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Die Frühgeschichte der Oper

Titre: Die Frühgeschichte der Oper

Dossier / Travail , 2006 , 19 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Oliver Schupke (Auteur)

Musicologie - Divers
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit ist der These zugeeignet, die Entstehung der Oper a u s den Intermedien heraus darzustellen. Bei einem so umfassenden und facettenreichen Thema, wie dem ebengenannten, wird es im Rahmen dieser Arbeit mir jedoch nicht möglich sein, auf alle Aspekte, Faktoren und Umstände, denen jedes für sich genommen eine historische Signifikanz innewohnt und somit eine würdigende Erwähnung beansprucht, einzugehen. Ersichtlich wird der Umfang der Problematik allein bei der Aufzählung der beteiligten Träger der Kunstgattung „Oper“: nämlich der Komponist, der Librettist und der Bühnenbildner. Das Resultat der Synergie, die sich aus diesen drei künstlerischen Bereichen ergibt, ist weiterhin ein so stofffüllendes Thema, dessen Absteckung in einem engeren Maße einer radikalen Amputation gleichzukommen scheint. Trotzdem werde ich eine Einschränkung der Behandlung des Themas zugunsten einer profunden Darstellung der Frühgeschichte der Oper vornehmen. Der Fokus soll auf die sogenannten Intermedi und deren evolutionärer Vollzug zu den Opera gerichtet sein. Aufschluss über diese Entwicklung sollen die Untersuchungen zu Aufführungsanlässen, Aufführungspraxen und die Beschreibung der Merkmale zu den unterschiedlichen Klassifizierungen geben. Bei den Klassifizierungen der jeweiligen Intermedien ist jedoch zu berücksichtigen, dass der gegenwärtige Wissensstand noch immer keine unumstrittene Terminologie zulässt, und einige Forscher, die mit Untersuchungen auf diesem Gebiet tätig sind, unterschiedliche Konzepte verfolgen. […] Eine weitere Einschränkung dieser Arbeit ist die isolierende Betrachtungsweise Italiens heraus aus dem abendländischen Kunst- und Schaffenskreis. Abgesehen von dem Umstand, dass das Italien der Renaissance sozusagen als die Wiege der Oper anzusehen ist, sind darüber hinaus auch die Betrachtungen der Fortentwicklung der Oper in den anderen europäischen Staaten (später auch USA) jedoch in Frankreich im besonderen Maße sehr fruchtbare Themen, ist doch zu Ehren des französischen Königs Heinrich IV. zur Vermählung mit Maria de’ Medici die „erste vollgültige Oper Euridice 1600 […] in Florenz uraufgeführt worden“ und stehen die französischen- und italienischen Höfe doch im kulturellen Austausch gesteigerten Maßes.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Intermedium

2.1. Terminologie und Klassifizierung

2.2. Von der Neben- zur Hauptsache

2.3. Geburtswehen

3. Die Geburt der Oper

3.1. Camerata Fiorentina

3.2. Claudio Monteverdi

3.3. Von der Haupt- zur Nebensache

4. Fazit

5. Anhang: Notenbeispiel

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die These, dass die Oper als eigenständige Kunstgattung aus der historischen Entwicklung der Intermedien hervorgegangen ist, und beleuchtet dabei den Wandel von unterhaltsamen Einschüben zu einem zentralen dramaturgischen Bestandteil.

  • Die funktionale Rolle der Intermedien im Renaissancetheater.
  • Die terminologische Unschärfe und Klassifizierung von Zwischenspielen.
  • Die Rolle der Camerata Fiorentina bei der Entwicklung des monodischen Stils.
  • Der Einfluss von Claudio Monteverdi und der seconda pratica auf das Musikdrama.
  • Die Transformation der Intermedien hin zur opera buffa bzw. zum Intermezzo.

Auszug aus dem Buch

2.1. Terminologie und Klassifizierung

Das Intermedium tritt zunächst für die Funktion als unterhaltsamer Einschub zwischen den Akten in Dramen mit unterschiedlichen Namen wie intermedio, intermezzo, tramesso, tramezzo, introdutto und intromesso auf. Jedoch die Anwendung zweier der ebengenannten Begriffe (intermedio und intermezzo) hat sich operngeschichtlich durchgesetzt. Die Bezeichnung »Intermezzo« ist allerdings erst ab dem 18. Jahrhundert gebräuchlich für die Einschübe zwischen den Akten der in Neapel neu entwickelten Opera seria und ist als Name bis heute sinnbezeichnend. Etymologisch entspricht das »Intermedium/ Intermedio« dem lateinischen Wort intermedius (zwischen etwas befindlich, der [die, das] Mittlere).

Im italienischen Renaissancetheater sind die dramatischen Gattungen Pastorale (geistlich), Tragödie und Komödie (weltlich) die Hauptvertreter bühnenpräsenter Werke. Die commedia war allerdings die meistaufgeführte Theaterform. Bei der Organisierung der Aufführungen entsprach das Theaterwesen dem primären Vorhaben, die Theaterpraxis des antiken Griechenlands und Roms zu revitalisieren. Dies schlug sich im Handlungsverlauf der Dramen nieder. In der Konsequenz ist die regelrechte Komödie aus diesem Hintergrund zunächst in 5 Akten und 4 Pausen, worin Einschübe in Form von Intermedien vorgesehen sind, eingeteilt. In ihrer Funktion, die Verdeutlichung der Einteilung in Akten von dramatischen Gattungen mit Bühnenpräsenz, können Intermedien in Form von Musikstücken, Tänzen, Maskenaufzügen, Wundermaschinerien, Auftritten von lebendigen oder künstlichen Tieren, Gauklern, Akrobaten, schauspielerischen- und pantomimischen Darbietungen und auch teilweise improvisierten Possen auftreten. Intermedien beinhalteten demnach nicht zwingend Musik. Die Beliebtheit der Intermedien bei dem Publikum zeichnet sich durch oftmalige Praxis auch außerhalb von Theatervorstellungen ab, da sie auch bei Gesellschaftstänzen, Bankette oder später beispielsweise als Bindeglied zwischen einem Bankett und einer Komödie, oder umgekehrt, vorzufinden sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die These ein, dass die Oper maßgeblich aus den Intermedien entstanden ist, und skizziert die methodische Beschränkung auf den italienischen Raum.

2. Das Intermedium: Dieses Kapitel erläutert die terminologische Vielfalt, die historische Funktion als Pauseneinschub und die Entwicklung der Intermedien von einer Nebensache hin zu einer höfischen Repräsentationsform.

3. Die Geburt der Oper: Hier wird der Einfluss der Florentiner Camerata und von Claudio Monteverdi beschrieben, die durch den monodischen Stil und die seconda pratica die Grundlagen für das Musikdrama legten.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Intermedien zwar entscheidende Vorläufer waren, die Entstehung der Oper aber als komplexes Zusammenspiel verschiedener Einflüsse zu betrachten ist.

5. Anhang: Notenbeispiel: Der Anhang enthält ein praktisches Notenbeispiel eines Madrigals von Francesco Corteccia aus dem Jahr 1547.

6. Literaturverzeichnis: Das Literaturverzeichnis listet die verwendeten Quellen, Dissertationen und musikwissenschaftlichen Nachschlagewerke auf.

Schlüsselwörter

Intermedium, Intermezzo, Oper, Musikgeschichte, Florentiner Camerata, Claudio Monteverdi, Renaissance, Barock, Monodie, seconda pratica, Musikdrama, Theaterpraxis, Komödie, Madrigal, Musikwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die historische Entstehung der Gattung Oper und deren enge Verbindung zur Tradition der italienischen Intermedien des 15. und 16. Jahrhunderts.

Welche thematischen Schwerpunkte werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Intermedien, der Arbeit der Florentiner Camerata, den Innovationen durch Claudio Monteverdi sowie dem Wandel der gesellschaftlichen Bedeutung dieser Aufführungsformen.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, inwieweit die Oper als eigenständige Kunstgattung aus der Entwicklung der Intermedien hervorgegangen ist und ob man von einem Übergang „vom Pausendivertissement zur eigenen Kunstgattung“ sprechen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-musikwissenschaftliche Analyse, gestützt auf zeitgenössische Berichte, theoretische Diskurse sowie die Auswertung relevanter musikgeschichtlicher Sekundärliteratur.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit näher beleuchtet?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Intermedien als Gattung, die theoretischen Ansätze der Florentiner Camerata zur Wiederbelebung antiker Ideale und die praktische Umsetzung durch Komponisten wie Monteverdi.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Untersuchung?

Die Untersuchung wird maßgeblich durch Begriffe wie „Intermedium“, „Camerata Fiorentina“, „seconda pratica“ und die „Monodie“ definiert.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen „intermedi apparenti“ und „intermedi non apparenti“?

Die Arbeit klassifiziert Intermedien danach, ob die Akteure für das Publikum sichtbar sind (apparenti) oder ob die Musik, beispielsweise von verborgenen Musikern, ohne sichtbare Akteure dargeboten wird (non apparenti).

Welchen Stellenwert nimmt Claudio Monteverdi in der Entstehung der Oper ein?

Monteverdi gilt laut der Arbeit als Schlüsselfigur, da er durch die Etablierung der seconda pratica und eine präzisere musikalische Affektdarstellung die Oper als ernstzunehmendes musikdramatisches Werk festigte.

Welche Rolle spielte die Kritik von Anton Francesco Grazzini für das Verständnis der Intermedien?

Grazzinis Kritik verdeutlicht das Spannungsfeld der damaligen Zeit, in der die Intermedien immer prunkvoller wurden und drohten, das eigentliche Hauptstück, die Komödie, in den Schatten zu stellen.

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Résumé des informations

Titre
Die Frühgeschichte der Oper
Université
Humboldt-University of Berlin  (Musikwissenschaftliches Seminar)
Note
1,0
Auteur
Oliver Schupke (Auteur)
Année de publication
2006
Pages
19
N° de catalogue
V57646
ISBN (ebook)
9783638520324
ISBN (Livre)
9783638792462
Langue
allemand
mots-clé
Frühgeschichte Oper Intermedium Intermezzo
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Oliver Schupke (Auteur), 2006, Die Frühgeschichte der Oper, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57646
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Extrait de  19  pages
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