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RFID und Pervasive Computing - eine kritische Betrachtung der Technologie

Titre: RFID und Pervasive Computing - eine kritische Betrachtung der Technologie

Dossier / Travail , 2006 , 18 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Jakob Schlademann (Auteur)

Médias / Communication - Multimédia, Internet, Nouvelles Technologies
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Résumé Extrait Résumé des informations

Im Jahr 2006 wurde Ubiquitous Computing-Lösungen, die durch die RFID-Technologie möglich geworden sind, auf der CeBit der breiten Masse vorgestellt. Die Technologie soll den Handel revolutionieren. Das Hauptnutzenpotential von RFID liegt im Bereich Supply Chain Management. RFID ermöglicht hier eine effizientere Steuerung von logistischen Prozessen und macht damit Einsparungen beim Handling durch Pulk-Erfassung in Milliardenhöhe möglich. Bereits Im Projektplan des M-Lab aus dem Jahr 2003 wird Ubiquitous Computing als Basistechnologie für den nächsten Innovationsschub nach dem e-Business bezeichnet. Während in den letzten Jahren das Thema besonders für die Industrie von hoher Bedeutung war, ist heute zu bemerken, dass die Technologie auch im privaten Bereich Einzug gehalten hat. Dadurch ist eine aktuelle Diskussion entstanden, die in dieser Arbeit aufgegriffen und bewertet wird. Nutzen und Potential, sowie Chancen und Risiken im Zusammenhang mit RFID werden dazu untersucht. Des Weiteren werden Handlungsempfehlungen für die Zukünftige Verwendung der Technologie gegeben.
Das Fazit der Arbeit lautet wie folgt:
Durch RFID wird sich der Welthandel in den nächsten Jahren wesentlich verändern, denn im Zusammenspiel mit e-Business Lösungen wird diese Technologie für einen weiteren Innovationsschub sorgen, dessen Folgen heute noch nicht absehbar sind. Dabei, und das zeigt diese Arbeit auf, gilt es, verschiedenste Hürden zu überwinden. Punkte, an denen noch viel Diskussionsbedarf besteht, sind beispielsweise die Datensicherheit und die Privatsphäre. Die Argumente für und wider die Einführung von RFID haben gezeigt, dass es noch viele Reibungspunkte gibt, an denen noch ein hoher Diskussions- und Informationsbedarf besteht.
Wichtig ist es vor Allem, dass die Entwicklung, die in so bedeutende gesellschaftliche Bereiche wie die Privatsphäre von einzelnen Individuen eingreift, nicht von einigen wenigen Innovatoren vorangetrieben wird, sondern in der Öffentlichkeit bekannt gemacht und von verschiedenen Gremien begutachtet wird. Wenn dies geschieht und verantwortlich mit der Technologie umgegangen wird, entsteht für alle Beteiligten eine Win-Win Situation. Das führt letztendlich dazu, dass das Potential, das RFID in sich birgt, optimal ausgenutzt werden kann. Auf dem Weg in eine neue Ära der Sensorik und des Smart-Dust sollte ein hohes Maß an Partizipation aller Beteiligten angestrebt werden und der Mensch weiterhin im Mittelpunkt stehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung

1. Funktion

2. Nutzen und Potential der Technologie

3. RFID - Segen oder Fluch?

3.1 Chancen

3.2 Risiken

4. Empfehlungen für die Zukunft

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die RFID-Technologie und ihre Anwendung im Kontext von Pervasive Computing, wobei eine kritische Abwägung zwischen den wirtschaftlichen Vorteilen und den gesellschaftlichen Risiken, insbesondere in Bezug auf den Datenschutz, im Vordergrund steht.

  • Grundlegende Funktionsweise der RFID-Technologie
  • Wirtschaftliches Potenzial und Anwendungsszenarien
  • Datenschutzrelevante Risiken und gesellschaftliche Akzeptanz
  • Diskussion von Gegenmaßnahmen und Deaktivierungsoptionen
  • Handlungsempfehlungen für eine verantwortungsbewusste Implementierung

Auszug aus dem Buch

3. RFID - Segen oder Fluch?

Eine breit gefächerte Anwendung von RFID ist vor Allem wegen der umstrittenen Datensicherheit umstritten. Alle Informationen bis hin zur Seriennummer lassen sich ohne geeignete Gegenmaßnahmen per Funk auslesen, je nach Frequenzbereich sogar über relativ große Distanzen und vor allem unbemerkt. „Während Sie z.B. den Strichcode Ihrer Kundenkarte ausdrücklich vor ein Lesegerät halten müssen, wissen Sie bei RFID-Technik nicht, wer zu welchem Zeitpunkt etwas über Sie weiß […]“ (http://www.foebud.org) so die Stimme des ‚Vereins zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e.V.’ (FoeBuD) mit Sitz in Bielefeld. Von RFID-Gegnern werden die RFID-Chips als ‚Schnüffelchips’ bezeichnet. Gefahren der Technologie, so FoeBuD, resultieren daraus, dass „[…] jeder Gegenstand eine weltweit eindeutige Seriennummer bekommt und damit eindeutig identifizierbar ist […]“.

Auch der „[…] Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Peter Schaar, [weist] auf die Bedeutung des Datenschutzes beim Einsatz von RFID-Chips [hin].“ Zwar „[…] verpflichte das Datenschutzrecht die Unternehmen zur Information der Verbraucher, wenn mit Hilfe von RFID-Chips personenbezogene Daten verarbeitet werden […]“, jedoch frei nach dem Sprichwort ‚Gelegenheit macht Diebe’ befürchten auch Befürworter der Technologie dass mit „[…] der Massenanwendung von RFID […] das Bedrohungspotenzial zunehmen [könnte], da sowohl die Anreize als auch die Gelegenheiten für Angriffe sich vervielfachen. “ Das Thema wurder auch gerade auf der CeBIT diskutiert, dort „[…] mahnte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel an, dass vorhandene Probleme im Bereich des Datenschutzes bei RFID-Chips ernst zu nehmen und angemessen zu berücksichtigen sind.“

Zusammenfassung der Kapitel

0 Einleitung: Vorstellung der Relevanz von RFID im Kontext von Ubiquitous Computing und Definition des Ziels, die Vor- und Nachteile der Technologie zu bewerten.

1. Funktion: Erläuterung der technischen Komponenten eines RFID-Systems, bestehend aus Tag, Lesegerät und Server.

2. Nutzen und Potential der Technologie: Untersuchung der wirtschaftlichen Einsatzgebiete, insbesondere in der Supply Chain und Logistik zur Effizienzsteigerung.

3. RFID - Segen oder Fluch?: Kritische Auseinandersetzung mit Datenschutzbedenken, Risiken der Massenidentifizierung und der Angst vor Überwachung.

3.1 Chancen: Analyse der positiven Effekte durch Prozessoptimierung, Kostenreduktion und verbesserte Warenverfügbarkeit.

3.2 Risiken: Zusammenfassung der Gefahren durch unbefugtes Auslesen, Profilbildung und die Sorge vor einem gläsernen Konsumenten.

4. Empfehlungen für die Zukunft: Darstellung von Lösungsansätzen für eine faire Informationspraxis und technische Schutzmechanismen.

5. Fazit: Schlussbetrachtung, dass bei transparenter Kommunikation und Einbeziehung aller Interessengruppen eine Win-Win-Situation möglich ist.

Schlüsselwörter

RFID, Pervasive Computing, Ubiquitous Computing, Datensicherheit, Datenschutz, Supply Chain Management, Smart Tags, Konsumentenschutz, RFID-Zapper, Identifikation, technologische Entwicklung, Privatsphäre, elektronischer Produktcode, Prozesssteuerung, Smart Dust.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit bietet eine kritische Betrachtung der RFID-Technologie und analysiert deren Nutzenpotenzial für den Handel bei gleichzeitiger Beleuchtung der Datenschutzproblematik.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Im Zentrum stehen die technische Funktionsweise, das wirtschaftliche Anwendungsfeld (Logistik), die Risiken für die Privatsphäre sowie ethische Empfehlungen für die Zukunft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Argumente für und wider die RFID-Technologie gegenüberzustellen und aufzuzeigen, wie ein verantwortungsvoller Einsatz gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die aktuelle Entwicklungen, Pilotprojekte und öffentliche Debatten (z. B. auf der CeBIT) zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Funktionsweise, den wirtschaftlichen Nutzen, die Risiken der Überwachung sowie konkrete Handlungsanweisungen für Unternehmen und Gesetzgeber.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Datenschutz, RFID, Supply Chain Management und gesellschaftliche Akzeptanz geprägt.

Wie lässt sich der Datenschutzkonflikt bei RFID lösen?

Der Autor verweist auf Lösungsansätze wie die Zerstörung oder Deaktivierung der Chips nach dem Kauf, Verschlüsselungstechnologien und eine transparente Informationspolitik.

Warum wird RFID als „Segen oder Fluch“ bezeichnet?

Der Titel reflektiert den Kontrast zwischen dem hohen Effizienzgewinn für die Wirtschaft und dem potenziellen Missbrauchspotenzial für die Überwachung des Individuums.

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Résumé des informations

Titre
RFID und Pervasive Computing - eine kritische Betrachtung der Technologie
Université
University of the Arts Berlin  (Institute of Electronic Business)
Cours
E-Business: Mobile Business
Note
2,0
Auteur
Jakob Schlademann (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
18
N° de catalogue
V57516
ISBN (ebook)
9783638519656
ISBN (Livre)
9783640667239
Langue
allemand
mots-clé
RFID Pervasive Computing Betrachtung Technologie E-Business Mobile Business
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jakob Schlademann (Auteur), 2006, RFID und Pervasive Computing - eine kritische Betrachtung der Technologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57516
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Extrait de  18  pages
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