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Credo in unum Deum

Title: Credo in unum Deum

Presentation (Elaboration) , 2005 , 14 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Christian Deuper (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die Betrachtungen beziehen sich auf den ersten Satz „Credo in unum Deum“ des Symbolum Nicenum (aus der h-Moll-Messe BWV 232) von Johann Sebastian Bach. Ich teile die Arbeit in zwei Hauptkapitel. Das erste widmet sich den Voraussetzungen für das Verständnis dieser Komposition: Dem Text (dem nicaenischen Glaubensbekenntnis), der Credo-Intonation (die Bach nicht praktiziert, an die er sich aber anlehnt), dem Fugenthema (einem gregorianischen Cantus firmus) sowie der Zahlensymbolik (bezogen auf die Zahl Sieben, die in diesem Satz eine zentrale Rolle einnimmt). Das zweite Hauptkapitel konkretisiert dann Einzelaspekte dieses Satzes: Die Fuge und ihre Gestaltung, das Basso continuo, die Fortsetzung im „Patrem omnipotentem“ und schließlich, unumgänglich, die Parodiefrage.
Eine „Rechtfertigung“ möchte ich vorausschicken: Vokalmusik, gerade geistliche, kann nicht die Noten isoliert vom Text betrachten. Ein Komponist des Barock komponiert ein großes Werk wie die h-Moll-Messe nicht, indem er genügend Noten für die Textverteilung zur Verfügung stellt, ohne den Text auszudeuten. „Bach tritt uns in der h-moll-Messe unbestreitbar auch als Theologe gegenüber, ...“ . Deshalb sei es dem stud.theol. auch verziehen, diese musikwissenschaftliche Arbeit im Sinne der theologischen Bachforschung abzufassen (und sich damit im Wesentlichen auf deren Begründer Walter Blankenburg zu stützen ) und zwischendurch theologische und liturgische Aspekte zu berücksichtigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Voraussetzungen

2.1 Das Nicaeno-Constantinopolitanum

2.2 Die Credo-Intonation

2.3 Der Cantus firmus

2.4 Die Sieben – eine heilige Zahl

3. Die Umsetzung im Credo-Satz der h-Moll-Messe

3.1 Die Fuge

3.2 Das Continuo

3.3 Die Fortführung im „Patrem omnipotentem“

3.4 Zur Parodiefrage

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den ersten Satz „Credo in unum Deum“ aus Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe BWV 232, wobei der Fokus auf der engen Verknüpfung von theologischer Bedeutung und musikalisch-kompositorischer Gestaltung liegt. Ziel ist es zu analysieren, wie Bach den Text des nicaenischen Glaubensbekenntnisses durch musikalische Mittel, wie den gregorianischen Cantus firmus und eine ausgeprägte Zahlensymbolik, theologisch deutet und ausformt.

  • Theologische Grundlagen und Textanalyse des Symbolum Nicenum
  • Die Funktion und Bedeutung des gregorianischen Cantus firmus im Fugenthema
  • Zahlensymbolik, insbesondere die Bedeutung der Zahl Sieben
  • Analytische Betrachtung der Fugenstruktur und des Basso continuo
  • Untersuchung der Parodiefrage und der Entstehungsgeschichte

Auszug aus dem Buch

2.4 Die Sieben – eine heilige Zahl

Die Zahl Sieben spielt im Credo eine bedeutende Rolle (Konkretionen s.u.). Zunächst soll ihre zahlensymbolische Bedeutung geklärt werden: Neben ihrer eigenen Bedeutung hat die Sieben auch als Zahlenkombination eine solche: Sie ist Summe von Drei und Vier (deren Produkt Zwölf wieder eine heilige Zahl darstellt). Die Drei steht für den dreieinigen Gott, die Vier für die Welt (Himmelsrichtungen, Jahreszeiten, Elemente). So kombiniert die Sieben Schöpfer und Schöpfung (und passt entsprechend gut in den ersten Glaubensartikel).

Im Credo-Satz der h-Moll-Messe setzt Bach an verschiedenen Stellen die Sieben ein: Das Thema hat sieben Töne (und entsprechend Textsilben: Cre- do in u- num De- um). Bach setzt die Fuge siebenstimmig (was nicht ohne Kunstgriffe möglich ist, s. 3.1). Sieben statt der möglichen acht Töne durchläuft das Continuo im ersten Takt. Blankenburg zählt 17 Themeneinsätze, worauf er aber nur kommt, indem er die Sextparallelen in T. 34ff als einen Einsatz zählt. Dass Bach die 17 wegen der Ziffer 7 gewählt hat, scheint mir fragwürdig. Einleuchtender fände ich die Wahl der Zahl 18 für die Themeneinsätze, denn 18 = 3*3+3*3, oder 18 = 3*2*3, also eine trinitarische Deutungsmöglichkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt das Thema, die methodische Zweiteilung der Arbeit und den theologisch-musikwissenschaftlichen Ansatz vor.

2. Voraussetzungen: In diesem Kapitel werden der Text des Glaubensbekenntnisses, die Credo-Intonation, der gregorianische Cantus firmus sowie die symbolische Bedeutung der Zahl Sieben erläutert.

3. Die Umsetzung im Credo-Satz der h-Moll-Messe: Hier erfolgt eine detaillierte musikalische Analyse der Fuge, des Basso continuo, der Verbindung zum Folgesatz „Patrem omnipotentem“ und der Parodie-Problematik.

Schlüsselwörter

Johann Sebastian Bach, h-Moll-Messe, Credo in unum Deum, Symbolum Nicenum, Cantus firmus, Zahlensymbolik, Fuge, Ricercar, Basso continuo, Patrem omnipotentem, Theologische Musikwissenschaft, Parodiefrage, Liturgie, Trinität, Stilo antico.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des ersten Satzes „Credo in unum Deum“ aus Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe unter Berücksichtigung theologischer und musikwissenschaftlicher Aspekte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Voraussetzungen für das Verständnis der Komposition, wie der Text, die historische Praxis der Credo-Intonation, die Verwendung eines gregorianischen Cantus firmus sowie die Bedeutung von Zahlen- und Klangsymbolik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Bach den Text des nicaenischen Glaubensbekenntnisses musikalisch ausdeutet und als Theologe in musikalischer Form präsentiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verknüpft musikwissenschaftliche Analysen (Fuge, Kontrapunkt, Continuo) mit theologischer Bachforschung, insbesondere auf Basis der Ansätze von Walter Blankenburg.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der konkreten musikalischen Umsetzung: der Fugenstruktur, der Gestaltung des Basses, der Fortführung im nächsten Satz und der Frage, ob es sich um eine Parodie handelt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen h-Moll-Messe, Cantus firmus, Zahlensymbolik, Symbolum Nicenum, Ricercar, Fuge und Stilo antico.

Warum spielt die Zahl Sieben eine so wichtige Rolle im Credo?

Die Sieben kombiniert symbolisch die Drei (Gott) und die Vier (Welt/Schöpfung) und wird von Bach strukturell durch siebenstimmige Führung und Tonalität im Werk reflektiert.

Wie bewertet der Autor die Parodiefrage bei diesem Werk?

Der Autor argumentiert, dass aufgrund der engen Bindung an den spezifischen Cantus firmus eine einfache Parodie unwahrscheinlich ist und Bach bei etwaigen Übernahmen sehr bewusst und theologisch reflektiert vorgegangen ist.

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Details

Title
Credo in unum Deum
College
University of Osnabrück  (Institut für Musik / Musikwissenschaft)
Course
Seminar: Johann Sebastian Bach, Missa h-Moll
Grade
1,3
Author
Christian Deuper (Author)
Publication Year
2005
Pages
14
Catalog Number
V57651
ISBN (eBook)
9783638520379
ISBN (Book)
9783638922128
Language
German
Tags
Credo Deum Seminar Johann Sebastian Bach Missa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Deuper (Author), 2005, Credo in unum Deum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57651
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