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Odin und seine Rolle in der germanischen Götterwelt

Title: Odin und seine Rolle in der germanischen Götterwelt

Seminar Paper , 2006 , 20 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Franziska Drax (Author)

Scandinavian Languages
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Die nordische Mythologie bietet uns eine komplexe und oft verwirrende Einsicht in die germanische Götterwelt. Sie ist Zeugnis einer Zeit, in der die Menschen nicht nur an einen, sondern an viele Götter glaubten.
Die Edda, eine in Versform verfasste Sammlung von Götter- und Heldenliedern, ist eine Zusammenstellung von Geschichten und Ereignissen rund um die Götter und Helden des germanischen Glaubens.
Die Forschung unterscheidet heute zwischen zwei Eddas: die Ältere Edda und die Jüngere Edda. Bei der Älteren Edda handelt es sich um eine Handschriftensammlung, die unter dem Namen Codex Regius bis 1971 in Kopenhagen aufbewahrt war, bevor sie nach Island zurück überführt wurde. Sie wurde um 1270 in schriftlicher Form verfasst, jedoch ist bis heute unklar, von wem. Die enthaltenen Götterlieder beginnen mit der Völuspá („Die Weissagung der Seherin“), gefolgt von den drei Odingedichten Hávamál („Gedichte des Hohen“), Vafþrúðnismál („Das Wafthrudnir-Lied“) und Grímnismál („Das Grimnir-Lied“). Nachstehend schließt sich das Fryr-Lied, die Skírnismál („Skirnis-Ritt“), an. Es folgen vier Gedichte des Thor: Hárbarðsljóð („das Harbard-Lied“), Hymiskviða („Das Hymir-Lied“), Lokasenna („Zankreden Lokis“) und Þrymskviða („das Thrym-Lied“). Letztendlich bilden Völundarkviða („Das Wölund-Lied“) und Alvíssmál (Das Alwis-Lied“) den Schluss, auch wenn diese beiden Lieder nicht immer zu den Götterliedern gezählt werden. Nach den Götterliedern sind eine Reihe von Heldenliedern aufgeführt, denen ich mich in dieser Arbeit jedoch nicht weiter widmen werde.
Unter der Jüngeren Edda versteht man die Handschriften, die um 1220 von Snorri Sturluson auf Island verfasst wurden. Die Jüngere Edda besteht aus drei Teilen: der Gylfaginning, der Skaldskarpamál und der Háttatal. Die Gylfaginning ist eine sehr umfassende Darstellung der gesamten Götterwelt. Die Skaldskarpamál berschreibt die Regeln der Skaldendichtung. Die Háttatal sind Lieder und Gedichte, die Snorri Sturluson zum grossen Teil dem norwegischen König gewidmet hat.
Wer die Edda liest, erkennt schnell, dass der Gott Odin eine der Hauptfiguren ist und in fast jedem Lied oder Gedicht zumindest eine kleine Rolle spielt.
Daher widme ich diese Arbeit in erster Linie diesem Gott und seiner komplexen Figur. Ich werde sein Wesen und seinen verworrenen Stammbaum darstellen und seine außergewöhnliche Rolle in der germanischen Götterwelt beschreiben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Odin – Der höchste Gott

Odins Liebschaften und seine Nachkommen

Odin als Gestaltenwandler und seine Namen

Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die komplexe Figur des germanischen Gottes Odin umfassend zu analysieren, sein Wesen sowie seinen verzweigten Stammbaum darzustellen und seine außergewöhnliche, teils widersprüchliche Rolle innerhalb der nordischen Mythologie zu beleuchten.

  • Analyse des Gottes Odin als zentrale Figur der nordischen Mythologie
  • Darstellung und Entschlüsselung von Odins komplexem Stammbaum
  • Untersuchung von Odins Attributen, Begleitern und Handlungsweisen
  • Beleuchtung der Vielschichtigkeit durch Beinamen und Gestaltwandlungen
  • Betrachtung von Odins Liebesleben und dessen mythologischer Bedeutung

Auszug aus dem Buch

Odin – Der höchste Gott

Die altisländische Bedeutung des Namens Oðinn geht auf das Wort für „Inspiration“ oder auch „Wut“ hervor. Im Isländischen ging der Anfangsbuchstabe „W“ im Laufe der Zeit verloren, jedoch ist er im Altfränkischen und Altsächsischen noch vorhanden. Hier lautet der Gottesname Wodan und Woden, woraus das englische Wort für Mittwoch, „Wednesday“, entstanden ist. Im Schwedischen ist sein Name Oden, daher wurde ihm ebenfalls das schwedische, norwegische und dänische Wort „Ondsdag“ für Mittwoch gewidmet.

Snorri Sturluson schreibt: „Odin ist der höchste und älteste der Götter; er regiert alles, und so mächtig die anderen Götter auch sind, sie dienen ihm alle wie Kinder ihrem Vater“.

Odin ist Sohn des Urriesen Borr, mit dessen Vater Buri alles anfing, als die Urkuh Audhumbla diesen aus dem Eis leckte. Odins Mutter ist Bestla; sie ist die Tochter des Urriesen Bölthorn. Er ist von hoher Gestalt, hat einen langen Bart und trägt einen weiten dunklen Mantel, der den nächtlichen Himmel wiederspiegelt. Er wohnt in Asgard, der Götterburg der Asen. Dort hat er seinen Hochsitz Hlidskjalf, von dem er die gesamte Welt überblicken kann. Er beherrscht die neun Welten, welche sich um den Weltenbaum Yggdrasil anordnen: Asgard (Welt der Asen), Vanheim (Welt dar Wanen), Midgard (Welt der Menschen), Jötunheim (Welt der Riesen), Muspelheim (feurige Welt), Alfheim (Welt der Alfen), Svartalfheim (Welt der Zwerge), Hel (Das Totenreich) und Niflheim (kalte Welt).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Abschnitt führt in die nordische Mythologie ein und differenziert zwischen der Älteren und der Jüngeren Edda als zentrale Quellen des germanischen Glaubens.

Odin – Der höchste Gott: Dieses Kapitel beschreibt Odins Herkunft, seine mythologische Rolle als Weltenherrscher und seine Attribute sowie Begleiter in den neun Welten.

Odins Liebschaften und seine Nachkommen: Die Ausführungen beleuchten Odins komplexe familiäre Beziehungen und die Schwierigkeiten bei der eindeutigen Zuordnung seiner Söhne in den verschiedenen Quellen.

Odin als Gestaltenwandler und seine Namen: Der Fokus liegt hier auf den über 170 Beinamen Odins und seiner Fähigkeit, durch Verkleidungen und Metamorphosen sein Ziel – insbesondere den Erwerb von Weisheit – zu verfolgen.

Fazit: Die abschließende Betrachtung resümiert die Widersprüchlichkeit und Komplexität Odins als Figur, die trotz ihrer Macht nicht unfehlbar ist und oft auf fremde Hilfe angewiesen bleibt.

Schlüsselwörter

Odin, Nordische Mythologie, Edda, Asen, Wanen, Weltenbaum, Yggdrasil, Gestaltenwandler, Ragnarök, Götterlieder, Heldenlieder, Weisheit, Gylfaginning, Stammbaum, Germanischer Glaube

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle, dem Wesen und der Mythologie um die zentrale Figur des Gottes Odin in den germanischen Quellen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind Odins Stellung als höchster Gott, seine komplexe Genealogie, seine zahlreichen Gestaltwandlungen und seine Suche nach Weisheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den verworrenen Stammbaum darzustellen und die außergewöhnliche, oft widersprüchliche Rolle Odins innerhalb der germanischen Götterwelt zu beschreiben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse der maßgeblichen Quellen, insbesondere der Älteren und Jüngeren Edda, unter Einbeziehung mythologischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Odins göttlichem Status, seiner vielfältigen Nachkommenschaft und Liebschaften sowie seiner Praxis als Gestaltenwandler.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind Odin, nordische Mythologie, Edda, Götter, Asen und Gestaltenwandler.

Warum ist die Zuordnung von Odins Nachkommen so schwierig?

Die Zuordnung ist schwierig, da die verschiedenen Manuskripte der Älteren und Jüngeren Edda widersprüchliche Angaben zu Müttern und Söhnen machen.

Welche Bedeutung hat das Motiv der Gestaltwandlung für Odin?

Die Gestaltwandlung dient Odin primär dazu, unerkannt zu bleiben oder Hindernisse zu überwinden, um an Informationen oder magische Gegenstände wie den Dichtermet zu gelangen.

Wie ist die Einstellung des Autors zur Figur Odin?

Der Autor zeichnet das Bild eines Gottes, der trotz seiner Allwissenheit und Macht nicht unfehlbar ist und oft zerrissen zwischen den Anforderungen an seine göttliche Rolle und menschlichen Emotionen agiert.

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Details

Title
Odin und seine Rolle in der germanischen Götterwelt
College
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Nordisches Institut)
Course
Germanische Mythologie
Grade
1,3
Author
Franziska Drax (Author)
Publication Year
2006
Pages
20
Catalog Number
V57836
ISBN (eBook)
9783638521635
ISBN (Book)
9783638938488
Language
German
Tags
Odin Rolle Götterwelt Germanische Mythologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Franziska Drax (Author), 2006, Odin und seine Rolle in der germanischen Götterwelt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57836
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