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Emotion und Markenwahl

Vermittlung von emotionalen Erlebnissen durch Marketing

Title: Emotion und Markenwahl

Seminar Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Jörg Jüttner (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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In den hochindustriellen Ländern haben viele Märkte die Sättigungsphase erreicht. Die primären Funktionen werden von den verschiedenen Produkten eines Marktsegmentes nahezu gleich gut erfüllt. Dadurch kann der Konsument bei einer Kaufentscheidung objektive Qualitätsunterschiede zur Bewertung eines Produkts bzw. einer Marke kaum heranziehen, wodurch er die verschiedenen Angebote als austauschbar wahrnimmt. Für das Marketingmanagement ist deshalb eine sachliche Informationsvermittlung nicht mehr ausreichend, vielmehr muss auf eine emotionale Produktdifferenzierung zurückgegriffen werden. Diese soll über die Vermittlung von emotionalen Erlebnissen erreicht werden. Des weiteren ist in gesättigten Märkten das Kaufrisiko für die Konsumenten gering, da eine Vielzahl von vergleichbaren Ersatzprodukten vorhanden ist. Der Kunde setzt sich also kaum mit dem Produkt auseinander, relevante Informationen werden eher zufällig aufgenommen. Der Hersteller eines Markenprodukts muss daher versuchen, sich psychologisch von seinen Wettbewerbern zu differenzieren. Dies kann durch das Erzeugen eines emotionalen Zusatznutzens erfolgen.

Diese Arbeit befasst sich daher mit den Fragen:
1. Was sind Emotionen?
2. Wie entstehen sie?
3. Wie nutzt das Marketing Emotionen als Erfolgsfaktor?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Emotionen als Erfolgsfaktoren für das Markenmanagement in gesättigten Märkten

2 Begriffsabgrenzung im Spiegel wissenschaftlicher Untersuchungen

2.1 Das Psychologische Konstrukt der Emotion

2.2 Abgrenzung von anderen psychologische Konstrukten

3 Emotionstheorien und ihre Bedeutung für das Marketing

3.1 Klassische Emotionstheorien

3.2 Die Kognitive Emotionstheorie

3.3 Die Biologische Emotionstheorie

4 Die Relevanz von Emotionen für das Konsumentenverhalten

4.1 Emotionen im Kontext von Kaufentscheidungsprozessen

4.1.1 Arten der Kaufentscheidung

4.1.2 Emotionen als Ursache des Entscheidungsverhaltens

4.2 Der Einfluss emotionaler Werbung und emotionaler Verpackung

4.2.1 Emotionale Werbung

4.2.2 Emotionale Verpackung

5 Anforderungen an den erfolgreichen Einsatz von Emotionen im Rahmen des Markenmanagements

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die zentrale Rolle von Emotionen als strategische Erfolgsfaktoren für das Markenmanagement in gesättigten Märkten, in denen funktionale Produktunterschiede zunehmend verschwimmen. Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie Emotionen entstehen, wie sie das Konsumentenverhalten beeinflussen und wie sie gezielt in Marketingstrategien integriert werden können, um eine Differenzierung zum Wettbewerb zu erreichen.

  • Theoretische Grundlagen zur Definition und Abgrenzung emotionaler Konstrukte.
  • Analyse verschiedener Emotionstheorien und deren Relevanz für das Marketing.
  • Einfluss von Emotionen auf verschiedene Arten von Kaufentscheidungsprozessen.
  • Strategien zur emotionalen Differenzierung durch Werbung und Verpackungsdesign.
  • Anforderungen an die praktische Umsetzung eines emotionalen Markenmanagements.

Auszug aus dem Buch

3.1 Klassische Emotionstheorien

Eine der ersten publizierten Emotionstheorien war die Theorie der Körperreaktionen von James und Lange (James-Lange-Theorie vgl. Meyer 2001, S. 136ff.). Demnach rufen bestimmte Stimuli physiologische Veränderungen hervor (z.B. Muskelanspannung oder Schweißausbruch). Diese Veränderungen sind Basis des subjektiven Gefühls, das in einem darauf folgendem Schritt wahrgenommen wird. Nach James und Lange ist eine Person also traurig, weil sie weint oder sie hat Angst, weil sie flüchtet. Da allerdings derselbe Reiz in unterschiedlichen Situationen auch unterschiedliche Reaktionen auslösen kann, ist nicht das bloße Wahrnehmen, sondern das Bewerten (bedeutend vs. unbedeutend) dieser Gesamtsituation, das Ausschlaggebende für die jeweilige Emotion. Kritiker der Theorie (vgl. Cannon 1927) führen allerdings an, dass ein Reiz mit der physiologischen Erregung und der Wahrnehmung der Emotion zwei gleichzeitig ablaufende Reaktionen initiiert. Die körperlichen Prozesse sind also von den psychologischen Vorgängen unabhängig.

Eine zweite klassische Theorie ist die Zwei-Komponenten-Theorie nach Schachter und Singer (1962). Diese geht davon aus, dass Individuen ihren inneren Erregungszuständen plausible Ursachen zuordnen. Ein Emotionserlebnis hängt demnach von drei Faktoren ab (daher auch Drei-Faktoren-Theorie): Zuerst muss eine Situation als emotionsauslösend interpretiert werden, zweitens muss eine unspezifische, physiologische Aktivierung vorliegen und drittens muss die emotionale Situation als Ursache der Erregung angesehen werden. Fehlt eine der drei Faktoren, wird keine oder nur eine schwache Emotion erlebt. Schachter nimmt an, dass die physiologische Erregung ausschließlich die Intensität, d.h. die Stärke der Emotion, bestimmt. Ob durch die Aktivierung aber überhaupt eine Emotion entsteht bzw. welche Emotion entsteht, wird ausschließlich durch kognitive Prozesse gesteuert. Dieses Zusammenspiel von Kognitionen und physiologischen Prozessen führt dazu, dass derselbe Aktivierungszustand unterschiedliche Emotionen auslösen kann (z.B. einmal Freude, ein anderes Mal Ärger).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Emotionen als Erfolgsfaktoren für das Markenmanagement in gesättigten Märkten: Dieses Kapitel erläutert die Notwendigkeit emotionaler Differenzierung, da in gesättigten Märkten funktionale Produkteigenschaften austauschbar geworden sind.

2 Begriffsabgrenzung im Spiegel wissenschaftlicher Untersuchungen: Hier werden psychologische Konstrukte definiert und Emotionen präzise von verwandten Begriffen wie Affekt und Stimmung abgegrenzt.

3 Emotionstheorien und ihre Bedeutung für das Marketing: Es erfolgt eine Übersicht klassischer, kognitiver und biologischer Theorien zur Entstehung von Emotionen und deren Einordnung für die Marketingpraxis.

4 Die Relevanz von Emotionen für das Konsumentenverhalten: Dieses Kapitel untersucht, wie Emotionen Kaufentscheidungsprozesse beeinflussen und wie emotionale Werbung sowie Verpackungen gezielt eingesetzt werden können.

5 Anforderungen an den erfolgreichen Einsatz von Emotionen im Rahmen des Markenmanagements: Abschließend werden strategische Anforderungen für die praktische Implementierung emotionaler Markenführung formuliert.

Schlüsselwörter

Emotionen, Markenwahl, Marketingmanagement, gesättigte Märkte, Kaufentscheidung, Konsumentenverhalten, Emotionstheorien, emotionale Werbung, Verpackungsdesign, Erlebnismarketing, Markenimage, Involvement, psychologische Konstrukte, emotionale Konditionierung, Markenloyalität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bedeutung von Emotionen als wesentliche Erfolgsfaktoren im modernen Markenmanagement, insbesondere um sich in hart umkämpften, gesättigten Märkten von Wettbewerbern abzuheben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die psychologische Definition von Emotionen, wissenschaftliche Emotionstheorien, deren Einfluss auf das Konsumentenverhalten sowie praktische Anwendungsmöglichkeiten in der Markenführung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen Emotionen verstehen und nutzen können, um einen emotionalen Zusatznutzen zu schaffen, der für Konsumenten oft wichtiger ist als rein funktionale Produktmerkmale.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretisch-konzeptionelle Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse wissenschaftlicher Erkenntnisse aus der Psychologie und der Marketingwissenschaft basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Emotionspsychologie, die Analyse des Einflusses von Emotionen auf verschiedene Kaufentscheidungstypen sowie die Ableitung von Anforderungen an ein emotionales Markenmanagement.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Emotionen, Markenwahl, Konsumentenverhalten, Erlebnismarketing und emotionale Konditionierung charakterisiert.

Was unterscheidet die Zwei-Komponenten-Theorie von klassischen Ansätzen?

Im Gegensatz zu reinen Körperreaktionstheorien betont die Zwei-Komponenten-Theorie nach Schachter und Singer das notwendige Zusammenspiel von physiologischer Erregung und kognitiver Interpretation der Situation.

Wie nutzen Unternehmen laut der Arbeit emotionale Verpackungen?

Unternehmen nutzen Verpackungsdesign und Markennamen gezielt, um durch Wahrnehmungsverzerrungen (Irradiation) positive emotionale Assoziationen zu wecken und die Attraktivität des Produkts zu steigern.

Warum ist bei „gesättigten Märkten“ das Markenmanagement besonders gefordert?

Da in gesättigten Märkten die funktionale Leistung der Produkte oft gleichwertig ist, fungieren Emotionen als entscheidendes Differenzierungskriterium, um Kunden zu binden und Kaufentscheidungen positiv zu beeinflussen.

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Details

Title
Emotion und Markenwahl
Subtitle
Vermittlung von emotionalen Erlebnissen durch Marketing
College
Dresden Technical University
Grade
1,5
Author
Jörg Jüttner (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V57439
ISBN (eBook)
9783638518949
ISBN (Book)
9783638665360
Language
German
Tags
Wie nutzt das Marketing Emotionen als Erfolgsfaktor?
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jörg Jüttner (Author), 2006, Emotion und Markenwahl, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57439
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