Die geschlechtsspezifische Verwendung des (Heidelberger) Dialekts


Hausarbeit (Hauptseminar), 2006

31 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung

1. Untersuchung und sprachwissenschaftliche Überlegungen
1.1 Hintergrund der Untersuchungen
1.1.1 Subjektive Varietätenwahl
1.1.2 Der Begriff `Dialekt´
1.1.3 Theorien der geschlechtsspezifischen Dialektverwendung
1.1.4 Zusammenfassung
1.2 Formulierung der Thesen
1.3 Fragebogen und Durchführung der Befragung
1.3.1 Theoretische Überlegungen zu den Fragestellungen
des Fragebogens
1.4 Ergebnisse der Untersuchung
1.4.1 Dialektkompetenz
1.4.2 Verwendung des Dialekts im normalen Tagesablauf
1.4.3 Verwendung des Dialekts in bestimmten Situationen
a. Familie
b. Freizeit
c. Andere Sprecher
d. Spass
1.4.3.1 Verwendung des Dialekts im Familienkreis
1.4.3.2 Verwendung des Dialekts im Bekanntenkreis
1.4.3.3 Verwendung des Dialekts im öffentlichen Bereich
1.4.4 Haltung gegenüber dem Dialekt
1.4.5 sozialer Status

2. Schlussbetrachtung

3. Bibliographie

0. Einleitung

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Beantwortung der Frage, ob und wenn ja in welcher Quantität die Wahl der Mundart vom weiblichen bzw. männlichen Geschlecht abhängig ist. Das `Geschlecht´ soll primär nicht als rein biologischer Faktor betrachtet werden, sondern steht für eine soziale Gruppe, welche unterschiedliche Auffassungen, Einstellungen und Verhaltensweisen dem Dialekt gegenüber hat. Die beiden Gruppen – Männer und Frauen – werden im Verlauf der Arbeit in weitere Untergruppen unterteilt. Diese Unterteilung ist notwendig, da die Wahl des jeweiligen Sprachgebrauchs weiteren Einflussfaktoren unterliegt, welche unter anderem das Alter, der soziale Status, die Berufsausbildung, der Schulabschluss und die jeweiligen Haltungen dem Dialekt gegenüber sind.

Die Arbeit ist in zwei Teilbereiche gegliedert: Der Erste ist der theoretische Teil; dieser widmet sich der Klärung wichtiger Begriffe, wie `Varietät´ und `Dialekt´ und gibt Einblick in unterschiedliche Theorien zur geschlechtsspezifischen Verwendung des Dialekts. In diesem Teil wird ebenfalls auf das Instrument, das der Studie zugrundeliegt, eingegangen. Es werden ebenfalls die unterschiedlichen Fragestellungen und Thesen untersucht und theoretische Vorüberlegungen zum zweiten Teil getroffen. Dieser stellt den praktischen Teil der Arbeit dar und befasst sich mit den Ergebnissen der Untersuchung; unter anderem beinhaltet er die Verwendung des Dialekts in unterschiedlichen Situationen und die Haltung diesem gegenüber. Des Weiteren werden Informationen über das jeweilige Geschlecht und den sozialen Status der Teilnehmer und Teilnehmerinnen[1] der Studie gegeben.

Für die Überprüfung der Forschungsfragen wurde die Stadt Heidelberg mit ihrer Umgebung bestimmt; für die Datenerhebung wurden Befragungen mit Personen durchgeführt, die ausschließlich in diesem Bereich wohnen.

Das Ziel dieser Arbeit ist nicht die Analyse der Varietät selbst, sondern wie die Varietät von den unterschiedlichen sozialen Gruppen in unterschiedlichen Situationen verwendet wird. Demnach sind nicht die sogenannten `Sprachregeln´ Thema der Arbeit, sondern die `Sprachverwendungsregeln´.

1. Untersuchung und sprachwissenschaftliche Überlegungen

1.1 Hintergrund der Untersuchungen und Überlegungen

Die folgenden Untersuchungen und Überlegungen stellen die Basis der empirischen Untersuchung dar. Primär werden dabei der Begriff `Dialekt´ geklärt und unterschiedliche Positionen auf dem Gebiet der Dialektsoziologie beschrieben.

1.1.1 Subjektive Varietätenwahl

Im Zentrum dieser Arbeit steht die Wahl der Sprachform, die eine Person benutzt, die die Kompetenz besitzt, Dialekt zu sprechen bzw. die Möglichkeit hatte, im Heimatort die ortstypische Varietät zu erlernen. Was die Geschlechtsspezifität angeht, so gibt es zwei Positionen in der Dialektsoziologie: Erstere besagt, dass die Sprache, die Frauen benutzen, eher konservativer Natur sei, während die Sprache, die für Männer typisch ist, mehr dem `Neuen´ geöffnet sei. Die zweite Position vertritt die Ansicht, dass Frauen prinzipiell stärker standardorientiert sind als Männer und daher viel eher bereit dazu sind, eine „modischere, prestigereichere und hochsprachlichere Ausdrucksweise“ (Frank-Cyrus 1991: 4) der dialektalen Sprache vorzuziehen (vgl. auch: Mattheier 1980: 26).

Da diese beiden Positionen der Dialektverwendung konträr sind, besteht die Aufgabe dieser Arbeit darin, durch eine empirische Untersuchung diese beiden Positionen aufzuzeigen und gegebenenfalls zu belegen, wie es sich tatsächlich für den hier vorliegenden Fall verhält. Die Dialektanalyse wird daher in nur einem sprachlichen Raum, dem Raum Heidelberg, durchgeführt. Neben der Kompetenz des Dialekts und seiner Verwendung (Punkte 1.4.2 und 1.4.3) bei den beiden sozialen Gruppen sollen ebenfalls die Einstellungen gegenüber dem Dialekt untersucht werden (Punkt 1.4.4). Darüber hinaus liegt das Augenmerk auch auf der jeweils vorherrschenden Sozialstruktur (Punkt 1.4.5), in welcher sich der Befragte befindet, um damit eine mögliche Verbindung zur Wahl seiner Sprache herstellen zu können. Die beiden sozialen Gruppen werden im Verlauf der Arbeit in weitere Untergruppen unterteilt. Diese Gruppierung geschieht durch eine Unterteilung in verschiedene Altersgruppen, die wie folgt aussehen:

Gruppe 1: 16 – 30 Jährige

Gruppe 2: 31 – 50 Jährige

Gruppe 3: 51 – 80 Jährige

1.1.2 Der Begriff `Dialekt´

Der Begriff `Dialekt´ hat seinen Ursprung in Griechenland. Dort gibt es für den Dialekt drei unterschiedliche Bedeutungen: Zum Einen wird er parallel mit `Gespräch´ bzw. `Unterhaltung´ verwendet. Zum Anderen stellt er, allgemein betrachtet, eine Redeweise dar und kann schließlich – betrachtet man ihn in speziellen Fällen - auch eine Redeweise von Personenkollektiven sein (vgl. Löffler: 1980). Dies zeigt, dass Dialekt nicht von vorne herein mit regionaler Sprache gleichzusetzen ist, sondern früher ein viel breiteres semantisches Feld abgedeckt hatte als dies heute noch der Fall ist. Heute gibt es zahlreiche Definitionen des Begriffs `Dialekt´, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Im Folgenden sind einige dieser Definitionen chronologisch aufgeführt.

Bereits 1798 wurde Dialekt von Adelung definiert. Adelung gebrauchte den Begriff `Mundart´, ein Begriff, der hier als Synonym zu `Dialekt´ verwendet wird. Laut ihm ist `Mundart´

„die besondere Art zu reden, wodurch sich die Einwohner einer Gegend von den Einwohnern anderer Gegenden unterscheiden, die Abweichungen einzelner Gegenden in der gemeinschaftlichen Sprache; wohin also nicht nur die Abweichungen in der Aussprache, sondern auch in der Bildung, der Bedeutung und dem Gebrauche der Wörter gehöret“ (1793-1801: III, 311).

Diese Definition wurde lange Zeit herangezogen wenn es um Dialekt ging, da sie sämtliche Bereiche der Linguistik abdeckt, so zum Beispiel die Semantik und Pragmatik, Morphologie und Phonologie und Phonetik.

Bach bedient sich ebenfalls des Begriffes `Mundart´. Für ihn ist die

„allgemeine dt. Schrift-, Hoch- oder Gemeinsprache [...] ein Gebilde, das mehr in der Idee als in der Wirklichkeit lebt, mehr geschrieben als gesprochen wird. [...] Sie stellt ein in heißem Ringen [...] gewonnenes Kunstprodukt dar.“ (1969: [1], 3, § 3).

Des Weiteren schreibt er, dass die `Mundart‘

„in der Regel nur gesprochen, nicht geschrieben [wird, denn...] [a]uch die Mundart hat ihren bestimmten sprachlichen Bau und ist von Willkür weit entfernt; auch sie unterscheidet zwischen falsch und richtig, altmodisch und modern“ (ebd.).

Auch Sowinski beschäftigte sich bereits 1970 mit dem Begriff `Mundart´ und definierte ihn als die

"der Schriftsprache vorangehende, örtlich gebundene, auf mündliche Realisierung bedachte und vor allem die natürlichen alltäglichen Lebensbereiche einbeziehende Redeweise, die nach eigenen, im Verlaufe der Geschichte durch nachbarmundartliche und hochsprachliche Einflüsse entwickelten Sprachnormen von einem großen heimatgebundenen Personenkreis in bestimmten Sprechsituationen gesprochen wird" (1970: 180 f).

Goossens verwendet im Vergleich zu den bisher erwähnten Definitionen zu allererst den Begriff `Dialekt´ anstatt `Mundart´. Nach ihm ist der `Dialekt´

„der als Ausdrucksweise der Sprachgemeinschaft eines Ortes zu betrachtende, auf lokale Verwendung zielende Komplex von Sprechweisen, bei dem zur Aufhebung der Differenzen zum hochsprachlichen System, im Vergleich zu den anderen am gleichen Ort vorkommenden Sprechweisen dieser Sprachgemeinschaft, eine maximale Anzahl von Regeln notwendig ist“ (1973-1977: 21, 457).

Lewandowski geht in seiner Definition von `Dialekt´ eher auf dessen Gebrauch ein und grenzt ihn von der Standardsprache ab, wenn er folgendes schreibt:

„[d]ie regionalen D[ialekte]. weisen keine geringere systematische Regelmäßigkeit auf als die Standardsprache; [...] kommunikativ sind sie ebenso leistungsfähig [...]. Oft lassen sich zwischen Standardsprache und D[ialekten] Interferenz und Funktionsdifferenzierung feststellen; erstere dient dem formellen Verkehr, letztere dem mehr informellen (familiären, intimen) Gebrauch (1979: I, 149).

Bellmann gebraucht in seiner Schrift „ Beiträge zur Dialektologie am Mittelrhein “ den Begriff des `zweidimensionalen Dialekts´, um diesen von der Standardsprache abzugrenzen und stellt fest, dass

"[m]it der Berücksichtigung [...] der vertikalen Dimension [...] Dialekt nicht mehr allein auf das Niveau der größten Standard- bzw. Schriftspracheferne [...] festgelegt [ist]. Dialekt verliert dadurch seine Abgrenzungsschärfe nach ´oben´, die ohnehin weder durch die Dialektverwendung noch durch die Erfahrung des Dialektologen bestätigt wird. Der Begriff des zweidimensionalen Dialekts trägt in besonderer Weise den Sprachverhältnissen der Gegenwart Rechnung, die nicht so sehr die Pole Basisdialekt und Standardsprache, sondern stattdessen zunehmend den dazwischen liegenden Kontinuumsbereich [...] in kommunikativer Nutzung zeigen und für die Dialektologie interessant erscheinen lassen" (1986: 4).

Zu guter Letzt sei auf Wiesinger verwiesen, der eine sehr genaue Abgrenzung von Sprache und Dialekt vornimmt. Für ihn ist `Sprache´ eine

„übergreifende, regionale bis überregionale, öffentlich bis offiziell und allgemein gebrauchte, der Schriftsprache angenäherte bis geradezu identische, höher bis hochwertig eingeschätzte, entwicklungsgeschichtlich sich nicht unmittelbar aus einem Protosystem ableitende Sprachform“ (In: Göschel 1977: 187).

Im Gegensatz dazu steht der Dialekt, der eine eher

„untergeordnete, lokal bis regional gebundene, privat bis halböffentlich und damit beschränkt gebrauchte, der Schriftsprache mehr oder minder fernstehende, meist wenig geschätzte, entwicklungsgeschichtlich auf natürlichem Weg aus einem Protosystem hervorgegangene Sprachform“ (ebd.)

darstellt. Will man zwischen Sprache und Dialekt eine hierarchische Beziehung ausmachen, so hat `Sprache´ im Gegensatz zu `Dialekt´ eine übergeordnete Rolle, während `Dialekt´ eine untergeordnete Rolle einnimmt (In: Göschel 1977: 187). Diese beiden Größen lassen sich demnach nur „innerhalb eines Systems in Abhängigkeit von Bezugsgrößen definieren“ (ebd.).

Die oben erwähnten Definitionen von `Dialekt´ zeigen, dass es kaum möglich ist, den Begriff genau zu fassen. Auch Mattheier stellte dieses Problem fest und macht deutlich, dass man den Begriff für „ein bestimmtes Forschungsvorhaben“ (1983: 138) so festlegen kann, dass er dennoch „klar fassbar und abgrenzbar wird“ (ebd.). Er gibt eine Möglichkeit der Definition von `Dialekt´ an, indem er ihn als Sprachvarietät definiert, „die beim nicht ortsgeborenen Hörer zu Verständnisschwierigkeiten führt“ (ebd.).

Da das Forschungsvorhaben dieser Arbeit nicht primär die „theorieorientierten Überlegungen zur Dialektologie“ (ebd.) sind, ist es jedoch auch nicht zwingend notwendig, den Begriff `Dialekt´ in einer forschungsadäquaten Genauigkeit zu definieren, so dass Mattheiers Definition völlig ausreichend erscheint.

1.1.3 Theorien der geschlechtsspezifischen Dialektverwendung

Die Tatsache, dass Männer und Frauen sich auf unterschiedliche Weise dem Dialekt bedienen, ist keineswegs neu; bereits Cicero hat in seiner Schrift „ De Oratore III “ bemerkt, dass es „ mehr der natur der frauen [entspricht], die alte sprache unverderbt zu bewahren “ (zitiert nach: Mattheier 1980: 25). Aufgrund der Tatsache, dass „ zu ihren ohren [...] ja nicht die redeweisen aller möglichen leute “ (ebd.) dringen, halten sie „ an dem fest, was sie sich einmal angeeignet haben “ (ebd.). Nicht nur Cicero hat sich scheinbar mit dieser Tatsache auseinandergesetzt, sondern auch die Forschung, da es mittlerweile zahlreiche Theorien zur geschlechtsspezifischen Dialektverwendung gibt. Eine dieser Theorien stammt von Hermann Hirt; er nimmt an, dass die Sprache die Gesellschaft wiederspiegelt. So schreibt er unter anderem folgendes:

„Solange ein Volk in seinen sozialen Verhältnissen im wesentlichen einheitlich ist, solange werden wir auch einen im wesentlichen gleichmäßigen Wortschatz voraussetzen dürfen“ (1909: 240).

Die Einheitlichkeit, von der Hirt spricht, ist jedoch schwer nachzuvollziehen, da es kaum vorstellbar ist, dass eine solche überhaupt jemals bestanden hat. Hirt sah dieses Problem auch und konstatiert, dass „ schon die einfachsten Formen der Gesellschaft gewisse Verschiedenheiten enthalten “ (ebd.), da ja bereits „ die Männer und die Frauen und auf der anderen Seite die verschiedenen Altersklassen [...] abgeschlossene Verbände für sich “ (ebd.) bilden.

Doch nicht nur Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts war das Thema der geschlechtsspezifischen Dialektverwendung brisant, denn einige Jahrzehnte später wurde es erneut stark diskutiert, unter anderem in Studien von Labov, Hoffmann (1963) oder Stellmacher (1977). Alle Studien kommen jedoch zu unterschiedlichen Ergebnissen: Während Stellmacher (1977) seine Untersuchung in Osterholz-Scharmbeck durchführt und zu dem Schluss kommt, dass es keine auffälligen Unterschiede im männlichen und weiblichen Sprachgebrauch gibt, ergibt Hoffmanns Untersuchung in Nauborn, dass zwischen Männern und Frauen sehr deutliche Abweichungen vorhanden sind: Frauen würden eine Abweichung vom Dialekt viel bewusster wahrnehmen als Männer (vgl. Hoffmann 1963: 272).

Einen weiteren Versuch in der Forschung unternimmt Mattheier; er führt die Unterschiede in der Dialektverwendung bzw. im allgemeinen Sprachverhalten auf die unterschiedliche Rolle und Position der beiden Geschlechter in der Gesellschaft zurück; für ihn ist es nicht das biologische Geschlecht, auf das die Unterschiede zurückzuführen sind, sondern das sogenannte „ soziale Geschlecht “ (1980: 34), auf das sich die „ Auswirkungen psychischer Disposition “ (ebd.) auswirken und so das Sprachverhalten beeinflussen. Auch Trudgill vertritt diese Ansicht und gibt zahlreiche Faktoren, die für das unterschiedliche Sprachverhalten verantwortlich sein könnten. Einige dieser Faktoren werden im Folgenden aufgelistet:

a) Women are more closely involved with child-bearing and the transmission of culture, and are therefore
more aware of the importance, for their children, of the acquisition of (prestige) norms.
b) The social position of women in our society has traditionally been less secure than that of men. It may
be, therefore, that it has been more necessary for women to secure and signal their social status
linguistically and in other ways, and they may for this reason be more aware of the importance of this
type of signal.
c) Men in our society have traditionally been rated socially by their occupation, their earning power, and
perhaps by their other abilities – in other words, by what they do“ (1983: 167).

Betrachtet man diese beiden letzten Studien, so stellt man fest, dass es scheinbar in der Natur des weiblichen Geschlechts liegt, weniger Dialekt zu sprechen als das männliche Geschlecht. Allerdings ist es auch aufgrund der zahlreichen anderen Studien, die sich mit diesem Thema befasst haben, nicht möglich, eine eindeutige Aussage über die tatsächliche Verwendung des Dialekts unter den Geschlechtern zu treffen. Dadurch steht man erneut vor dem Problem wie es bereits bei der Definition von `Dialekt´ der Fall war, nämlich dass man keine genaue Aussage über den Kern der Sache machen kann.

1.1.4 Zusammenfassung

Aufgrund der unterschiedlichen Aussagen, die die Forschung über die geschlechtsspezifische Dialektverwendung trifft, sollen die Thesen, die die Forschung aufstellt, anhand einer empirischen Untersuchung überprüft werden. Bei dieser Untersuchung werden lediglich die Informationen der Befragten analysiert. Das Hauptaugenmerk liegt demnach, wie oben bereits erwähnt, auf den Sprachverwendungsregeln und nicht auf den Sprachregeln selbst.

Die beiden Geschlechter werden in der Untersuchung als soziale Gruppe gesehen. Es ist möglich, dass diese soziale Gruppe ein unterschiedliches Sprechverhalten aufgrund ihrer sozialen Tätigkeit, Rolle, Position oder ihres Alter aufweist. Die Zweiteilung von Männern und Frauen geschieht in dieser Untersuchung nicht aufgrund ihrer biologischen Unterschiede, sondern dient dazu, einen leichter fassbaren Überblick zu bewahren.

1.2 Formulierung der Thesen

Wie bereits beschrieben, ist die zentrale Frage dieser Arbeit, ob und inwiefern sich das Sprachverhalten der beiden sozialen Gruppen unterscheidet. Um diese Frage klären zu können, sind im Folgenden einige Thesen aufgestellt, auf die die Untersuchung Antworten geben und so zu einer Klärung der zentralen Frage führen soll.

[...]


[1] Im weiteren Verlauf wird nicht mehr von `Teilnehmern und Teilnehmerinnen´ bzw. `der/die Befragte´ die Rede sein, sondern nur noch von `Teilnehmern´ und `Befragten´. Das weibliche Genus wird nur aufgrund der Einfachheit vernachlässigt. Grundsätzlich sind beide Geschlechter gemeint.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten

Details

Titel
Die geschlechtsspezifische Verwendung des (Heidelberger) Dialekts
Hochschule
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
Note
2,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
31
Katalognummer
V57940
ISBN (eBook)
9783638522533
ISBN (Buch)
9783638662741
Dateigröße
607 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Arbeit untersucht die Kompetenz u. Verwendung d. Dialekts der beiden sozialen Gruppen Männer u. Frauen. Dabei wird in 3 Altersgruppen eingeteilt u. unterschiedl. Situation untersucht, u.a. D.verwendung im Tagesablauf, bzw. best. Situationen. Am Ende wird auf den sozialen Status d. soz. Gruppe eingegangen: These: soz. Status gibt Hinweis f. Dialektverwendung. Die Arbeit gibt zu Beginn jedoch auch theoret. Basiswissen d. Dialekts! (Heidelberg kann natürl. durch andere Orte ersetzt werden)
Schlagworte
Verwendung, Dialekts, Heidelberg
Arbeit zitieren
Manuela Kistner (Autor), 2006, Die geschlechtsspezifische Verwendung des (Heidelberger) Dialekts, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/57940

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die geschlechtsspezifische Verwendung des (Heidelberger) Dialekts



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden