Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Print Media, Press

Alleinkämpfer oder Teamplayer Konzepte der Redaktionsorganisation

Title: Alleinkämpfer oder Teamplayer Konzepte der Redaktionsorganisation

Seminar Paper , 2006 , 15 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Annika Hoya (Author)

Communications - Print Media, Press
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Zirka 48,5 Millionen Bundesbürger lesen täglich Zeitung, dass sind fast so viele, wie täglich durch das Fernsehen erreicht werden. Das gedruckte Wort hat eine lange Tradition. Nun im 21. Jahrhundert scheint gerade die Zeitung starke Konkurrenz zu bekommen. Seit einigen Jahren buhlt das Internet um die Gunst der Mediennutzer. Seit Mitte der 90er Jahre sinken erstmals die Auflagen der meisten Abo-Zeitungen. Die Zeitungen sind gezwungen, stärker auf ihre Leser einzugehen. So fragen mittlerweile auch Chefredakteure und Verleger nach den Bedürfnissen ihrer Leser. Die Zeitungsredaktionen in Deutschland unterliegen mittlerweile gravierenden Veränderungen. Der Redakteur, der die Ressortgrenzen nicht mehr überwindet, gehört der Vergangenheit an. Kostendruck der Verleger, die Konkurrenz schnellerer Medien, wie beispielsweise das Internet und der Leserschwund vor allem bei jungen Lesern stellt das Produkt Zeitung und alle daran Beteiligten, immer wieder vor neue Herausforderungen. Große Verlegerpersönlichkeiten werden immer rarer, sie werden durch Verlagsmanager ersetzt, die nur noch um Profit werben und sich immer weniger um ihre redaktionellen Verpflichtungen kümmern. Diese Seminararbeit im Zuge des Proseminars „Medienlehre Presse“ soll einen Überblick über die redaktionellen Strukturen und das Innenleben einer Tageszeitung sowie die Arbeitsorganisation in Zeitungsredaktionen geben. Die Arbeit lässt sich grob in drei Abschnitte unterteilen. Im ersten Teil (Gliederungspunkt 2) gehe ich auf die verschiedenen Ressorts bei Tageszeitungen ein. Der zweite Teil der Arbeit (Gliederungspunkte 3 und 4) behandelt die Machtstruktur in Redaktionen. Dabei gehe ich auf die Funktionen von Verleger, Chefredakteur, Chef vom Dienst, Ressortleiter, Redakteure und freie Mitarbeiter genauer ein und stelle im Anschluss die wichtigsten Arbeitsstrukturen in Redaktionen vor. Der letzte Teil der Seminararbeit (Gliederungspunkt 5) handelt von der allgemeinen Stellung der Tageszeitung in der Gegenwart unter Darstellung einiger Probleme der deutschen Presse. Als hauptsächliche Textgrundlage liegen mir, neben einigen Lexika, vor allem Fachbücher vor.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Ressorts

3. Die Machtverteilung innerhalb der Redaktion

3.1 Der Verleger

3.2 Der Chefredakteur

3.3 Der Chef vom Dienst

3.4 Die Ressortleiter

3.5 Die Redakteure

3.6 Die freien Mitarbeiter

4. Redaktionelle Strukturen

4.1 Die individuum-orientierte Form

4.2 Die prozess-orientierte Form

5. Die Bilanz des Zeitungswesens in Deutschland

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Seminararbeit analysiert die organisatorischen Strukturen und Machtverhältnisse in deutschen Zeitungsredaktionen unter dem Einfluss eines zunehmenden wirtschaftlichen Drucks und veränderter Mediennutzungsgewohnheiten. Ziel ist es, die Entwicklung von traditionellen Arbeitsweisen hin zu prozessorientierten Modellen zu untersuchen und die Rolle der verschiedenen Akteure im Redaktionsgefüge zu beleuchten.

  • Strukturelle Gliederung von Zeitungsredaktionen in Ressorts
  • Machtverteilung und Rollenbilder von Verlegern bis zu freien Mitarbeitern
  • Unterscheidung zwischen individuum-orientierten und prozess-orientierten Arbeitsmodellen
  • Herausforderungen des Zeitungsmarktes in Zeiten digitaler Konkurrenz
  • Die Rolle wirtschaftlicher Faktoren bei der redaktionellen Qualitätssicherung

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Verleger

Der Verleger trägt die publizistische sowie wirtschaftliche Gesamtverantwortung über das Unternehmen. „Die publizistische Leitungsmacht des Verlegers manifestiert sich darin, dass ihm nach allgemeiner Ansicht, die Befugnis zur Festlegung der grundsätzlichen Haltung der Zeitung zukommt: die so genannte Grundsatzkompetenz“. Er ist der haftende Inhaber, Eigentümer oder Geschäftsführer des Verlages. Damit trägt er das wirtschaftliche Risiko des Unternehmens oder zumindest die finanzielle Verantwortung. Er schafft die wirtschaftlichen und technischen Voraussetzungen für das Produkt „Zeitung“ und bewirkt dies, indem er Typ, Richtung, Kontinuität und regelmäßiges Erscheinen der Zeitung sicherstellt.

Historisch gesehen arbeitete der Verleger in den Anfangsjahren des Pressewesens (bis zum 19. Jahrhundert) als Redakteur und Drucker zugleich. Erst die wachsende Bedeutung der Presse als Faktor politischen Wirkens, die Erschließung immer breiterer Bevölkerungsschichten durch lesergerechte Nachrichtenangebote und der damit verbundene redaktionelle Aufwand, zwangen zur Arbeitsteilung. Es entstanden die Bereiche Verlag, Redaktion und Technik. Die Verlage wurden zunehmend in Kapitalgesellschaften umgewandelt, große Verlegerpersönlichkeiten wurden immer weniger.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle Herausforderung der Zeitungen durch das Internet ein und umreißt die Struktur der Arbeit bezüglich redaktioneller Strukturen und Machtverhältnisse.

2. Die Ressorts: Das Kapitel erläutert die historische Entstehung und die moderne Bedeutung von Ressorts als inhaltliche Gliederungseinheiten einer Zeitung.

3. Die Machtverteilung innerhalb der Redaktion: Dieser Abschnitt analysiert die hierarchischen Strukturen sowie die Aufgabenbereiche der Akteure vom Verleger bis hin zu den freien Mitarbeitern.

4. Redaktionelle Strukturen: Hier wird der Gegensatz zwischen der traditionellen individuum-orientierten Arbeitsweise und der modernen prozess-orientierten Form beleuchtet.

5. Die Bilanz des Zeitungswesens in Deutschland: Dieses Kapitel zieht eine Bilanz zur Marktkonzentration und diskutiert die Anpassung der Presse an den digitalen Wandel.

6. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Notwendigkeit einer betrieblichen Anpassung an kommerzielle Anforderungen zusammen und prognostiziert eine Angleichung an internationale Organisationsmodelle.

Schlüsselwörter

Redaktionsorganisation, Tageszeitung, Verleger, Chefredakteur, Redaktionelle Strukturen, Ressort, Medienlandschaft, Presse, Journalismus, Arbeitsteilung, Medienkonkurrenz, Wirtschaftlichkeit, Printmedien, Publizistik, Zeitungsverlag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den organisatorischen Strukturen und Machtverhältnissen in deutschen Zeitungsredaktionen sowie deren Wandel unter wirtschaftlichem Druck.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Ressortgliederung, den hierarchischen Rollen in der Redaktion und dem Vergleich zwischen verschiedenen Arbeitsorganisationsformen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist ein Überblick über das Innenleben von Zeitungsredaktionen und eine Einordnung der aktuellen Stellung der Tageszeitung in Deutschland.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf einer umfassenden Analyse von Fachbüchern und Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Ressortanalyse, die detaillierte Darstellung der Machtverteilung sowie den Vergleich von individuum-orientierten und prozess-orientierten Strukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Redaktionsorganisation, Publizistik, Medienlandschaft, Arbeitsmodelle und Pressewirtschaftlichkeit.

Wie hat sich die Rolle des Verlegers historisch gewandelt?

Früher arbeitete der Verleger oft noch selbst als Redakteur und Drucker, während er heute primär als Koordinator und Manager verschiedener Unternehmensbereiche fungiert.

Was unterscheidet das individuum-orientierte vom prozess-orientierten Modell?

Das individuum-orientierte Modell setzt auf den eigenständigen Journalisten, der viele Rollen vereint, während das prozess-orientierte Modell eine starke Arbeitsteilung nach angelsächsischem Vorbild vorsieht.

Excerpt out of 15 pages  - scroll top

Details

Title
Alleinkämpfer oder Teamplayer Konzepte der Redaktionsorganisation
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt
Course
Medienlehre Presse
Grade
1,3
Author
Annika Hoya (Author)
Publication Year
2006
Pages
15
Catalog Number
V57830
ISBN (eBook)
9783638521581
ISBN (Book)
9783656790075
Language
German
Tags
Alleinkämpfer Teamplayer Konzepte Redaktionsorganisation Medienlehre Presse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annika Hoya (Author), 2006, Alleinkämpfer oder Teamplayer Konzepte der Redaktionsorganisation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57830
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  15  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint