Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Art - Photography and Film

Alfred Stieglitz und die piktoralistische Fotografie

Title: Alfred Stieglitz und die piktoralistische Fotografie

Term Paper , 2006 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Miriam Ruiz (Author)

Art - Photography and Film
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Es ist zu großen Teilen Alfred Stieglitz zu verdanken, dass die piktoralistische Fotografie und später auch die 'Straight Photography' in den USA als eigenständige Kunstformen anerkannt und gefördert werden. Seine Aufsehen erregenden Fotografien, die die Menschen bewegen und ihn weltweit berühmt machen sind hierbei ein wichtiger Faktor, doch erschöpft sich seine Arbeit damit noch lange nicht. Ein Leben lang kämpft er voller Begeisterung, Überzeugung und mit viel Erfolg für die Kunst. Als Verleger und Redakteur verschiedener Magazine sowie als Mitbegründer einiger Foto-Clubs und Galerien erreicht er die Öffentlichkeit und kann so die Kunstfotografie in Amerika bekannt machen. Seine Tätigkeiten als Kunstmäzen in Amerika lassen sich anhand seines Lebenslaufes sehr gut betrachten. Anschließend folgt das zweite Kapitel mit einer allgemeinen Beschreibung der beiden Kunstrichtungen, welche Stieglitz gefördert hat. Der 'Piktorialismus', auch als 'Kunstfotografie' bekannt und die 'Straight Photography', welche in Deutschland auch die 'reine Fotografie' genannt wird. Um Stieglitz widersprüchliches Werk, das sich an kaum eine Regel der beiden Stilrichtungen hält, verstehen zu können, ist diese Einführung sehr wichtig. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit Stieglitz' Lebenswerk. Um der Vielseitigkeit in seinen Werken und seinem Kunstverständnis gerecht zu werden, ist sein Gesamtwerk in drei Abschnitte gegliedert: In die Zeit von 1883 bis 1900, sowie von 1900 bis 1920 und 1920 bis 1937. Im Laufe dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, weshalb gerade Stieglitz' Werke von den Konventionen des Piktorialismus und der Straight Photography so oft abweichen. Inwiefern ist Stieglitz' Lebenswerk widersprüchlich?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2.

3. 2. Der Piktorialismus und die Straight Photography

a. 2.1. Die Vorgeschichte der Kunstfotografie

i. 2.1.1. Die Kunst des Fotografierens

b. 2.2. Piktorialismus

c. 2.3. Straight Photography

4. 3. Die Fotografie Stieglitz'

a. 3.1. Die Suche nach der Wahrheit

b. 3.2. Die Zeit von 1883 bis 1900

i. 3.2.1. „Winter – Fifth Avenue“ (Abbild.1)

ii. 3.2.2. Kontraste: „Gossip, Katwyk“ und „Venetian Boy“

iii. 3.2.2. „The Steerage“

c. 3.4. Die Zeit von 1920 bis 1937

5. 4. Resumée

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das fotografische Lebenswerk von Alfred Stieglitz und geht der zentralen Forschungsfrage nach, warum seine Werke häufig von den Konventionen des Piktorialismus und der Straight Photography abweichen, obwohl er gleichzeitig als einer der maßgeblichen Förderer beider Stilrichtungen in den USA gilt.

  • Die Rolle von Alfred Stieglitz als Kunstförderer und Mäzen in den USA.
  • Gegenüberstellung und Charakterisierung des Piktorialismus und der Straight Photography.
  • Analyse der fotografischen Entwicklung von Stieglitz anhand dreier zeitlicher Abschnitte.
  • Die Suche nach der „Wahrheit“ als verbindendes Element in Stieglitz' Werk.
  • Untersuchung des scheinbaren Widerspruchs zwischen künstlerischer Theorie und fotografischer Praxis.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Suche nach der Wahrheit

Das folgende Kapitel versucht sich der Fotografie Stieglitz' anzunähern. In der Tat ist das kein einfaches Unterfangen, denn Alfred Stieglitz ist ein Mann des Widerspruchs. Es ist oft nicht möglich, seine Werke eindeutig dem Piktorialismus oder der Straight Photography zuordnen, die Stilrichtungen vermischen sich in seinen Bildern sehr häufig. Der Grund hierfür ist wohl, zumindest teilweise, seine anspruchsvolle Zielsetzung, die universelle Wahrheit zu finden und zu fotografieren: „Photographie ist meine Leidenschaft. Ich bin besessen von der Suche nach der Wahrheit.“ Von Beginn seiner fotografischen Laufbahn an versucht er, wahre Momente, Stimmungen oder Gefühle festzuhalten. Das bedeutet, dass er in seinen Fotografien versucht, das ausgewählte Motiv so abzubilden, wie es wirklich ist.

Es geht Stieglitz darum, die Wahrheit eines Moments, also die vorhandene Atmosphäre, so rein und präzise festzuhalten, dass sie jeder, der das Bild betrachtet, ebenso wahrnehmen kann, als wäre er dabei gewesen. Stieglitz versteht unter „Wahrheit“ den eigenen Charakter, zum Beispiel einer Landschaft, einer Wolkenformation, eines Gebäudes oder einer Stimmung. Diese „Wahrheit“ existiert unabhängig vom Beobachter für sich. Einem sehr geschickten Fotografen ist es, wie Stieglitz beweist, möglich, sie fotografisch festzuhalten. Doch muss er sich auf das einlassen, was er sieht, und Intentionen und Interpretationen ausgrenzen. Das Motiv in seiner Natürlichkeit zu fotografieren, so, wie es sich im Tageslicht, Nebel oder Schneegestöber darbietet, ist eine schwierige Aufgabe. Die Herausforderung, solcher Wahrheiten habhaft zu werden, ist es, die Stieglitz vorantreibt. Vielleicht verändert sich sein Stil unabhängig von den Konventionen der Stilrichtungen, weil die Suche nach Wahrheit es erfordert, die technischen Möglichkeiten vollkommen auszureizen. Sein Lebenswerk wird in dieser Arbeit in drei Abschnitte unterteilt, wobei den verschiedenen Aspekten seiner Suche nach der „Wahrheit“ besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Alfred Stieglitz für die Etablierung der Kunstfotografie in den USA dar und erläutert die methodische Gliederung der Arbeit.

2. Der Piktorialismus und die Straight Photography: Dieses Kapitel beschreibt die historischen Hintergründe der Kunstfotografie sowie die theoretischen Merkmale und Unterschiede zwischen dem Piktorialismus und der Straight Photography.

3. Die Fotografie Stieglitz': Hier wird das Gesamtwerk von Stieglitz in drei chronologische Abschnitte gegliedert und unter dem Leitmotiv seiner „Wahrheitssuche“ analysiert.

4. Resumée: Das abschließende Kapitel führt die Erkenntnisse zusammen und löst den vermeintlichen Widerspruch in Stieglitz' Werk durch die Einordnung in seine übergeordnete Zielsetzung auf.

Schlüsselwörter

Alfred Stieglitz, Kunstfotografie, Piktorialismus, Straight Photography, Wahrheitssuche, Fototechnik, Ästhetik, Photo Secession, Camera Work, moderne Kunst, Fotogeschichte, Bildkomposition, 291, Amerikanische Fotografie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das fotografische Wirken von Alfred Stieglitz und beleuchtet seinen Einfluss auf die Entwicklung der amerikanischen Fotografie als eigenständige Kunstform.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Piktorialismus, die Straight Photography, die kunsttheoretische Einordnung von Fotografie sowie Stieglitz' fortwährendes Streben nach der fotografischen Abbildung einer „universellen Wahrheit“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu ergründen, warum Stieglitz als Pionier und Förderer zweier oft gegensätzlicher Stilrichtungen fungierte und wie sich dieser scheinbare Widerspruch in seinem eigenen fotografischen Schaffen auflöst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine strukturelle und historische Analyse seines Lebenswerks vorgenommen, wobei die Arbeit in drei zeitliche Abschnitte gegliedert wird, um seine künstlerische Entwicklung transparent zu machen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Definition der Stilrichtungen, der chronologischen Untersuchung seiner Fotografien von 1883 bis 1937 und der intensiven Auseinandersetzung mit dem Begriff der „Wahrheit“ in seinen Bildern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Kunstfotografie, Piktorialismus, Straight Photography, Wahrheitssuche, Fotogeschichte und Alfred Stieglitz umschreiben.

Warum spielt die „Wahrheitssuche“ eine so zentrale Rolle für Stieglitz?

Für Stieglitz war die Fotografie ein Medium, um den Kern eines Moments – also dessen Charakter, Stimmung und Atmosphäre – unverfälscht und präzise einzufangen, was er als seine persönliche Wahrheit bezeichnete.

Wie bewertet die Arbeit die Widersprüchlichkeit im Schaffen von Stieglitz?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die Widersprüche in seinem Werk keine echte Inkonsistenz darstellen, sondern notwendig waren, um den jeweils perfekten Moment mit den zu diesem Zeitpunkt jeweils optimalen technischen Mitteln festzuhalten.

Excerpt out of 17 pages  - scroll top

Details

Title
Alfred Stieglitz und die piktoralistische Fotografie
College
University of Constance  (Geisteswissenschaftliche Sektion)
Course
Der fotografische Apparat: "biegsames Instrument oder mechanischer Tyrann?"
Grade
1,0
Author
Miriam Ruiz (Author)
Publication Year
2006
Pages
17
Catalog Number
V58083
ISBN (eBook)
9783638523738
ISBN (Book)
9783638792530
Language
German
Tags
Alfred Stieglitz Fotografie Apparat Instrument Tyrann
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miriam Ruiz (Author), 2006, Alfred Stieglitz und die piktoralistische Fotografie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/58083
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  17  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint