Es handelt sich bei diesem Konzept um die fiktive Unterweisung des Auszubildenden der Mustermann GmbH. Die Mustermann GmbH ist ein mittelständischer, sächsischer Handwerksbetrieb mit 175 Mitarbeitern.
Dienstleistungen des Unternehmens umfassen die Bereiche Orthopädietechnik, Sanitätshaus, Rehabilitationstechnik und Home-Care.
Der Auszubildende wird im Beruf "Orthopädiemechaniker und Bandagist" ausgebildet. Zu seinem Aufgabengebieten gehört die Zuarbeit für die Gesellen beim Herstellen, Aufbauen und Anpassen sowie Warten und Instandhalten von Arm- und Beinprothesen, Orthesen, Stützkorsetten, Epithesen und rehabilitationstechnischen Geräten aus Kunststoff, Holz, Leder und Metall.
Inhaltsverzeichnis
1. Zielgruppe
1.1. Hintergrund
1.2. Alter und schulische Vorbildung
1.3. Ausbildungsstand
2. Didaktische Analyse
2.1. Ausbildungsrahmenplan
2.2. Betrieblicher Ausbildungsplan
2.3. Fachlicher Inhalt
2.4. Bedeutung für den Auszubildenden und Zusammenhang mit dem Berufsschulunterricht
3. Lernziele
3.1. Leitlernziel
3.2. Groblernziel
3.3. Feinlernziel
3.4.1. Kognitive Feinlernziel
3.4.2. Affektive Feinlernziel
3.4.3. Psychomotorische Feinlernziel
4. Organisation
4.1. Ort der Unterweisung
4.2. Unterweisungszeitpunkt und Dauer
5. Unterweisungsverlauf
5.1. 1.Stufe: Vorbereitung
5.2. 2.Stufe: Vormachen und Erklären
5.3. 3.Stufe: Wiederholung durch Auszubildenden
5.4. 4.Stufe: Übung und Festigung
6. Kontrolle des Lernerfolges
6.1. Lernzielkontrolle
6.2. Selbstkontrolle durch den Auszubildenden
6.3. Fremdkontrolle durch den Ausbilder
Zielsetzung und Themenfelder
Ziel dieser Arbeit ist die Erstellung eines didaktischen Konzepts für eine praxisnahe Unterweisung eines Auszubildenden zum Orthopädiemechaniker und Bandagisten im Bereich der manuellen Handnaht.
- Didaktische Einordnung und Planung der Ausbildungseinheit
- Definition von Leit-, Grob- und Feinlernzielen
- Anwendung der Vier-Stufen-Methode in der praktischen Unterweisung
- Methoden zur Kontrolle des Lernerfolges und zur Qualitätssicherung
- Arbeitssicherheit und korrekter Werkzeuggebrauch
Auszug aus dem Buch
5. Unterweisungsverlauf
Für die Unterweisung wurde die Vier- Stufen- Methode gewählt, da es sich überwiegend um eine manuelle Fähigkeit handelt und das Lernziel unter den Prüfungs- und Zeitbedingungen zu erreichen ist. Dieser Lernabschnitt ist z.Z. Bestandteil der sächsischen Zwischenprüfung im Orthopädiehandwerk. Die Anfertigung einer Handnaht kann mit etwas Übung und nach 5-10 Wiederholungen ohne Probleme beherrscht werden, so dass die Vier-Stufen-Methode hierfür ideal ist.
5.1. 1.Stufe: Vorbereitung 2 min. Vorbereitung des Unterweisungsplatzes, Arbeitsmittel werden bereit gestellt. Werkzeuge: - zugeschnittenes und vorbereitetes Leder - 2 Sattlernadeln - Sattlergarn (vorgewachst) - Schere - Zirkel - Ahle - Lineal - Elfenbeinknochen - kleiner Hammer. Einleitendes Gespräch mit Begrüßung des Auszubildenden zur heutigen Unterweisung, mit dem Versuch eine angenehme, unbefangene Stimmung zu schaffen, damit das Interesse und die Motivation des Auszubildenden geweckt wird. Vorstellen des Unterweisungsthemas und Informationen über die Inhalte der Unterweisung um den Auszubildenden an die heutige Aufgabe heranzuführen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zielgruppe: Beschreibung des fiktiven Ausbildungsbetriebs und des Auszubildenden, inklusive seiner Vorkenntnisse und schulischen Voraussetzungen.
2. Didaktische Analyse: Herleitung der Unterweisung aus dem Ausbildungsrahmenlehrplan und Festlegung der fachlichen Notwendigkeit für das Berufsbild.
3. Lernziele: Festlegung der Kompetenzen, die durch die Unterweisung erworben werden sollen, unterteilt in kognitive, affektive und psychomotorische Bereiche.
4. Organisation: Planung der Rahmenbedingungen, einschließlich des Unterweisungsortes, der notwendigen Werkzeuge und des zeitlichen Ablaufs.
5. Unterweisungsverlauf: Detaillierte Darstellung der Vier-Stufen-Methode von der Vorbereitung über das Vormachen bis hin zur selbstständigen Übung.
6. Kontrolle des Lernerfolges: Darlegung der Methoden zur Überprüfung des Ausbildungsfortschritts durch Selbst- und Fremdkontrolle.
Schlüsselwörter
Handnaht, Orthopädiemechaniker, Bandagist, Vier-Stufen-Methode, Ausbildung, Unterweisung, Lederverarbeitung, Sattlernadel, Ausbildungsrahmenplan, Arbeitssicherheit, Lernzielkontrolle, Handwerk, Fachpraxis, Manuelle Fertigkeiten, Berufsausbildung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt ein Konzept zur fachpraktischen Unterweisung eines Auszubildenden im Beruf Orthopädiemechaniker und Bandagist zum Thema Handnaht.
Welches Ziel verfolgt die Unterweisung?
Das primäre Ziel ist es, den Auszubildenden in die Lage zu versetzen, selbstständig eine qualitativ hochwertige Handnaht mit zwei Nadeln anzufertigen.
Welche Lehrmethode wird eingesetzt?
Es wird die klassische Vier-Stufen-Methode verwendet, da sie für den Erwerb manueller Fähigkeiten in der Prüfungsvorbereitung als ideal erachtet wird.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Arbeit gliedert sich in die didaktische Planung, die Definition von Lernzielen, die organisatorische Vorbereitung sowie die methodische Durchführung und Erfolgskontrolle.
Welche Werkzeuge spielen eine zentrale Rolle?
Wesentliche Werkzeuge sind neben Sattlernadeln und Sattlergarn vor allem Ahle, Zirkel, Lineal und Elfenbeinknochen zur Nahtbegradigung.
Wie werden die Lernziele unterteilt?
Die Ziele werden in kognitive (Wissen über Material/Abstände), affektive (Verantwortungsbewusstsein) und psychomotorische (praktische Ausführung) Bereiche differenziert.
Warum ist die Handnaht im Orthopädiehandwerk wichtig?
Sie dient als notwendige Verbindungstechnik für Materialien, die aufgrund ihrer Beschaffenheit oder der Konstruktionsart nicht maschinell vernäht werden können.
Welche Rolle spielt die Selbstkontrolle?
Die Selbstkontrolle dient dazu, die eigene Selbsteinschätzung des Auszubildenden zu fördern und ihm die Sicherheit zu geben, Fehler eigenständig zu erkennen und zu beheben.
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- Susan Schwarz (Author), 2006, Anfertigung einer Handnaht mit zwei Nadeln (Unterweisung Orthopädietechniker / -in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58021