Google als führende Suchmaschine in einem hochdynamischen Marktsegment


Seminararbeit, 2006

24 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einführung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Kapitel

2 Das Unternehmen „Google“
2.1 Die Gründung des Unternehmens
2.2 Google heute
2.3 Derzeitige Dienste
2.3.1 Google als Suchmaschine
2.3.1.1 Web Suche
2.3.1.2 Zusätzliche Suchfunktionen
2.3.1.3 Die Algorithmen
2.3.2 Weitere Dienste
2.3.2.1 Google Earth
2.3.2.2 Google Desktop
2.3.2.3 Google Mail
2.4 Finanzierung
2.4.1 Google AdWords
2.4.2 Google AdSense
2.4.3 Google Mini und Search Appliance
2.4.4 Börsengang

3 Ausbau der Marktführerschaft
3.1 Konkurrenz
3.1.1 Microsoft
3.1.2 Yahoo!
3.1.3 Weitere Konkurrenten
3.2 Neue und zukünftige Projekte
3.2.1 Drahtloser Internetzugang für San Francisco
3.2.2 Google Base
3.2.3 Google Space
3.2.4 Google Music Search
3.2.5 Google kooperiert mit Opera
3.2.6 Google Transit
3.2.7 Google kooperiert mit Motorola und Volkswagen
3.2.8 Google kündigt Video-On-Demand an

4 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Einführung

1.1 Problemstellung

Die Gesellschaft befindet sich „inmitten eines weitreichenden Transformationsprozesses“[1] von einer Industriegesellschaft zu einer Wissens- und Dienstleistungsgesellschaft.[2] So ist es nicht verwunderlich, dass der Markt für Suchmaschinen ein schnell wachsender ist. Die Suchmaschinen, darunter Google, konnten in den letzten Jahren ein enormes Wachstum verzeichnen. Die Internetrecherche, die Beschaffung von Information, ist heute zu einer „zentralen Kulturtechnik“[3] geworden. Mittels Computer und Internettechnologie vollzieht sich hier ein Wandel von der analogen zur digitalen Wissensgesellschaft.[4]

In der Computer- und IT-Branche handelt es sich aufgrund der schnellen technologischen Veränderungen, der steigenden Bedürfnisse des Nutzers und der globalen Anwendbarkeit um ein hochdynamisches Marktsegment, einen Hyperwettbewerb. Besonders bei Internetangeboten tragen das organische Wachstum hinsichtlich Intensität und Anzahl der Nutzer und die geringe Kundentreue („Die Konkurrenz ist nur einen Klick entfernt“) zur Steigerung der Dynamik bei.[5] Neben Gewinn-, Umsatz- und Renditesteigerung müssen Firmen in einem solchen Umfeld ihre Nachhaltigkeit durch Innovationen, Servicedienstleistungen und schnelle Anpassungen an den Markt sicherstellen.[6] „Der Markt reagiert aufgrund der hohen Informationsdichte schnell und vor allen Dingen extrem.“ Diese hohe Dynamik in einem darwinistischen Umfeld, wie es Scholz beschreibt, führte zu einer hohen Sterblichkeitsrate in der IT-Branche zu Beginn des neuen Jahrtausends. „Es überlebt nur derjenige, der in allen relevanten Leistungssegmenten die Konkurrenz übertrifft.“[7]

Zur Innovationsschaffung und schnellen Veränderungen sind das Wissen der Mitarbeiter, die Prozesse, die dieses Kapital entwickeln und fördern und die Systeme und Strukturen, die für Sustainability sorgen, relevant.[8]

Die drei „Großen“ im Suchmaschinensegment arbeiten an all den eben genannten Faktoren, um ihr „Überleben“ zu sichern und evtl. die Marktherrschaft in diesem Segment zu erlangen. Google als derzeitiger Markführer, der es mit seinem Firmennamen bereits als Verb in den Duden geschafft hat („googeln“) und sogar einen Gesellschaftsnamen prägt („Google-Gesellschaft“), ist dicht gefolgt von den starken Konkurrenten Yahoo! und Microsoft MSN. „Neben eBay und Amazon gehört Google nicht nur zu den erfolgreichsten Kindern der New Economy, sondern besitzt von allen Überlebenden auch die meiste Ausstrahlungskraft“, so Schetsche et. al.[9]

1.2 Zielsetzung der Arbeit

In Bezug auf die Problemstellung gilt es, das Unternehmen Google unter folgenden Fragestellungen zu analysieren:

Kann Google das enorme Wachstum und die Markführerschaft auf lange Sicht halten?

Daraus leiten sich Unterfragen ab, wie Google auf Innovationen der Konkurrenz reagiert und welche sie selbst entwickeln. Was tut Google, um Innovationen entstehen zu lassen im Hinblick auf Entwicklung des Mitarbeiterwissens? Wie verhält sich Google bei Veränderungen des Marktes und welche Servicedienstleistungen bietet Google?

1.3 Aufbau der Kapitel

Die Seminararbeit gliedert sich gemäß den im vorstehenden Teilgliederungspunkt formulierten Fragestellungen in drei essentielle Teile mit anschließendem Fazit.

Das erste Kapitel beschäftigt sich zunächst mit dem derzeitigen Gesellschaftswandel zur Wissensgesellschaft und zeigt die Schwierigkeit für IT-Unternehmen der Zukunft auf. Zielsetzung und Fragestellung konkretisieren den Gegenstand der Untersuchung.

Im zweiten Kapitel wird zu Beginn die Gründung von Google beschrieben. Des Weiteren wird das derzeitige Tätigkeitsfeld um die wichtigsten kostenlosen Dienste und ebenso die Einnahmequellen von Google aufgezeigt.

Zur späteren Analyse im Fazit werden im dritten Kapitel die Hauptkonkurrenten beschrieben und als Gegenstück dazu die neusten und künftigen Innovationen von Google hervorgehoben.

Der vierte Teil der Arbeit befasst sich mit dem Fazit bzw. dem Ausblick des Unternehmens im Wettbewerb mit seinen Konkurrenten in Zukunft.

2 Das Unternehmen „Google“

2.1 Die Gründung des Unternehmens

Das Unternehmen Google, Inc. wurde 1998 von zwei befreundeten Studenten der Universität Stanford, Sergey Brin und Larry Page, gegründet.

Sergey Brin, der in Moskau geboren wurde, erlangte seinen Bachelor of Science in Mathematik und Informatik mit Auszeichnung von der Universität von Maryland. Zurzeit ist er von der Stanford Universität, an der er seinen Master-Abschluss absolvierte, als Doktorand der Informatik beurlaubt. Brin erhielt ein Graduierten-Stipendium der National Science Foundation sowie ein Ehren-MBA des Instituto de Empresa. In Stanford lernte er Larry Page kennen und arbeitete zusammen mit ihm an einem Projekt, aus dem schließlich Google entstand. Heute hat er in dem Unternehmen die Position des President, Technology inne.

Larry Page studierte ebenfalls Informatik an der Universität Stanford. Wie Brin wurde auch Page vom Instituto de Empresa mit einem Ehren-MBA ausgezeichnet und erhielt als erster den Recent Engineering Graduate Award der Alumni Society der Universität von Michigan. Bei der Gründung von Google übernahm er die Position des CEO (Chief Executive Officer). Im April 2001 wurde er dann President, Products. Er wurde 2002 vom World Economic Forum als “Internationale Führungspersönlichkeit der Zukunft” und von der Zeitschrift “Technology Review” des Massachusetts Institute of Technology als “Junger Innovator, der die Zukunft erschaffen wird“ bezeichnet. Er wurde vom Research and Development Magazine zum „Innovator des Jahres“ ernannt und 2004 in die National Academy of Engineering gewählt.

Larry Page und Sergey Brin wurden 2004 in ABC World News Tonight zu den „Personen der Woche“ ernannt.[10]

2.2 Google heute

Seit August 2001 ist Dr. Eric Schmidt Geschäftsführer von Google, Inc. Er konzentriert sich hauptsächlich auf die Errichtung der Firmeninfrastruktur, welche notwendig ist, um das schnelle Wachstum des Unternehmens fortführen zu können, und auf die Sicherstellung der hohen Qualität bei möglichst kurzen Produktentwicklungszyklen. Neben ihren Positionen im Managementteam haben Page, Brin und Dr. Schmidt auch eine Funktion im Vorstand des Unternehmens.

Weitere Vertreter des Managementteams und des Vorstands sind Personen aus Führungsriegen anderer namhafter Unternehmen aus der IT-Branche wie Sun Microsystems, Apple Computer, Hewlett-Packard und Netscape Communications. Auch stärken Führungskräfte aus renommierten Beraterfirmen wie McKinsey und bekannten Anwaltskanzleien für Technologiefirmen das Unternehmen. Mitarbeiterabwanderungen von Microsoft zu Google sorgten sogar für „Personalquerelen“ zwischen den zwei Suchmaschinengiganten. Der Wechsel eines Chef-Entwicklers und eines hochrangigen Microsoft-Managers führten angeblich dazu, dass Microsoft-Chef Ballmer einen Stuhl quer durch einen Raum schleuderte, mit der Bemerkung: „Ich werde, verdammt noch mal, Google vernichten!“[11]

Neben der Führungsebene spielen die Mitarbeiter eine sehr wichtige Rolle. Im September 2005 beschäftigte Google an 33 Standorten (13 USA, 20 restliche Welt) weltweit 4.989 An-gestellte[12], die „Googlers“. Der Hauptsitz des Unternehmens, der so genannte Googleplex, befindet sich in Mountain View, Californien. Google, das sich selbst als revolutionärstes Arbeitsumfeld der Welt bezeichnet, fördert Mitarbeiterzufriedenheit und –motivation durch Freizeitangebote während der Arbeitszeit, exzellente Speisen, Gratis-Massagen und sogar einem wöchentlichem Zahnarztbesuch.

Innovationen haben weiterhin oberste Priorität. Das Management erstellt beispielsweise eine Top-100-Liste von Innovationsprojekten. Jeder Mitarbeiter kann seine Ideen für neue Produkte oder Services an eine Mailingliste schicken. Daraus ist unter anderem der Google-Newsservice entstanden. Durch den schnellen Produktzyklus ist es möglich, viele Ideen auszutesten. Die hoch qualifizierten Programmierer bei Google sollen zudem 20 Prozent ihrer Arbeitszeit für neue, eigene Ideen verwenden.[13]

2.3 Derzeitige Dienste

In diesem Abschnitt werden die Dienstleistungen von Google, wobei die Funktion der Suchmaschine in den Fokus rückt, beschrieben.

2.3.1 Google als Suchmaschine

2.3.1.1 Web Suche

„Suchmaschinen sind der zentrale Einstiegspunkt ins Netz. Sie entwickeln sich zur Universalschnittstelle zwischen Mensch und Information“.[14] In der heutigen Wissensgesellschaft ist die Recherche nach Informationen unerlässlich. So ist die Internetrecherche heute zu einer zentralen Kulturtechnik geworden, durch die immer größere Erfahrungsbereiche des wissensgesellschaftlichen Alltags erschlossen werden. Um alle Daten und Potentiale des World Wide Web (WWW) zu nutzen, benötigt man Suchmaschinen, die die gesuchten Informationen durch Eingabe weniger Variablen, finden.

Archie war die erste Suchmaschine, die allerdings lediglich FTP-Server durchsuchte anstatt das WWW. Sie agierte zwischen 1990 und 2000. Der Einstieg der Suchmaschinen in das WWW initiierte The Wanderer, welche 1994 bereits 10.022 Websites im Index hatte. Mit der Angabe einer Beschreibung zu jeder Web-Adresse (1994), dem Speichern sowohl der Web-Adresse als auch der ersten Zeilen der Website (1995) und der Volltextsuche, bei der jedes Wort einer Website indexiert wird, wurde die Trefferquote deutlich erhöht und die Suchmaschinenfunktionen optimiert. Seit 1994 hatten sich Suchmaschinen wie Yahoo!, Lycos und AltaVista neben vielen anderen Anbietern etabliert.

[...]


[1] Dürndorfer/Friederichs 2004: 9

[2] ebenda: 9

[3] Schetsche/Lehmann/Krug 2005: 17

[4] ebenda: 19

[5] Arnold 2004: 482

[6] Olesch/Paulus 2000: 11

[7] Scholz 2003: 35f

[8] Friederichs 2004: 34

[9] Schetsche/Lehmann/Krug 2005: 18

[10] Google 2005a, online

[11] Hannemann/Jutzi/Körner 2005: 112f

[12] Heise Online 2005a, online

[13] Bundesministerium für Bildung und Forschung 2004, online

[14] Schetsche/Lehmann/Krug 2005: 20

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Google als führende Suchmaschine in einem hochdynamischen Marktsegment
Hochschule
Universität Siegen
Veranstaltung
Medienmarketing
Note
1,7
Autoren
Jahr
2006
Seiten
24
Katalognummer
V57436
ISBN (eBook)
9783638518918
Dateigröße
488 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Google, Suchmaschine, Marktsegment, Medienmarketing
Arbeit zitieren
Alexandros Milanowski (Autor)Doreen Fein (Autor), 2006, Google als führende Suchmaschine in einem hochdynamischen Marktsegment, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57436

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