Die zu unterweisende X ist Auszubildende zum Mediengestalterin Digital- und Printmedien und 17 Jahre alt. Sie besucht zurzeit die Staatliche Berufsschule I Kempten (Allgäu) und ist im ersten Ausbildungsjahr. Ihre mittlere Reife hat sie an der Realschule Lindenberg erlangt. Die Unterweisung des Auszubildenden findet in der Druckvorstufe in der Abteilung Bildbearbeitung im Ausbildungsbetrieb statt. Diese Abteilung bietet alle die dafür notwendigen Voraussetzungen um diese Unterweisung durchzuführen. Es stehen alle notwendigen Arbeitsmittel in ihr zur Verfügung. Die Auszubildende soll in der Unterweisung lernen, wie der goldene Schnitt berechnet wird.
Neben der didaktischen und methodischen Analyse enthält die Arbeit einen tabellarischen Unterweisungsablauf nach der Vier-Stufen-Methode. In der Anlage finden sich ein Merkblatt zu den Arbeitsschritten, sowie ein Auszug aus dem Ausbildungsrahmenplan.
Inhaltsverzeichnis
1. Vormerkung zur Ausbildungssituation
1.1. Bisher vermittelte Fähigkeiten
1.2. Zielgruppe
1.3. Ausbildungsort
1.4. Ausbildungsmittel, Werkzeuge und Materialien
1.5. Zeitpunkt und Dauer der Unterweisung
2. Didaktische Analyse
2.1. Ziele und Grundlagen der Unterweisung
2.2. Ausbildungsthema
2.3. Formulierung und Gliederung der Lernziele
2.3.1. Richtlernziel
2.3.2. Groblernziel
2.3.3. Feinlernziel
2.3.3.1. Kognitiver Bereich:
3. Methodische Analyse
3.1. Unterweisungsmethode
3.1.1. Vier – Stufen – Methode
3.2. Andere Methoden
3.2.1. Leittextmethode
3.2.2. Lehrgespräch
4. Unterweisungsablauf
4.1. Stufe 1 Vorbereitung
4.2. Stufe 2 Vormachen
4.3. Stufe 3 Nachmachen
4.4. Stufe 4 Üben
5. Anlagen
5.1. Merkblatt/Arbeitsschritte
5.2. Ausbildungsrahmenplan
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit dient als schriftlicher Unterweisungsentwurf für die Ausbildung zum Mediengestalter für Digital- und Printmedien. Ziel ist es, dem Auszubildenden die theoretischen und praktischen Grundlagen zur Berechnung und Anwendung des Goldenen Schnittes im gestalterischen Kontext zu vermitteln, um eine harmonische Bild- und Layoutkomposition zu gewährleisten.
- Didaktische Einordnung und Lernzielformulierung
- Methodische Auswahl und Begründung der Vier-Stufen-Methode
- Strukturierter Ablauf einer betrieblichen Unterweisung
- Umsetzung von Gestaltungsgrundlagen in der Praxis
- Einsatz technischer Hilfsmittel und Einhaltung von Sicherheitsvorschriften
Auszug aus dem Buch
3.1.1. Vier – Stufen – Methode
Sie kam in den 50-er Jahren aus Amerika nach Deutschland und ist die häufigst angewandte Ausbildungsmethode am Arbeitsplatz. Eine Lernsituation wird in pädagogisch gegliederten Teilschritten, nach einer kurzen motivierenden Einführung in das Thema dem Auszubildendem demonstriert und vorgeführt. Danach ahmt der Auszubildende es nach und am Schluss wird die Lernzielkontrolle durchgeführt um sicher zu gehen das alles verstanden worden ist.
Sie eignet sich besonderst weil sich die Freiheitsgrade für den Auszubildenden aufgrund der vorgeschriebenen Bearbeitungsschritte, von denen er gering oder gar nicht abweichen darf. Dies gilt z.B. für Produktionsprozesse, die exakt nach einer Herstellungsvorschrift auszuführen sind. Oder wenn der Auszubildende erstmalig bestimmte Werkzeuge benutzen soll, ist das vorherige Demonstrieren des richtigen Einsatzes aus Sicherheitsgründen erforderlich. Zudem ist die Methode besonders zeitsparend, weil der Auszubildende hier sofort den richtigen Weg zu Bearbeitung einer Aufgabe erlernt. Im Gegensatz benötigen Methoden wie, die Leittextmethode, wo der Auszubildende eine Aufgabe selbständig erkundet und einzelne Arbeitsschritte selbst planen lasse und Irr- oder Umwege zulasse mehr Zeit notwendig. Drum dominiert diese direkte Form in der Praxis bei der Arbeitsplatzunterweisung.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vormerkung zur Ausbildungssituation: Definiert den organisatorischen Rahmen der Unterweisung inklusive Zielgruppe, Ort und benötigter Arbeitsmittel.
2. Didaktische Analyse: Beschreibt die Lernziele und legt fest, welche fachlichen Kompetenzen der Auszubildende bezüglich des Goldenen Schnitts erwerben soll.
3. Methodische Analyse: Begründet die Entscheidung für die Vier-Stufen-Methode im Vergleich zu anderen didaktischen Ansätzen wie Leittextmethode oder Lehrgespräch.
4. Unterweisungsablauf: Detaillierte tabellarische Darstellung der vier Phasen (Vorbereitung, Vormachen, Nachmachen, Üben) sowie deren inhaltliche Ausgestaltung.
5. Anlagen: Enthält ergänzende Unterlagen, insbesondere die konkreten Arbeitsschritte des Merkblatts und den Bezug zum offiziellen Ausbildungsrahmenplan.
Schlüsselwörter
AEVO, Unterweisungsentwurf, Mediengestalter, Goldener Schnitt, Vier-Stufen-Methode, Didaktik, Ausbildungsrahmenplan, Gestaltungsgrundlagen, Lernzielkontrolle, Berufsausbildung, Druckvorstufe, Unterweisung, Arbeitssicherheit, Layoutgestaltung, Betriebliche Unterweisung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Dokument?
Es handelt sich um einen schriftlichen Entwurf für eine praktische Unterweisung im Rahmen der AEVO-Prüfung zum Thema "Berechnung und Anwendung des Goldenen Schnittes".
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die didaktische Planung, die Auswahl geeigneter Lehrmethoden, die operative Durchführung der Unterweisung sowie die Einhaltung von Sicherheitsstandards am Arbeitsplatz.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Der Auszubildende soll nach der Unterweisung in der Lage sein, den Goldenen Schnitt eigenständig zu berechnen und dieses Wissen bei der Gestaltung von Bild-, Text- und Layout-Elementen anzuwenden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor entscheidet sich für die "Vier-Stufen-Methode", da sie bei technisch präzisen Vorgängen und Sicherheitsaspekten eine hohe Zeiteffizienz und Fehlervermeidung bietet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine didaktische und methodische Analyse sowie den konkreten, stufenweisen Unterweisungsplan für den Arbeitsplatz.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Goldener Schnitt, AEVO, Vier-Stufen-Methode, Ausbildung, Gestaltungsgrundlagen und Mediengestaltung.
Warum wird die Vier-Stufen-Methode der Leittextmethode vorgezogen?
Die Vier-Stufen-Methode ist zeitsparender und ermöglicht eine direkte Kontrolle bei sicherheitskritischen Arbeiten wie dem Umgang mit einem Skalpell, während die Leittextmethode zu zeitintensiv für diesen spezifischen Rahmen wäre.
Welche Rolle spielt die Biorhythmuskurve im Entwurf?
Die Biorhythmuskurve wird genutzt, um den optimalen Zeitpunkt der Unterweisung (9:30 Uhr) zu begründen, da zu dieser Zeit die Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit des Auszubildenden am höchsten ist.
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- Caner Piskin (Author), 2006, Berechnung des Goldenen Schnittes (Unterweisung Mediengestalter / -in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57388