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Die sozialmedizinische Perspektive des Diabetes mellitus

Title: Die sozialmedizinische Perspektive des Diabetes mellitus

Seminar Paper , 1999 , 30 Pages , Grade: 1

Autor:in: Peggy Obst (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Um die medizinischen Vorgänge im Körper bei Diabetes mellitus zu verstehen, ist es notwendig, sich mit dem Stoffwechsel der Glukose im menschlichen Körper zu befassen.

Die Glukose ist ein wichtiger Brennstoff des Organismus. Sie ist ein bedeutender Energielieferant vor allem für Gehirn und Nerven. Befinden sich weniger als 50 Milligramm pro Zehntelliter (mg/dl) im Blut, führt das bei ausbleibender Glukosezufuhr zum Tod.
Werden über die Nahrung keine Kohlenhydrate aufgenommen, die der Organismus bis zur Glukose aufspalten kann, bedient er sich der Reserven im Körper. In der Muskulatur und der Leber ist Glukose gespeichert. Sie wird dann freigesetzt und durch die Leber wird darüber hinaus neue Glukose aufgebaut (Glukogeogenese). Durch das Blut gelangt sie an die Organe. Den größten Verbrauch haben hierbei das Gehirn, die Muskulatur und das Fettgewebe.
Werden dem Körper also Kohlenhydrate zugeführt, durch die Verdauung gespalten und über den Darm in das Blut resorbiert, füllt er seine Speicher auf. Bei Glukosemangel, beispielsweise durch Sport und unzureichender Ernährung, wird auf diese Vorräte zurückgegriffen. Die normale Glukosekonzentration im Blut entspricht etwa 60-140 mg/dl.

Der Zuckerhaushalt wird beim Menschen durch anabole und katabole Hormone gesteuert.
Eine gegenseitiges Gleichgewicht dieser auf- und abbauenden Botenstoffe ist Grundlage für den stabilen Stoffwechsel. Die aufbauende Wirkung hat hierbei das Insulin, ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) gebildet wird. Dem entgegen stehen vor allem Glukagon und Adrenalin, ferner Noradrenalin, Kortison, Wachstums- und Schilddrüsenhormone.
Insulin entsteht in den Langerhansschen Inseln. In diesem endokrinen Anteil der Bauchspeicheldrüse befinden sich inselartige Zellverbände, A-, B- und D-Zellen, die vom exokrinen Gewebe des Pankreas umgeben sind. Die Herstellung, Speicherung und die Abgabe des Insulins ins Blut obliegt den B-Zellen. Von den A-Zellen wird der Gegenspieler des Insulin, das Glukagon gebildet. Die Drüsenzellen produzieren außerdem den Bauchspeichel für Verdauungsvorgänge im Darm.
Steigt die Blutglukosekonzentration an, wird vom Pankreas Insulin in die Blutbahn ausgeschüttet und an die auf Insulin ansprechenden Zellen transportiert. An speziellen Rezeptoren, besonders an den Muskel-, Leber- und Fettzellen, kann das Hormon ankoppeln und seine Wirkung über chemische Signale entfalten.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Der Kohlenhydratstoffwechsel des Menschen

2. Die Definition des Diabetes mellitus

2.1 Die medizinischen Ursachen und Symptome des Typ-I-Diabetes

2.1.1 Die Behandlung des Typ-I-Diabetes

2.2 Die medizinischen Ursachen und Symptome des Typ-II-Diabetes

2.2.1 Die Behandlung des Typ-II-Diabetes

2.3 Komplikationen und Krankheitsfolgen des Diabetes mellitus

2.3.1 Akute Komplikationen

2.3.2 Mittelfristige Komplikationen

2.3.3 Spätkomplikationen

3. Die Epidemiologie des Diabetes mellitus

3.1 Die Häufigkeit

3.2 Die Ursachen für die hohe Typ-II-Morbitität

4. Die Lebenserwartung bei Diabetes mellitus

4.1 Die Prognose des Typ-I-Diabetes

4.2 Die Prognose des Typ-II-Diabetes

5. Der Diabetes mellitus aus sozialmedizinischer Sicht

5.1 Die Bedeutung des Lebensalters

5.2 Diabetes mellitus bei Kindern und Jugendlichen

5.3 Psychische Probleme des Diabetikers

5.4 Die Berufswahl

5.5 Fahrtauglichkeit

5.6 Urlaub und Reisen

5.7 Körperhygiene und Infektionsrisiko

5.8 Sexualität und Empfängnisverhütung

5.8.1 Schwangerschaft und Vererbung des Diabetes mellitus

6. Die sozialrechtliche Einstufung des Diabetes mellitus

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die medizinischen Grundlagen, epidemiologischen Zusammenhänge sowie die sozialmedizinischen Auswirkungen des Diabetes mellitus mit dem Ziel, den Alltag und die Lebensführung betroffener Personen umfassend zu beleuchten.

  • Grundlagen des menschlichen Kohlenhydratstoffwechsels
  • Differenzierung der Diabetes-Typen I und II sowie deren Behandlungsmethoden
  • Analyse der Krankheitsfolgen und Akut- sowie Spätkomplikationen
  • Epidemiologische Entwicklung und Einflussfaktoren des Lebensstils
  • Sozialmedizinische Aspekte, wie Berufswahl, Fahrtauglichkeit und Lebensqualität

Auszug aus dem Buch

Die medizinischen Ursachen und Symptome des Typ-I-Diabetes

Der Typ-I-Diabetes ist ein Insulinmangeldiabetes, auch insulinabhängiger Diabetes mellitus (IDDM = insulin-dependent diabetes mellitus) genannt. Dieser Diabetes tritt bevorzugt im Kindes- und Jugendalter auf und wurde früher deshalb auch jugendlicher oder juveniler Diabetes genannt. Da er jedoch auch im Erwachsenenalter auftreten kann, wurde diese Bezeichnung weitestgehend fallen gelassen. Typisch sind ein akutes bis subakutes Auftreten, d.h. Ausbruch der Krankheit nach nur kurzer Anamnese.

Die Symptome der Krankheit äußern sich durch zunehmend andauernde Abgeschlagenheit, starken und andauernden Durst, häufiges Wasser lassen, Austrocknung, Gewichtsverlust, vorübergehende Sehstörungen, Juckreiz, Infektionsanfälligkeit sowie häufige und hartnäckige Hautinfektionen.

Steigt der Blutzuckerspiegel auf 180 mg/dl an, hat er die Nierenschwelle erreicht. Beim Überschreiten dieser Glukosekonzentration im Blut wird der Zucker mit dem Urin ausgeschieden. Da der Zucker für diesen Vorgang verdünnt werden muss, entziehen die Nieren dem Körper Wasser. Das führt zu starkem Durst und mit der Ausschwemmung des Zuckers gehen dem Körper nicht nur sehr viele Kalorien verloren, sondern ab 300 mg/dl Blutzuckerkonzentration werden viele lebenswichtige Mineralsalze, insbesondere Kalium ausgeschieden. Dieser Energieverlust führt zur raschen Gewichtsabnahme. Das vermehrte Harn lassen kann den Körper austrocknen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Kohlenhydratstoffwechsel des Menschen: Erläuterung der physiologischen Prozesse der Glukoseverwertung im Körper und der Steuerung durch Hormone wie Insulin und Glukagon.

2. Die Definition des Diabetes mellitus: Abgrenzung der verschiedenen Diabetesformen inklusive der medizinischen Kriterien und diagnostischen Grenzwerte.

2.1 Die medizinischen Ursachen und Symptome des Typ-I-Diabetes: Beschreibung der Pathophysiologie des insulinabhängigen Diabetes, seiner typischen Symptomatik und der notwendigen Therapieformen.

2.2 Die medizinischen Ursachen und Symptome des Typ-II-Diabetes: Untersuchung des nicht insulinabhängigen Diabetes als Zivilisationskrankheit und dessen Zusammenhang mit Insulinresistenz und Lebensstil.

2.3 Komplikationen und Krankheitsfolgen des Diabetes mellitus: Übersicht über akute Stoffwechselentgleisungen, mittelfristige Nervenschädigungen und langfristige Organschäden.

3. Die Epidemiologie des Diabetes mellitus: Analyse der Fallzahlen sowie der historischen und gesellschaftlichen Faktoren für das Auftreten der Erkrankung.

4. Die Lebenserwartung bei Diabetes mellitus: Analyse der Prognosemöglichkeiten und Faktoren, die das Überleben und den Krankheitsverlauf bei Diabetikern beeinflussen.

5. Der Diabetes mellitus aus sozialmedizinischer Sicht: Behandlung der Auswirkungen der Krankheit auf Alltag, psychische Verfassung, Berufswahl und soziale Integration.

6. Die sozialrechtliche Einstufung des Diabetes mellitus: Erörterung der Möglichkeiten zur Feststellung eines Grades der Behinderung und der damit verbundenen Vor- und Nachteile.

Schlüsselwörter

Diabetes mellitus, Insulinmangel, Insulinresistenz, Stoffwechsel, Glukose, Typ-I-Diabetes, Typ-II-Diabetes, Hyperglykämie, Hypoglykämie, Langzeitfolgen, Sozialmedizin, Diät, Insulintherapie, Lebensqualität, Prävention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die medizinischen, epidemiologischen und sozialmedizinischen Aspekte des Diabetes mellitus, wobei der Fokus auf dem Verständnis der Krankheit, ihrer Behandlung und den Auswirkungen auf das tägliche Leben liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die physiologischen Grundlagen der Glukoseverarbeitung, die Unterschiede zwischen Diabetes Typ I und Typ II, die Risiken von Spätkomplikationen und die soziale Rehabilitation der Betroffenen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein umfassendes Bild über die Krankheit zu vermitteln, um sowohl medizinische Zusammenhänge verständlich zu machen als auch praktische Orientierungshilfen für den Alltag mit Diabetes zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die medizinische Fachinformationen und statistische Daten zusammenführt, um die sozialmedizinische Perspektive fundiert darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Stoffwechselvorgänge, die detaillierte Beschreibung der Diabetes-Typen inklusive Behandlung, die Analyse epidemiologischer Daten und eine umfangreiche Betrachtung sozialer Fragen wie Beruf und Urlaub.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Insulintherapie, Blutzuckerspiegel, Stoffwechselstörungen, Folgeerkrankungen, Prävention und Lebensführung charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Typ I und Typ II so wichtig?

Die Typen unterscheiden sich wesentlich in ihrer Entstehung, dem Alter bei Manifestation und der therapeutischen Vorgehensweise, weshalb eine differenzierte Betrachtung für das Patientenmanagement entscheidend ist.

Welche Rolle spielt die psychologische Komponente bei Diabetes?

Die Psyche ist ein zentraler Faktor für den Therapieerfolg, da die Krankheit eine lebenslange Selbstdisziplin erfordert und der Patient Verantwortung für die Prävention von Spätschäden übernehmen muss.

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Details

Title
Die sozialmedizinische Perspektive des Diabetes mellitus
College
Leipzig University of Applied Sciences  (Fachbereich Sozialwesen)
Course
Seminar Sozialmedizin
Grade
1
Author
Peggy Obst (Author)
Publication Year
1999
Pages
30
Catalog Number
V5766
ISBN (eBook)
9783638135504
ISBN (Book)
9783668212732
Language
German
Tags
Diabetes mellitus Zuckerkrankheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Peggy Obst (Author), 1999, Die sozialmedizinische Perspektive des Diabetes mellitus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5766
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