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Die Wahl des römischen Königs, des zukünftigen Kaisers

Title: Die Wahl des römischen Königs, des zukünftigen Kaisers

Seminar Paper , 2005 , 13 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Thomas Wiesemann (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Diese Hausarbeit behandelt die Wahl des römischen Königs, des zukünftigen Kaisers. Dieses Thema ist bis heute stark beforscht und in vielen Punkten stark umstritten. Denn an diesem Thema lässt sich nicht nur eine Bedeutung für das Mittelalter, insbesondere das Spätmittelalter, erkennen, sondern auch für unsere heutige Zeit. Hier kann man die Unterschiede in der Entwicklung zwischen den Erbmonarchien England und Frankreich und dem deutschen Reich erfassen. Die Entwicklung zu einer Wahlmonarchie des deutschen Reiches, hatte dann starke Auswirkungen in die frühe Neuzeit, die napoleonische Zeit, bis heute in die Gegenwart. In dieser Hausarbeit soll speziell die Entwicklung der Wahl, aus dem Hochmittelalter kommend, in das Spätmittelalter übergehend, betrachtet werden. Bei der Betrachtung dieser Fragestellung ist ein Eingehen auf die überregionale, ja multinationale Bedeutung des römischen Königs von erhöhter Wichtigkeit. Erst bei Erkennen der Bedeutung des Königs, kann man auch erfassen, welchen Belang die Wahl für das Reich, die Menschen und die nähere Umgebung hatte. Dieses Thema ist seit Beginn der Neuzeit durchdringend beforscht und behandelt worden. Ein umfassendes Einführungswerk zu der
Verfassungsgeschichte des Spätmittelalters, hat zum Beispiel Peter Moraw geschrieben. Zu einer tieferen Erfassung des Stoffes, empfiehlt sich außerdem das von Heinrich Mitteis 1944 geschriebene Werk. Als Einblick in die Geschichte des Spätmittelalters und ihrer Verfassung bieten sich die Überblickwerke von Joachim Leuschner und Heinz Thomas an. Zu dieser Hausarbeit wurde im Wesentlichen das Werk von Moraw und Mitteis herangezogen. Leider konnte der Autor sich nur während der Vorarbeit zu der Hausarbeit auf das Mitteissche Werk stützen, da er es vor Beginn des Verfassens der Hausarbeit dieses Werk wieder abgeben musste. So konnte er dieses Werk nicht für Fußnoten heranziehen. Aus diesem Grund stützt sich diese Hausarbeit auf Werke, welche Mitteis zitieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung des Rex Romanorum

3. Die Entwicklung der Wahl des römischen Königs vom Hoch- zum Spätmittelalter

3.1. Die Wahl des römischen Königs im Hochmittelalter

3.2. Der Scheidepunkt 1198 und das Interregnum von 1257

3.3. Die Wahl des römischen Königs im Spätmittelalter

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die historische Entwicklung der Wahl des römischen Königs vom Hoch- bis zum Spätmittelalter. Ziel ist es, den Transformationsprozess von einer durch Geblütsrecht und Designation geprägten Wahl hin zu einem formalisierten Kurfürstensystem zu analysieren, wobei insbesondere der Einfluss papstpolitischer Entscheidungen und die Abgrenzung zu den Erbmonarchien Frankreich und England beleuchtet werden.

  • Die Bedeutung des Rex Romanorum und dessen Anspruch auf die Kaiserkrone
  • Wahlmechanismen im Hochmittelalter: Mischung aus Erb- und Wahlrecht
  • Die Rolle der Doppelwahl 1198 und des Interregnums für die Verfassungsentwicklung
  • Die Institutionalisierung des Kurfürstenkollegiums durch die Goldene Bulle von 1356
  • Der Vergleich mit europäischen Erbmonarchien hinsichtlich der strukturellen Stabilität

Auszug aus dem Buch

3.2. Der Scheidepunkt 1198 und das Interregnum von 1257

In der Geschichtswissenschaft wurde und wird über die Bedeutung der Doppelwahl des Jahres 1198 stark gestritten, für diese Arbeit ist dieser Streit aber nur insofern von Bedeutung, dass neben der Doppelwahl im Jahr 1198 auch die Wahl des Gegenkönigs Rudolf von Rheinfelden im Jahr 1077 als das Ende der Geblütsrechtwahl und dem Anfang der freien Wahl gilt. Es lässt sich aber feststellen, dass die Doppelwahl, mit der Wahl von Philipp von Schwaben und Otto IV., ein einschneidender Akt in der Entwicklung der Königswahl war. Nachdem 1198 Kaiser Heinrich VI. gestorben war, wurde versucht einen Gegner seiner Erbreichspolitik zum König zu wählen. Die Getreuen Heinrichs VI. wählten hingegen Philipp von Schwaben zum neuen König. Erst durch das Eingreifen des Papstes kam es zur rechtmäßigen Krönung Ottos IV.

Der Papst Innozenz III. proklamierte in diesem Zuge auch ein freies Wahlrecht aller Fürsten, welche dadurch selbstständig einen neuen König wählen konnten. Diese freie Wahl benötigte dann ein förmlicheres Wahlverfahren, da die bestimmende Designation des Königs entfiel.

Da Innozenz III. aber auch gleichzeitig das Approbationsrecht für sich als den Krönenden beanspruchte, konnte diese freie Wahl der Fürsten auch stark eingeschränkt werden. Der Gegensatz von freier Wahl und Approbationsrecht des Papstes konnte bis 1322 immer durch Diplomatie ausgeglichen werden. Durch die Forderung, dass bestimmte Fürsten nicht von dem Wahlakt ausgeschlossen sein dürfen und sie auch bei den Wahlen immer anwesend sein müssen, förderte Papst Innozenz III. das Herausbilden besonderer Rechte einzelner und den Übergang von der Volkswahl zu der sich im weiteren immer mehr verengenden Fürstenwahl.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der römischen Königswahl ein, erläutert die Bedeutung für das Heilige Römische Reich sowie die wissenschaftliche Relevanz im Kontext der europäischen Geschichte.

2. Die Bedeutung des Rex Romanorum: In diesem Kapitel wird der Rex Romanorum als zukünftiger Kaiser definiert, dessen Wahl eng mit dem Anspruch auf den Schutz der Kirche und der Anerkennung durch das Papsttum verknüpft war.

3. Die Entwicklung der Wahl des römischen Königs vom Hoch- zum Spätmittelalter: Dieses Hauptkapitel analysiert den Übergang von einem gemischten Erb- und Wahlrecht zu einem durch Kurfürsten definierten Wahlverfahren, welches durch die Goldene Bulle verfestigt wurde.

3.1. Die Wahl des römischen Königs im Hochmittelalter: Es wird beschrieben, wie im Hochmittelalter ein informelles Gemisch aus dynastischer Designation und fürstlicher Zustimmung die Königswahl dominierte.

3.2. Der Scheidepunkt 1198 und das Interregnum von 1257: Das Kapitel behandelt die Zäsur der Doppelwahlen, welche die Grundlage für die Herausbildung des exklusiven Kurfürstenkreises legte.

3.3. Die Wahl des römischen Königs im Spätmittelalter: Die detaillierte Untersuchung der Formalisierung durch die Goldene Bulle von 1356 und die Emanzipation des Königtums gegenüber dem päpstlichen Approbationsrecht steht hier im Fokus.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Entwicklung von der Stammeswahl hin zur stabilen Wahlmonarchie zusammen und reflektiert die Auswirkungen auf die Stabilität des Reiches im Vergleich zu anderen europäischen Monarchien.

Schlüsselwörter

Römischer König, Rex Romanorum, Kaiserwürde, Königswahl, Kurfürsten, Goldene Bulle, Spätmittelalter, Innozenz III., Wahlmonarchie, Rhenser Weistum, Verfassungsgeschichte, Approbationsrecht, Heiliges Römisches Reich, Doppelwahl, Dynastie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die geschichtliche Entwicklung und Institutionalisierung der Wahl des römisch-deutschen Königs vom hohen Mittelalter bis zum Ende des Spätmittelalters.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Wandel des Wahlrechts, der Einfluss des Papsttums auf die Kaiserwahl und die Herausbildung des Kurfürstenkollegiums.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Transformation des Wahlvorgangs zu verstehen, der sich von einer Stammes- und Erbfolgeorientierung zu einem rechtlich fest verankerten Wahlverfahren entwickelte.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf der Auswertung relevanter verfassungsgeschichtlicher Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Praxis der Designation, die Auswirkungen von Doppelwahlen, die rechtliche Fixierung durch die Goldene Bulle und das Verhältnis zwischen König und Papst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kurfürsten, Goldene Bulle, Rex Romanorum, Wahlmonarchie und Approbationsrecht.

Welche Rolle spielte der Papst Innozenz III. konkret?

Innozenz III. nahm massiven Einfluss durch die Dekretale "Venerabilem", mit der er das Recht beanspruchte, den gewählten König zu approbieren und somit die Wahl der Fürsten maßgeblich zu beeinflussen.

Wie veränderte die "Goldene Bulle" das Wahlverfahren?

Die Goldene Bulle von 1356 legte den Kreis der sieben Kurfürsten fest, regelte die Nachfolge in den Kurfürstentümern und fixierte Frankfurt als den verbindlichen Wahlort.

Was unterscheidet das deutsche Reich von den französischen oder englischen Monarchien?

Während sich Frankreich und England zu stabilen Erbmonarchien festigten, blieb das Heilige Römische Reich eine Wahlmonarchie, was laut Autor häufiger zu strukturellen Schwächen führte.

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Details

Title
Die Wahl des römischen Königs, des zukünftigen Kaisers
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg
Grade
1,3
Author
Thomas Wiesemann (Author)
Publication Year
2005
Pages
13
Catalog Number
V57500
ISBN (eBook)
9783638519526
Language
German
Tags
Wahl Königs Kaisers
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Wiesemann (Author), 2005, Die Wahl des römischen Königs, des zukünftigen Kaisers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57500
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