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Die geschlechtsspezifische Verwendung des (Heidelberger) Dialekts

Title: Die geschlechtsspezifische Verwendung des (Heidelberger) Dialekts

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 31 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Manuela Kistner (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Beantwortung der Frage, ob und wenn ja in welcher Quantität die Wahl der Mundart vom weiblichen bzw. männlichen Geschlecht abhängig ist. Das `Geschlecht´ soll primär nicht als rein biologischer Faktor betrachtet werden, sondern steht für eine soziale Gruppe, welche unterschiedliche Auffassungen, Einstellungen und Verhaltensweisen dem Dialekt gegenüber hat. Die beiden Gruppen – Männer und Frauen – werden im Verlauf der Arbeit in weitere Untergruppen unterteilt. Diese Unterteilung ist notwendig, da die Wahl des jeweiligen Sprachgebrauchs weiteren Einflussfaktoren unterliegt, welche unter anderem das Alter, der soziale Status, die Berufsausbildung, der Schulabschluss und die jeweiligen Haltungen dem Dialekt gegenüber sind.
Die Arbeit ist in zwei Teilbereiche gegliedert. Der Erste ist der theoretische Teil; dieser widmet sich der Klärung wichtiger Begriffe, wie `Varietät´ und `Dialekt´ und gibt Einblick in unterschiedliche Theorien zur geschlechtsspezifischen Verwendung des Dialekts. In diesem Teil wird ebenfalls auf das Instrument, das der Studie zugrundeliegt, eingegangen. Es werden ebenfalls die unterschiedlichen Fragestellungen und Thesen untersucht und theoretische Vorüberlegungen zum zweiten Teil getroffen. Dieser stellt den praktischen Teil der Arbeit dar und befasst sich mit den Ergebnissen der Untersuchung; unter anderem beinhaltet er die Verwendung des Dialekts in unterschiedlichen Situationen und die Haltung diesem gegenüber. Desweiteren werden Informationen über das jeweilige Geschlecht und den sozialen Status der Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Studie gegeben.
Für die Überprüfung der Forschungsfragen wurde die Stadt Heidelberg mit ihrer Umgebung bestimmt; für die Datenerhebung wurden Befragungen mit Personen durchgeführt, die ausschließlich in diesem Bereich wohnen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Untersuchung und sprachwissenschaftliche Überlegungen

1.1 Hintergrund der Untersuchungen

1.1.1 Subjektive Varietätenwahl

1.1.2 Der Begriff `Dialekt´

1.1.3 Theorien der geschlechtsspezifischen Dialektverwendung

1.1.4 Zusammenfassung

1.2 Formulierung der Thesen

1.3 Fragebogen und Durchführung der Befragung

1.3.1 Theoretische Überlegungen zu den Fragestellungen des Fragebogens

1.4 Ergebnisse der Untersuchung

1.4.1 Dialektkompetenz

1.4.2 Verwendung des Dialekts im normalen Tagesablauf

1.4.3 Verwendung des Dialekts in bestimmten Situationen

a. Familie

b. Freizeit

c. Andere Sprecher

d. Spass

1.4.3.1 Verwendung des Dialekts im Familienkreis

1.4.3.2 Verwendung des Dialekts im Bekanntenkreis

1.4.3.3 Verwendung des Dialekts im öffentlichen Bereich

1.4.4 Haltung gegenüber dem Dialekt

1.4.5 sozialer Status

2. Schlussbetrachtung

3. Bibliographie

Zielsetzung & Themen der Untersuchung

Die vorliegende Arbeit untersucht empirisch, ob und in welchem Ausmaß das Geschlecht als soziale Gruppe die Verwendung von Dialekt im Raum Heidelberg beeinflusst, wobei der Fokus auf Sprachverwendungsregeln in verschiedenen sozialen Kontexten liegt.

  • Geschlechtsspezifische Dialektverwendung
  • Dialektsoziologie und Sprachvarietäten
  • Einfluss von Alter und sozialem Status auf das Sprachverhalten
  • Haltung gegenüber regionalen Dialekten
  • Methodik der empirischen Datenerhebung mittels Fragebogen

Auszug aus dem Buch

1.1.2 Der Begriff `Dialekt´

Der Begriff `Dialekt´ hat seinen Ursprung in Griechenland. Dort gibt es für den Dialekt drei unterschiedliche Bedeutungen: Zum Einen wird er parallel mit `Gespräch´ bzw. `Unterhaltung´ verwendet. Zum Anderen stellt er, allgemein betrachtet, eine Redeweise dar und kann schließlich – betrachtet man ihn in speziellen Fällen - auch eine Redeweise von Personenkollektiven sein (vgl. Löffler: 1980). Dies zeigt, dass Dialekt nicht von vorne herein mit regionaler Sprache gleichzusetzen ist, sondern früher ein viel breiteres semantisches Feld abgedeckt hatte als dies heute noch der Fall ist. Heute gibt es zahlreiche Definitionen des Begriffs `Dialekt´, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Im Folgenden sind einige dieser Definitionen chronologisch aufgeführt.

Bereits 1798 wurde Dialekt von Adelung definiert. Adelung gebrauchte den Begriff `Mundart´, ein Begriff, der hier als Synonym zu `Dialekt´ verwendet wird. Laut ihm ist `Mundart´ „die besondere Art zu reden, wodurch sich die Einwohner einer Gegend von den Einwohnern anderer Gegenden unterscheiden, die Abweichungen einzelner Gegenden in der gemeinschaftlichen Sprache; wohin also nicht nur die Abweichungen in der Aussprache, sondern auch in der Bildung, der Bedeutung und dem Gebrauche der Wörter gehöret“ (1793-1801: III, 311).

Diese Definition wurde lange Zeit herangezogen wenn es um Dialekt ging, da sie sämtliche Bereiche der Linguistik abdeckt, so zum Beispiel die Semantik und Pragmatik, Morphologie und Phonologie und Phonetik.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, geschlechtsspezifische Unterschiede in der Dialektverwendung zu untersuchen, und erläutert die methodische Unterteilung in einen theoretischen und einen praktischen Teil.

1. Untersuchung und sprachwissenschaftliche Überlegungen: Dieses Kapitel legt die theoretische Basis durch die Definition des Dialektbegriffs und die Diskussion wissenschaftlicher Theorien zur geschlechtsspezifischen Sprachverwendung.

1.1 Hintergrund der Untersuchungen: Dieser Abschnitt erörtert die subjektive Varietätenwahl und die Dialektologie als theoretisches Fundament der empirischen Untersuchung.

1.2 Formulierung der Thesen: Hier werden zwei zentrale Thesen aufgestellt: die häufigere Dialektverwendung bei Frauen und der Zusammenhang zwischen Alter und Dialektgebrauch.

1.3 Fragebogen und Durchführung der Befragung: Dieses Kapitel beschreibt das Erhebungsinstrument, die Zielgruppe im Raum Heidelberg und die theoretische Fundierung der einzelnen Fragen.

1.4 Ergebnisse der Untersuchung: Dieser Hauptteil präsentiert die empirischen Daten zur Dialektkompetenz, zum Sprachgebrauch im Alltag, in spezifischen Situationen und zur Einstellung gegenüber dem Dialekt.

2. Schlussbetrachtung: Das Fazit wertet die erhobenen Daten im Hinblick auf die initialen Thesen aus und diskutiert die abnehmende Dialektkompetenz über die Generationen hinweg.

3. Bibliographie: Das Verzeichnis listet sämtliche herangezogene Fachliteratur und Quellen für die Untersuchung auf.

Schlüsselwörter

Dialekt, Sprachverhalten, Geschlechtsspezifische Sprache, Dialektologie, Heidelberg, Soziolinguistik, Mundart, Sprachvarietät, Empirische Untersuchung, Sprachkompetenz, Sozialer Status, Dialektverwendung, Sprachverwendungsregeln, Generationenunterschiede, Einstellungen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, ob und wie das Geschlecht die Wahl und Verwendung der Mundart (Dialekt) beeinflusst, wobei das Geschlecht als soziale Gruppe mit spezifischen Auffassungen betrachtet wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Dialektkompetenz, die Verwendung der Mundart in verschiedenen Lebensbereichen und die soziale Haltung gegenüber dem Dialekt im Raum Heidelberg.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist nicht die Analyse der Varietät an sich, sondern die Untersuchung der sogenannten "Sprachverwendungsregeln" in Abhängigkeit von sozialen Gruppen, Geschlecht und Alter.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Datenerhebung verwendet?

Es wird eine direkte empirische Befragung mittels eines strukturierten Fragebogens durchgeführt, der sowohl geschlossene als auch offene Fragen umfasst.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffs- und Theorieanalyse sowie eine detaillierte praktische Auswertung der Befragungsergebnisse, inklusive grafischer Darstellungen zur Dialektkompetenz und -nutzung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Dialektologie, geschlechtsspezifisches Sprachverhalten, soziale Identität und Sprachwandel im regionalen Kontext charakterisieren.

Warum spielt die Unterteilung in drei Altersgruppen für die Untersuchung eine Rolle?

Die Unterteilung ist notwendig, da die Dialektkompetenz und das Sprachverhalten stark von der Sozialisation und dem Umfeld der jeweiligen Generation abhängen, wie die Ergebnisse der drei Gruppen verdeutlichen.

Welche Bedeutung kommt der Einstellung gegenüber dem Dialekt für das Ergebnis zu?

Die Einstellung, gemessen anhand von Aussagen zu Dialekt als „primitiv“ oder „sozial förderlich“, korreliert stark mit der tatsächlichen Nutzungshäufigkeit, besonders bei der jüngeren Generation.

Welche Schlussfolgerung zieht die Arbeit über die Zukunft des Heidelberger Dialekts?

Die Untersuchung deutet auf einen deutlichen Rückgang der Dialektkompetenz und -verwendung über die Generationen hin, was auf ein mögliches zukünftiges Aussterben der Mundart hindeutet.

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Details

Title
Die geschlechtsspezifische Verwendung des (Heidelberger) Dialekts
College
University of Heidelberg
Grade
2,0
Author
Manuela Kistner (Author)
Publication Year
2006
Pages
31
Catalog Number
V57940
ISBN (eBook)
9783638522533
ISBN (Book)
9783638662741
Language
German
Tags
Verwendung Dialekts Heidelberg
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuela Kistner (Author), 2006, Die geschlechtsspezifische Verwendung des (Heidelberger) Dialekts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57940
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