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PISA - Chancen und Missverständnisse

Titel: PISA - Chancen und Missverständnisse

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2005 , 22 Seiten , Note: Sehr gut

Autor:in: Ewald Bechtloff (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

PISA. Das Selbstbewusstsein einer Nation, das normal durch Injektionen vom Mark der Monarchie stabilisierbar ist, erlitt einen schweren Schock: Da ist jemand vielleicht besser als wir. Und wir sind ja wir. Dazu kam noch der Umstand, dass die Schule nicht unter den Teppich gekehrt werden kann. Normalerweise berichten die Medien ja nur von Skifahren und ähnlichem, wo Österreicher die Weltspitze darstellen und nicht von anderen populären Sportarten, wo zufällig keine Österreicher von den Siegerphotos lächeln. Nur eben die Schule lässt sich nicht so leicht verdrängen, und das ist gut so. Also erkannte der Österreicher, dass wohl irgendetwas zu tun sein müsste.
“Österreich sackte im Vergleich zu PISA 2000, als das Abschneiden noch im oberen Mittelfeld lag, im Rahmen der PISA 2003 Studie um 10 Plätze ab und befindet sich nunmehr im untersten Drittel der getesteten Länder.“ „vom 10. auf den 19. Platz, von 507 auf 491 Punkte…“ Aufgrund der (Reduktionssucht der) Medien ist in Österreich (wie in vielen anderen Ländern auch) das Wort "PISA" zum InbegriffallerProbleme des Bildungswesens geworden. In dieser Seminararbeit sollen deshalb einige der populärsten Missverständnisse angesprochen werden. Dazu soll zunächst geklärt werden, was die primäre Aufgabe der PISA-Studie ist, was sie erreichen wollte und sollte, und was sie im Gegensatz dazu erreicht hat! Des weiteren, was sie wirklich messen wollte und was sie im Endeffekt gemessen hat. Auch wollen wir darauf eingehen inwiefern die Ergebnisse falsch interpretiert wurden, welche Folgerungen man wirklich aus dem Ergebnis schließen könnte und welche Chancen PISA eröffnet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ziele und Aufgaben von PISA

3. Missverständnisse

3.1 Grundlegendes

3.2 PISA - eine Allgemeinbildungsstudie?

3.2.1 Das Literacy – Konzept

3.2.2 Das PISA Programm unter dem Gesichtspunkt der Allgemeinbildung

3.2.3 Exkurs: zur derzeitigen Bildungsdebatte

3.2.4 Fehler bei der Interpretation der Kennzahlen

3.2.5 Was könnten die Ursachen für die unterschiedlichen Schülerleistungen sein?

3.2.6 Weitere Kritikpunkte

4. Chancen

4.1 Ein Ruck

4.2 Chance: Von PISA zu IGLU

4.3 Globalisierung schulischer Bildung

4.3.1 Weltcurriculum als große Chance?

4.3.2 Das 3-Ebenen-Modell der Bildungsstandards.

5. Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der PISA-Studie auseinander, um populäre Missverständnisse aufzuklären, den tatsächlichen Messansatz der Studie zu hinterfragen und Potenziale für bildungspolitische Reformen aufzuzeigen.

  • Kritische Analyse der PISA-Messmethodik und ihrer Interpretation
  • Abgrenzung des Literacy-Konzepts von allgemeiner Bildung
  • Untersuchung der Einflussfaktoren auf Schülerleistungen
  • Diskussion über globale Bildungsstandards und ein potenzielles Weltcurriculum
  • Vorstellung eines 3-Ebenen-Modells für Bildungsstandards

Auszug aus dem Buch

3.2.4 Fehler bei der Interpretation der Kennzahlen

Das Problem ist, dass allen Warnungen der Testentwickler zum Trotz die Ergebnisse der PISA-Studien in der Öffentlichkeit zumeist auf eine Kennzahl pro Land reduziert werden; Signifikanzgrenzen werden ignoriert; und das ganze wird nur mit Blick auf das Ranking interpretiert. Das Ranking wird, ohne viel nachzudenken, für bare Münze genommen; niemand stellt die Frage ob überhaupt ein präziser Messvorgang vorgenommen wurde, wie repräsentativ die Stichprobe war, wie groß die Abstände zwischen den Rängen sind, usw.

Das Problem, das sich dabei ergibt, ist, dass man bei einer Klassenarbeit Lösungswege, Fehlverständnis, Vergessen, Irritation, Halbwissen usw. rekonstruieren kann. Diese Möglichkeit der Rekonstruktion der Gründe für die schlechten Leistungen gibt es bei PISA leider nicht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung thematisiert den Schock der österreichischen Öffentlichkeit über die PISA-Ergebnisse und steckt den Rahmen für die Aufklärung gängiger Missverständnisse ab.

2. Ziele und Aufgaben von PISA: Das Kapitel erläutert, dass PISA primär als systemmonitorierendes Instrument für Regierungen konzipiert ist und nicht als curriculare Prüfung.

3. Missverständnisse: Hier werden zentrale Fehlinterpretationen wie der PISA-Studie als Allgemeinbildungsstudie oder Fehler bei der Kennzahleninterpretation detailliert analysiert.

4. Chancen: Dieses Kapitel diskutiert die positiven Impulse von PISA für den Bildungsdiskurs und entwickelt ein 3-Ebenen-Modell für zukünftige Bildungsstandards.

5. Schlusswort: Das Schlusswort resümiert, dass PISA als objektive Entscheidungsgrundlage für Bildungspolitik dient und zur kritischen Auseinandersetzung mit schulischen Leistungen anregt.

Schlüsselwörter

PISA, Bildungsforschung, Schulleistungsvergleich, Literacy-Konzept, Allgemeinbildung, Systemmonitoring, Kompetenzorientierung, Bildungsstandards, Weltcurriculum, 3-Ebenen-Modell, Schulsystem, Leistungsdruck, Schulentwicklung, Evaluation, Interpretationsfehler

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die PISA-Studie kritisch, räumt mit populären Missverständnissen auf und untersucht sowohl die methodischen Grenzen als auch die bildungspolitischen Chancen der Studie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Methodik von PISA, das Literacy-Konzept, die Interpretation von Kennzahlen und die Diskussion über internationale Bildungsstandards.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, was PISA tatsächlich misst, wie Ergebnisse falsch interpretiert werden und welche fundierten Rückschlüsse für die Schulpolitik gezogen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Seminararbeit, die auf einer Analyse der PISA-Studienberichte und der einschlägigen Fachliteratur zur Bildungsdebatte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine kritische Auseinandersetzung mit der Testkonzeption, die Ursachenforschung bei Leistungsunterschieden und die Entwicklung eines Modells für Bildungsstandards.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie PISA, Literacy-Konzept, Kompetenzorientierung, Systemmonitoring und Bildungsstandards geprägt.

Wie kritisch steht der Autor dem PISA-Ranking gegenüber?

Der Autor äußert deutliche Kritik daran, dass komplexe Leistungen in der Öffentlichkeit auf eine einfache Kennzahl reduziert werden, da dies die zugrunde liegenden Ursachen ignoriert.

Was beinhaltet das vorgeschlagene 3-Ebenen-Modell?

Das Modell schlägt eine Gliederung in globale, nationale und schulautonome Inhalte vor, um sowohl internationale Vergleichbarkeit als auch regionale Besonderheiten zu wahren.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
PISA - Chancen und Missverständnisse
Hochschule
Wirtschaftsuniversität Wien  (Institut für allgemeine Pädagogik)
Note
Sehr gut
Autor
Ewald Bechtloff (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2005
Seiten
22
Katalognummer
V57555
ISBN (eBook)
9783638519984
ISBN (Buch)
9783656775508
Sprache
Deutsch
Schlagworte
PISA Chancen Missverständnisse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ewald Bechtloff (Autor:in), 2005, PISA - Chancen und Missverständnisse, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57555
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Leseprobe aus  22  Seiten
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