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Die Rolle des Wissens in der phänomenologischen Analyse und seine Bedeutung für Organisation und Innovation

Title: Die Rolle des Wissens in der phänomenologischen Analyse und seine Bedeutung für Organisation und Innovation

Essay , 2005 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Carlo Cerbone (Author)

Sociology - Work, Education, Organisation
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Der Themenkomplex Organisation und Innovation kann aus unterschiedlichster Perspektive untersucht werden. Ich werde mich speziell mit der phänomenologischen Analyse auseinandersetzen und versuchen diese auf den genannten Themenbereich zu übertragen.
Dieser Essay ist inhaltlich in zwei Teilbereiche gegliedert, wobei der erste die theoretischen Grundlagen erfasst und der zweite Teil die Anwendung der Theorie auf Organisationen und Innovation darstellt. Zu Beginn möchte ich die Grundlagen der Phänomenologie anhand des Werkes „Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit“ von Berger und Luckmann darstellen. Anschließend gehe ich näher auf die Rolle des Wissens in der phänomenologischen Analyse ein. Hierbei versuche ich, mit Hilfe der beiden Werke „Strukturen der Lebenswelt I und II“ von Schütz und Luckmann, den subjektiven, sowie den gesellschaftlichen Wissensvorrat zu untersuchen. Im zweiten Teil soll dargestellt werden, wie Innovation aus phänomenologischer Sicht überhaupt entstehen und wirkungsvoll umgesetzt werden kann. Anschließend möchte ich die im zweiten Kapitel genannten Grundlagen, wie subjektive beziehungsweise objektive Wirklichkeit auf Organisationen übertragen, den Zusammenhang von Innovation und Organisation herausarbeiten um daran anschließend die Bedeutung des Wissens für das soziale Handeln in Organisationen zu veranschaulichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellung der Arbeit

2. Grundlagen der Phänomenologie

3. Die Rolle des Wissens

4. Innovation aus phänomenologischer Sicht

5. Verbindung von Organisation und Innovation und soziales Handeln

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die institutionelle Einbettung ökonomischen Handelns, insbesondere in Bezug auf Innovationsprozesse. Ziel ist es, den Ansatz der Varieties of Capitalism (Hall/Soskice) kritisch zu reflektieren und die Zusammenhänge zwischen nationalen Institutionen, Wissensformen und der Ausprägung radikaler oder inkrementaler Innovationen zu beleuchten.

  • Institutionelle Einbettung des ökonomischen Handelns
  • Differenzierung zwischen liberalen und koordinierten Marktökonomien (LME vs. CME)
  • Konzept der institutionellen Komplementaritäten
  • Unterscheidung zwischen radikalen und inkrementalen Innovationen
  • Kritische Diskussion von Konvergenz, Divergenz und Hybridisierung

Auszug aus dem Buch

3. Radikale und inkrementale Innovationen

Radikale Innovationen sind nach Hall und Soskice wesentliche Veränderungen der Produktlinie oder im Produktionsprozess und die Entwicklung von völlig neuen Produkten. Sie sind zum einen in schnell fortschreitenden Technologien, wie Biotechnologie, Halbleiterentwicklung und Softwareentwicklung und zum anderen für den Erfolg komplexer systembasierter Produkte, wie Telekommunikation wichtig. Inkrementale Innovationen dagegen zeichnen sich durch fortwährende, kleine Verbesserungen in bereits bestehenden Produktlinien oder Produktionsprozessen aus. Sie sind wichtig für die Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit von Investitionsgütern, wie Werkzeugmaschinen, Motoren und spezialisierte Transportmittel. Es stellt sich jetzt die Frage, welche institutionellen Umstände dafür verantwortlich sind, dass er eine oder andere Innovationstyp vorherrscht.

Beginnen wir mit den radikalen Innovationen in LMEs. Die industriellen Beziehungen in LMEs sind nur schwach ausgeprägt. Dies hat zur Folge, dass keine Arbeitsplatzsicherheit und damit ein Zwang zur Profilierung innerhalb eines Unternehmens besteht. Auch ist durch die fehlende Arbeitsplatzsicherheit eine hohe Mobilität von Arbeitern gegeben, die dazu führt, dass Personen mit spezifischem Wissen nach Bedarf gekauft und wieder entlassen werden können. Diese beiden Bedingungen fördern also radikale Innovationen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fragestellung der Arbeit: Diese Einleitung führt in die Problematik der institutionellen Einbettung ökonomischen Handelns ein und stellt den theoretischen Rahmen der Varieties of Capitalism vor.

2. Grundlagen der Phänomenologie: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis für die organisationssoziologische Analyse durch die phänomenologische Perspektive.

3. Die Rolle des Wissens: Hier wird der Stellenwert von Wissen innerhalb institutioneller Gefüge und dessen Einfluss auf Handlungsweisen untersucht.

4. Innovation aus phänomenologischer Sicht: Dieses Kapitel verknüpft die phänomenologische Analyse mit der Entstehung von Innovationen in Organisationen.

5. Verbindung von Organisation und Innovation und soziales Handeln: Der Autor stellt hier die synthesebildenden Überlegungen zur Interaktion von organisatorischen Strukturen und Innovationstypen an.

6. Zusammenfassung: Das abschließende Kapitel resümiert die Kritik am Ansatz und bewertet die Zukunftsperspektiven bezüglich Konvergenz oder Hybridisierung.

Schlüsselwörter

Institutionelle Einbettung, Varieties of Capitalism, radikale Innovationen, inkrementale Innovationen, LME, CME, institutionelle Komplementaritäten, ökonomisches Handeln, Wissenssoziologie, Organisationssoziologie, Strukturwandel, Konvergenz, Divergenz, Hybridisierung, Wettbewerbsvorteile.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Institutionen für die Koordination ökonomischen Handelns und deren direkten Einfluss auf Innovationsprozesse in verschiedenen Wirtschaftssystemen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Vergleich zwischen liberalen und koordinierten Marktökonomien, die Rolle institutioneller Rahmenbedingungen sowie die Unterscheidung von radikalen und inkrementalen Innovationen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist die Überprüfung und kritische Würdigung des Ansatzes von Hall und Soskice unter Einbeziehung von Aspekten der sozialen Sicherung und Qualifizierung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf einer Literaturdiskussion und dem Vergleich institutioneller Konzepte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Typologie von Marktökonomien, die Auswirkungen auf Innovationsmuster sowie Schwachstellen des Dualismus-Ansatzes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind institutionelle Komplementarität, Innovationsmanagement, Varieties of Capitalism und sozio-ökonomische Strukturierung.

Warum wird der methodologische Nationalismus als Schwachstelle kritisiert?

Der Autor kritisiert, dass der Fokus ausschließlich auf Nationalstaaten regionale Unterschiede und grenzüberschreitende Branchendynamiken vernachlässigt.

Was bedeutet die "Hybridisierung" in Bezug auf Innovationen?

Der Autor argumentiert, dass eine klare Trennung in nur zwei Innovationstypen aufgrund von institutionellem Wandel und Vermischung in modernen Systemen zunehmend schwieriger wird.

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Details

Title
Die Rolle des Wissens in der phänomenologischen Analyse und seine Bedeutung für Organisation und Innovation
College
University of Bamberg
Grade
1,3
Author
Carlo Cerbone (Author)
Publication Year
2005
Pages
15
Catalog Number
V57252
ISBN (eBook)
9783638517546
ISBN (Book)
9783638836852
Language
German
Tags
Rolle Wissens Analyse Bedeutung Organisation Innovation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Carlo Cerbone (Author), 2005, Die Rolle des Wissens in der phänomenologischen Analyse und seine Bedeutung für Organisation und Innovation , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57252
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