Die Sophisten Protagoras und Gorgias


Seminararbeit, 2006

11 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Sophisten

3. Protagoras „ Der Mensch als Maß aller Dinge“
3.1 Gorgias Nichtseiendes

4. Schlussbemerkung

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die Vorsokratiker dachten über die Entstehung und den Aufbau der Welt nach. Sie glaubten den Urgrund aller Dinge in einem Urstoff zu finden. Pythagoras und seine Anhänger redeten über kosmische Harmonie. Diese beruhten auf Zahlen als den Relationen zwischen Dingen. Pythagoras war der Auffassung, dass die Seele ein unsterbliches Ding ist und sich in andere Lebende Dinge verwandelt, was ins Dasein tritt, wird im kommen und gehen eines unabänderlichen Kreislaufs wiedergeboren, es ist also nichts absolut neu.[1] Außer den Pythagoreer zählte die Naturphilosophie der Milesier, die Eleaten, Heraklit, die jüngeren Naturphilosophen und Atomisten zur Vorsokratik.

Auch die Sophisten zählen in der Regel zu den Vorsokratikern, allerdings denken sie anders und ihr Interesse liegt auf einer anderen Ebene. Womit die Sophisten sich beschäftigt haben und was sie lehrten werde ich im folgenden Punkt darstellen. Anschließend werde ich Protagoras, den größten Sophisten der damaligen Zeit vorstellen. Zudem werde ich auf seinen wohl bekanntesten Satz „ Aller Dinge Maß ist der Mensch, derer die sind, dass sie sind, derer die nicht sind “ eingehen und ihn anhand von Beispielen verdeutlichen.

Zu einem weiteren wichtigen Sophisten gehört Gorgias, der wie Protagoras das Volk durch seine Beredsamkeit imponierte. Ich werde mich zu seinem Leben und seiner Philosophie äußern. Sein Denken über das „ Nichtseiende “ werde ich bei der Betrachtung in den Vordergrund stellen und anhand von Materialien, die ich während des Seminars „Die Sophisten“ gehalten von Georg Siegmann gesammelt habe verdeutlichen.

Am Ende dieser Arbeit werde ich eine Zusammenfassung des Erarbeiteten bieten.

2. Die Sophisten

Die früheren griechischen Philosophen interessierten sich für das Universum, für Einheit und Unterschied, die großen Fragen interessierten sie, die Sophisten dagegen interessierten sich mehr am Menschen und dessen Verhalten. Der Mensch wird zum Mittelpunkt der Philosophie, das Denken selbst wird zum Thema und damit eng verbunden ist das Problem der Sprache, das bei den Sophisten eine überragende Rolle spielte. Anstatt nach einer großen Wahrheit Ausschau zu halten, waren die Sophisten mehr daran interessiert, wie der Mensch seine Angelegenheiten im Einzelnen für sich selbst regeln konnte. Das veranlasste sie, die Leute darin zu unterweisen, wie man schreibt, eine Rede hält und wie man mittels paradoxer und verdrehter Argumente einen Rechtsstreit gewinnt. Die Bürger mussten, um ihre Ansichten und Ziele vertreten zu können, erfolgreiches Auftreten in Versammlungen und vor Gericht lernen. „Ihre Argumentationskunst zwang Vertreter anderer Schulen dazu, ihre eigenen Theorien zu präzisieren.“[2] Weil sie dadurch die Leute in Athen zu schlechten Gewohnheiten anleiteten waren die Sophisten nicht besonders beliebt.

Den Begriff „Sophisten“ kann man mit „Lehrer der Weisheit“ übersetzen. Ein Sophist hält sich für einen Weisen, der sich mit Wissen wappnet. Anfangs dachte man, Sokrates sei ein Sophist, tatsächlich war er jedoch ein Gegner. Sokrates beschäftigte sich mit dem Problem der Ethik, mit der Moral, die Entdeckung des Gerechten, Wahren und Guten. Anders als die Sophisten, war die Philosophie für Sokrates kein Beruf, sondern eine Lebensweise. Er verlangte nie Geld, wenn er anderen Menschen Unterricht erteilte im Gegensatz zu den Sophisten. Ein weiterer großer Unterschied zwischen Sokrates und den Sophisten ist, dass er wusste, dass er alles Wissen will, doch nicht alles Wissen kann, was die Sophisten nicht so bestätigen. Die sophistische Zeit wird auch mit Scheinphilosophie bezeichnet, die völlig trügerisch war.[3] Sokrates Meinung war, wie ich im Seminar „ Die Sophisten “ lernte, dass auch wenn wir weise sind, im Grunde nichts wissen. Der Einzige der alles weis ist Gott.

Von den Werken der Sophisten ist nur wenig überliefert, es gibt lediglich Fragmente, die von anderen Autoren zitiert werden.[4]

[...]


[1] Peter Kunzmann, Franz- Peter Burkard, Franz Wiedemann: „dtv-atlas- Philosophie“, Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 1991, S.31

[2] Peter Kunzmann, Franz- Peter Burkard, franz Wiedmann: „dtv- atlas Philosophie“, Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 1991, S.25

[3] Informationen stammen aus meinen Mitschriften vom Seminar: „Die Sophisten“, geleitet von Georg Siegmann

[4] Peter Prechtl, Franz- Peter Burkard: „Metzler Philosophie Lexikon“, Stuttgart 1999, S. 550

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Die Sophisten Protagoras und Gorgias
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Veranstaltung
Seminar
Note
1,7
Autor
Jahr
2006
Seiten
11
Katalognummer
V57379
ISBN (eBook)
9783638518611
Dateigröße
467 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sophisten, Protagoras, Gorgias, Seminar
Arbeit zitieren
Sibel Yilanci (Autor), 2006, Die Sophisten Protagoras und Gorgias, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57379

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