Eliten zur Folge haben. Auch sei eine republikanische Regierungsform von einer „civic virtue“ abhängig, die nur hier an die Bürger vermittelt werden könnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die uneinigen Staaten von Amerika: Einführung in die krisenhafte Phase der frühen USA nach dem Unabhängigkeitskrieg, die den Ruf nach einer neuen Verfassungsordnung auslöste.

2. Föderalismus versus Federalism: Analysiert den Übergang von den Articles of Confederation über den Verfassungskonvent von Philadelphia hin zur hitzigen Ratifizierungsdebatte zwischen Befürwortern und Gegnern der neuen Verfassung.

3. Die Entstehung einer Nation: Fazit über den Wandel des amerikanischen Staatenbundes zu einem Bundesstaat und die dauerhafte Bedeutung der Verfassungsdiskussion für die Identitätsbildung der Nation.

Schlüsselwörter

Verfassungsdebatte, Föderalismus, Federalists, Antifederalists, Articles of Confederation, Verfassungskonvent, Staatensouveränität, Zentralgewalt, ausgedehnte Republik, Volkssouveränität, Bill of Rights, Ratifizierung, USA, politische Theorie, Republikanismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den historischen Prozess der Konstituierung der Vereinigten Staaten von Amerika, insbesondere den Übergang von einem lockeren Staatenbund zu einem zentralen Bundesstaat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die politischen Auseinandersetzungen zwischen den Federalists und den Antifederalists während der Ratifizierung der Verfassung sowie die theoretische Begründung der neuen Staatsstruktur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Argumente beider Lager zu charakterisieren und aufzuzeigen, wie durch den Dialog zwischen Zentralismus und Föderalismus die amerikanische Verfassung und nationale Identität geformt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, basierend auf einer fundierten Auswertung von Primärquellen (wie den Federalist Papers) und einschlägiger wissenschaftlicher Sekundärliteratur zur US-Geschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Schwächen der Konföderation, den Ablauf des Verfassungskonvents und die detaillierte Gegenüberstellung der Argumentationen von Federalists und Antifederalists.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Föderalismus, Staatensouveränität, Volkssouveränität, die „ausgedehnte Republik“, Verfassungsdebatte und die Articles of Confederation.

Warum war die "kleine Republik" ein so zentrales Argument der Antifederalists?

Die Antifederalists argumentierten, dass republikanische Tugenden und eine direkte Repräsentation des Volkes nur in räumlich begrenzten Einheiten möglich seien, während große, heterogene Staaten unweigerlich in Tyrannei abgleiten würden.

Inwiefern löste der 39. Federalist-Artikel das Problem der Souveränität?

James Madison argumentierte darin, dass das neue System weder rein national noch rein föderal sei, sondern eine duale bzw. geteilte Souveränität darstelle, in der sowohl Staaten als auch Zentralregierung spezifische Kompetenzen erhalten.

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Details

Title
Föderalismus versus Federalism - ein zentrales Thema der Verfassungsdiskussion
College
University of Passau  (Philosophische Fakultät - Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte)
Course
Föderalismus in der Neuzeit (16.-21. Jahrhundert)
Grade
2,0
Author
Oliver Zürn (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V57242
ISBN (eBook)
9783638517461
ISBN (Book)
9783656802501
Language
German
Tags
Föderalismus Federalism Thema Verfassungsdiskussion Föderalismus Neuzeit Jahrhundert)
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Zürn (Author), 2005, Föderalismus versus Federalism - ein zentrales Thema der Verfassungsdiskussion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57242
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