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Gibt es das ideale Wahlsystem? Auswirkungen von Verhältniswahl- und Mehrheitswahlsytemen

Title: Gibt es das ideale Wahlsystem? Auswirkungen von Verhältniswahl- und Mehrheitswahlsytemen

Seminar Paper , 2006 , 15 Pages , Grade: 2.3

Autor:in: Sven Rohde (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison
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Betrachtet man sich die gegenwärtigen Nationalstaaten der Erde, stellt man fest, dass Wahlen eine zentrale Rolle in der Staatenwelt spielen, wenngleich auch ihre faktische Bedeutung von Staat zu Staat divergiert. Es gibt weit mehr als 250 verschiedene Wahlverfahren. Der Bundestag der Bundesrepublik Deutschland wird laut Bundeswahlgesetz, beispielsweise nach den Grundsätzen einer mit der Personenwahl verbundene Verhältniswahl gewählt. Diese große Anzahl von verschiedenen Wahlverfahren und Systemen lassen sich alle auf zwei Ausgangssysteme beziehen. Auf der einen Seite die Verhältniswahl und auf der anderen Seite die Mehrheitswahl. Der zentrale Unterschied dieser beiden Wahlsysteme liegt in der Umwandlung von Stimmen in Mandate. Das Wahlsystem ist eine entscheidende Größe in parlamentarischen Demokratien, da es unmittelbaren Einfluss auf die Regierungsbildung, die politische Kultur, die Struktur des Parteiensystems und auf die Stabilität von Regierungen hat. Auf Grund dieser Erkenntnis behandelt nun die vorliegende Arbeit die Frage, ob es ein „best system“ gibt, dass in jedem Land, egal unter welchen kulturellen, historischen, sozialen und politischen Gegebenheiten, Anwendung finden kann?Zunächst werde ich in Kapitel 2 den Begriff der Wahl definieren und ihre Funktionen darlegen. Darüber hinaus werde ich die beiden Grundwahlsysteme, Mehrheitswahl und Verhältniswahl einander gegenüberstellen. Außerdem wird in Kapitel 2 das Klassifikations- und Definitionsproblem von Wahlsystemen aufzeigt und mit Hilfe der Einführung des Repräsentationsprinzips und der Entscheidungsregel diese Probleme behandelt. Kapitel 3 widmet sich den Auswirkungen der verschiedenen Wahlsystemgrundtypen und stellt einen Vergleich an. Hier werde ich mich auf die Auswirkungen auf das Parteinsystem und auf die damit verbundenen politischen Auswirkungen beschränken. Kapitel 5 bildet eine zusammenfassende Betrachtung der vorliegenden Arbeit.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wahlen/Wahlsysteme

2.1.Definition und Funktion von Wahlen

2.2.Die traditionelle Definition und Unterscheidung der Wahlsysteme

2.3. Zuordnung und Definitionsfrage der Grundtypen

3. Die Auswirkungen der beiden Wahlsystemgrundtypen im Vergleich

3.1. Die Auswirkungen auf die Struktur der Parteiensysteme

3.1.1. Auswirkungen bei Mehrheitswahlsystemen

3.1.2. Auswirkungen bei Verhältniswahlsystemen

3.2. Die politischen Auswirkungen der Wahlsysteme

4. Fazit/Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegende Frage, ob es ein „bestes“ Wahlsystem gibt, das unabhängig von kulturellen, historischen, sozialen und politischen Gegebenheiten weltweit Anwendung finden kann. Dabei steht der Vergleich zwischen Mehrheits- und Verhältniswahlsystemen sowie deren Auswirkungen auf die Regierungsbildung, das Parteiensystem und die politische Kultur im Zentrum der Betrachtung.

  • Definition und Funktion von Wahlen in demokratischen Systemen
  • Methodologische Probleme bei der Klassifikation und Definition von Wahlsystemen
  • Mechanische und psychologische Effekte von Wahlsystemen
  • Auswirkungen der Wahlsysteme auf die Struktur von Parteiensystemen
  • Vergleichende Analyse politischer Implikationen und Stabilitätsfaktoren

Auszug aus dem Buch

2.3. Zuordnung und Definitionsfrage der Grundtypen

Nach der gewonnenen Erkenntnis, dass die traditionellen Definitionen keine Hilfe auf der Suche nach dem idealen Wahlsystem darstellen, da ein Vergleich nicht möglich ist, stellt sich die Frage, welche Definitionsstrategie zu wählen ist? Es lassen sich eine Reihe von Ansätzen finden, wonach man die Wahlsystemgrundtypen definieren und danach miteinander vergleichen kann. Es besteht die Möglichkeit, Wahlsysteme nach ihren Entscheidungsregeln, den technischen Elementen, wie z.B. dem Wahlkreis zu definieren. Gegen dieses Definitionskriterium spricht, dass wenn beispielsweise die Einwahlkreise mit Mehrheitswahl gleich gesetzt und alle anderen Wahlkreistypen mit Verhältniswahl gleich gesetzt werden, dieses technische Definitionskriterium von einer hohen Unterkomplexität gekennzeichnet ist.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die beiden Grundtypen nach ihren empirischen Auswirkungen zu definieren, doch auf Grund der sehr hohen Kontextabhängigkeit dient auch dieser Ansatz nicht als Definitionskriterium. Des Weiteren bieten sich das Repräsentationsziel als Definitionskriterium an, hierbei steht die Funktion des Systems bzw. das Systemziel von Mehrheitswahl- und Verhältniswahlsystemen im Mittelpunkt der Betrachtung. Für das Repräsentationsziel als Definitionskriterium zu nutzen, spricht u.a., dass hier nicht nach einzelnen technischen Elementen eine Zuordnung zu einem der beiden Wahlsysteme erfolgt, sondern, alleine die Absicht bzw. das Systemziel betrachtet wird, welche das Wahlsystem verfolgt. Das kann besonders in solchen Wahlsystemen von Vorteil sein, die sich aus technischen Elementen sowohl der Mehrheits-, als auch der Verhältniswahl zusammensetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Wahlsystemen ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Existenz eines idealen, universell anwendbaren Wahlsystems.

2. Wahlen/Wahlsysteme: Dieses Kapitel definiert Wahlen und untersucht die methodischen Schwierigkeiten einer präzisen Unterscheidung zwischen verschiedenen Wahlsystemtypen.

3. Die Auswirkungen der beiden Wahlsystemgrundtypen im Vergleich: Hier findet eine detaillierte Analyse der mechanischen und psychologischen Effekte statt, mit denen Wahlsysteme auf die Parteienlandschaft und die politische Stabilität einwirken.

4. Fazit/Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt fest, dass es kein abstraktes „bestes“ Wahlsystem gibt, da dessen Erfolg maßgeblich von den landesspezifischen Kontextfaktoren abhängt.

Schlüsselwörter

Wahlsysteme, Mehrheitswahl, Verhältniswahl, Parteiensystem, Regierungsbildung, Repräsentationsprinzip, Demokratie, Wahlrecht, Mandatsverteilung, Politische Kultur, Sperrklausel, Wahltechnik, Stabilität, Regierungswechsel, Parteienlandschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Unterschiede zwischen Verhältnis- und Mehrheitswahlsystemen und deren Einfluss auf politische Rahmenbedingungen in Demokratien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Definition von Wahlsystemen, der Vergleich ihrer technischen Ausgestaltung sowie deren Konsequenzen für Parteiensysteme und Regierungsstabilität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu klären, ob es ein „bestes“ Wahlsystem gibt, das universell in jedem Land unter verschiedensten Bedingungen optimal funktioniert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine vergleichende, politikwissenschaftliche Analyse auf Basis bestehender Literatur und theoretischer Modelle zur Wahlsystemforschung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Definition der Grundtypen, dem Vergleich ihrer Auswirkungen auf die Struktur von Parteiensystemen und den direkten politischen Konsequenzen für Regierungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind unter anderem Wahlsysteme, Mehrheitswahl, Verhältniswahl, Parteiensystem, Regierungsbildung und Repräsentationsprinzip.

Warum ist ein internationaler Vergleich von Wahlsystemen laut Autor schwierig?

Der Autor führt an, dass Wahlsysteme in länder-, sprach- und kulturspezifischen Bezeichnungen divergieren, was die Anwendung einer einheitlichen Terminologie erschwert.

Welche Rolle spielen „mechanische“ und „psychologische“ Faktoren?

Mechanische Faktoren betreffen die direkte Umrechnung von Stimmen in Mandate nach der Wahl, während psychologische Faktoren das Wählerverhalten im Vorfeld der Wahl beeinflussen.

Was zeichnet eine „Hochburg“ in Mehrheitswahlsystemen aus?

Eine Hochburg ist ein Wahlkreis, in dem die Mehrheit der Wähler sich konsistent für dieselbe Partei entscheidet, was zu einer Verödung der politischen Konkurrenz in diesem Gebiet führen kann.

Warum lehnt der Autor die Suche nach einem universellen „best system“ ab?

Aufgrund der hohen Kontextabhängigkeit müssen Wahlsysteme stets in Bezug auf die spezifischen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und historischen Gegebenheiten eines Landes bewertet werden.

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Details

Title
Gibt es das ideale Wahlsystem? Auswirkungen von Verhältniswahl- und Mehrheitswahlsytemen
College
Johannes Gutenberg University Mainz  (Institut fü Politikwissenschaft)
Course
Analyse und Vergleich Politischer Systeme
Grade
2.3
Author
Sven Rohde (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V57309
ISBN (eBook)
9783638518086
ISBN (Book)
9783656810070
Language
German
Tags
Gibt Wahlsystem Auswirkungen Verhältniswahl- Mehrheitswahlsytemen Analyse Vergleich Politischer Systeme
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sven Rohde (Author), 2006, Gibt es das ideale Wahlsystem? Auswirkungen von Verhältniswahl- und Mehrheitswahlsytemen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57309
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