Markt in der Unternehmung: Der interne Markt als Substitut der Hierarchie?


Hausarbeit, 2005
9 Seiten, Note: 1,1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Abgenzung der Aufgabenstellung und Begriffsdefinition

Determinanten transaktionskostenoptimaler Organisationsformen

Betrachtung des Organisationsproblems des internen Marktes

Das Knappheitsproblem im internen Markt jenseits von Arbeitsteilung und Spezialisierung

Literatur

Einleitung

Im Rahmen dieser Hausarbeit sollen die Vor- und Nachteile der Unternehmung in der Organisationsform eines „internen Marktes“ aus einer transaktionskostentheoretischen Perpektive diskutiert werden. Hierbei sollen zunächst notwendige begriffliche und inhaltliche Abgrenzungen gegenüber alternativen Organisationsformen und Betrachtungsweisen vorgenommen werden. Im nächsten Schritt werden die Determinanten einer transaktionskostenoptimalen Leistungserstellung durch unternehmensinterne und/oder -externe Wertschöpfungsstufen aufgezeigt. In einem dritten Schritt wird die, aus transaktionskostentheoretischer Sicht optimierbare Dimension des Organisationsproblems eines internen Marktes vorgestellt und bewertet. In einem letzten Schritt sollen auf übergeordneter Ebene die Auswirkungen der Organisationsform des internen Marktes auf sonstige Ansatzpunkte zur Minderung des Knappheitsproblem und damit zur besseren Befriedigung der dem Wirtschaften zugrunde liegenden menschlichen Bedürfnisse kurz erläutert werden.

Abgenzung der Aufgabenstellung und Begriffsdefinition

Picot et al. (2003) leiten den Bedarf nach wirtschaftlichem Handeln zur individuellen Bedürfnisbefriedigung im Wesentlichen über die Erkenntnis der Übernachfrage knapper Ressourcen her. Die resultierende Marktreaktion zur Milderung dieser Knappheit und zur Nutzenmaximierung der eingesetzten Produktionsfaktoren erfolgt hiernach primär in Form von Konsumverzicht für Investitionen (Produktionsumwege), Effizienz- und Effektivitätssteigerung durch Innovation, sowie Produktivitätsteigerung durch Arbeitsteilung und Spezialisierung. Der letztgenannte Ansatz zur Arbeitsorganisation erfordert mit steigender Zerlegung und Spezialisierung des Wertschöpfungsprozesses ein Element der Einteilung, Steuerung und Kontrolle, bekannt als Organisationsproblem der Unternehmensleitung. Picot et al. differenzieren hier nach der Art der fehlenden Information: Während mangelndes Wissen über die notwendigen Arbeitsschritte auf den einzelnen Wertschöpfungsstufen zu Koordinationsproblemen führt, resultiert mangelnde Anreizkompatibilität der Akteure zu Motivationsproblemen.

Mit Hinsicht auf die in der Aufgabenstellung dargelegte Trennschärfe zwischen den wählbaren Betrachtungswinkeln zur Organsationsform des internen Marktes soll sich die transaktionskostentheoretische Betrachtung ausschließlich auf den koordinativen Anteil des Organsationsproblems beziehen. Der motivatorische Aspekt wird zu großen Teilen durch die Prinzipal-Agententheoretische Betrachtung abgedeckt. Eine gemeinsame Betrachtung beider Aspekte würde zu einer unzureichenden Differenzierung der Betrachtungsansätze gemäß Aufgabenstellung führen.

Die Relevanz der Transaktionskosten in der Bewältigung des Koordinationsproblems basiert auf der Annahme, dass das Management zur Wahrnehmung dieser Aufgabe selbst Ressourcen benötigt. Die Suche nach einem unternehmensweit optimalen Einsatz von Ressourcen ergibt somit eine transaktionstheoretische Optimierungsaufgabe.

Bevor jedoch im nächsten Schritt die Verbindung von Transaktionskosten und der Form unternehmerischer Arrangements gezeigt werden soll, ist zunächst ein eindeutiges Verständnis der zugrundeliegenden Theorie zu entwickeln: Coase (1937) wirft die zunächst lange nicht beachtete Frage auf, welches institutionelle Arrangement am besten geeignet ist, um eine bestimmte Transaktion abzuwickeln. Implizit stellt er hiermit die These auf, das in Abhängigkeit von der Natur der Transaktion, unterschiedliche Arrangements optimal sind. Zur Betrachtung der These ist zunächst die Definition des Begriffs Transaktionskosten zu klären. Aufbauend auf Coase definiert Williamson (1975) Transaktionen als „…the process of transferring a good or a service across a technologically separable interface“, sowie Transaktionskosten als „…the comparative costs of planning, adapting, and monitoring task completion under alternative government structures.“ Die Bandbreite der Organisationsform zur Schaffung von Institutionen und Rahmenbedingungen bewegt sich zwischen dem reinen marktlichen Mechanismus und maximaler administrativer Koordination. Mit der Entwicklung der neuen Institutionenöonomik treten insbesondere Mischformen (Hybridformen) in den Vordergrund um neueren Verhaltensannahmen wie Bounded Rationality und opportunistischem Handeln der Akteure Rechnung zu tragen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Markt in der Unternehmung: Der interne Markt als Substitut der Hierarchie?
Hochschule
Handelshochschule Leipzig gGmbH
Note
1,1
Autor
Jahr
2005
Seiten
9
Katalognummer
V57932
ISBN (eBook)
9783638522465
Dateigröße
447 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Markt, Unternehmung, Substitut, Hierarchie
Arbeit zitieren
Markus Bruetsch (Autor), 2005, Markt in der Unternehmung: Der interne Markt als Substitut der Hierarchie?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57932

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